Wünsch Ihr Euch auch durch die Zeit zu reisen?

In manchen Momente wünschte ich durch die Zeit zu reisen, um geliebten Menschen zusagen, wie stolz ich auf meine Kinder bin. Leider kann ich meinen Eltern nicht mehr sagen, denn ich müsste dann in die Zeit zurück reisen. Meine Eltern sind nicht mehr da. Ich wünschte sie wären noch da. Habt ihr auch jemanden den ihr vermisst und nichts mehr sagen könnt? Würdet ihr auch gerne zurück reisen und denjenigen nochmal zu sehen und ihn umarmen. Leider geht es noch nicht, aber vielleicht können wir es irgendwann mal.

Sing mein Song – Der Kommentar

Normalerweise wird es später gecovert. Aber diesmal heisst es nicht gecovert sondern getauscht. Ich habe am Dienstag mir die Show angesehen. Die Leute haben ihren eigenen Stil mitrein gebracht und das finde ich gut. Wie man sieht hatten sie auch viel Spass. Wenn Patrick Kelly gefragt, wie Wincent Weiss auf die Ideen kam, fand ich die Antworten gut. Als er erzählt hat, was hinter den Titel „Ich tanze leise zu Musik“ steckt, war die Antwort gut. Ich kenne auch zwei Menschen näher, die sich selbst umgebracht haben. Ich war fassungslos als ich es gehört habe. Beim ersten Mal erzählte ein Freund mir, warum sein bester Kumpel Zweifel am Leben hatte. Er hatte eine Tochter und durfte sie nicht sehen. Seine Tochter war sein ein und alles. Die Ex hat alles gemacht, das er sie nicht sehen durfte. Ich dachte nur, wie grausam können Menschen sein. Was er noch für Probleme hatte, weiss ich nicht. Aber er muss einen Grund gehabt haben um diesen Schritt zu gehen. Einige Jahre später hatte sich jemand anders umgebracht. Der Mensch hat sehr viel im Leben durch gemacht. Das Schlimme ist daran, das die anderen Menschen sich ihre eigene Meinung über diesen Menschen machen und meistens sie anders ist als wie der Mensch wirklich war. Die Meinung der anderen ist nicht korrekt. Es ist nicht die Wahrheit, weil sie nicht wissen, wie der Mensch wirklich war. Gerücht und Lüge liegen nah bei einander. Wie heisst es in einen Lied. Lass die Leute reden, sie wissen nicht….. . Die Wahrheit und der wirkliche Grund wird man nie erfahren, weil wir nicht mehr fragen können. Also sollten wir den Menschen so in Erinnerung behalten und den Gerüchten nicht glauben. Der Mensch kann sich nicht mehr wehre. Bei den zweiten Menschen wurde ich öfters gefragt, warum der Mensch es getan hat. Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte. Heute weiss ich es. Man soll den Menschen nicht verurteilen. Wer weiss was schief gelaufen ist. Nur der Mensch, der es getan hat, weisst den wirklichen Grund. Ich denke, wenn man den Schritt macht, dann wird es einen Grund haben, viele Zweifel und man sieht keinen Ausweg von den Problem. Vielleicht hat er auch das Gefühl, das ihn keiner versteht. Aber man wird es nie wirklich erfahren, was der wahre Grund war. Man sollte es ruhen lassen. Die Angehörigen und Freunde müssen damit fertig werden und nicht noch mit den Vermutungen der anderen Leute auseinander zu setzen. Die Gerüchteküche brodelt. Das finde ich so schlimm daran. Immer die Rätsel warum und weshalb. Aber was komisch ist, das ich immer wieder höre das sich jemand umbringt. Man kennt die Leute und versteht es nicht. Ich denke mir, sie werden einen Grund haben. Verurteilen kann man so was nicht, weil man nicht weiss, ob man in der Situation genauso gehandelt hätte. Nur für Freunde und Angehörige ist es schwer, das der Jemand diesen Weg gewählt hat. Sie werden sich ein lebenlang fragen warum. Besonders wenn sie noch sehr jung sind. Manch einer zerbricht daran, weil er es nicht versteht. Also verurteile sie nicht. Versuche immer zu zuhören, wenn jemand verzweifelt ist oder depressiv. Vielleicht kann ein guter Zuhörer manches verhindern. In der heutigen Zeit sind wir viel mit uns selbst beschäftigt, das man manchmal so was nicht sieht. Also macht Euch keinen Vorwurf dann. Höchstwahrscheinlich hätte ihr es eh nicht verhindern können. Einige sagen, ich kann das nicht. Ich will das alles nicht mehr. Mein Leben ist scheisse. Das ist ein Hilferuf. Manch einer hört es nicht. Erst wenn er es nicht mehr sagt und immer sagt, alles gut. Ab dann sollte man hellhörig werden. Aber es gibt Menschen, die alles in sich hinein fressen und man merkt nicht was der Andere für Probleme hat. Es wird immer unergründlich sein, wenn man nicht fragen kann. Wenn ich so was höre, tun mir die Menschen leid, die den Menschen nahe standen und jetzt sich mit Fragen quälen.

Das Lied Pläne hat auch einen Grund. Das kenne ich auch. Ich war vier Jahre mit jemand zusammen und dann kam das aus. Ich habe es die letzten zwei Jahre gespürt, aber nicht wahr wollen. Manchmal frage ich mich, ob ich es eher beenden hätte sollen. Aber dann sage ich nur, nein. Es war eine Erfahrung für mich. Unsere Ziele waren irgendwann nicht mehr die gleichen. Kurze später hatte er eine Andere. Ich verstand die Welt nicht mehr. Fühlte mich verarscht. Besonders weil mir Freunde erzählt habe, wie er zuletzt über mich dachte. Er hat die Probleme nicht mit mir besprochen sondern mit meinen Freunden. Und das er schon ein viertel Jahr vorher mit anderen Mädels gechattet hat. Ich hatte eine Mail durch Zufall in meinen Postfach und ich fragte ihn. Er sagte, das geht mich nichts an. Und immer wieder sagte er, ich bekomme eh keinen Anderen und müsste es aktzeptieren. Ich wollte immer alles perfekt haben. Das Vertrauen war nicht mehr da. Mein Selbstvertrauen war auch nicht mehr da Aber irgendwann konnte ich nicht mehr und bin gegangen. Ein guter Freund von mir sagte immer, Du gehst kaputt. Es zerstört Dich. Eines Abends hatten wir gestritten und er ist zur Party gegangen, wo er mich erst nicht mitnehmen wollte. Dann sagte er, wenn ich das Geschenk fertig mache, dann könnte ich mit. Da habe ich einen Fehler gemacht und habe es falsch gebügelt. Da stritten wir uns. Er ist zur Party gegangen und ich habe mit einen guten Freund telefoniert. Er hat mir einen Rat gegeben. Geh und wenn er Dich zurück holt, dann empfindet er noch was für Dich. Wenn nicht, dann war es die Richtige Entscheidung. Ich ging und es war die beste Entscheidung.Hätte ich das nicht gemacht, hätte ich meinen wirklichen Seelenverwandten nie gefunden. Er gab mir das vertrauen wieder, das nicht alle so sind. Mein Ex hat mir immer wieder gezeigt, das ich ihn nicht Vertrauen kann. Ich habe Essen gekocht und habe auf ihn gewartet und wenn ich gegessen habe, kam er früh und fragte warum ich nicht gewartet habe. Immer wenn ich gewartet habe (was sehr oft war), war er noch bei seinen Freund. Für mich wäre nur wichtig gewesen, wenn er nur kurz angerufen hätte, das es später wird. Das habe ich ihn immer gesagt und er tat es nicht. Also rief ich ihn an ob er kommt oder nicht. Er sagte, ich sollte ihn nicht anrufen. Es würde nerven. Ich wollte doch nur wissen, ob er zum Essen kommt oder in ich meinen Abend anders planen kann. Ist das zu viel verlangt gewesen. Mein Selbstbewusstsein ging dann ihren eigenen Weg. Dann traf ich meinen Mann. Ich erzählte ihn das ganze Drama und er hat mir geholfen, mein Vertauen und Selbstbewusstsein wieder zufinden. Es ist schön jemand zu haben, der einen schätzt und nicht als Fussabtreter benutzt. Wir denken gleich. Freunde finden es lustig, wenn wir gleichzeitig das Gleiche sagen. Ich bin froh diesen Schritt damals gegangen bin, sonst hätte ich diesen wunderbaren Menschen nie kennengelernt.

Man braucht Momente

Manchmal brauchen wir im Leben, einen Moment der Stille, um wieder das Wesentliche zu hören, einen Moment mit geschlossenen Augen, um wieder klar sehen zu können, einen Moment in sich zu gehen und auf das Herz zu hören, damit man das Leben wieder spürt und einen Moment des Rückzugs, um wieder stark zu fühlen.

Den Spruch habe ich gelesen und dachte mir nur, ein sehr schöner Spruch. In der heutigen Zeit geht es einfach verloren. Man nimmt sich nicht die Zeit um die Seele baumeln zu lassen. Man ist immer in Bewegung. Manchmal bewundere ich die Zeit von damals. Da war es noch nicht so hektisch. Durch den Fortschritt ist alles schneller geworden. Es muss immer schneller gehen. Ich kann mich noch an den Tante Emma Laden erinnern. Da wurde an der Kasse Neuigkeiten ausgetauscht. Und heute ist es wie an Fliessband. Früher hatten sie nicht viel, waren, glaube ich, glücklicher.

Aber jetzt mal ehrlich. Braucht ein Kind bereits im Kindergarten oder Grundschule ein Handy.

Ich glaube nicht. Die Kinder lernen nicht mal richtig spielen, weil sie immer am Handy sind.

Unsere Kinder bekommen erst ab der weiterführenden Schule ein Handy. Weil sonst die Kinder aus gegrenzt werden. Aber wer will das schon. Kinder müssen lernen damit richtig umzugehen und nicht irgendein Mist aufs Handy zu laden, was für Kinder nicht gut ist. Unser ältestes Kind hat ein Handy. Er weiss auch, das er nicht alles runterladen soll. Wir sprechen darüber. Sie arbeiten auch mit Tablets seit der 5. Klasse. Sie lernen den richtigen Umgang damit.

Und das finde ich richtig.

Alles passiert aus einen bestimmten Grund

Alles passiert aus einem Grund. Menschen ändern sich, damit Du lernt loszulassen. Dinge gehen schief, damit Du sie schätzen weisst, wenn es gut läuft. Du glaubst einer Lüge, damit Du lernst, nur Dir zu vertrauen. Und manchmal bricht etwas gutes auseinander, damit etwas schöneres zusammen kommen kann.

Wie war der Spruch ist.

Durch Erfahrungen werden wir zu dem was wir sind. Wer hat es noch nicht erlebt. Jemand lügt einen an und man erfährt die Wahrheit und denkt man hätte auf sein Gefühl gehört. Oder es ging etwas schief und man lernt erst dann wieder die Dinge zu schätzen, die wichtig sind. In der heutigen Zeit kein Einzelfall. In der Hektik der Zeit gehen manche Sachen verloren, die wir durch einen Zufall wieder finden.

Es braucht manchmal nur einen Wahnschuss oder eine Geste, die uns wach rüttelt.

Man soll jeden Moment geniessen als wäre es der Schönste. Man weiss nie, ob es noch einen besseren Moment geben wird. Durch Fehler gewinnen wir die Erkenntnis wie man es besser machen kann. Die Erfahrung lernt uns auf unser Gefühl zu hören. Also nimmt Euch Zeit in dieser hektischen Zeit. Die Zeit wird nicht langsamer sondern schneller. Als Kind hatte ich immer gedacht, die Zeit geht nie um. Jetzt vergeht das Jahr so schnell. Mein Kindern ergeht es auch so. Sie fragen, wann habe ich wieder Ferien. Wenn ich sage, vier Wochen noch. Dann sagen sie solange noch. Ich empfinde die vier Wochen kürzer. Meine Eltern haben immer gesagt, komm Du in unser Alter und Du wirst merken wie die Zeit rast. Wie Recht sie hatten.

TEIL 36

Wo ist Juliane?

Es klopft an der Tür. „Herein.“ Julianes Grossmutter kommt rein. „Morgen Philipp.“ „Morgen.“ Ich sehe mich um und das Sofa ist leer. „Sag mal, ihr seid nicht verlobt, oder? Ole hat das immer gemacht, wenn Juliane in Gefahr war.“ „Nein. Aber wie soll ich sie nennen?“ „Nenne mich Elsbeth. Mein Mann heisst Ernst. Hast Du es wie Ole gemacht. Früher als Kind warst Du ja ganz schön vernarrt in sie.“ „Sie erinnern sich?“ „Ja. Wir sind beim Du. Herr Hoffstatter ist mir nicht geheuer.“ „In wie fern?“ „Er hat Juliane immer beobachtet, wenn sie hier war.“ „Wo ist sie?“ „Weg. Sie sagt, Herr Hoffstatter muss sie nicht begegnen.“ „Aber ich bin doch da.“ „Ja, aber ich glaube, Dir wollte sie auch nicht begegnen.“ „Wo ist sie?“ „Weg. Jetzt erzähle mal. Was ist los?“ Ich erzähle ihr die ganze Geschichte. Elsbeth hört genau zu und unterbricht mich. „Du liebst sie wirklich und willst sie schützen. Jetzt hat sie alles in den falschen Hals bekommen und vertraut dir nicht. Sie war ganz schön überrascht als Du sie als deine Verlobte ausgegeben hast.“ „So es aussieht. Sie gibt mir nicht die Chance es zu erklären.“ „Mhm.“ „Als wir in den Hotel ankamen, haben einige ihr gratuliert. Ich dachte, Jörn hätte es Ihnen gesagt. Aber so war es nicht. Sie wussten nur, dass sie befördert wird. Mein Onkel hat es immer schon vor gehabt. Er konnte sich bloß nicht entscheiden für wen. Als das dann mit Susanne war, habe ich ihn gleich vorgeschlagen, den Posten mit den Beiden zu besetzen. Ich habe es schon vor Sylt zu ihm gesagt. Er hat sogar zugestimmt, weil nicht wieder so ein Chaos wie bei Susanne haben wollte. Susanne hat versucht mich zu verführen, aber ich konnte nur an Juliane denken. Auf Sylt bei Grammy war es auf einmal total anders. Ich musste es ihr sagen. Wie du eben gehört hast, war es da auch sehr turbulent. Als Maja mit meiner Schwester und Simon aufgetaucht war, wusste ich nicht was ich tun sollte. Alfred sollte es nicht von Simon erfahren. Dann war noch Maja. Ich wusste nicht was sie in Schilde führte und wollte Juliane schützen. Aber dann wurde mir klar. Ich muss es wagen egal was kommt.“ „Ja. Das hat Juliane sehr verletzt. Sie hat die Welt nicht verstanden.“ „Dir hat sie es Dir erzählt?“ „Nur das Du zwischenzeitlich so merkwürdig warst. Es hätte dann mit Hamburg alles zusammengefasst. Es sollte nie heissen, sie hätte sich hoch geschlafen.“ „Ja, ich weiss. Hat sie ja auch nicht. Vor zehn Jahren hatte ich mich auch in sie verliebt. Wir treffen uns immer wieder und dürfen nicht zusammen sein.“ „Verzwickt. Mal sehen, wie ich Euch helfen kann. Kommst Du zum Frühstück. Herr Hoffstatter und mein Bruder müssten bald zurück sein.“ „Du weisst wirklich nicht, wo Juliane ist?“ „Nein. Ich habe sie gefragt, aber keine Antwort erhalten. Wo ist denn dein Bruder mit Herrn Hoffstatter hin?“ „Kurz ins Dorf.“ Ich stehe auf und rufe Simon an. „Moin Simon.“ „Moin Phil. Wir wissen nicht wo Juliane ist. Henry hat gesagt, sie fährt nach Hause.“ „Zuhause ist sie noch nicht. Vielleicht später.“ „Du hast sie gefunden?“ „Jein.“ „Was heisst das?“ „Ich habe sie getroffen. Aber jetzt ist sie wieder weg. Sie will mir nicht zuhören und hat mir eine klare Ansage gemacht.“ „Übel. Wo ist sie denn?“ „Bis heute Morgen bei Elsbeth?“ „Wer ist Elsbeth?“ „Julianes und Oles Oma.“ „Muss ich das jetzt verstehen?“ „Nein. Ich erkläre es Dir?“ Dann erzähle ich ihm die ganze Geschichte. Simon hört mir zu. „So ein Mist.“ „Stimmt. Elsbeth ruft mich. Bis morgen.“ „Ja, bis morgen. Besser Du fährst wirklich nach Hause.“ „Wo hin meinst Du denn? Hamburg?“ „Phil. Nein Hannover.“ Ich grinse und lege auf. Dann gehe ich zu den Anderen und frühstücke mit Ihnen. Dann fahren wir nach München ins Hotel. Ich verabschiede unseren Kunden und gehe in mein Zimmer. Das einzige was ich jetzt will nach Hannover. Schnell packe ich meine Koffer und gehe an die Rezeption. Henry steht da. „Phil.“ „Ja.“ „Es tut mir leid. Meine Cousine hat mir eine andere Version erzählt. Ich wünsche Dir viel Glück. Juliane wird irgendwann begreifen, dass es ein Fehler war wegzurennen.“ „Viellicht. Machst Du mir die Rechnung. Ich muss wieder nach Hannover.“ „Ja.“ Dann gibt er mir die Rechnung.“ „Grüße Ole von mir.“ „Mache ich.“ „Halt mich auf den Laufenden.“ „Macht bestimmt Ole schon.“ Dann gehe ich ins Auto und fahre weg.

Als ich Hannover bin, verkrieche ich mich in meiner Wohnung. Am nächsten Tag rufe ich der Firma an und sage, dass ich einen Außen Termin habe. Dann setzte ich mich ins Auto und fahre nach Julianes anderen Wohnung. Als ich dort ankomme, klingele ich. Keiner macht auf. Plötzlich kommt ein älterer Herr um die Ecke. „Wollen sie zu mir?“ Ich drehe mich um. „Nein.“ „Mensch Phil. Lange nicht mehr gesehen. Wie geht es deinen Eltern?“ „Müssen wir uns kennen?“ „Ich bin ein Freund von deinen Vater. Einmal im Jahr sind wir bei deinen Eltern. Sonst lässt die Arbeit uns auch keinen Spielraum.“ „Sie sind wer?“ „Mensch Phil. Erstmal duzen wir uns. Ich bin Wilhelm.“ Stimmt. Friedrich. „Schön Dich wiederzusehen. Wohnst Du auch hier?“ Wilhelm sieht mich komisch an. „Willst Du zu Finn Ole?“ „Nein.“ Also richtig bin ich schon und sage weiter. „Ich suche Juliane. Kennst Du sie?“ Jetzt sieht er mich noch skeptischer an. „Was willst Du von meiner Tochter?“ „Du bist Julianes Vater?“ „Ja. Warte mal. Elisabeth. Kommst Du mal.“ Eine ältere Dame kommt um die Ecke. Wenn Juliane nach ihrer Mutter kommt, dann kann ich mich auf was freuen. Für ihr Alter sieht sie echt noch hübsch aus. „Phil. Schön das Du uns besuchst.“ „Er will nicht zu uns sondern zu Juliane. Juliane war schon lange nicht mehr hier.“ „Juliane ist doch auf einen Seminar.“ „Nein. Sie ist früher gegangen. Ihr ging es nicht gut. Ich wollte nach sehen, wie es ihr geht.“ „Komm erstmal rein.“, sagt Elisabeth zu mir. Wir setzen uns in die Küche und Wilhelm macht den Kaffee. „Arbeitest Du auch in der Firma von Juliane?“ „So gesehen ja. Mein Onkel gehört die Firma. Damals hat er den Namen von seinen Vorgänger übernommen. Wie sagt er immer. Altbewährtes ist ein Begriff. Neues muss erst ein Begriff werden.“ „Dein Onkel hat die Firma übernommen?“ „Ja.“ „Das wusste ich nicht.“ Dann erzähle ich die Geschichte bis Hamburg.“ „Tja. Du liebst sie?“ „Ja, sehr sogar. Wenn ich schon hier bin. Juliane weiss es noch nicht. Aber ich möchte um die Hand ihrer Tochter bitten.“ Wilhelm und Elisabeth starren mich an. „Das ist dein Ernst?“, will Wilhelm wissen. Ich nicke. Beide schweigen einige Minuten. Mist. Ich habe es vergeigt. „Eine Vorrausetzung muss Du aber erfüllen?“, sagt dann Julianes Vater „Welche?“ „Sie muss ja sagen. Dann hast Du meinen Segen.“ „Meinen auch.“, gibt Julianes Mutter als Antwort. „Das ist doch klar. Aber erst muss ich sie finden.“ „Wie finden?“ Ich erzähle die Geschichte weiter und alles wie es dazu kam. „Tja. Da hast Du ja was vor.“ „Ja. Wenn ihr wisst wo ihr ist, sagt ihr mir Bescheid.“ Elisabeth steht auf. „Warte kurz.“ Dann ist sie weg. Als sie zurückkommt, sagt sie zu uns. „In der Wohnung ist sie nicht. Aber hier gewesen muss sie.“ „Okay.“ Wilhelm kommt auf mich zu. „Es wird schon werden.“ Dann gehe ich und fahre nach Hannover. Wo ist Juliane geblieben?

Teil 35

Meine Suche nach Juliane geht weiter und sie entwischt

Ich wache auf. Mein Telefon klingelt und sehe auf die Uhr. Erst sieben Uhr. Ich nehme ab. „Moin.“, sagt Simon fröhlich ins Telefon. „Moin. Simon. Es ist sieben Uhr.“ „Sorry. Habe ich Dich irgend wobei gestört.“ „Beim Schlafen. Ich konnte die Nacht nicht schlafen.“ „Hast wohl was anderes zu tun gehabt.“ Ich höre wie Simon lacht. „Was willst Du?“ „Alles gut gelaufen.“ „Ja, der Kunde holt mich in zwei Stunden ab.“ „Das meine ich nicht.“ „Was dann?“ „Juliane?“ „Du wusstest, dass Juliane hier ist.“ „Jein. Wir hatten es nur vermutet?“ „Wer wir?“ „Ole und ich. Henry ist neben Ole und ihren Eltern eine wichtige Person. Er hat damals auch Marlene und Juliane mit nach Melanie genommen.“ „Wohin damals?“ „Party. Kuss. Zehn Jahre. Reichen Dir die Stichpunkte. Du hättest sie sonst vor zehn Jahren nicht geküsst.“ Ich stöhne laut auf. „Warum stöhnst Du?“ „Ich habe sie gestern gesehen, aber als sie mich gesehen hat, ist sie abgehauen. Henry war bei ihr.“ „Du hast Henry erkannt?“ „Nein. Er hat mich angesprochen.“ „Und er hat Dir nicht geholfen?“ „Nein. Er wusste nicht, wo sie war.“ „Momentmal. Er arbeitet in den Hotel.“ „Wie jetzt?“ „Ich glaube, Henry hast Du nicht überzeugt.“ „Verstehe ich jetzt nicht.“ „Henry hat wohl gedacht, Du verarscht ihn. Warte mal.“ Ich höre Simon rufen. „Ole rufe mal Henry an. Ich glaube, Phil hat es vergeigt.“ Dann wendet er sich zu mir. „Phil. Hört gut zu. Ole ruft seinen Cousin an. Eigentlich heisst er ja Henrik. Aber seit er in Bayern arbeitet, nennt er sich Henry.“ „Okay.“ „Also. Viel Glück. Mehr kann ich momentan von hier aus nicht tun.“ „Ja. Alles klar.“ Ich kann jetzt nicht mehr schlafen und ziehe mich an. Dann gehe ich runter. An der Rezeption frage ich, ob Henry da ist. „Nein. Der Chef ist noch nicht da. Kommt erst gegen zehn Uhr. Was Privates hat er gesagt.“ „Okay.“ Anschließend gehe ich ins Restaurant und frühstücke ein bisschen. Nachher soll es ja auch Frühstück geben. Aber einen Happen ist mir wohl vergönnt. Dann frühstücke und sehe nach draußen. Gegen neun kommt unser Kunde und holt mich ab. Wir sehen uns die Firma an. Sehr beeindruckend. Anschließend fahren wir noch nach Steinbach am Attersee. Das Restaurant liegt direkt am See. Wir setzen uns hin. „Einen Moment. Ich sehe jemand gerade.“ Unser Kunde steht auf und geht an einen Tisch. Ich staune nicht schlecht. Juliane sitzt mit ein paar älteren Herrschaften zusammen. Juliane sieht mich. Es sieht so aus als ob sie sich entschuldigt und kommt zu mir rüber. „Hey.“, sagt sie zu mir. „Hast Du mich gefunden?“ „Ähh?“ „Du suchst mich wohl. Aber ich sage Dir eins. Ich bin keine Frau, die man benutzt. Schreibe Dir das hinter die Ohren. Den Posten werde ich nicht annehmen. Das es Dir klar ist.“ „Super das passt ja noch besser. Dann kannst Du gleich nach Hamburg gehen.“ „Ich gehe nirgendwohin. Verstanden. Lass mich in Ruhe.“ „Kann ich nicht.“ „Doch.“ Der Kunde kommt wieder. „Oh. Sie kennen sich schon?“ Wir nicken. „Dann brauche ich Ihnen ja nicht Juliane Früh vorstellen? Ihre Großonkel ist ein Geschäftspartner von mir.“ „Oh, das habe ich nicht gewusst.“ „Aber mein Großonkel macht es ja nicht mehr.“ „Ich weiss, es ist schade. Aber der Enkel macht es auch gut. Noch nicht perfekt. Aber gut.“ Juliane nickt. „Die Herren entschuldigen mich. Ich bin nicht lange hier. Wie sie wissen, muss ich meine Großeltern und Großonkel unterstützen.“ „Ja, hat ihr Großonkel eben erwähnt. Wann fahren sie nach Hause?“ „Morgen.“ „Schön, aber auf einen Absacker kommen sie mit der Familie an unseren Tisch.“ „Ich frage.“ „Ihr Großonkel hat schon zugestimmt.“ Ich sehe wie unser Kunde Juliane von oben bis unten betrachtet. Dann geht sie rüber. Zwei Stunden später sitzen wir am Tisch. Der Kunde von uns sieht Juliane an und zieht sie mit seinen Blicken aus. Das reicht. Ich muss Juliane retten. Scheiss egal was sie davon hält. Ich gehe um den Tisch und gebe ihr einen Kuss auf den Mund. Sie erwidert ihn. Dann lösen wir uns. „Danke.“, flüstert sie mir ins Ohr. „Sie werden mir Untreu.“ „I wo.“, sage ich. „Ich musste nur meine Verlobte küssen.“ Wow, ich habe es gesagt. „Wie Verlobte?“, sagen sie im Chor. „Ja, erst seit kurzen. Ole kann es bestätigen.“ Juliane sieht mich entgeistert an. Ihre Großeltern und Großonkel sagen nur: „Willkommen in der Familie. Wo sind sie denn untergebracht?“ „In der Nähe in München.“ „Sie bleiben hier. Und sie Herr Hoffstatter auch. Bei uns im Haus.“, sagt der Großonkel von Juliane. Wir beide nicken. Herr Hoffstatter bekommt ein eigens Zimmer. Ich werde bei Juliane übernachten. Als wir im Zimmer ankommen. „Nur, das Du es weisst. Das ist eine Ausnahme. Warum sagst Du, ich wäre deine Verlobte?“ „Ja, Juliane. Ich wollte Dich nur retten vor Herr Hoffstatter.“ „Warum?“ „So wie er Dich angesehen hat, musste er eine Lektion erhalten.“ „Okay. Ich schlafe auf dem Sofa. Du im Bett.“ „Du kannst ruhig das Bett nehmen.“ „Nein. Du bist der Gast.“ Dann legen wir uns hin und schlafen ein.

TEIL 34

Meine Suche nach Juliane beginnt

Heute kann ich leider nicht nach Julianes Wohnung in Schaumburg fahren. Mein Onkel wollte, dass ich nach München fahre. Irgendein Kunde macht wohl ärger. Ich habe heute noch angerufen. Er teilte mir mit, dass er mit seinen Vater schon die Situation angedeutet hat. Simon hat meinen Onkel gesagt, dass er gerne mit in die Geschäftsführung wollte. Alfred hat dann gefragt, warum er gerade jetzt diesen Entschluss gefasst hat. Mein Cousin hatte ihn erklärt, dass er es wegen Merle macht. Er will Verantwortung übernehmen und Merle zeigen, dass er es kann. Onkel Alfred hat nur erwidert, dann erstmal mit mir. Ich sagte zu Simon, dass ich es mir überlege. Warum habe ich nur zugesagt. Jetzt bin ich auf den Weg zu einem Kunden. Acht Stunden bin ich bereits unterwegs. Ich sehe auf das Navi. Noch zwanzig Minuten fahren. Kurze Zeit später komme ich in den Hotel an und stelle mein Auto auf den Parkplatz. Ich gehe zur Rezeption. „Hallo.“ „Haben sie ein Zimmer bestellt?“ „Ja.“ „Auf welchen Namen?“ Da ich nicht weiss, ob das Zimmer auf meinen Namen oder auf die Firma bestellt wurde, nenne ich beides. Der Rezeptionist gibt mir die Schlüssel und fragt, ob jemand mir mit dem Gepäck helfen soll? Ich verneine. Dann wünscht er mir noch einen schönen Aufenthalt und ich gehe auf mein Zimmer. Als ich in den Zimmer eintrete, fühle ich mich wie zuhause. Was sagte mein Onkel? Um 20 Uhr würde ich mich mit unseren Kunden in Restaurant treffen. Ich sehe auf die Uhr. Super, ich habe noch einen Moment Zeit.

Gegen zwanzig Uhr gehe ich ins Restaurant. Den Kunden kenne ich nur von Sehen und gehe auf ihn zu. „Schönen Abend.“ „Schönen Abend. Wie geht es ihren Onkel?“ „Ganz gut. Was für ein Problem haben sie?“ „Ich habe kein Problem. Ihr Onkel meinte, ich sollte sie mal kennenlernen. Leider habe ich momentan keine Zeit nach Hannover zu kommen.“ „Kein Problem.“ Ich setze mich. Was soll denn diese Aktion von meinen Onkel? Wir unterhalten uns und ich blicke mich um. Der Kunde redet und ich sehe zum Fenster. Momentmal. Ist das nicht.. . Weiter kam ich nicht mit meinen Gedanken. „Was meinen sie?“ „Ja, gerne.“ Was hat er eben gesagt. „Ich hole sie morgen gegen neun Uhr ab und ich zeige Ihnen unser Werk. Um Neun Uhr. Ist Ihnen das recht.“ „Ja.“, erwidere ich noch. Das Telefon von Kunden klingelt. „Ich gehe kurz ran, es könnte meine Frau sein.“ „Schon gut. Das Problem kenne ich.“ Verdammt was rede ich. „Ist ihre Frau auch so?“ Was soll ich sagen? Ich habe die Lösung. „Meine halbe Familie ruft mich an, wenn ich unterwegs bin.“ „Die liebe Familie.“ Der Kunde geht zum Telefonieren nach draußen. Er kommt wieder. „Leider muss ich los. Ich lasse die Rechnung auf meinen Namen schreiben, wenn sie schon kommen.“ „Nein. Schon gut. Mein Onkel hat gesagt, es geht auf uns.“ „Danke und Ihnen noch einen schönen Abend. Das Frühstück geht morgen auf mich.“ Ich nicke. Dann ist er fort. Plötzlich sehe ich zwei Menschen, wovon eine Person mir sehr bekannt vorkommt. Ich beobachte die Beiden. Sie sind so vertraut. Der Typ dreht sich zu mir um. Dann sagt er was zu der Frau. Die Frau sieht zu mir und steht schnell auf. Dann ist sie verschwunden. Der Typ kommt auf mich zu. „Moin.“, sagt er zu mir. „Moin.“ „Ich bin Henry. Sie haben meine Begleitung so angeschaut. Was wollen sie von ihr? Sie ist panisch geworden.“ Ich räuspere mich. „Sie sieht nur jemand sehr ähnlich. Ich muss mich wohl geirrt haben. Finn Ole hätte mir es doch bestimmt verraten.“ Henry starrt mich an und setzt sich. „Haben ihnen erlaubt sich zu setzen?“ „Nein. Heisst Ole mit Nachnamen Früh?“ „Ja. Wieso?“ „Woher kennen sie Ole?“ „Momentmal sie kennen auch Ole?“ „Ja. Aber woher kennen sie ihn?“ „Er ist mit meiner Cousine verbandelt und ich liebe seine Schwester.“ Henry sieht mich eindringlich an. „Du liebst Li?“ „Wer ist denn Li?“ „Eigentlich heisst sie Juliane. Ich nenne sie nur Li. Meine Freundin wird immer eifersüchtig, wenn sie den Namen Juliane hört.“ „Okay. Sie haben ein Verhältnis mit Juliane?“ Der Typ sieht mich ärgerlich an und schimpft. „Sag mal, hast Du nicht alle Tassen in Schrank. Bist Du der Typ, der ihr das Herz gebrochen hat?“ „Wieso? War doch nur eine Frage. Ich weiss nicht, ob ich ihr das Herz gebrochen hat. Ich weiss nur, dass ich sie liebe. Juliane soll vorübergehend eine Vorgesetztenstelle mit ihren Kollegen bei meinen Onkel übernehme und dann…“ Weiter komme ich nicht. „Dann machst Du sie lächerlich. Oder was?“ „Nein. Ich will sie heiraten. Es soll bloß nicht aussehen, dass sie wegen mir den Job bekommt. Mein Onkel hatte sie eh in Visier.“ Henry denkt nach. „Du willst Li heiraten?“ Ich nicke. „Dann hat Li alles missverstanden?“ „Kann sein. Wo ist sie hin?“ „Keine Ahnung. Zu mir hat sie gesagt, sie fährt morgen wieder.“ „Wohin?“ „Ich nehme nach Hause.“ „In welchem Hotel wohnt sie?“ „In diesen?“ „Welche Zimmernummer?“ „Keine Ahnung. Sie hat mich nur angerufen um uns zu treffen.“ „Wer bist Du eigentlich?“ „Ich bin Henrik. Ein Cousin vom Ole und Li.“ Das Telefon klingelt. „Sorry. Meine Freundin ruft an. Wir sehen uns.“ Dann ist er weg. Ich gehe an die Rezeption. „Ist hier eine Juliane Früh abgestiegen?“ „Leider kann ich ihnen keine Auskunft darüber geben.“ „Verdammt. Es ist meine Verlobte.“ „Ja, wenn sie es Ihnen nicht gesagt hat, dann wird sie ihre Gründe haben.“ So komme ich nicht weiter. Ich gehe in mein Zimmer. Mist. Irgendwo im Hotel muss sie doch sein. Aber ich kann doch nicht jedes Zimmer abklappern. Morgen früh werde ich sie sehen.