TEIL 33

Wieder in Hannover

Bevor wir nach Hannover starten, frühstücken wir mit unseren Mitarbeitern. Es wissen nur Marlene und Jörn, dass Marie eine Tochter ihres Chefs ist. Deshalb sitzen wir mit den Beiden an einen Tisch. Wir haben unseren Mitarbeitern gesagt, dass Marlene und Jörn mit uns fahren. Als alle im Bus sind und der Bus bereits seit fünf Minuten abgefahren ist, kommen Max und Ole. Simon ist mit Merle bereits heute Morgen vorgefahren. Marlene steigt zu Max ins Auto. Ole steigt zu mir ins Auto. Jetzt sitzen Marie, Ich, Ole und Jörn in einen Auto. „Also was hast Du vor?“, fragt Ole mich. „Die Vorschläge von Euch sind echt gut. Aber ich habe mich für keinen Plan direkt entschieden. Ich glaube, das kommt wenn ich Juliane sehe. Spontan einfach.“ „Du willst meine Schwester heiraten. Dann kennst Du meine Schwester aber schlecht. So einfach lässt sie sich nicht überreden.“ Wir beratschlagen was wir als nächstes Tun. Welcher Plan der beste ist. Ich denke, Oles Plan ist der Beste. Er kennt seine Schwester am längsten von uns. Die Fahrt nach Hannover kommt uns gar nicht so lang vor trotz das wir ständig in Stau stehen. Jörn laden wir als erstes ab. Er wohnt circa 20 Kilometer vor Hannover. Dann schmeiße ich Ole und Marie bei meinen Onkel raus. Ich fahre zu dem Apartment, was mein Onkel mir für die Zeit gemietet hat. Dann starre ich auf mein Telefon. Kein Anruf von Juliane. Soll ich sie anrufen? Wenn sie mir nicht zuhören will. Dann wähle ich die Nummer, die mir Marlene von ihrer Wohnung gegeben hat. Marlene geht ran. „Hey. Ist Juliane da?“ „Nein. Eine Kollegin hat angerufen. Juliane hat sich heute Morgen krank gemeldet.“ Zeit für mich. „Wenn sie krank ist, warum ist sie nicht zuhause.“ „Juliane wird bestimmt nach Hause gefahren sein.“ „Wieso wohnt sie nicht mit Dir zusammen.“ „Sporadisch. Kommt immer drauf an.“ „Wie jetzt? In ihrer Akte steht doch diese Adresse.“ „Ja, ich weiss. Juliane hat sie nicht geändert, weil das ihr Zweitwohnsitz ist.“ „Wo ist denn ihr Erstwohnsitz?“ „Sie hat sich in der Stadt nicht wohlgefühlt und ist in die Einliegerwohnung von ihren Eltern gezogen. Ole und sie teilen sich die Wohnung. Ich glaube, momentan will sie mir aus den Weg gehen.“ „Danke für die Auskunft.“ Dann lege ich auf. Wo ist Oles Nummer? Mist wo ist sie. Da ist sie. Ich rufe Finn Ole an. „Finn Ole Früh.“ „Moin Finn Ole.“ „Gibt es was Neues?“ „Nein. Ich hätte ein Frage an Dich.“ „Welche? Moment ich gehe kurz auf den Flur. Simon erzählt gerade, was wir als Kinder Blödsinn gemacht haben. Marie und der Rest kommt aus den Lachen nicht mehr raus. Es ist einfach zu laut hier.“ „Ja, höre ich. Du und Simon kennt Euch?“ „Ja, ich kenne auch deine Schwester.“ „Wie Mia?“ „Ja, genau wie Du Liane schon dein ganzes Leben kennst. Deine Tante Amalia sagt, das echt zum Schießen ist. Sie versteht einfach nicht, dass er bei den Namen nicht stutzig geworden ist. Also was willst Du wissen.“ „Wo wohnen deinen Eltern?“ „Wieso willst Du das denn wissen. Willst Du sie ausfragen?“ „Nein. Marlene meint, dass Juliane in die Einliegerwohnung von deinen Eltern geflüchtet ist. Du teilst die Wohnung mit ihr. Wo wohnen eigentlich deine Eltern?“ „Meine Eltern wohnen unten im Haus. In der Einliegerwohnung haben meine Großeltern gewohnt.“ „Oh. Das tut mir leid.“ „Was tut die leid.“ „Das mit deinen Großeltern.“ Jetzt lacht Ole am Telefon. „Wieso? Sie sind bloß nach Österreich umgezogen. Meine Großtante wohnt da. Meine Oma pflegt sie nur. Meine Großeltern sind noch richtig rüstig und abenteuerlustig. Mein Großonkel brauchte Hilfe und bat seine Schwester ihn zu unterstützen.“ „Wo leben sie denn?“ „Am Attersee. Irgendwo am Berg.“ „Okay. Bestimmt schön.“ „Ja, ist es. Ich und Juliane besuchen unsere Großeltern so oft wie es geht.“ Finn Ole teilt mir die Adresse mit. Super, das ist ungefähr vierzig Kilometer von Hannover entfernt. „Soll ich Dir den Weg erklären.“ „Nein, ich kenne mich aus. Meine Großeltern wohnen da. Das heisst, wenn sie nicht gerade unterwegs sind. Ihr seid nie umgezogen?“ „Nein. Meine Eltern fühlen sich dort wohl. Ich bin auch ganz gerne da. Wenn Erntefest ist. Juliane und ich sind aktiv in der Dorfjugend. Wir sind oft wie möglich bei den Treffen. Dann teilen wir uns gleichzeitig die Wohnung. Einer schläft im Bett oder der Andere auf den Sofa. Meistens darf meine kleine Schwester im Bett schlafen.“ „Wie Gütig. Aber Dorfjugend? Seid ihr nicht zu alt dafür?“ „Wir springen gerne mal ein. Aber zeitlich passt es ja nicht immer.“ „Na gut. Bis bald.“ „Ja, bis bald. Oh Simon kommt.“ „Grüße Philli von mir“ „Gehört. Liebe Grüsse von Sim.“ Wir lachen und legen auf. Wie lange habe den Namen von Simon nicht gehört. Als Kinder haben wir die Namen immer lustig abgekürzt. Simon blieb immer Sim oder Sims. Mo hat irgendwann jemand vorgeschlagen. Wer war das bloß? Ich lebe mich hin. Morgen fahre ich in die Firma.“

TEIL 32

Die Diskussion um ein Gerücht

Hoffentlich hat Juliane das noch nicht gehört. Ich stehe an der Tür von ihrem Zimmer, das sie mit Marlene teilt. Dann klopfe ich an. Mein Freund Maximilian öffnet die Tür. Marlene weint. „Wo ist Juliane und warum weint Marlene?“ „Marlene hat Juliane erzählt, was ihr jemand gestern Abend erzählt hat. Dann hat Juliane, die Koffer gepackt und weg war sie. Als ich hier ankam, rannte Juliane an mir vorbei. Marlene hat mir erzählt, das Ariane zu ihr gesagt hat, das Juliane nur ein Zeitvertreib für Dich war und sie den Job in Hannover als Entschädigung bekommt.“ „Wie bitte?“ „Ja, das habe ich Marlene auch gefragt. Du hast mir und Jörn von deinen Plänen erzählt. Aber eine Ariane kam da nicht vor.“ „Garantiert nicht.“ Marlene schluchzt wieder auf. Langsam begreife ich, dass Maja nicht ohne Grund bei Grammy war. Woher wusste sie, wo meine Schwester wohnte. Warum erzählt ein Typ Marlene und Marie, das ich jemand anders heiraten will und sie den Job bekommt. Was erzählt Ariane Marlene für einen Mist? Marie hat nichts erwähnt, das Ariane auch da war. Wann und wo hat Ariane Marlene diese Lügengeschichte aufgetischt. „Phil. Es tut mir leid. Ich war ja überzeugt, dass Du Juliane liebst. Aber erst kam der Typ an die Bar und zählte uns und eine Geschichte. Marie war total irritiert und wollte Dich heute zur Rede stellen. In der Toilette habe ich Ariane getroffen. Sie hat mir erzählt, dass Du immer zu ihr zurückkommst. Du würdest nur sie lieben. Juliane wäre ein Zeitvertreib. Ich bin ein Dösel und hätte auf mein Gefühl hören sollen. Als ich Euch beide sah, war mir klar, dass mehr zwischen Euch ist. Als Freundin musste ich ihr das erzählen. Mir war da nicht klar, dass sie ohne mit Dir zu sprechen, diesen Entschluss fasst.“ Ich gehe auf Marlene zu. „Marlene ist schon gut. Ich hätte höchstwahrscheinlich auch so gehandelt. Aber ich meinen Freund geraten, die zweite Seite zu hören.“ „Ja, ich wollte es noch sagen. So schnell konnte ich gar nicht gucken wie sie ihre Sachen einpackt. Ich glaube, sie hat mir auch nicht mehr zugehört als Juliane die Koffer packte. Es war ein Fehler. Ich hätte es Dir überlassen müssen. Wenn es so wäre, dann hättest Du es ihr sagen müssen. Nicht ich.“ „Das war Berechnung von Ariane.“, erwidere ich und mein Freund nickt. „Und jetzt?“, fragt sie mich. „Ich würde am liebsten hinterher fahren. Aber mein Onkel würde mir den Hals umdrehen. Erst verschwinde ich für einige Tage mit einer Angestellten von der Bildfläche. Dann verschwindet sie und ich suche sie. Auch wenn ich sie liebe. Mein Onkel würde mir was erzählen. Marie hat uns die letzten Tage gedeckt. Ich werde sagen, sie ist krank geworden. Wir werden ja sowieso morgen oder Dienstag Richtung Hannover fahren. Solange muss ich warten. Ich will nicht, dass sie Gesprächsthema Nummer eins in der Firma ist. Nicht bevor ich es mit ihr geklärt habe.“ Marlene nickt. Es klopft. „Herein.“, sagt Marlene. Jörn kommt rein. „Und wo ist die glückliche Braut.“ Marlene starrt Jörn an. „Wovon redet er?“, fragt sie uns. „Ich will Juliane heiraten. Juliane und Jörn übernehmen die Stelle von Susanne zusammen. Zukünftig soll sie immer zu zweit besetzt werden. Aber nach und nach will ich Juliane von Standort Hannover abziehen.“ „Wohin willst Du sie abziehen?“ Jörn fängt an zu lachen und sagt: „Phil will sie heiraten und in die Geschäftsführung in Hamburg unterbringen will. Er hat mir gesagt, wenn sein Onkel schon eine Geschäftsführung mit drei Personen hat, dann müssten sie in Hamburg sie auch so besetzen.“ „Momentmal. Jörn weiss, dass Du Juliane heiraten will.“ „Ich auch.“, erwidert Max. „Max warum hast Du nichts gesagt?“ „Marlene. Dass Jörn informiert war, wusste ich nicht. Mir hat Phil seinen Plan erzählt.“ „Das es Jörn weiss, hat damit zu tun.“ „Womit?“, fragt sie mich. „Ich musste ihn sagen, dass Juliane ihn nur für kurze Zeit unterstützt. Da hat er mich gefragt. Ich habe ihn dann geantwortet, dass ich sie heiraten will. Meinst Du ich will immer zwischen Hannover und Hamburg herpendeln?“ „Nein.“, flüstert Marlene leise. Es klopft schon wieder. Ich gehe zur Tür. Ole steht davor. Ich bitte ihn herein. „Habe ich jetzt eben richtig verstanden, Du willst mein Schwager werden?“ „Das ist der Plan. Aber den Plan kann ich erst später umsetzen. Deine Schwester ist verschwunden.“ Ole baut sich vor mir. „Falls Du meine kleine Schwester verletzt. Ich weiss, wo ich Dich finde.“ „Keine Panik. Habe ich nicht vor. Ich muss nur das Gerücht richtig stellen.“ Ole nickt. Dann gehen wir auf einen Absacker in die Bar. Dieser Abend wird lang. Irgendwann entschließen wir in einen kleinen Konferenz zugehen. Marie und Simon kommen auch dazu. Wir diskutieren und kommen zu dem Schluss. Es muss ein Plan her um sie zu überzeugen. Ich wäre der Richtige für sie. Juliane soll keine Zweifel an meine Liebe zu ihr haben. Wenn ich bedenke, dass ich zehn Jahre vergeblich meine große Liebe gesucht habe. Durch Zufall lief sie mir wieder über den Weg. Mittlerweise ist es Mitternacht. Wir müssen morgen früh raus. Marie teilte uns irgendwann mit, dass wir schon Montag nach Hannover fahren. Wir gehen schlafen. Max geht zu Marlene. Marie nimmt Ole in Schlepptau. Jörn geht in sein Zimmer. Simon nehme ich mit in mein Zimmer. Ich schlafe die Nacht sehr unruhig. Was ist, wenn ich Juliane nicht überzeugen kann? Darüber darf ich gar nicht nachdenken.

TEIL 31

Das Gespräch

Ich folge Marie in einen Raum. „Marie was ist los?“ Sie dreht sich zu mir um. „Phil. Warum willst Du von ihr? Du spielst doch nur mit ihr und deiner sogenannten Freundin hast du den Platz von Susanne gegeben.“ „Wovon redest Du?“ „Du setzt Juliane auf den Platz von Susanne. Hast Du erst ihre Qualitäten in allen Richtungen getestet?“ „Marie. Spinnst Du?“ „Nein. Simon hat gesagt, Du willst heiraten. Dann sind Marlene und ich gestern in einer Bar gewesen. Da sprach uns jemand an. Der Typ erzählte, das Du ein ganz schönes Arschloch bist.“ „Was hat er denn erzählt?“ „Eine Angestellte würde sich hochschlafen und eine andere Frau willst Du heiraten. Deine Angestellte hätte es gut angestellt. Du betrügst und lügst. Du bist……. . Ach egal. Du wolltest deine Angestellte testen, ob sie alles für den Job macht.“ Ich sehe Marie an. „Marie, ich verstehe nicht was Du meinst.“ „Nein?“, fragt sie mich. „Ole hat gesagt, dass Du seine Schwester so verarscht, dass hätte er nicht von Dir gedacht. Juli würde so was nicht tun. Hochschlafen. Ich auch nicht. Ganz ehrlich. Erkläre es mir. Was soll ich glauben? Marlene und ich haben gedacht, das ihr endlich ein Paar seid.“ „Sind wir auch. Aber wen heirate ich bitte?“, will ich von ihr wissen. „Der Typ hat gesagt, er hat gehört, dass Du heiraten wolltest.“ „Ja, will ich auch. Wen verarsche ich denn?“ „Juliane?“ Es klopft und Simon kommt rein. „Moin.“ Wir grüßen zurück. Dann setzt er sich hin. „Juliane? Wie soll ich sie verarschen. Ich liebe sie.“ „Das kann ich nur bestätigen.“, wirft Simon ein. Marie und ich sehen Simon an. „So wie Phil Juliane angesehen hat und geküsst hat. Juliane hat ihn genauso angesehen.“ „Woher weisst Du das denn?“ „Ich war mit Mia und Maja bei Grammy. Maja war ganz schön sauer auf Juliane. Meine Güte ist die abgegangen.“ „Moment Simon, Mia und Maja waren auch da. Maja ist doch in Phil verknallt.“ „Ja. Erst hat er so getan als ob ihn Juliane egal ist und am nächsten Tag war alles.“ „Wie soll ich es das denn deuten?“ „Marie. Simon. Ich bin auch noch da.“ Die Beiden nicken. Es klopft. Wir rufen „Herein.“ Ole kommt rein und sieht uns alle an. „Setz Dich zu uns. Simon. Du hast ja alles mitbekommen. Ich erzähle es. Marie und Ole sollen es auch wissen?“ „Was wissen?“, fragt mich Ole. „Das wirst Du schon erfahren.“ Ich fange an zu erzählen. „Jörn und Juliane sind gemeinsam unterwegs gewesen. Durch Zufall treffe ich sie. Ich sagte zu ihm, dass ich die junge Liebe nicht stören wollte und mich verziehen würde. Da hat Jörn gesagt, dass ich Recht hätte und stand auf. Erst verstand ich ja nicht, was er meinte. Jörn sagte dann, dass es ein Blinder sehen würde was wir für einander fühlen würden. Jedenfalls hat Jörn das Weite gesucht. Ich habe dann Juliane vorgeschlagen einen Ausflug zu machen. Sie stimmte zu. Jedenfalls war mein Ziel Grammy.“ „Wer ist Grammy?“, will Ole wissen. Marie antwortet dann: „Unsere Grossmutter, die bei Gelegenheit auf das Haus ihrer Freundin auf Sylt aufpasst. Mein Großvater ist dann bei seinen Cousin in Kiel.“ „Okay. Stellt Du mir deiner Grammy auch mal vor?“ „Ja, Ole. Wir sollten irgendwann tun. Aber noch nicht jetzt. Das Phil zu Ihr gefahren ist, ist ein großer Liebesbeweis, den er deiner Schwester machen konnte. Mein Cousin hat gesagt, er würde ihr noch ein Mädchen vorstellen, was er liebt.“ Ole sieht mich an. „Erzähle weiter.“ „Wir sind bei Grammy angekommen und meine Oma wusste sofort, dass mir Juliane viel bedeutet. Sie hat uns nur ein Zimmer gegeben.“ „Wie Du warst mit meiner Schwester allein auf einen Zimmer.“ „Ja. Jedenfalls wurde mir klar, dass ich sehr viel für deine Schwester empfinde. Am nächsten Morgen fiel mir auf, das wir kaum Kleidung hatten. Ich bin nach unten runter gegangen. Grammy wollte mich ausquetschen und ich sagte nur, ich muss noch was besorgen. Jedenfalls bin shoppen gegangen und Kleidung ausgesucht. Danach bin ich an den Strand gegangen um zu überlegen, wie ich Juliane meine Gefühle gestehen kann. Irgendwann ist dann auch Juliane aufgetaucht. Sie ist genauso vor dem Gespräch mit Grammy geflohen wie ich. Wir haben uns dann unterhalten. Dann wollte ich sie mitnehmen, aber Juliane wollte zu Fuß gehen. Jedenfalls fuhr ich mit den Wagen nach Grammy und als ich dort ankam, kam Maja aus dem Haus gestürzt, gefolgt von meiner Schwester Mia. Maja umarmte mich und küsste mich. Mia freute sich und sagte, ich hätte eine nette Freundin. Sie hat gegenüber meiner Schwester nämlich behauptet, dass wir ein Paar sind. Als dann Juliane dann dazu kam, wusste ich nicht wie ich reagieren sollte. Simon war auch da. Alfred sollte nicht bekommen, dass ich mich in eine Angestellte von ihm verliebt habe. Wir haben dann abends draußen gesessen. Ab und zu sah ich zu Juliane rüber. Sie starrte nur in einer Richtung.“ Simon unterbricht meine Erzählungen mit seinen Lachen. „Was Simon?“ „Sie hat Dich genauso angeschaut. Immer wenn sie geschaut hat, hast Du in eine andere Richtung gesehen. Ich fand es amüsant. Aber wie ist denn gekommen, das Du am nächsten Morgen eine klare Ansage gemacht hat.“ „Dann lass mich weiter erzählen. Meine Oma hat Bilder ausgekramt, die Mia für ein Album für mich gemacht hat. Mia hat mich mit einen Mädel fotografiert, das mich damals wahnsinnig gemacht hat. Sie hat mich solange provoziert bis ich sie geküsst hat.“ Simon grinst und sagt: „Ja bei den Geburtstag von Melanie.“ „Stimmt. Simon und ich waren damals auf den Geburtstag von Simons Flamme. Das Mädchen hat mich irgendwie gereizt. Jedenfalls haben wir uns gestritten. Und sie hat gesagt, Jungs die lange Haare haben, küssen wie Mädchen. Ich sagte ihr, das ich es ihr beweise.“ „Was hat das jetzt mit Juliane zu tun?“, will Marie wissen. Ole grinst. „Du warst das?“ Marie sieht ihren Freund an. „Kannst Du mir das erklären, Ole?“ „Nein, ich will es von deinen Cousin hören.“ Also spreche ich weiter. Dann hat Mia ein Foto gemacht. Wir haben die kleine Anekdote erzählt. Maja fragte, wie alt ich da war.“ Ole unterbricht mich. „Achtzehn.“ Marie sieht mich, Ole und Simon an. „Habt ihr ein Geheimnis zusammen.“ „Jetzt ja.“, sagt Ole. „Darf ich jetzt weiter erzählen?“ Die drei nicken. „Das hat Juliane und ich gleichzeitig gesagt. Sie ist dann aufgesprungen und gesagt, sie müsste frische Luft schnappen. Mia ist ihr gefolgt und hat sich mit ihr unterhalten. Juliane hatte sich ja rausgeredet, dass sie das Mädchen kennt. Meine Schwester hat aber herausgefunden, wer es war. Jedenfalls sind Grammy und Juliane ins Bett gegangen. Ich wollte einen Moment alleine an den Strand. Mia ist aufgesprungen und ist mit mir gegangen. Sie erzählte, mir das meine erste große Liebe mir immer über den Weg läuft. Ich sollte überlege, ob Juliane ihr nicht ähnlich sieht. Als wir vom Strand zurückkamen, ist keiner mehr wach gewesen. Ich blieb noch einen Moment unten. Mia ging ins Bett. Ich überlegte die ganze Zeit, ob ich sofort mit Juliane reden sollte. Diese Entscheidung habe ich dann wieder verworfen und bin ins Bett gegangen. Als ich dann im Zimmer war, hatte ich das Gefühl, dass jemand in Zimmer war und dachte es ist Maja.“ „Echt Maja? Erst redet sie mir eine Kante ans Bein. Dann hat sie beschlossen, Dir am nächsten Tag eine Ansage zu machen“, äußert Simon. „Nein, nicht Maja.“ „Wer dann?“ Ole grinst. „Mensch. Simon. So heisst Du doch?“ „Ja. Ich bin Maries Bruder. Und wer bist Du?“ „Bruderherz. Finn Ole ist mein Freund.“ Simon starrt Finn Ole an. „Finni?“ „Mich nennen meine Freunde Ole. Finni hat schon lange keiner mehr gesagt.“ „Wir reden später. Lass Phil erst mal erzählen.“ „Okay Simon. Meine Schwester lag im Bett. Hätte ich ihr nicht zugetraut.“ „Richtig Ole.“ „Jedenfalls ist mir die Nacht klargeworden, dass ich öffentlich zu ihr stehen muss. Am nächsten Morgen bin ich früh aufgewacht. Wir saßen alle Frühstückstisch. Als Juliane zu uns kam, bin ich aufgestanden und habe sie geküsst. Maja ist dann wütend ab gedüst. Die nächsten Tage waren schön. Zwischendurch habe ich mit Onkel Alfred telefoniert. Mit Simon habe ich abgeklärt, wenn ihr noch keine Lust habt, dann macht er es erst allein. Das habe ich dann Alfred mitgeteilt. Ich gehe. Sein Sohn Simon übernimmt mein Posten. Juliane und Jörn teilen sich erst mal den Posten von Susanne.“ „Wieso die Beiden?“ „Weil Jörn noch nicht so weit ist und weil ich Juliane heiraten will.“ „Wieso Juliane? Ich denke Ariane.“, erwidert Marie. „Wie kommst Du darauf?“ „Weil der Typ in der Bar das erwähnt hat.“ Mir wird klar, wenn Juliane das erfährt ist sie weg. „Leute ich muss zu Juliane.“ Alle nicken. Ich höre nur, wie sie noch diskutieren.

TEIL 30

Im Hotel

Wir kommen im Hotel an. Janne kommt uns entgegen. Sie nimmt mich an die Seite. „Glückwunsch. Du hast den Jackpot geknackt.“ Phil muss es gehört haben. „Eher ich habe den Jackpot geknackt.“ Dann küsst er mich in der Öffentlichkeit. Janne starrt uns an. „Echt jetzt?“ Jörn kommt auf uns zu. „Gratuliere Euch beiden.“ „Wofür?“, frage ich jetzt. Phil zeigt mit dem Finger auf den Mund. „Sie weiss es nicht?“, fragt Jörn ihn. „Nein. Noch nicht.“ Marie kommt wütend auf uns zu. „Phil wir müssen reden.“ Er küsst mich. „Sorry. Familiensitzung.“ Dann lässt er mich den Beiden zurück. Marlene kommt auf mich zu. „Glückwunsch.“, sagt sie auch zu mir. „Wozu?“ „Sie weiss es nicht?“, fragt Marlene. Jörn antwortet. „Nein.“ „Ihr sprecht in Rätseln.“ Marlene und ich gehen auf unser Zimmer. Im Flur platzt sie raus. „Das Seminar findet in Hannover statt. Wir können zurück. Die Seminarleiter hatten einen großen Streit. Phils Onkel hat beschlossen, es in Hannover weiterführen zu lassen. Mit Marie und Phil.“ „Das ist jetzt meine Überraschung?“ „Nein. Du bekommst…“ Jörn räuspert sich. „Das soll Phil ihr sagen.“ „Was ist passiert?“ „Susanne hat Geheimnisse ausgeplaudert. Markus hat sie erwischt. Jedenfalls ist Markus unser neuer provisorischer Vorgesetzter.“ „Wieso Provisorisch?“ „Bis der Jemand zusagt.“ „Okay. Ich hoffe, sie ist nicht schlimmer wir Susanne.“ Irgendwie habe ich das Gefühl, das es nur die halbe Wahrheit ist. Ich gehe mit Marlene weiter. „Was ist los Marlene?“ „Nichts.“ „Es ist doch die halbe Wahrheit.“ „Ja, Phil geht nach Hamburg.“ „Das habe ich schon mitbekommen. Was ist los?“ „Er will heiraten?“ „Wen?“, frage ich. War ich nur Zeitvertreib. „Ich dachte, Du wärst es. Aber irgendwer hatte einen anderen Namen genannt.“ „Wer?“ „Ari.“ Mir schwarnt böses. „Ariane?“ „Kann sein. Jedenfalls sollst Du die Leitung in Hannover übernehmen. Aber als ihr eben rein gekommen seid, Phil Dir nicht gesagt hat, was geplant ist. Habe ich eins und eins zusammen gezählt. Sorry Juliane. Die Liebe ist kompliziert. Freu Dich auf deinen neuen Job.“ Super. Gutes Timing. Verdammt noch mal. Es klopft. Ich gehe zur Tür. Ariane steht vor der Tür. „Habe ich Dir doch gesagt, er kommt zu mir zurück.“ Das ist mir zu viel. Ich knalle die Tür vor ihrer Nase zu. Dann packe ich. Marlene beobachtet mich. „Was tust Du?“ „Ich packe. Morgen ist die Kündigung auf den Tisch.“ „Nein.“ „Doch.“ Es klopft wieder. Marlene geht hin. Dann renne ich an den jemand vorbei. „Wo will sie hin?“ „Sie wollen weg und kündigen.“ „Nein. Er hat doch um sie gekämpft. Phil hat den Weg für sie geebnet. Er liebt sie.“, höre ich Max noch sagen. Liebe. Super. Ich renne los, sehe ein Taxi uns steige ein. Bloß weg. Es passt was er gesagt hat. Bloß weg. Ich will auch keinen Job über Beziehung.

Teil 29

Was hat das alles zu bedeuten?

Mitten in der Nacht wache ich auf. Meine Gedanken kreisen um Philipp. Warum ist er so anders seit die anderen Drei da sind. Ich muss das klären. Dann stehe ich auf und gehe rüber zu Phils Zimmer. Es still im Haus. Die Anderen müssen auch schon schlafen. Ich klopfe an die Zimmertür. Ein Herein bekomme ich nicht. Verdammt. Was soll ich tun. Dann drücke ich die Klinke runter und öffne die Tür. „Phil.“ Keine Antwort. Langsam gewöhnen sich meine Augen an die Umgebung. Ich sehe rüber zum Bett. Aber das Bett ist leer. Soll ich wieder in mein Zimmer gehen oder warten? Ist er bei Maja. Um das rausbekommen, müsste ich zu Majas Zimmer gehen oder warten. Wo war Majas Zimmer überhaupt? Ich habe vorhin nicht zugehört. Also bleibe ich hier und lege mich ins Bett. Dann nehme ich das Kissen und rieche dran. Es riecht nach Phil. Ich schliesse die Augen. Irgendwann muss ich wohl eingeschlafen sein, weil ich plötzlich eine Stimme an meinem Ohr höre. „Was machst Du hier?“ „Ich warte auf Dich.“, antworte ich auf die Frage. „Juliane?“, fragt er mich flüsternd. „Ja. Wer denn sonst? Maja.“ „Sorry, ich dachte Maja hätte sich in mein Bett gelegt. Zum Glück bist Du das.“ „Wo kommst Du her?“ „Bist Du eifersüchtig?“ „Nein, wieso sollte ich. Du betrügst ja Maja mit mir. Warst Du eben noch bei ihr?“ „Wie bitte. Ich war nicht bei Maja und betrügen tue ich auch nicht mit Dir?“ „Wie soll ich das denn hier sehen? Ich komme vom Strand und Du bist total distanziert. Dann will ich mit Dir reden und Du bist nicht im Bett. Jetzt sag mir. Was soll ich glauben?“ Philipp bleibt einen Moment stumm. „Keine Antwort parat?“ „Nein. Es ist schwieriger als es ist.“ „Dann er kläre es mir.“ Er grübelt und antwortet mir dann. „Also, warum Maja hier ist, das weiss ich nicht. Maja war ja schon vor Wochen auf Dich eifersüchtig. Ich wollte es nicht herausfordern. Dann ist noch Simon gekommen. Verdammt. Simon soll seinen Vater nicht verraten, das ich seine Angestellte vernasche.“ „Moment. Simon ist der Sohn von Senior Chef?“ „Ja.“ „Okay. Dann lassen wir es.“ „Womit?“ „Du hast vorhin gesagt, wir steuern auf eine Beziehung zu und Du wolltest es auch.“ Dann beugt er sich zu mir. „Das will ich auch.“ Phil küsst mich. „Jetzt will ich Dich vernaschen.“ „Nein.“, sage ich und springe auf. Auf den Weg zur Tür steht Phil vor mir. „Ich kläre das morgen. Versprochen. Komm wieder mit. Ich will keinen Tag mehr ohne Dich sein.“ Verdammt. Warum kann er so gut argumentieren? Ich glaube ihn und lasse mich mit ins Bett ziehen. Wir lieben uns bis wir erschöpft einschlafen. Am nächsten Morgen wache ich auf. Phil liegt nicht neben mir. Ja, ja, Ich habe mich wieder breit schlagen lassen. Dann gehe ich mein Zimmer und ziehe mich an. Wow. Phil hat einen guten Geschmack. Anschließend gehe ich runter. Als ich unten ankomme, sitzen alle um den Frühstückstisch. Plötzlich steht Phil auf und gibt mir einen Kuss auf den Mund. Maja und Simon starren uns an. Mia springt auf. „Ich freue mich für Euch. Das ist das Richtige, was Du tust Bruderherz.“ Grammy grinst. Simon fragt dann: „Bist Du Dir sicher.“ „Ja, Simon. Dein Vater sagst Du erstmal nichts. Sonst kommen Gerüchte auf.“ Maja steht auf und sprintet an uns vorbei. „Wegen ihr müssen wir die Geschäftsführung übernehmen?“ „Ja, Simon. Ihr seid dran. Das erste Mal das ich bei meiner Entscheidung bleibe. Wegen Euch will ich darauf nicht verzichten.“ „Okay. Cousin.“ Es klingelt an der Tür. „Maja weiss doch, dass die Terrassentür aufsteht.“ Grammy geht an die Tür. „Merle.“ „Ist Simon da?“ „Ja komm rein.“ Merle kommt rein und stürzt sich auf Simon. Dann sagt sie: „Jetzt nimm endlich Verantwortung. Du kannst nicht so tun als ob nichts wäre. Stehe dazu?“ „Wozu?“, fragen wir im Chor. „Merle ich stehe dazu. Du und Phil habt Recht. Ich bin alt genug um Verantwortung zu übernehmen. Meinen Vater werde ich erzählen, dass wir vor einer Woche geheiratet haben. Als gestern meine Cousine anrief und erzählte, das Phil hier ist, musste ich ihn fragen warum er wieder nach Hamburg will.“ „Ja, und? Was gibt er an.“ „Er hat eine Entscheidung getroffen und er steht dazu.“ „Gut. Was ist mit uns.“ „Ich stehe auch zu Dir.“ „Super. Da muss ich Dir was beichten?“ „Bist Du fremdgegangen?“ „Nein. Du wirst Vater.“ Simon sieht Merle erst merkwürdig an und springt auf. Dann nimmt er sie in den Arm. „Das ist die schönste Neuigkeit der Welt.“ An Phil gerichtet sagt er dann. „Jetzt bist Du dran.“ Phil grinst. „Ja, in Arbeit. Ich muss nur noch jemand überzeugen.“ Dann lacht er mich an. „Was meinst Du?“ „So schnell sind die Preußen nicht.“, sage ich. Wir lachen. Die nächsten Tage werden schön. Mia und ich unterhalten uns über alles Mögliche, wenn Phil keine Zeit hat. Irgendwie ist er geheimnisvoll. Maja ist nicht mehr aufgetaucht. Am Sonntagnachmittag verabschieden wir uns von Grammy und Mia. Simon ist gestern schon mit seiner Frau gefahren. Wir fahren nach Hamburg.

Teil 28

Grammy Besuch
Ich stehe vor dem Haus. Maja kommt raus. Was macht sie denn hier? Sie kommt auf mich zu. „Hallo Juliane.“ „Hallo Maja! Wie kommst Du hierher?“ „Mit Mia Louise und Simon.“ „Wer ist das?“ „Mia ist die Schwester von Phil und Simon, der Bruder von Marie. Schön Dich zu sehen. Ich habe gehört, Du arbeitest bei Phils Onkel. Mein Freund hat es mir erzählt.“ „Simon?“ „I wo. Phil. Wir haben uns so lange nicht gesehen. Er hat nicht angerufen und da habe ich Mia durch Zufall getroffen. Sie hat Phil angerufen und er hat gesagt, dass er bei seiner Grossmutter ist. Ich wusste ja nicht, das Du auch da bist.“ Betrügt er mich mit Mia oder betrüge ich Mia mit ihm. Verdammt. Eine junge Frau kommt auf mich zu und sieht mich an. „Hallo. Ich bin Mia. Du kommst mir bekannt vor.“ „Kann sein. Von Früher vielleicht?“ „Okay. Komm doch rein. Grammy hat schon erzählt, das Du mit Phil gekommen bist. Ihr seid Freunde sagt sie.“ „Ja, sind wir. Nur Freunde.“, antworte ich trotzig. Dann folge ich ihn. Phil sieht mich an und kommt nicht auf mich zu. Grammy beobachtet mich. „Leute ich habe vorhin ein Album gefunden. Das hat Mia mal für ihren Bruder erstellt. Ich habe lange überlegt, woher ich Juliane kenne.“ „Und woher?“, fragt Mia. „Kommt an den Tisch. Wir setzen uns. Phil sitzt zwischen Meja und Simon. Dann zeigt sie uns das Album. Plötzlich sagt sie zu uns: „Das ist Phil, Mia, Marie, Charlotte und das hier.“ Sie stockt. „Das müsste Juliane sein.“ Wir sehen uns das Bild an. „Das bin ich ja wirklich.“, sage ich erstaunt. „Liane und Tarzan.“, sagt Mia darauf und grinst. „Jetzt wird mir klar, dass er Dich als gute Freundin bezeichnet. Wir blättern weiter. Ein Bild liegt nur im Album. Ich nehme es in die Hand. „Wer hat das Foto gemacht?“ „Ich.“, antwortet Mia. „Das ist das erste Mal, das ich gesehen habe, dass mein Bruder ein Mädchen geküsst habe. Ich musste es in Bild festhalten. Wer dieses Mädchen war, habe ich nie rausbekommen. Wie alt warst Du da Phil?“ Ich und Phil antworten gemeinsam. „Achtzehn.“ „Woher weisst Du das denn.“, will Maja wissen. „Weil ich das Mädchen kenne und sie achtzehn ist.“ „Du kennst sie?“, fragt mich Mia. „Ja. Aber sie sieht jetzt anders aus.“ Maja lacht. „Bestimmt Dick und hässlich.“ „Ja, Du hast Recht.“ „Leute, ich muss mal einen kleinen Sparziergang machen. Will einer mit?“ Mia springt auf. „Ich.“ Dann gehen wir beide Richtung Strand. „Du weisst wirklich, wer das Mädchen ist?“ „Ja.“ „Was hat sie über Phil gesagt?“ „Sie hat ihn aufgezogen, dass er als Junge so lange Haare hatte. Er würde wie ein Mädchen aussehen und küssen könnte er dann nicht. Das Mädchen hat ihn regelrecht provoziert. Plötzlich hat er sie geküsst. Die Beiden wollten Kontakt halten, aber irgendwie haben sie es nicht geschafft.“ Ich fange an zu Lachen. Mia sieht mich an. „Du bist das gewesen, oder?“ „Vielleicht?“ Phils Schwester sieht mich ernst an. „Du hast ihn das Herz gebrochen.“ „Wieso ich?“ „Also doch?“ „Ja.“, gebe ich dann zu. „Was läuft zwischen Euch? Betrügt mein Bruder Mia mit Dir?“ „Keine Ahnung.“ „Du wärst mir lieber. Und was Grammy sagt, Phil hat einen Narren an Dir gefressen. Was ich nicht verstehe?“ „Was?“ „Das mein Bruder Phil jetzt so distanziert ist. Mein Bruder hat Dich nicht mal in den Arm genommen.“ „Ja. Höchstwahrscheinlich sind wir nur Freunde.“ Maja kommt an. „Wie geht es Finni.“ Ich sehe Mia an. „Finni?“ „Dein Bruder?“ „Ganz gut.“, sage ich. Flüstern sage ich ihr, damit Maja es nicht hört. „Er ist mit Marie zusammen.“ Mia lacht. „Dann hat Marie ihren Ritter wieder zurückerobert.“ „Wie jetzt?“ „Marie stand immer auf Finni.“ „Wer ist Finni.“, fragt jetzt Maja. Sie steht neben mir. „Ein Freund von uns.“ Mia grinst mich an und legt den Finger auf den Mund. „Maria fragt, ob ihr zum Essen kommt.“ Wir nicken und gehen zurück. Der Abend wird sehr merkwürdig. Die Anderen wollten noch ein bisschen auf der Terrasse sitzen. Grammy folgt mir. „Juliane.“ „Ja.“ „Du musst das Zimmer wechseln. Maja habe ich auch separat verfrachtet.“ „Maria. Ich schon gut.“ Phils Grossmutter sieht mich grimmig an. „Nenne mich Grammy.“ „Okay. Aber nicht vor Maja.“ „Okay. Das ist eine Ausnahme. Maja soll auch zu mir Maria sagen.“ „Wieso?“ „Sie passt nicht zu Phil. Darum habe ich sie separat in ein Zimmer geparkt bis ihr wisst, was zwischen Euch ist.“ Ich nicke. „Liane.“ „So hat mich schon langer keiner mehr genannt.“ „Du hast Phil auf dem Foto geküsst.“ „Wie kommst Du darauf?“ „Ich habe es Dir angesehen.“ „Ja. Mia hat gefragt und ich musste es ihr dann gestehen.“ „Phil weiss es nicht?“ „Ich sage nichts zu ihn.“, erwidere ich darauf. „Dann Gute Nacht.“ Grammy gibt mir einen Kuss auf die Stirn. „Ich hätte nie gedacht, dass ich Dich wieder sehe.“ Ich sehe sei verdutzt an. „Du warst Phils Stern am Horizont. Immer wenn er Stress mit seinen Eltern hatte, hat er an Dich gedacht. Er hat mich damals gefragt, was er machen soll. Ich sagte ihn, was ihn Liane raten würde.“ „Und?“ „Er hat sich mit seinen Eltern versöhnt und ist in die Firma eingetreten.“ „Danke.“ Ich umarme sie. „Dir auch eine gute Nacht.“ Dann geht Grammy auf ihr Zimmer und ich in mein Zimmer.

Teil 27

Der nächste Morgen bei Grammy
Am nächsten Morgen wache ich auf. Ich sehe zur anderen Seite. Phil ist nicht da. Das Gespräch heute Nacht war sehr merkwürdig und jetzt ist er nicht mehr da. Dann stehe ich auf und ziehe mich an. Mist. Wir haben gar keine Kleidung mitgenommen. Wenn ich mir recht überlege, müssen wir eh zurück. Heute und morgen haben wir noch Seminar. Vielleicht ist Phil schon unten. Erst dann sehe ich auf die Uhr. Verdammt. Es ist schon elf Uhr durch. Warum hat er mich nicht geweckt? Ich entschließe mich nach unten zu gehen. Unten angekommen sehe ich mich um. Keiner im Haus. Ist Phil vielleicht auf der Terrasse, frage ich mich. Dann gehe ich auf die Terrasse und treffe nur Grammy. „Moin. Wissen sie wo Philipp ist?“ Sie sieht mich an. „Du kannst mich ruhig duzen. Sag einfach Grammy oder Maria zu mir.“ „Ich soll sie duzen. Wir kennen uns doch gar nicht.“ Dann sieht mich Phils Grossmutter an. „Du bist mit Phil zusammen. Das reicht. Ich glaube nicht daran, das ihr nur Freunde sein. Da liegt mehr in der Luft.“ Bin ich mit Phil zusammen? Es war doch nur eine verrückte Nacht und ich habe mich von meinen Gefühlen leiten lassen. Er hat mich nicht gefragt, ob ich seine Freundin sein möchte. Maria räuspert sich. „Worüber denkst Du nach? Ob Phil es ernst meint?“ „Wir sind nur Freunde. Mehr nicht.“ „Juli. Ich darf dich doch so nennen?“ Ich nicke. „Phil hat das erste Mal eine Frau mit hier hergebracht. Normalerweise kenne ich seine Freundinnen nicht. Vor sehr langer Zeit hat er mal gesagt, irgendwann kommt er mit jemand hier her und stellt sie mir vor. Dann wüsste ich, dass er diese Frau sehr mag. Eher mehr als mögen. So wie ich und mein Mann.“ Ich sehe sie wohl komisch an. „Mein Enkelsohn liebt Dich. Das sieht ein Blinder. Wenn Du meinst, dann seid ihr eben nur Freunde. Möchtest Du einen Kaffee?“ „Ja, gerne.“ Maria macht mir einen Kaffee und versucht mich über uns auszuquetschen. Wo wir uns kennengelernt haben usw. Ich antwortete nur kurz und bündig. Irgendwann unterbreche ich sie und sehe auf die Uhr. „Wo ist Phil eigentlich?“ „Er ist heute Morgen früh aus dem Haus gefahren. Er murmelte nur, das er noch was besorgen müsste.“ „Kommt Phil wieder?“ „Glaube schon.“ „Hast Du was dagegen, dass ich zum Strand gehe? Willst Du mit?“ „Nein, gehe ruhig.“ „Wie komme ich zum Strand?“ Grammy erklärt mir den Weg und ich gehe los. Am Strand angekommen, sehe ich nicht nach links und rechts. Mein Ziel ist das Wasser. „Wohin junge Dame?“ Die Stimme kenne ich. Dann drehe ich mich um und sehe Phil im Sand sitzen. Jetzt steht er auf und kommt auf mich zu. „Sag mal, wo warst Du?“ Philipp grinst. „Shoppen.“ „Wie Shoppen?“ „Wir können ja nicht die paar Tage in der gleichen Kleidung rumlaufen.“ „Wir müssen zurück?“ Ich bemerke nicht, dass er auf mich zukommt. „Müssen wir nicht. Ich habe alles geregelt. Wir fahren erst Sonntagabend zurück.“ Jetzt beugt er sich zu mir und küsst mich. „Komm. Ich zeige Dir mein Lieblingsplatz.“ „Sag mal, warum bist Du nicht nach dem Shoppen zu mir gekommen?“ „Grammy, hat mich über uns ausgequetscht. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Wie ist der Stand?“ „Phil, das weiss ich nicht. Was denkst Du?“ Er sieht mich an und antwortet mir. „Über nur Freunde sind wir wohl drüber weg. Ich glaube, nein ich weiss es. Wir steuern eher auf eine Beziehung zu. Was meinst Du? Habe ich Recht?“ „Willst Du das denn?“ Philipp nickt. „Und Du Juliane?“ Ich gebe ihm keine Antwort, weil wir stehen bleiben. „Schöne Aussicht.“ „Finde ich auch. Es ist auch mein Lieblingsplatz auf der Insel. Wenn ich bei Grammy bin.“ „Lass uns zurückgehen.“ „Lieber fahren.“ „Dann lass mich zu Fuß gehen und Du fährst. Nicht das deine Grammy noch mehr Fragen stellt.“ Phil sieht mich abergläubisch an und schüttelt den Kopf. „Wenn Du meinst.“ Dann gehen wir zu seinen Auto und er küsst mich zum Abschied. „Bis gleich Süße.“ Ich nicke und er steigt ins Auto. Kurze Zeit sehe ich nur noch die Rücklichter vom Auto. Soll ich schon zurückgehen? Nein. Noch nicht. Ich sehe mir den Ort an. Schöner Ort. Meine Gedanken schweifen ab. Steuern wir wirklich auf eine Beziehung zu? Als Grammy gesagt hat, das ich die erste Frau bin, die er hier auf Sylt vorstellt. Soll ich ihr das Glauben? Nein, sie würde mich doch nicht anlügen. Dann sehe ich hoch. Verdammt wo bin ich? Ich rufe Phil an. „Ja.“, sagt er kurz angebunden. „Wie heisst die Straße?“ Phil nennt mir die Adresse und legt auf. Was war das? Mist. Ich habe gar kein Geld mit. Also frage ich mich durch und bin eine Stunde später vor dem Haus. Es stehen jetzt zwei Autos vor dem Haus. Das Auto kenne ich nicht. Ein Hamburger Kennzeichen.

Teil 26

Die Nacht

Phil weckt mich. „Es ist kühl. Lass uns reingehen.“ Ich nicke. Wir gehen ins Haus. Dann küsst er mich und ich stoße ihn weg. „Ich will es auch, aber kann es nicht tun.“ Phil grinst. „Ich weiss. Dein Bruder hat so eine Vermutung geäußert. Vertraue mir.“ Philipp küsst mich und es wird immer leidenschaftlicher. Ohne Protest lasse ich mich von ihm hochtragen. Es ist richtig. Jedenfalls fühlt es sich richtig an. Oben angekommen, öffnet er die Tür mit den Ellenbogen. Dann legt er mich aufs Bett. Wir ziehen uns aus. Phil hält inne. „Was ist?“ „Willst Du es wirklich?“ „Ja.“ Ich küsse ihn. Es wird immer leidenschaftlicher. Wir ziehen uns weiter aus und lieben uns. Einmal hat es wehgetan, aber dann war es wunderschön. Jetzt verstehe ich. Wenn man es mit den richtigen das erste Mal erlebt, ist es wundervoll. Es war gut darauf zu warten. Die Nacht lieben wir uns immer wieder. „Du bist wundervoll. Bist Du sicher, dass Du es noch nie getan hast?“ „Ja, Phil. Du bist mein Erster.“ „Das soll auch so bleiben.“, flüstert er mir ins Ohr. Verdammt was heiß das? Bringt er mich gleich um die Ecke. Gegen Morgen schlafen wir engumschlungen ein. Gegen sechs Uhr klingelt Phils Telefon. Er denkt, ich schlafe noch. Dann höre ich Gesprächsfetzen. „Ich bin bei Grammy.“ „Juliane ist bei mir.“ Immer wieder hört er auf zu sprechen, um den Gesprächspartner am anderen Telefon zu zuhören. „Ich habe doch gesagt, wir bleiben zwei oder drei Tage bei Grammy. Finde eine Ausrede, warum wir beide nicht da sind. Marie. Es ist mir wichtig. Meine …“ Phil muss wohl unterbrochen worden sind. „Nein. Marie. Du weisst warum. Ich will das nicht. Wenn ich wieder zuhause bin, dann werde ich deinen Vater sagen, dass ich wieder nach Hamburg gehe. Ihr müsst es übernehmen. Marie. Ich will mit Juliane eine Chance haben.“ Moment. Er hat gesagt, er will mit mir eine Chance haben. Habe ich es richtig gehört. „Glaube mir. Juliane werde ich schon überzeugen, den Job zu wechseln.“ Ich liebe meine Job. Ich will ihn behalten. Bestimmt er über mich? Nein. Wir werden erstmal ein paar tolle Tage haben. „Marie, ich liebe sie nicht. Sie bedeutet mir nicht. Sie kann bleiben wo der Pfeffer wächst. Ich weiss was ich will. Sag es Ole.“ Verdammt. Ich bedeute ihn nichts. Warum macht er das nur? Dann schlafe ich wieder ein.

Teil 25

Der Ausflug
Wir kommen unten an. Janne sitzt schon mit Caroline am Tisch. „Sag mal, willst Du nicht umziehen?“, fragt mich Janne. „Das Zimmer ist noch belegt. Was dagegen?“, erwidere ich trotzig. Jörn küsst mich dann. Caroline sieht uns böse an. Ich bin auch irritiert. Nach und nach kommen die anderen Teilnehmer. Uns wird verkündet, das jeder heute machen kann zu was er Lust hat. Phil sieht mich an. Jörn sagt dann laut zu mir. „Wollen wir zur Alster?“ Ich sehe Phil an und dann Jörn. „Ja, klar. Wollen wir Caroline mitnehmen? Jörn schüttelt den Kopf. „Wir müssen reden.“, sagt er zu mir. Bin ich jetzt im falschen Film? Phil sieht uns böse an. Caroline und Janne beschließen eine Shopping Tour zu machen. Marie und Phil wollen auch was unternehmen. Nach dem Frühstück gehen wir in alle Winde. Marlene kam als letzte mit Max zum Frühstück. Alle haben sie angestarrt. Als wir berichtet haben, dass jeder machen kann was er will, beschließen die Beiden zu Madeleine zu fahren. Jörn und ich fahren mit dem Bus zur Alster. Wir steigen aus. „Ist das nicht hier schön?“, fragt er mich. „Jörn was ist los?“ „Nichts. Was ist mit Dir los?“ „Du sollst keine Frage mit einer Gegenfrage beantworten. Ist es Caroline?“ „Ja. Caroline ist eifersüchtig auf Dich?“ „Wieso auf mich?“ „Weil Janne immer sagt, dass sie sich in Phil verliebt hat. Du ihr aber in Weg bist. Jedenfalls habe ich gesagt, dass wir ein Paar sind.“ „Was sind wir?“ „Wir sind ein Paar, aber nur als Show.“ Plötzlich kommt eine Frau auf uns zu. Erst langsam erkenne ich, dass es Ariane ist. „Na, hat Du Dir ein neues Spielzeug gesucht. War Phil zu langweilig. Für mich ist er nicht langweilig.“ „Was willst Du? Du kannst Phil behalten.“ Verdammt. Phil fängt mit mir was an und ist mit Ariane noch liiert. „Das will ich auch. Er kommt immer zu mir zurück.“ Dann geht sie. Jörn sieht mich an. „Also doch?“ „Was?“ „Du liebst Phil?“ „Nein.“ „Aber liebt Dich?“ „Nein. Wir sind nur Freunde.“ „Das glaube ich Dir nicht. So wie Du Phil ansiehst oder wie Phil Dich ansieht, ist da mehr.“ „Nein, ist es nicht.“, sage ich und springe auf. Dann stoße ich mit Phil zusammen. „Bleibt doch sitzen. Ich will die junge Liebe nicht stören.“ Jörn sieht mich und dann Phil an. „Da hast Du recht Phil. Junge Liebe soll man nicht stören, deshalb gehe ich auch. Das sieht doch ein Blinder, was ihr füreinander fühlt. Ihr müsst es nur noch eingestehen.“ Phil starrt Jörn an. „Du liebst Juli?“ „Nein. Phil ich liebe Caroline. Ich wollte sie nur eifersüchtig machen. Sorry, das ich Dich mit reingezogen habe. Euer Geheimnis bleibt bei mir. Versprochen. Janne werde ich auch überzeugen, das Phil nichts für sie ist.“ Dann ist Jörn verschwunden. „Jetzt ist Jörn weg. Darf ich mich setzen?“ Ich nicke. Er beugt sich zu mir. „Ich habe eine bessere Idee. Komm. Wir machen einen Ausflug.“ Wie ferngesteuert folge ich ihn. Er verfrachtet mich ins Auto und wir fahren los. Erst als wir in Niebüll sind, wird mir bewusst, wo wir hin wollen. „Wo wollen wir hin?“ „Ich will Dir Grammy vorstellen?“ „Wer ist das?“ „Meine Grossmutter. Sie lebt ab und zu bei einer Freundin auf Sylt. Momentan ist ihre Freundin unterwegs. Grammy wird sich freuen.“ „Es ist deine Familie.“ „Ich weiss. Aber lehne Dich zurück.“ Ich schliesse die Augen. Wir fahren mit der Bahn. Dann höre ich wie wir in Westerland ankommen. Träume ich oder ist es real? Plötzlich stoppt er. Ich öffne die Augen. „Wow. Schönes Haus. Klein aber fein.“ „Stimmt.“ Er geht um das Auto rum und hilft mir aus dem Auto. Ganz Gentleman. Plötzlich kommt eine ältere Dame auf uns zu. „Philipp. Schön das Du kommst. Heute passt es aber nicht.“ „Können wir für ein paar Tage bleiben?“ „Das können wir doch gar nicht.“, erwidere ich. Erst dann sieht mich die ältere Dame an. „Grammy. Darf ich Dir meine Freundin vorstellen.“ „Hallo ich bin Grammy. Du bist die erste Frau, die mein Enkel mir vorstellt. Meine Freundin ist verreist. Sie hat ein paar Gästezimmer, die momentan nicht bewohnt sind. Ihr könnt gerne hier bleiben. Nenn mich Grammy.“ „Danke. Ich heiße Juliane.“ Grammy lacht. „Seine erste große Liebe hießt Julchen. Also Phil, nicht das es zur Gewohnheit wird.“ „Nein. Grammy. Ich habe jetzt den Menschen gefunden mit den ich alt werden will.“ Hat er das echt gesagt. Ich bin der Mensch mit dem er alt werden will. Grammy geht vor und zeigt uns zwei Zimmer. Beschließt aber nur ein Schlüssel zu geben. „Ich glaube, ein Zimmer reicht.“ „Wo willst Du denn hin Grammy?“ „Ich organsiere für meine Freundin was. Sie kommt in einer Woche wieder. Gerade heute. Wir können morgen darüber sprechen. Du weisst, wo alles steht. Fühlt Euch wie zuhause. Ich muss los.“ „So ist Grammy.“ „Deine Grossmutter ist nett.“ Wir gehen in die Küche und kochen uns was. Anschließend gehen wir in den Garten. „Es ist echt schön hier. Die Aussicht erst.“ Phil sieht mich an. „Ja schöne Aussichten.“, erwidert er und lacht. Wir machen einen langen Sparziergang. Danach setzten wir uns in den Strandkorb, der im Garten steht. Ich lehne mich an Phil und nicke ein.

Teil 24

Das fremde Zimmergespräch

Als ich in Phils Zimmer bin, drehe ich mich um. Da ist der Lichtschalter und ich mache ihn an. Dann sehe ich das Bett. Phil wird wohl heute nicht mehr in sein Zimmer kommen. Janne war sehr merkwürdig in der Bar. Sie hat uns Beide ständig beobachtet. Phil will bestimmt kein Risiko eingehen. Ich ziehe mich bis zur Unterwäsche aus und lege mich ins Bett. Dann schnuppere ich an der Decke. So riecht Phil. Anschließend schliesse ich meine Augen und schlafe ein. „Na, junge Frau.“ Ich öffne schlagartig die Augen auf. „Phil?“ „Ja, was dagegen. Es ist mein Zimmer.“ „Ja, ich weiss. Aber warum bist Du hier?“ „Ole ist gekommen und ich musste weichen. Du hast doch nichts dagegen?“ Ich habe was dagegen? „Was wird Janne sagen?“ „Ich weiss, sie hat merkwürdig auf die Information reagiert als ich Dich in mein Zimmer verfrachtet habe. Bevor ich die Tür von Maries Zimmer zu machte, frage mich Janne was. „Und was?“ „Ob wir ein Paar sind. Ich habe es wahrheitsgetreu gesagt, dass wir kein Paar sind. In Gedanken habe ich nur gedacht. Noch nicht.“ „Was soll das heissen?“ Eine Antwort bekomme ich von ihm nicht. Stattdessen küsst er mich. Ich stoße ihn weg. „Nicht schon wieder.“, stöhnt Phil. „Doch.“ Dann küsse ich ihn und löse mich gleich von ihm. „Du weisst, dass ich nur Unterwäsche an habe.“ „Ja, das habe ich bemerkt. Ich habe auch nur eine Unterhose an. Wenn Dich der Stoff beim Küssen stört, dann sollten wir uns komplett ausziehen.“ „Nein. Es stört mich nicht.“ Was eigentlich eine Lüge war. Dann küssen wir uns. Die ganze Nacht. Wir bekommen keinen Schlaf. Am nächsten Morgen stehen wir auf. „Juli.“ „Ja.“ „Willst Du mit mir zusammen sein?“, fragt er mich ernst. „Ist das dein Ernst?“ „Ja. Mit allen was dazu gehört.“ „Aber die Firmenpolitik?“ „Ganz ehrlich. Darauf Scheisse ich.“ „Nein. Phil. Das will ich nicht.“ Wir ziehen uns an. „Erst gehe ich raus. Damit keiner mitbekommt, das Du auch hier warst.“ Phil nimmt meine Hand und zieht mich an sich. Dann küsst er mich. „Heute Abend Schatz?“ Ich nicke und verschwinde aus dem Zimmer. Phil hat mich Schatz genannt. Sagt er das zu jeder? Marie läuft mir über den Weg. „Wo ist Ole?“, frage ich flüsternd. „Den habe ich eben runter gebracht. Und Phil?“ „Er will mich wieder sehen und sagt Schatz zu mir. Jetzt ehrlich. Das sagt er doch jeder.“ Marie schüttelt den Kopf. „Phil liebt Dich. Er würde sogar die Firmenpolitik umgehen, nur um bei Dir zu sein.“ Unser Gespräch findet in Flüsterton statt. Jörn kommt um die Ecke. „Na, das war gestern turbulent. Phil schon wach?“, fragt er uns. „Keine Ahnung.“, sagen Marie und ich gleichzeitig. Jörn zieht die Augenbrauen hoch und dann hakt er sich bei mir ein. „Lass uns gehen. Grüß mir deinen Freund.“, sagt er noch zu Marie.

Teil 23

Die turbulente Party
Die nächsten zwei Tage werden ganz schön turbulent. Ich sehe wohl Phil, aber wir haben nicht die Möglichkeit darüber zu sprechen, was das von ihm sollte. Marlene nervt mich mit. Sie versteht einfach nicht, warum Phil ein Risiko eingeht, wenn wir nur Freunde sind. Jedenfalls die nächsten zwei Tage laufen wir uns nur kurz über den Weg. Keine Geste deutet darauf hin, dass er mich vor kurzen geküsst hat. Ich verstehe Phil nicht. Vielleicht habe ich ja Recht. Wir sind wirklich nur Freunde. Dieser Tag war richtig anstrengend. Marlene und ich gehen auf unser Zimmer. Meine Freundin sieht mich ernst an und sagt dann: „Hast Du Phil verärgert?“ „Nein, warum.“ „Er geht Dir förmlich aus den Weg. Phil hätte doch bestimmt was deichseln können. Du wärst dann in seiner Gruppe gehören.“ „Marlene, wie oft soll ich Dir das sagen. Wir sind nur Freunde.“ Ohne eine Protestantwort von ihr zu hören, gehe ich ins Badezimmer. Dann dusche ich schnell und gehe wieder zu ihr. „Du kannst.“ „Juliane. Du lügst Dich selbst an. Es wurmt Dich doch ganz schön, dass er Dich kaum beachtet.“ Verdammt sie hat Recht. „Geh duschen.“ Ich ziehe mich an und lege mich aufs Bett. Plötzlich klopft es an der Tür und ich gehe hin. Als ich die Tür öffne, sehe ich Max vor der Tür stehen. „Du hast Dich ja lange nicht blicken lassen.“ „Ja, ich weiss. Ist Marlene da? Kann ich reinkommen?“ Ich sehe an mich runter. „Gibt mir fünf Minuten.“ „Wofür?“ „Marlene ist unter der Dusche. Du kannst auf sie warten. Aber dafür muss Du mir fünf Minuten geben, damit ich mich umziehen kann.“ Max sieht mit skeptisch an. „Ich glaube, Du hast viel mit Marlene zu reden. Es ist besser, wenn ich aus der Schusslinie bin.“ Maximilian nickt und ich schliesse die Tür. Eigentlich wollte ich ins Bett. Aber meiner Freundin will ich die Chance geben, die Erklärung von Max zu hören. Er hat sich zwei Tage nicht blicken lassen oder hören lassen. So ein…. . Ich gehe zu meinen Kleiderschrank. Was ziehe ich bloß an. Das Kleid steht mir am besten. Wenn Philipp meint, mich zu ignorieren. Dann tue ich es auch. Ich ziehe das Kleid an und gehe in Richtung Tür. „Wo willst Du denn hin? Ich dachte, Du bist müde.“ „Ja, bin ich auch. Aber irgendwie will ich nur kurz in die Bar.“ „Kann ich mit, dann kann ich Max mir aus dem Kopf schlagen.“ „Nein, bleibt Du hier.“ Es klopft. Ich gehe an die Tür. „Komm rein. Sie wartet schon.“ Ich drehe mich zu ihr um. „Höre Dir seine Erklärung an. Ich lass Euch mal allein.“ Erst dann sieht sie Max. „Was willst Du hier?“ Marlene bemerkt nicht, dass sie nur mit Handtuch bekleidet ist. Sie wirft ihre Arme hoch und in den Moment rutscht ihr Handtuch. Ich sehe aus den Augenwinkeln, wie entsetzt Marlene ist und Max grinst. Danach schliesse ich die Tür. Sie sollen das ruhig alleine regeln. Ich gehe zum Aufzug und drücke das Erdgeschoss. Im Foyer angekommen, sehe ich mich um. Da ist die Bar. Ich gehe zielstrebig drauf zu und stoße mit jemand zusammen, der aus dem anderen Aufzug kommt. „Nicht so stürmisch junge Dame.“ Ich erkenne die Stimme sofort und drehe mich um zu ihm. „Phil. Was machst Du hier unten?“ „Das gleiche könnte ich Dich auch fragen.“ „Ich bin geflüchtet?“ „Wo vor?“ „Max stand eben in der Tür. Marlene ist total sauer auf ihn. Jedenfalls will Max und Marlene Gelegenheit geben sich aus zu sprechen.“ Phil sieht mich an. „Er ist wieder da? Hat ihn Madeleine frei gelassen?“ „Madeleine. Fährt er zweigleisig?“ Er starrt mich an und schlägt seine Hand vor seinen Kopf. Dann grinst Phil und antwortet mir dann. „Das kannst Du ja nicht wissen, es ist seine verwöhnte Cousine. Wenn sie Stress mit einem Typen hat, muss Max hin. Sie sperrt sich ein bis er da ist. Nur mit ihm redet sie. Diesmal hat sie ein Freund von Max verletzt. Jedenfalls war er total genervt als sie angerufen hat. Ohne ein Wort zusagen, ist er weg. Mir hat er auch nichts gesagt.“ „Ja, woher weisst Du das?“ „Weil unser Freund sich bei mir ausgeheult hat.“ „Okay.“ „Wo willst Du hin?“, fragt er mich dann. „An die Bar.“ „Ich habe eine bessere Idee. Komm.“ „Wenn uns einer sieht?“ „Da wo wir jetzt hingehen, wir uns keiner folgen.“ „Warum bist Du dir da so sicher?“ „Glaube mir. Ich weiss es.“ „Okay.“ Jörn kommt auf uns zu. „Phil. Start klar.“ „Ja, bin ich. Du hast nichts dagegen, das wir Juliane mitnehmen.“ „Nein, wir können ruhig Julchen mitnehmen.“ Jörn weisst das, dass ich mit Phil mitgehe. Kurze Zeit später kommt Janne. „Darf Janne auch mit?“, fragt jetzt Jörn. Phil sieht mich, Janne und Jörn an. „Na klar. Kommt.“ Wir folgen Philipp zu einen Auto. Dann steigen wir ein und halten kurze Zeit vor einen Haus. Laute Musik kommt aus dem Haus. Phillip bietet erst Janne und dann mir die Hand. „Ganz Gentleman.“, sagt Jörn zu Phil. „Das hättest Du ja auch machen können.“, erwidert Phil. Dann gehen wir zum Haus. Wir werden reingelassen. Janne und ich gehen Richtung Bar. Jörn sieht jemand, der er kennt. Und Phil? Er unterhält sich mit dem Gastgeber. Ich setze mich an die Bar. Janne und ich bestellen ein Drink. Plötzlich springt Janne aus. „Komm lass uns tanzen.“ „Noch nicht. Ich habe zu wenig intus.“ „Dann bis gleich.“ Janne geht zur Tanzfläche. Ich beobachte sie und bemerke nicht, dass jemand neben mich tritt. „Du weisst, das kann böse enden.“ Phil. Was soll das heissen, frage ich mich in Gedanken. Dann drehe ich meinen Kopf in seine Richtung. „Was meinst Du?“ Er kommt näher? „Sylt und in fremden Betten aufwachen.“ „Das wird mir nicht passieren.“ „Das werden wir dann sehen.“ Ehe ich mich versehe, nimmt er meine Hand und zieht mich mit. Kurze Zeit später öffnet er eine Tür. „Komm mit rein.“ „Warum?“ „Ich ärgere mich nur, dass ich auf Marie gehört habe.“ „Wie Marie?“ „Marie sagt, ich soll Dich nicht in der Öffentlichkeit küssen. Jedenfalls ist es mir schwer gefallen Dich nicht zu berühren.“ Jetzt sehe ich wohl ganz schön verdattert aus. „Ich meine es ernst.“ Dann zieht er mich ins Zimmer und macht die Tür aus. Ich sehe nur den Mondschein, der durchs Fenster scheint. Die Umrisse von Phil kann ich auch erkennen. Dann küsst er mich. Plötzlich fängt es an zu piepen. „Raus Leute. Es brennt.“ Es klopft. „Phil raus hier. Es brennt.“ „Wer weisst, dass Du hier drin bist?“ „Der Gastgeber.“ Dann nimmt er meine Hand und wir flüchten aus dem Haus. Es ist das reinste Durcheinander. Jemand kommt auf uns zu. „Was ist passiert?“ „Ich weiss es nicht. Jemand sagte mir, er hätte etwas in die Steckdose gesteckt und was gleich explodierte. Phil. Ich weiss nicht was ich machen soll?“ „Arne. Ich stehe hinter Dir.“ Dann sieht mich Arne an. „Das ist sie?“ Phil nickt. „Sorry, dass der Spaß so schnell endet?“ „Was meint er?“, flüstere ich ihn ins Ohr. Phil grinst. Janne und Jörn kommen. Sie sehen wir Phil mich im Arm hält. Janne sieht mich komisch an. Jörn grinst. „Wollen wir?“, fragt Phil die Beiden. Sie nicken. Dann fahren wir wieder ins Hotel. Die Fahrt wird sehr turbulent. Wir müssen ständig anhalten. Janne schüttelt immer wieder Kopf und zeigt auf Phil. Ich lehne mich zu ihr. „Er hat mich als Freund gerettet?“ „Das stimmt.“, sagt Jörn als Kommentar. „Ihr seid ein geschworenes Team.“, erwidert Janne. Als wir ins Hotel gehen, gehen wir noch in die Bar. Irgendwann beschließt Janne ins Bett zu gehen. „Gehst Du noch nicht?“, fragt sie mich. „Nein. Ich muss erst prüfen, ob Marlenes Freund noch da ist. Ich rufe an.“ Dann stehe ich auf und gehe zur Rezeption. Jörn verabschiedet sich von mir. Phil bleibt noch an der Bar. Mist es geht keiner dran. „Haben sie noch ein Zimmer frei?“, frage ich. „Das ist nicht nötig.“, sagt Phil. „Wir werden Dich bei Marie unterbringen.“, sagt er laut. Als ich mich umdrehe, sehe ich das Janne und Jörn noch beim Aufzug stehen. „Oder Du bekommst mein Zimmer und ich übernachte bei meiner Freundin.“ Dann gehen wir zum Aufzug. Janne sieht mich immer noch an. Phil schließt sein Hotelzimmer auf und schiebt mich rein. Janne und Jörn sehen das. „Gute Nacht.“, sagt er zu mir und klopft bei Marie an. Sie lässt ihn gleich rein.

Teil 22

Der erste Seminartag

Phil sitzt mit der Frau am anderen Tisch. Immer wieder sehe ich zu Ihnen rüber. „Sag mal, kennst Du die?“, fragt Marlene. Ich schüttle den Kopf. Dann flüstert sie mir leise ins Ohr. „Dann sehe nicht ständig dorthin. Es fällt auf.“ Ich drehe meinen Kopf. Janne sieht mich an. „Juliane. Wer ist die Frau?“ „Keine Ahnung.“ „Warum starrst Du denn immer darüber?“, fragt jetzt Caroline. Zum Glück sitzen nur wir Mädels am Tisch.“ „Auf die Erklärung bin ich gespannt.“, sagt Marlene zu mir. Super jetzt fällt sie mir in den Rücken. Ganz langsam antworte ich auf die Frage. „Marie war vorhin so niedergeschlagen. Ich habe ihr was versprochen.“ „Was?“, fragt Janne. „Ich soll die Beiden beobachten und ihr berichten. Sie versucht schon seit Jahren Marie und Philipp auseinander zu bringen. Die Freundin von Chef hat die Befürchtung, dass unser Chef drauf reinfällt.“ Marlene sieht mich verstohlen an und grinst. „Stimmt. Marie war vorhin nicht glücklich über die Situation. Ihr Beide seid vorhin schnell weg gewesen. Schade, das Marie nicht gesehen hat, wie er sie zurückgestoßen hat.“ „Hat er?“, will ich von ihr wissen. „Du bist ganz schön neugierig.“, sagt Caroline. „Ja, ich muss doch meinen Auftrag richtig und korrekt durchführen.“ Janne, Caroline und Marlene nicken. Dann kommt Marie auf uns zu. „Können wir.“ Wir nicken und folgen Marie. Im Seminarraum angekommen, stellen wir fest, dass sich über 40 Personen im Raum befinden. Als wir alle da sind, spricht jemand. „Schön, dass sie da sind. Wir haben zwei Firmen zu je 20 Personen eingeladen. Das Schöne daran ist, das die Firmen irgendwie miteinander zu tun haben. Jedenfalls soll jede Firma in Sicht zusammen wachsen. Wie ich sehe, sind nicht nur sehr junge Menschen unter uns. Als erstes werden wir raus aus Hamburg fahren. Wir wollen testen, wie gut sie zusammen harmonieren. Wir geben Euch eine Aufgabe und die müsst ihr erledigen.“ Danach folgen wir den beiden jungen Männern und steigen in den Bus ein. Wir waren zu einen Camp. Als wir aussteigen, erklärt uns der eine junge Mann die Aufgabe. Er stellt sich als Peter vor. Wir sollen je vierer Gruppen bilden. Damit nicht schon Leute zusammen kommen, die sich näher kennen, losen die beiden jungen Herren aus. Meine Gruppe wird genannt. Juliane, Larissa, Jürgen und Philipp. Verdammt Phillip. Zum Glück sind wir so gelost worden. Keiner wird denken, dass wir getrickst haben. Marie geht mit Josefine, Stefan und Claas in eine Gruppe. Marlene, Caroline, Jörn und Niklas gehen in eine Gruppe. Super Marlene hat es am besten getroffen. Jürgen zieht unsere Aufgabe. Larissa stellt ihre Ideen vor. Ich plane und Phil nickt nur. „Dann mal los.“, sagt er zu uns. Wir starten. Larissa und Jürgen unterhalten sich. Phil und ich laufen hinter ihnen her. Phil nimmt meine Hand. „Warte mal kurz.“, sagt er zu mir und zu den anderen Beiden dann: „Ich habe was gesehen. Ich und Juliane sehen mal nach. Wartet mal kurz. Nicht das wir noch mehr Zeit verlieren.“ Larissa und Jürgen nicken. Wir gehen ein Stück zurück. „Wir müssen hinter den Baum sehen.“, ruft er laut so dass die Beiden das hören. Sie nicken. „Was soll das Phil?“ „Es sieht nicht so aus wie es ist.“ „Wie sieht es denn aus?“ „Sie ist nicht meine Freundin. Ganz ehrlich. Wenn die Anderen uns nicht auf den Fersen wären, dann würde ich Dich jetzt auf der Stelle küssen. Es wäre mir wegen Larissa und Jürgen egal. Wir haben beschlossen, es langsam an gehen zu lassen.“ „Ja, haben wir. Macht Dir keinen Kopf.“ Er sieht sich um, dreht sich dann zu mir und küsst mich. Ich stoße ihn weg. „Hattest Du nicht gesagt, die anderen sind uns auf den Fersen.“ „Ja, ich sehe bloß noch keinen. Ich musste es tun, damit Du weisst wie ich es meine.“ Dann schiebt er mich vor den Baum. „War ein Irrtum. Wir haben herausgefunden, dass es nicht zu uns gehört.“ Larissa sieht uns skeptisch an. Als wir bei Ihnen sind, fragt mich Larissa. „Sag mal, hat Dich der Boss geküsst.“ „Nein. Sah es so aus. Er hat mir etwas ins Ohr gesagt, dass ich Marie nichts erzähle, was ich vorhin gesehen habe.“ „Was denn?“ „Ich habe die Frau geküsst.“, sagt jetzt Phil. „Es hat nichts zu bedeuten. Marie ist immer eifersüchtig. Larissa. Ich hoffe, Du erzählst es auch nicht den Anderen. Jürgen Du auch nicht.“ Beide nicken. Ob sie es Marie oder den anderen Kollegen erzählen, das weiss ich nicht. Phil sieht uns drei an. „Sonst seid ihr euren Job los.“, ergänzt er noch. Wir nicken. Ganz leise flüstere ich Phil ins Ohr. „Ich glaube, die Beiden erzählen rum, was sie gesehen haben.“ „Was haben sie denn gesehen?“, fragt er leise zurück. „Das ich Dich vielleicht geküsst habe. Glaube mir. Das werden sie nicht.“ Wir lösen die Aufgaben und sind als erste am Ziel. Die Anderen trudeln nach und nach ein. „Ihr habt es ja schnell geschafft.“, sagt Jörn zu uns. „Ja, Larissa und Jürgen sind klasse.“ „Und der Boss?“ Ich drehe mich zu Phil um und sehe ihn an. Dann drehe ich mich wieder zu Jörn. „Ich glaube, er ist ein bisschen eitel.“ Jörn lacht. Anschließend gehen wir zum Essen. Es wird eine lustige Runde. Spät abends verabschieden wir uns von den Anderen und gehen aufs Zimmer. Oben angekommen, frage ich sie dann. „Heute ohne Max?“ „Ja, er muss beruflich weg.“ Dann gehen wir ins Zimmer. Als wir die Tür hinter uns geschlossen haben, fragt mich Marlene was. „War es Zufall oder hat es Phil eingefädelt?“ „Was?“ „Das ihr in einer Gruppe seid.“ „Zufall. Sonst wärst Du bestimmt auch in meiner Gruppe gewesen.“ „Wieso? Sollte ich was wissen?“ „Phil dachte, Larissa und Jürgen merken es nicht. Er hat mich hinter einen Baum gezogen und geküsst.“ „Und dann?“ „Wir haben gesagt, dass es nur so aussah und irgendeine komische Erklärung abgeben.“ „So, so. Er küsst Dich. Auch wenn er Gefahr läuft, erwischt zu werden.“ „Scheint so. Phil und ich sind nur Freunde.“ „Ja. Ja.“, sagt sie. Wir ziehen uns um und gehen schlafen.