Teil 27

Der nächste Morgen bei Grammy
Am nächsten Morgen wache ich auf. Ich sehe zur anderen Seite. Phil ist nicht da. Das Gespräch heute Nacht war sehr merkwürdig und jetzt ist er nicht mehr da. Dann stehe ich auf und ziehe mich an. Mist. Wir haben gar keine Kleidung mitgenommen. Wenn ich mir recht überlege, müssen wir eh zurück. Heute und morgen haben wir noch Seminar. Vielleicht ist Phil schon unten. Erst dann sehe ich auf die Uhr. Verdammt. Es ist schon elf Uhr durch. Warum hat er mich nicht geweckt? Ich entschließe mich nach unten zu gehen. Unten angekommen sehe ich mich um. Keiner im Haus. Ist Phil vielleicht auf der Terrasse, frage ich mich. Dann gehe ich auf die Terrasse und treffe nur Grammy. „Moin. Wissen sie wo Philipp ist?“ Sie sieht mich an. „Du kannst mich ruhig duzen. Sag einfach Grammy oder Maria zu mir.“ „Ich soll sie duzen. Wir kennen uns doch gar nicht.“ Dann sieht mich Phils Grossmutter an. „Du bist mit Phil zusammen. Das reicht. Ich glaube nicht daran, das ihr nur Freunde sein. Da liegt mehr in der Luft.“ Bin ich mit Phil zusammen? Es war doch nur eine verrückte Nacht und ich habe mich von meinen Gefühlen leiten lassen. Er hat mich nicht gefragt, ob ich seine Freundin sein möchte. Maria räuspert sich. „Worüber denkst Du nach? Ob Phil es ernst meint?“ „Wir sind nur Freunde. Mehr nicht.“ „Juli. Ich darf dich doch so nennen?“ Ich nicke. „Phil hat das erste Mal eine Frau mit hier hergebracht. Normalerweise kenne ich seine Freundinnen nicht. Vor sehr langer Zeit hat er mal gesagt, irgendwann kommt er mit jemand hier her und stellt sie mir vor. Dann wüsste ich, dass er diese Frau sehr mag. Eher mehr als mögen. So wie ich und mein Mann.“ Ich sehe sie wohl komisch an. „Mein Enkelsohn liebt Dich. Das sieht ein Blinder. Wenn Du meinst, dann seid ihr eben nur Freunde. Möchtest Du einen Kaffee?“ „Ja, gerne.“ Maria macht mir einen Kaffee und versucht mich über uns auszuquetschen. Wo wir uns kennengelernt haben usw. Ich antwortete nur kurz und bündig. Irgendwann unterbreche ich sie und sehe auf die Uhr. „Wo ist Phil eigentlich?“ „Er ist heute Morgen früh aus dem Haus gefahren. Er murmelte nur, das er noch was besorgen müsste.“ „Kommt Phil wieder?“ „Glaube schon.“ „Hast Du was dagegen, dass ich zum Strand gehe? Willst Du mit?“ „Nein, gehe ruhig.“ „Wie komme ich zum Strand?“ Grammy erklärt mir den Weg und ich gehe los. Am Strand angekommen, sehe ich nicht nach links und rechts. Mein Ziel ist das Wasser. „Wohin junge Dame?“ Die Stimme kenne ich. Dann drehe ich mich um und sehe Phil im Sand sitzen. Jetzt steht er auf und kommt auf mich zu. „Sag mal, wo warst Du?“ Philipp grinst. „Shoppen.“ „Wie Shoppen?“ „Wir können ja nicht die paar Tage in der gleichen Kleidung rumlaufen.“ „Wir müssen zurück?“ Ich bemerke nicht, dass er auf mich zukommt. „Müssen wir nicht. Ich habe alles geregelt. Wir fahren erst Sonntagabend zurück.“ Jetzt beugt er sich zu mir und küsst mich. „Komm. Ich zeige Dir mein Lieblingsplatz.“ „Sag mal, warum bist Du nicht nach dem Shoppen zu mir gekommen?“ „Grammy, hat mich über uns ausgequetscht. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Wie ist der Stand?“ „Phil, das weiss ich nicht. Was denkst Du?“ Er sieht mich an und antwortet mir. „Über nur Freunde sind wir wohl drüber weg. Ich glaube, nein ich weiss es. Wir steuern eher auf eine Beziehung zu. Was meinst Du? Habe ich Recht?“ „Willst Du das denn?“ Philipp nickt. „Und Du Juliane?“ Ich gebe ihm keine Antwort, weil wir stehen bleiben. „Schöne Aussicht.“ „Finde ich auch. Es ist auch mein Lieblingsplatz auf der Insel. Wenn ich bei Grammy bin.“ „Lass uns zurückgehen.“ „Lieber fahren.“ „Dann lass mich zu Fuß gehen und Du fährst. Nicht das deine Grammy noch mehr Fragen stellt.“ Phil sieht mich abergläubisch an und schüttelt den Kopf. „Wenn Du meinst.“ Dann gehen wir zu seinen Auto und er küsst mich zum Abschied. „Bis gleich Süße.“ Ich nicke und er steigt ins Auto. Kurze Zeit sehe ich nur noch die Rücklichter vom Auto. Soll ich schon zurückgehen? Nein. Noch nicht. Ich sehe mir den Ort an. Schöner Ort. Meine Gedanken schweifen ab. Steuern wir wirklich auf eine Beziehung zu? Als Grammy gesagt hat, das ich die erste Frau bin, die er hier auf Sylt vorstellt. Soll ich ihr das Glauben? Nein, sie würde mich doch nicht anlügen. Dann sehe ich hoch. Verdammt wo bin ich? Ich rufe Phil an. „Ja.“, sagt er kurz angebunden. „Wie heisst die Straße?“ Phil nennt mir die Adresse und legt auf. Was war das? Mist. Ich habe gar kein Geld mit. Also frage ich mich durch und bin eine Stunde später vor dem Haus. Es stehen jetzt zwei Autos vor dem Haus. Das Auto kenne ich nicht. Ein Hamburger Kennzeichen.

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