Grammy Besuch
Ich stehe vor dem Haus. Maja kommt raus. Was macht sie denn hier? Sie kommt auf mich zu. „Hallo Juliane.“ „Hallo Maja! Wie kommst Du hierher?“ „Mit Mia Louise und Simon.“ „Wer ist das?“ „Mia ist die Schwester von Phil und Simon, der Bruder von Marie. Schön Dich zu sehen. Ich habe gehört, Du arbeitest bei Phils Onkel. Mein Freund hat es mir erzählt.“ „Simon?“ „I wo. Phil. Wir haben uns so lange nicht gesehen. Er hat nicht angerufen und da habe ich Mia durch Zufall getroffen. Sie hat Phil angerufen und er hat gesagt, dass er bei seiner Grossmutter ist. Ich wusste ja nicht, das Du auch da bist.“ Betrügt er mich mit Mia oder betrüge ich Mia mit ihm. Verdammt. Eine junge Frau kommt auf mich zu und sieht mich an. „Hallo. Ich bin Mia. Du kommst mir bekannt vor.“ „Kann sein. Von Früher vielleicht?“ „Okay. Komm doch rein. Grammy hat schon erzählt, das Du mit Phil gekommen bist. Ihr seid Freunde sagt sie.“ „Ja, sind wir. Nur Freunde.“, antworte ich trotzig. Dann folge ich ihn. Phil sieht mich an und kommt nicht auf mich zu. Grammy beobachtet mich. „Leute ich habe vorhin ein Album gefunden. Das hat Mia mal für ihren Bruder erstellt. Ich habe lange überlegt, woher ich Juliane kenne.“ „Und woher?“, fragt Mia. „Kommt an den Tisch. Wir setzen uns. Phil sitzt zwischen Meja und Simon. Dann zeigt sie uns das Album. Plötzlich sagt sie zu uns: „Das ist Phil, Mia, Marie, Charlotte und das hier.“ Sie stockt. „Das müsste Juliane sein.“ Wir sehen uns das Bild an. „Das bin ich ja wirklich.“, sage ich erstaunt. „Liane und Tarzan.“, sagt Mia darauf und grinst. „Jetzt wird mir klar, dass er Dich als gute Freundin bezeichnet. Wir blättern weiter. Ein Bild liegt nur im Album. Ich nehme es in die Hand. „Wer hat das Foto gemacht?“ „Ich.“, antwortet Mia. „Das ist das erste Mal, das ich gesehen habe, dass mein Bruder ein Mädchen geküsst habe. Ich musste es in Bild festhalten. Wer dieses Mädchen war, habe ich nie rausbekommen. Wie alt warst Du da Phil?“ Ich und Phil antworten gemeinsam. „Achtzehn.“ „Woher weisst Du das denn.“, will Maja wissen. „Weil ich das Mädchen kenne und sie achtzehn ist.“ „Du kennst sie?“, fragt mich Mia. „Ja. Aber sie sieht jetzt anders aus.“ Maja lacht. „Bestimmt Dick und hässlich.“ „Ja, Du hast Recht.“ „Leute, ich muss mal einen kleinen Sparziergang machen. Will einer mit?“ Mia springt auf. „Ich.“ Dann gehen wir beide Richtung Strand. „Du weisst wirklich, wer das Mädchen ist?“ „Ja.“ „Was hat sie über Phil gesagt?“ „Sie hat ihn aufgezogen, dass er als Junge so lange Haare hatte. Er würde wie ein Mädchen aussehen und küssen könnte er dann nicht. Das Mädchen hat ihn regelrecht provoziert. Plötzlich hat er sie geküsst. Die Beiden wollten Kontakt halten, aber irgendwie haben sie es nicht geschafft.“ Ich fange an zu Lachen. Mia sieht mich an. „Du bist das gewesen, oder?“ „Vielleicht?“ Phils Schwester sieht mich ernst an. „Du hast ihn das Herz gebrochen.“ „Wieso ich?“ „Also doch?“ „Ja.“, gebe ich dann zu. „Was läuft zwischen Euch? Betrügt mein Bruder Mia mit Dir?“ „Keine Ahnung.“ „Du wärst mir lieber. Und was Grammy sagt, Phil hat einen Narren an Dir gefressen. Was ich nicht verstehe?“ „Was?“ „Das mein Bruder Phil jetzt so distanziert ist. Mein Bruder hat Dich nicht mal in den Arm genommen.“ „Ja. Höchstwahrscheinlich sind wir nur Freunde.“ Maja kommt an. „Wie geht es Finni.“ Ich sehe Mia an. „Finni?“ „Dein Bruder?“ „Ganz gut.“, sage ich. Flüstern sage ich ihr, damit Maja es nicht hört. „Er ist mit Marie zusammen.“ Mia lacht. „Dann hat Marie ihren Ritter wieder zurückerobert.“ „Wie jetzt?“ „Marie stand immer auf Finni.“ „Wer ist Finni.“, fragt jetzt Maja. Sie steht neben mir. „Ein Freund von uns.“ Mia grinst mich an und legt den Finger auf den Mund. „Maria fragt, ob ihr zum Essen kommt.“ Wir nicken und gehen zurück. Der Abend wird sehr merkwürdig. Die Anderen wollten noch ein bisschen auf der Terrasse sitzen. Grammy folgt mir. „Juliane.“ „Ja.“ „Du musst das Zimmer wechseln. Maja habe ich auch separat verfrachtet.“ „Maria. Ich schon gut.“ Phils Grossmutter sieht mich grimmig an. „Nenne mich Grammy.“ „Okay. Aber nicht vor Maja.“ „Okay. Das ist eine Ausnahme. Maja soll auch zu mir Maria sagen.“ „Wieso?“ „Sie passt nicht zu Phil. Darum habe ich sie separat in ein Zimmer geparkt bis ihr wisst, was zwischen Euch ist.“ Ich nicke. „Liane.“ „So hat mich schon langer keiner mehr genannt.“ „Du hast Phil auf dem Foto geküsst.“ „Wie kommst Du darauf?“ „Ich habe es Dir angesehen.“ „Ja. Mia hat gefragt und ich musste es ihr dann gestehen.“ „Phil weiss es nicht?“ „Ich sage nichts zu ihn.“, erwidere ich darauf. „Dann Gute Nacht.“ Grammy gibt mir einen Kuss auf die Stirn. „Ich hätte nie gedacht, dass ich Dich wieder sehe.“ Ich sehe sei verdutzt an. „Du warst Phils Stern am Horizont. Immer wenn er Stress mit seinen Eltern hatte, hat er an Dich gedacht. Er hat mich damals gefragt, was er machen soll. Ich sagte ihn, was ihn Liane raten würde.“ „Und?“ „Er hat sich mit seinen Eltern versöhnt und ist in die Firma eingetreten.“ „Danke.“ Ich umarme sie. „Dir auch eine gute Nacht.“ Dann geht Grammy auf ihr Zimmer und ich in mein Zimmer.
Teil 27
Der nächste Morgen bei Grammy
Am nächsten Morgen wache ich auf. Ich sehe zur anderen Seite. Phil ist nicht da. Das Gespräch heute Nacht war sehr merkwürdig und jetzt ist er nicht mehr da. Dann stehe ich auf und ziehe mich an. Mist. Wir haben gar keine Kleidung mitgenommen. Wenn ich mir recht überlege, müssen wir eh zurück. Heute und morgen haben wir noch Seminar. Vielleicht ist Phil schon unten. Erst dann sehe ich auf die Uhr. Verdammt. Es ist schon elf Uhr durch. Warum hat er mich nicht geweckt? Ich entschließe mich nach unten zu gehen. Unten angekommen sehe ich mich um. Keiner im Haus. Ist Phil vielleicht auf der Terrasse, frage ich mich. Dann gehe ich auf die Terrasse und treffe nur Grammy. „Moin. Wissen sie wo Philipp ist?“ Sie sieht mich an. „Du kannst mich ruhig duzen. Sag einfach Grammy oder Maria zu mir.“ „Ich soll sie duzen. Wir kennen uns doch gar nicht.“ Dann sieht mich Phils Grossmutter an. „Du bist mit Phil zusammen. Das reicht. Ich glaube nicht daran, das ihr nur Freunde sein. Da liegt mehr in der Luft.“ Bin ich mit Phil zusammen? Es war doch nur eine verrückte Nacht und ich habe mich von meinen Gefühlen leiten lassen. Er hat mich nicht gefragt, ob ich seine Freundin sein möchte. Maria räuspert sich. „Worüber denkst Du nach? Ob Phil es ernst meint?“ „Wir sind nur Freunde. Mehr nicht.“ „Juli. Ich darf dich doch so nennen?“ Ich nicke. „Phil hat das erste Mal eine Frau mit hier hergebracht. Normalerweise kenne ich seine Freundinnen nicht. Vor sehr langer Zeit hat er mal gesagt, irgendwann kommt er mit jemand hier her und stellt sie mir vor. Dann wüsste ich, dass er diese Frau sehr mag. Eher mehr als mögen. So wie ich und mein Mann.“ Ich sehe sie wohl komisch an. „Mein Enkelsohn liebt Dich. Das sieht ein Blinder. Wenn Du meinst, dann seid ihr eben nur Freunde. Möchtest Du einen Kaffee?“ „Ja, gerne.“ Maria macht mir einen Kaffee und versucht mich über uns auszuquetschen. Wo wir uns kennengelernt haben usw. Ich antwortete nur kurz und bündig. Irgendwann unterbreche ich sie und sehe auf die Uhr. „Wo ist Phil eigentlich?“ „Er ist heute Morgen früh aus dem Haus gefahren. Er murmelte nur, das er noch was besorgen müsste.“ „Kommt Phil wieder?“ „Glaube schon.“ „Hast Du was dagegen, dass ich zum Strand gehe? Willst Du mit?“ „Nein, gehe ruhig.“ „Wie komme ich zum Strand?“ Grammy erklärt mir den Weg und ich gehe los. Am Strand angekommen, sehe ich nicht nach links und rechts. Mein Ziel ist das Wasser. „Wohin junge Dame?“ Die Stimme kenne ich. Dann drehe ich mich um und sehe Phil im Sand sitzen. Jetzt steht er auf und kommt auf mich zu. „Sag mal, wo warst Du?“ Philipp grinst. „Shoppen.“ „Wie Shoppen?“ „Wir können ja nicht die paar Tage in der gleichen Kleidung rumlaufen.“ „Wir müssen zurück?“ Ich bemerke nicht, dass er auf mich zukommt. „Müssen wir nicht. Ich habe alles geregelt. Wir fahren erst Sonntagabend zurück.“ Jetzt beugt er sich zu mir und küsst mich. „Komm. Ich zeige Dir mein Lieblingsplatz.“ „Sag mal, warum bist Du nicht nach dem Shoppen zu mir gekommen?“ „Grammy, hat mich über uns ausgequetscht. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Wie ist der Stand?“ „Phil, das weiss ich nicht. Was denkst Du?“ Er sieht mich an und antwortet mir. „Über nur Freunde sind wir wohl drüber weg. Ich glaube, nein ich weiss es. Wir steuern eher auf eine Beziehung zu. Was meinst Du? Habe ich Recht?“ „Willst Du das denn?“ Philipp nickt. „Und Du Juliane?“ Ich gebe ihm keine Antwort, weil wir stehen bleiben. „Schöne Aussicht.“ „Finde ich auch. Es ist auch mein Lieblingsplatz auf der Insel. Wenn ich bei Grammy bin.“ „Lass uns zurückgehen.“ „Lieber fahren.“ „Dann lass mich zu Fuß gehen und Du fährst. Nicht das deine Grammy noch mehr Fragen stellt.“ Phil sieht mich abergläubisch an und schüttelt den Kopf. „Wenn Du meinst.“ Dann gehen wir zu seinen Auto und er küsst mich zum Abschied. „Bis gleich Süße.“ Ich nicke und er steigt ins Auto. Kurze Zeit sehe ich nur noch die Rücklichter vom Auto. Soll ich schon zurückgehen? Nein. Noch nicht. Ich sehe mir den Ort an. Schöner Ort. Meine Gedanken schweifen ab. Steuern wir wirklich auf eine Beziehung zu? Als Grammy gesagt hat, das ich die erste Frau bin, die er hier auf Sylt vorstellt. Soll ich ihr das Glauben? Nein, sie würde mich doch nicht anlügen. Dann sehe ich hoch. Verdammt wo bin ich? Ich rufe Phil an. „Ja.“, sagt er kurz angebunden. „Wie heisst die Straße?“ Phil nennt mir die Adresse und legt auf. Was war das? Mist. Ich habe gar kein Geld mit. Also frage ich mich durch und bin eine Stunde später vor dem Haus. Es stehen jetzt zwei Autos vor dem Haus. Das Auto kenne ich nicht. Ein Hamburger Kennzeichen.
Teil 26
Die Nacht
Phil weckt mich. „Es ist kühl. Lass uns reingehen.“ Ich nicke. Wir gehen ins Haus. Dann küsst er mich und ich stoße ihn weg. „Ich will es auch, aber kann es nicht tun.“ Phil grinst. „Ich weiss. Dein Bruder hat so eine Vermutung geäußert. Vertraue mir.“ Philipp küsst mich und es wird immer leidenschaftlicher. Ohne Protest lasse ich mich von ihm hochtragen. Es ist richtig. Jedenfalls fühlt es sich richtig an. Oben angekommen, öffnet er die Tür mit den Ellenbogen. Dann legt er mich aufs Bett. Wir ziehen uns aus. Phil hält inne. „Was ist?“ „Willst Du es wirklich?“ „Ja.“ Ich küsse ihn. Es wird immer leidenschaftlicher. Wir ziehen uns weiter aus und lieben uns. Einmal hat es wehgetan, aber dann war es wunderschön. Jetzt verstehe ich. Wenn man es mit den richtigen das erste Mal erlebt, ist es wundervoll. Es war gut darauf zu warten. Die Nacht lieben wir uns immer wieder. „Du bist wundervoll. Bist Du sicher, dass Du es noch nie getan hast?“ „Ja, Phil. Du bist mein Erster.“ „Das soll auch so bleiben.“, flüstert er mir ins Ohr. Verdammt was heiß das? Bringt er mich gleich um die Ecke. Gegen Morgen schlafen wir engumschlungen ein. Gegen sechs Uhr klingelt Phils Telefon. Er denkt, ich schlafe noch. Dann höre ich Gesprächsfetzen. „Ich bin bei Grammy.“ „Juliane ist bei mir.“ Immer wieder hört er auf zu sprechen, um den Gesprächspartner am anderen Telefon zu zuhören. „Ich habe doch gesagt, wir bleiben zwei oder drei Tage bei Grammy. Finde eine Ausrede, warum wir beide nicht da sind. Marie. Es ist mir wichtig. Meine …“ Phil muss wohl unterbrochen worden sind. „Nein. Marie. Du weisst warum. Ich will das nicht. Wenn ich wieder zuhause bin, dann werde ich deinen Vater sagen, dass ich wieder nach Hamburg gehe. Ihr müsst es übernehmen. Marie. Ich will mit Juliane eine Chance haben.“ Moment. Er hat gesagt, er will mit mir eine Chance haben. Habe ich es richtig gehört. „Glaube mir. Juliane werde ich schon überzeugen, den Job zu wechseln.“ Ich liebe meine Job. Ich will ihn behalten. Bestimmt er über mich? Nein. Wir werden erstmal ein paar tolle Tage haben. „Marie, ich liebe sie nicht. Sie bedeutet mir nicht. Sie kann bleiben wo der Pfeffer wächst. Ich weiss was ich will. Sag es Ole.“ Verdammt. Ich bedeute ihn nichts. Warum macht er das nur? Dann schlafe ich wieder ein.
Teil 25
Der Ausflug
Wir kommen unten an. Janne sitzt schon mit Caroline am Tisch. „Sag mal, willst Du nicht umziehen?“, fragt mich Janne. „Das Zimmer ist noch belegt. Was dagegen?“, erwidere ich trotzig. Jörn küsst mich dann. Caroline sieht uns böse an. Ich bin auch irritiert. Nach und nach kommen die anderen Teilnehmer. Uns wird verkündet, das jeder heute machen kann zu was er Lust hat. Phil sieht mich an. Jörn sagt dann laut zu mir. „Wollen wir zur Alster?“ Ich sehe Phil an und dann Jörn. „Ja, klar. Wollen wir Caroline mitnehmen? Jörn schüttelt den Kopf. „Wir müssen reden.“, sagt er zu mir. Bin ich jetzt im falschen Film? Phil sieht uns böse an. Caroline und Janne beschließen eine Shopping Tour zu machen. Marie und Phil wollen auch was unternehmen. Nach dem Frühstück gehen wir in alle Winde. Marlene kam als letzte mit Max zum Frühstück. Alle haben sie angestarrt. Als wir berichtet haben, dass jeder machen kann was er will, beschließen die Beiden zu Madeleine zu fahren. Jörn und ich fahren mit dem Bus zur Alster. Wir steigen aus. „Ist das nicht hier schön?“, fragt er mich. „Jörn was ist los?“ „Nichts. Was ist mit Dir los?“ „Du sollst keine Frage mit einer Gegenfrage beantworten. Ist es Caroline?“ „Ja. Caroline ist eifersüchtig auf Dich?“ „Wieso auf mich?“ „Weil Janne immer sagt, dass sie sich in Phil verliebt hat. Du ihr aber in Weg bist. Jedenfalls habe ich gesagt, dass wir ein Paar sind.“ „Was sind wir?“ „Wir sind ein Paar, aber nur als Show.“ Plötzlich kommt eine Frau auf uns zu. Erst langsam erkenne ich, dass es Ariane ist. „Na, hat Du Dir ein neues Spielzeug gesucht. War Phil zu langweilig. Für mich ist er nicht langweilig.“ „Was willst Du? Du kannst Phil behalten.“ Verdammt. Phil fängt mit mir was an und ist mit Ariane noch liiert. „Das will ich auch. Er kommt immer zu mir zurück.“ Dann geht sie. Jörn sieht mich an. „Also doch?“ „Was?“ „Du liebst Phil?“ „Nein.“ „Aber liebt Dich?“ „Nein. Wir sind nur Freunde.“ „Das glaube ich Dir nicht. So wie Du Phil ansiehst oder wie Phil Dich ansieht, ist da mehr.“ „Nein, ist es nicht.“, sage ich und springe auf. Dann stoße ich mit Phil zusammen. „Bleibt doch sitzen. Ich will die junge Liebe nicht stören.“ Jörn sieht mich und dann Phil an. „Da hast Du recht Phil. Junge Liebe soll man nicht stören, deshalb gehe ich auch. Das sieht doch ein Blinder, was ihr füreinander fühlt. Ihr müsst es nur noch eingestehen.“ Phil starrt Jörn an. „Du liebst Juli?“ „Nein. Phil ich liebe Caroline. Ich wollte sie nur eifersüchtig machen. Sorry, das ich Dich mit reingezogen habe. Euer Geheimnis bleibt bei mir. Versprochen. Janne werde ich auch überzeugen, das Phil nichts für sie ist.“ Dann ist Jörn verschwunden. „Jetzt ist Jörn weg. Darf ich mich setzen?“ Ich nicke. Er beugt sich zu mir. „Ich habe eine bessere Idee. Komm. Wir machen einen Ausflug.“ Wie ferngesteuert folge ich ihn. Er verfrachtet mich ins Auto und wir fahren los. Erst als wir in Niebüll sind, wird mir bewusst, wo wir hin wollen. „Wo wollen wir hin?“ „Ich will Dir Grammy vorstellen?“ „Wer ist das?“ „Meine Grossmutter. Sie lebt ab und zu bei einer Freundin auf Sylt. Momentan ist ihre Freundin unterwegs. Grammy wird sich freuen.“ „Es ist deine Familie.“ „Ich weiss. Aber lehne Dich zurück.“ Ich schliesse die Augen. Wir fahren mit der Bahn. Dann höre ich wie wir in Westerland ankommen. Träume ich oder ist es real? Plötzlich stoppt er. Ich öffne die Augen. „Wow. Schönes Haus. Klein aber fein.“ „Stimmt.“ Er geht um das Auto rum und hilft mir aus dem Auto. Ganz Gentleman. Plötzlich kommt eine ältere Dame auf uns zu. „Philipp. Schön das Du kommst. Heute passt es aber nicht.“ „Können wir für ein paar Tage bleiben?“ „Das können wir doch gar nicht.“, erwidere ich. Erst dann sieht mich die ältere Dame an. „Grammy. Darf ich Dir meine Freundin vorstellen.“ „Hallo ich bin Grammy. Du bist die erste Frau, die mein Enkel mir vorstellt. Meine Freundin ist verreist. Sie hat ein paar Gästezimmer, die momentan nicht bewohnt sind. Ihr könnt gerne hier bleiben. Nenn mich Grammy.“ „Danke. Ich heiße Juliane.“ Grammy lacht. „Seine erste große Liebe hießt Julchen. Also Phil, nicht das es zur Gewohnheit wird.“ „Nein. Grammy. Ich habe jetzt den Menschen gefunden mit den ich alt werden will.“ Hat er das echt gesagt. Ich bin der Mensch mit dem er alt werden will. Grammy geht vor und zeigt uns zwei Zimmer. Beschließt aber nur ein Schlüssel zu geben. „Ich glaube, ein Zimmer reicht.“ „Wo willst Du denn hin Grammy?“ „Ich organsiere für meine Freundin was. Sie kommt in einer Woche wieder. Gerade heute. Wir können morgen darüber sprechen. Du weisst, wo alles steht. Fühlt Euch wie zuhause. Ich muss los.“ „So ist Grammy.“ „Deine Grossmutter ist nett.“ Wir gehen in die Küche und kochen uns was. Anschließend gehen wir in den Garten. „Es ist echt schön hier. Die Aussicht erst.“ Phil sieht mich an. „Ja schöne Aussichten.“, erwidert er und lacht. Wir machen einen langen Sparziergang. Danach setzten wir uns in den Strandkorb, der im Garten steht. Ich lehne mich an Phil und nicke ein.
Teil 24
Das fremde Zimmergespräch
Als ich in Phils Zimmer bin, drehe ich mich um. Da ist der Lichtschalter und ich mache ihn an. Dann sehe ich das Bett. Phil wird wohl heute nicht mehr in sein Zimmer kommen. Janne war sehr merkwürdig in der Bar. Sie hat uns Beide ständig beobachtet. Phil will bestimmt kein Risiko eingehen. Ich ziehe mich bis zur Unterwäsche aus und lege mich ins Bett. Dann schnuppere ich an der Decke. So riecht Phil. Anschließend schliesse ich meine Augen und schlafe ein. „Na, junge Frau.“ Ich öffne schlagartig die Augen auf. „Phil?“ „Ja, was dagegen. Es ist mein Zimmer.“ „Ja, ich weiss. Aber warum bist Du hier?“ „Ole ist gekommen und ich musste weichen. Du hast doch nichts dagegen?“ Ich habe was dagegen? „Was wird Janne sagen?“ „Ich weiss, sie hat merkwürdig auf die Information reagiert als ich Dich in mein Zimmer verfrachtet habe. Bevor ich die Tür von Maries Zimmer zu machte, frage mich Janne was. „Und was?“ „Ob wir ein Paar sind. Ich habe es wahrheitsgetreu gesagt, dass wir kein Paar sind. In Gedanken habe ich nur gedacht. Noch nicht.“ „Was soll das heissen?“ Eine Antwort bekomme ich von ihm nicht. Stattdessen küsst er mich. Ich stoße ihn weg. „Nicht schon wieder.“, stöhnt Phil. „Doch.“ Dann küsse ich ihn und löse mich gleich von ihm. „Du weisst, dass ich nur Unterwäsche an habe.“ „Ja, das habe ich bemerkt. Ich habe auch nur eine Unterhose an. Wenn Dich der Stoff beim Küssen stört, dann sollten wir uns komplett ausziehen.“ „Nein. Es stört mich nicht.“ Was eigentlich eine Lüge war. Dann küssen wir uns. Die ganze Nacht. Wir bekommen keinen Schlaf. Am nächsten Morgen stehen wir auf. „Juli.“ „Ja.“ „Willst Du mit mir zusammen sein?“, fragt er mich ernst. „Ist das dein Ernst?“ „Ja. Mit allen was dazu gehört.“ „Aber die Firmenpolitik?“ „Ganz ehrlich. Darauf Scheisse ich.“ „Nein. Phil. Das will ich nicht.“ Wir ziehen uns an. „Erst gehe ich raus. Damit keiner mitbekommt, das Du auch hier warst.“ Phil nimmt meine Hand und zieht mich an sich. Dann küsst er mich. „Heute Abend Schatz?“ Ich nicke und verschwinde aus dem Zimmer. Phil hat mich Schatz genannt. Sagt er das zu jeder? Marie läuft mir über den Weg. „Wo ist Ole?“, frage ich flüsternd. „Den habe ich eben runter gebracht. Und Phil?“ „Er will mich wieder sehen und sagt Schatz zu mir. Jetzt ehrlich. Das sagt er doch jeder.“ Marie schüttelt den Kopf. „Phil liebt Dich. Er würde sogar die Firmenpolitik umgehen, nur um bei Dir zu sein.“ Unser Gespräch findet in Flüsterton statt. Jörn kommt um die Ecke. „Na, das war gestern turbulent. Phil schon wach?“, fragt er uns. „Keine Ahnung.“, sagen Marie und ich gleichzeitig. Jörn zieht die Augenbrauen hoch und dann hakt er sich bei mir ein. „Lass uns gehen. Grüß mir deinen Freund.“, sagt er noch zu Marie.
Teil 23
Die turbulente Party
Die nächsten zwei Tage werden ganz schön turbulent. Ich sehe wohl Phil, aber wir haben nicht die Möglichkeit darüber zu sprechen, was das von ihm sollte. Marlene nervt mich mit. Sie versteht einfach nicht, warum Phil ein Risiko eingeht, wenn wir nur Freunde sind. Jedenfalls die nächsten zwei Tage laufen wir uns nur kurz über den Weg. Keine Geste deutet darauf hin, dass er mich vor kurzen geküsst hat. Ich verstehe Phil nicht. Vielleicht habe ich ja Recht. Wir sind wirklich nur Freunde. Dieser Tag war richtig anstrengend. Marlene und ich gehen auf unser Zimmer. Meine Freundin sieht mich ernst an und sagt dann: „Hast Du Phil verärgert?“ „Nein, warum.“ „Er geht Dir förmlich aus den Weg. Phil hätte doch bestimmt was deichseln können. Du wärst dann in seiner Gruppe gehören.“ „Marlene, wie oft soll ich Dir das sagen. Wir sind nur Freunde.“ Ohne eine Protestantwort von ihr zu hören, gehe ich ins Badezimmer. Dann dusche ich schnell und gehe wieder zu ihr. „Du kannst.“ „Juliane. Du lügst Dich selbst an. Es wurmt Dich doch ganz schön, dass er Dich kaum beachtet.“ Verdammt sie hat Recht. „Geh duschen.“ Ich ziehe mich an und lege mich aufs Bett. Plötzlich klopft es an der Tür und ich gehe hin. Als ich die Tür öffne, sehe ich Max vor der Tür stehen. „Du hast Dich ja lange nicht blicken lassen.“ „Ja, ich weiss. Ist Marlene da? Kann ich reinkommen?“ Ich sehe an mich runter. „Gibt mir fünf Minuten.“ „Wofür?“ „Marlene ist unter der Dusche. Du kannst auf sie warten. Aber dafür muss Du mir fünf Minuten geben, damit ich mich umziehen kann.“ Max sieht mit skeptisch an. „Ich glaube, Du hast viel mit Marlene zu reden. Es ist besser, wenn ich aus der Schusslinie bin.“ Maximilian nickt und ich schliesse die Tür. Eigentlich wollte ich ins Bett. Aber meiner Freundin will ich die Chance geben, die Erklärung von Max zu hören. Er hat sich zwei Tage nicht blicken lassen oder hören lassen. So ein…. . Ich gehe zu meinen Kleiderschrank. Was ziehe ich bloß an. Das Kleid steht mir am besten. Wenn Philipp meint, mich zu ignorieren. Dann tue ich es auch. Ich ziehe das Kleid an und gehe in Richtung Tür. „Wo willst Du denn hin? Ich dachte, Du bist müde.“ „Ja, bin ich auch. Aber irgendwie will ich nur kurz in die Bar.“ „Kann ich mit, dann kann ich Max mir aus dem Kopf schlagen.“ „Nein, bleibt Du hier.“ Es klopft. Ich gehe an die Tür. „Komm rein. Sie wartet schon.“ Ich drehe mich zu ihr um. „Höre Dir seine Erklärung an. Ich lass Euch mal allein.“ Erst dann sieht sie Max. „Was willst Du hier?“ Marlene bemerkt nicht, dass sie nur mit Handtuch bekleidet ist. Sie wirft ihre Arme hoch und in den Moment rutscht ihr Handtuch. Ich sehe aus den Augenwinkeln, wie entsetzt Marlene ist und Max grinst. Danach schliesse ich die Tür. Sie sollen das ruhig alleine regeln. Ich gehe zum Aufzug und drücke das Erdgeschoss. Im Foyer angekommen, sehe ich mich um. Da ist die Bar. Ich gehe zielstrebig drauf zu und stoße mit jemand zusammen, der aus dem anderen Aufzug kommt. „Nicht so stürmisch junge Dame.“ Ich erkenne die Stimme sofort und drehe mich um zu ihm. „Phil. Was machst Du hier unten?“ „Das gleiche könnte ich Dich auch fragen.“ „Ich bin geflüchtet?“ „Wo vor?“ „Max stand eben in der Tür. Marlene ist total sauer auf ihn. Jedenfalls will Max und Marlene Gelegenheit geben sich aus zu sprechen.“ Phil sieht mich an. „Er ist wieder da? Hat ihn Madeleine frei gelassen?“ „Madeleine. Fährt er zweigleisig?“ Er starrt mich an und schlägt seine Hand vor seinen Kopf. Dann grinst Phil und antwortet mir dann. „Das kannst Du ja nicht wissen, es ist seine verwöhnte Cousine. Wenn sie Stress mit einem Typen hat, muss Max hin. Sie sperrt sich ein bis er da ist. Nur mit ihm redet sie. Diesmal hat sie ein Freund von Max verletzt. Jedenfalls war er total genervt als sie angerufen hat. Ohne ein Wort zusagen, ist er weg. Mir hat er auch nichts gesagt.“ „Ja, woher weisst Du das?“ „Weil unser Freund sich bei mir ausgeheult hat.“ „Okay.“ „Wo willst Du hin?“, fragt er mich dann. „An die Bar.“ „Ich habe eine bessere Idee. Komm.“ „Wenn uns einer sieht?“ „Da wo wir jetzt hingehen, wir uns keiner folgen.“ „Warum bist Du dir da so sicher?“ „Glaube mir. Ich weiss es.“ „Okay.“ Jörn kommt auf uns zu. „Phil. Start klar.“ „Ja, bin ich. Du hast nichts dagegen, das wir Juliane mitnehmen.“ „Nein, wir können ruhig Julchen mitnehmen.“ Jörn weisst das, dass ich mit Phil mitgehe. Kurze Zeit später kommt Janne. „Darf Janne auch mit?“, fragt jetzt Jörn. Phil sieht mich, Janne und Jörn an. „Na klar. Kommt.“ Wir folgen Philipp zu einen Auto. Dann steigen wir ein und halten kurze Zeit vor einen Haus. Laute Musik kommt aus dem Haus. Phillip bietet erst Janne und dann mir die Hand. „Ganz Gentleman.“, sagt Jörn zu Phil. „Das hättest Du ja auch machen können.“, erwidert Phil. Dann gehen wir zum Haus. Wir werden reingelassen. Janne und ich gehen Richtung Bar. Jörn sieht jemand, der er kennt. Und Phil? Er unterhält sich mit dem Gastgeber. Ich setze mich an die Bar. Janne und ich bestellen ein Drink. Plötzlich springt Janne aus. „Komm lass uns tanzen.“ „Noch nicht. Ich habe zu wenig intus.“ „Dann bis gleich.“ Janne geht zur Tanzfläche. Ich beobachte sie und bemerke nicht, dass jemand neben mich tritt. „Du weisst, das kann böse enden.“ Phil. Was soll das heissen, frage ich mich in Gedanken. Dann drehe ich meinen Kopf in seine Richtung. „Was meinst Du?“ Er kommt näher? „Sylt und in fremden Betten aufwachen.“ „Das wird mir nicht passieren.“ „Das werden wir dann sehen.“ Ehe ich mich versehe, nimmt er meine Hand und zieht mich mit. Kurze Zeit später öffnet er eine Tür. „Komm mit rein.“ „Warum?“ „Ich ärgere mich nur, dass ich auf Marie gehört habe.“ „Wie Marie?“ „Marie sagt, ich soll Dich nicht in der Öffentlichkeit küssen. Jedenfalls ist es mir schwer gefallen Dich nicht zu berühren.“ Jetzt sehe ich wohl ganz schön verdattert aus. „Ich meine es ernst.“ Dann zieht er mich ins Zimmer und macht die Tür aus. Ich sehe nur den Mondschein, der durchs Fenster scheint. Die Umrisse von Phil kann ich auch erkennen. Dann küsst er mich. Plötzlich fängt es an zu piepen. „Raus Leute. Es brennt.“ Es klopft. „Phil raus hier. Es brennt.“ „Wer weisst, dass Du hier drin bist?“ „Der Gastgeber.“ Dann nimmt er meine Hand und wir flüchten aus dem Haus. Es ist das reinste Durcheinander. Jemand kommt auf uns zu. „Was ist passiert?“ „Ich weiss es nicht. Jemand sagte mir, er hätte etwas in die Steckdose gesteckt und was gleich explodierte. Phil. Ich weiss nicht was ich machen soll?“ „Arne. Ich stehe hinter Dir.“ Dann sieht mich Arne an. „Das ist sie?“ Phil nickt. „Sorry, dass der Spaß so schnell endet?“ „Was meint er?“, flüstere ich ihn ins Ohr. Phil grinst. Janne und Jörn kommen. Sie sehen wir Phil mich im Arm hält. Janne sieht mich komisch an. Jörn grinst. „Wollen wir?“, fragt Phil die Beiden. Sie nicken. Dann fahren wir wieder ins Hotel. Die Fahrt wird sehr turbulent. Wir müssen ständig anhalten. Janne schüttelt immer wieder Kopf und zeigt auf Phil. Ich lehne mich zu ihr. „Er hat mich als Freund gerettet?“ „Das stimmt.“, sagt Jörn als Kommentar. „Ihr seid ein geschworenes Team.“, erwidert Janne. Als wir ins Hotel gehen, gehen wir noch in die Bar. Irgendwann beschließt Janne ins Bett zu gehen. „Gehst Du noch nicht?“, fragt sie mich. „Nein. Ich muss erst prüfen, ob Marlenes Freund noch da ist. Ich rufe an.“ Dann stehe ich auf und gehe zur Rezeption. Jörn verabschiedet sich von mir. Phil bleibt noch an der Bar. Mist es geht keiner dran. „Haben sie noch ein Zimmer frei?“, frage ich. „Das ist nicht nötig.“, sagt Phil. „Wir werden Dich bei Marie unterbringen.“, sagt er laut. Als ich mich umdrehe, sehe ich das Janne und Jörn noch beim Aufzug stehen. „Oder Du bekommst mein Zimmer und ich übernachte bei meiner Freundin.“ Dann gehen wir zum Aufzug. Janne sieht mich immer noch an. Phil schließt sein Hotelzimmer auf und schiebt mich rein. Janne und Jörn sehen das. „Gute Nacht.“, sagt er zu mir und klopft bei Marie an. Sie lässt ihn gleich rein.
Teil 22
Der erste Seminartag
Phil sitzt mit der Frau am anderen Tisch. Immer wieder sehe ich zu Ihnen rüber. „Sag mal, kennst Du die?“, fragt Marlene. Ich schüttle den Kopf. Dann flüstert sie mir leise ins Ohr. „Dann sehe nicht ständig dorthin. Es fällt auf.“ Ich drehe meinen Kopf. Janne sieht mich an. „Juliane. Wer ist die Frau?“ „Keine Ahnung.“ „Warum starrst Du denn immer darüber?“, fragt jetzt Caroline. Zum Glück sitzen nur wir Mädels am Tisch.“ „Auf die Erklärung bin ich gespannt.“, sagt Marlene zu mir. Super jetzt fällt sie mir in den Rücken. Ganz langsam antworte ich auf die Frage. „Marie war vorhin so niedergeschlagen. Ich habe ihr was versprochen.“ „Was?“, fragt Janne. „Ich soll die Beiden beobachten und ihr berichten. Sie versucht schon seit Jahren Marie und Philipp auseinander zu bringen. Die Freundin von Chef hat die Befürchtung, dass unser Chef drauf reinfällt.“ Marlene sieht mich verstohlen an und grinst. „Stimmt. Marie war vorhin nicht glücklich über die Situation. Ihr Beide seid vorhin schnell weg gewesen. Schade, das Marie nicht gesehen hat, wie er sie zurückgestoßen hat.“ „Hat er?“, will ich von ihr wissen. „Du bist ganz schön neugierig.“, sagt Caroline. „Ja, ich muss doch meinen Auftrag richtig und korrekt durchführen.“ Janne, Caroline und Marlene nicken. Dann kommt Marie auf uns zu. „Können wir.“ Wir nicken und folgen Marie. Im Seminarraum angekommen, stellen wir fest, dass sich über 40 Personen im Raum befinden. Als wir alle da sind, spricht jemand. „Schön, dass sie da sind. Wir haben zwei Firmen zu je 20 Personen eingeladen. Das Schöne daran ist, das die Firmen irgendwie miteinander zu tun haben. Jedenfalls soll jede Firma in Sicht zusammen wachsen. Wie ich sehe, sind nicht nur sehr junge Menschen unter uns. Als erstes werden wir raus aus Hamburg fahren. Wir wollen testen, wie gut sie zusammen harmonieren. Wir geben Euch eine Aufgabe und die müsst ihr erledigen.“ Danach folgen wir den beiden jungen Männern und steigen in den Bus ein. Wir waren zu einen Camp. Als wir aussteigen, erklärt uns der eine junge Mann die Aufgabe. Er stellt sich als Peter vor. Wir sollen je vierer Gruppen bilden. Damit nicht schon Leute zusammen kommen, die sich näher kennen, losen die beiden jungen Herren aus. Meine Gruppe wird genannt. Juliane, Larissa, Jürgen und Philipp. Verdammt Phillip. Zum Glück sind wir so gelost worden. Keiner wird denken, dass wir getrickst haben. Marie geht mit Josefine, Stefan und Claas in eine Gruppe. Marlene, Caroline, Jörn und Niklas gehen in eine Gruppe. Super Marlene hat es am besten getroffen. Jürgen zieht unsere Aufgabe. Larissa stellt ihre Ideen vor. Ich plane und Phil nickt nur. „Dann mal los.“, sagt er zu uns. Wir starten. Larissa und Jürgen unterhalten sich. Phil und ich laufen hinter ihnen her. Phil nimmt meine Hand. „Warte mal kurz.“, sagt er zu mir und zu den anderen Beiden dann: „Ich habe was gesehen. Ich und Juliane sehen mal nach. Wartet mal kurz. Nicht das wir noch mehr Zeit verlieren.“ Larissa und Jürgen nicken. Wir gehen ein Stück zurück. „Wir müssen hinter den Baum sehen.“, ruft er laut so dass die Beiden das hören. Sie nicken. „Was soll das Phil?“ „Es sieht nicht so aus wie es ist.“ „Wie sieht es denn aus?“ „Sie ist nicht meine Freundin. Ganz ehrlich. Wenn die Anderen uns nicht auf den Fersen wären, dann würde ich Dich jetzt auf der Stelle küssen. Es wäre mir wegen Larissa und Jürgen egal. Wir haben beschlossen, es langsam an gehen zu lassen.“ „Ja, haben wir. Macht Dir keinen Kopf.“ Er sieht sich um, dreht sich dann zu mir und küsst mich. Ich stoße ihn weg. „Hattest Du nicht gesagt, die anderen sind uns auf den Fersen.“ „Ja, ich sehe bloß noch keinen. Ich musste es tun, damit Du weisst wie ich es meine.“ Dann schiebt er mich vor den Baum. „War ein Irrtum. Wir haben herausgefunden, dass es nicht zu uns gehört.“ Larissa sieht uns skeptisch an. Als wir bei Ihnen sind, fragt mich Larissa. „Sag mal, hat Dich der Boss geküsst.“ „Nein. Sah es so aus. Er hat mir etwas ins Ohr gesagt, dass ich Marie nichts erzähle, was ich vorhin gesehen habe.“ „Was denn?“ „Ich habe die Frau geküsst.“, sagt jetzt Phil. „Es hat nichts zu bedeuten. Marie ist immer eifersüchtig. Larissa. Ich hoffe, Du erzählst es auch nicht den Anderen. Jürgen Du auch nicht.“ Beide nicken. Ob sie es Marie oder den anderen Kollegen erzählen, das weiss ich nicht. Phil sieht uns drei an. „Sonst seid ihr euren Job los.“, ergänzt er noch. Wir nicken. Ganz leise flüstere ich Phil ins Ohr. „Ich glaube, die Beiden erzählen rum, was sie gesehen haben.“ „Was haben sie denn gesehen?“, fragt er leise zurück. „Das ich Dich vielleicht geküsst habe. Glaube mir. Das werden sie nicht.“ Wir lösen die Aufgaben und sind als erste am Ziel. Die Anderen trudeln nach und nach ein. „Ihr habt es ja schnell geschafft.“, sagt Jörn zu uns. „Ja, Larissa und Jürgen sind klasse.“ „Und der Boss?“ Ich drehe mich zu Phil um und sehe ihn an. Dann drehe ich mich wieder zu Jörn. „Ich glaube, er ist ein bisschen eitel.“ Jörn lacht. Anschließend gehen wir zum Essen. Es wird eine lustige Runde. Spät abends verabschieden wir uns von den Anderen und gehen aufs Zimmer. Oben angekommen, frage ich sie dann. „Heute ohne Max?“ „Ja, er muss beruflich weg.“ Dann gehen wir ins Zimmer. Als wir die Tür hinter uns geschlossen haben, fragt mich Marlene was. „War es Zufall oder hat es Phil eingefädelt?“ „Was?“ „Das ihr in einer Gruppe seid.“ „Zufall. Sonst wärst Du bestimmt auch in meiner Gruppe gewesen.“ „Wieso? Sollte ich was wissen?“ „Phil dachte, Larissa und Jürgen merken es nicht. Er hat mich hinter einen Baum gezogen und geküsst.“ „Und dann?“ „Wir haben gesagt, dass es nur so aussah und irgendeine komische Erklärung abgeben.“ „So, so. Er küsst Dich. Auch wenn er Gefahr läuft, erwischt zu werden.“ „Scheint so. Phil und ich sind nur Freunde.“ „Ja. Ja.“, sagt sie. Wir ziehen uns um und gehen schlafen.
Teil 21
Erwischt
Ich wache auf. Wo bin ich? Ich sehe zur Seite. Phil liegt neben mir und grinst mich an. „Guten Morgen?“ „Guten Morgen Phil. Wie spät ist es denn?“ Er sieht auf die Uhr. „Gleich sieben Uhr.“ „Was haben wir gemacht?“ „Weisst Du das denn nicht mehr. „ „Doch. Wir haben uns geküsst und ich wollte Dich ausziehen. Du hast dann auf Stopp gedrückt.“ „Das weisst Du noch.“ „Ja. Dann haben wir noch gekuschelt bis wir eingeschlafen sind.“ „Bereust Du es?“ „Was?“ „Das Du mich geküsst hast?“ Ich überlege. „Du überlegst aber lange.“ „Nein, ich bereue es nicht. Aber Danke.“ „Wofür?“ „Das Du auf Stopp gedrückt hast. Ich hätte es vielleicht bereut.“ Philipp grinst mich an. „Sage ich doch. Lass es uns langsam angehen. Wir haben alle Zeit der Welt.“ Er beugt sich zu mir und küsst mich. Ich bekomme wieder dieses Kribbeln und küsse ihn zurück. Dann ziehe ich mich zurück. „Lass uns doch erst näher kennenlernen.“ Ich sehe ihn an und stehe auf. Phil zieht mich zurück ins Bett. „Bist Du Dir da sicher.“ „Ja, ganz sicher.“ „Okay. Vielleicht ist es besser, wenn Du jetzt gehst.“ Ich sehe ihn verdutzt an. Philipp sieht es und grinst. „Nicht das deine Kollegen denken, Du hättest was mit dem Chef. Wenn ich wieder in Hamburg bin, fangen wir langsam an. Dann bin ich dein Chef nicht mehr.“ „Du hast Recht.“ Ich gehe zur Tür und sehe nach, ob jemand auf den Flur ist. Wie eine Verbrecherin schlüpfe ich aus dem Zimmer. Zum Glück ist keiner auf den Flur. Meine Kollegen sind alle im anderen Stockwerk untergebracht. Ich setze mich in Bewegung und klopfe an mein Zimmer an. Jörn kommt um die Ecke und sieht mich verdutzt an. „Wo kommst Du denn so früh her oder so spät? Du hast die Kleidung von gestern noch an. Warum klopfst Du bei Euch an.“ Verdammt. Was soll ich sagen. „Ich habe woanders übernachtet. Marlene hat gestern noch jemand abgeschleppt und ich wollte nicht stören. Deshalb habe ich mir ein anderes Hotelzimmer genommen. Das Hotel liegt direkt an der Alster. Wenn ich zuhause bin, renne ich ab und zu um den Block. Das wollte ich auch hier. Ich musste den Kopf frei bekommen.“ „Hätte Marlene kein anderes Zimmer nehmen können?“ „Nein, glaube ich nicht. Ole meint, wir sollten es ihr gönnen.“ „Du warst aber nicht beim Chef?“ „Wie kommst Du denn darauf?“ „Er war gestern im Restaurant. Kurze Zeit später ist Ole aufgetaucht.“ „So ein Quatsch. Ich war mit meinen Freund zusammen.“ Ole kommt um die Ecke. „Na. Alles klar bei Dir? Ich habe Dich eben gesucht.“ „Wie Du warst doch mit Juliane die Nacht zusammen?“ „Ja, aber eben hat sie noch einen Lauf an der Alster gemacht. Danach habe ich sie nicht mehr gesehen. Ich mag, das Joggen nicht.“ „Ich auch nicht. Euch noch einen schönen Tag.“ Marlene öffnet die Tür. „Kommt rein.“ Max ist angezogen und steht am Fenster. „Wie Du hast bei deinen Freund übernachtet?“, fragt mich jetzt Marlene. „Lange Geschichte. Kann ich mich jetzt duschen und umziehen.“ Max sieht mich an und geht mit Ole raus. „Was ist passiert? Spuck aus Juliane.“ „Nichts besonders. Wegen Dir musste ich bei Phil übernachten.“ „Und?“ „Erst habe ich Sekt getrunken. Ole war sauer auf mich. Irgendwann tauchte Phil auf und er meinte, dass er mit trinken wollte. Jedenfalls hat er noch Sekt bestellt.“ „Spann nicht auf die Folter.“ „Wir haben uns irgendwann geküsst und geredet.“ „Nur geküsst und geredet?“ „Ja, wir wollen es langsam angehen lassen.“ „Vernünftig.“ Ich gehe duschen und als ich aus dem Badezimmer rauskomme, ist Marlene verschwunden. Schnell ziehe ich mich an. Es klopft an der Tür. Ich gehe an die Tür und öffne sie. Marie steht vor der Tür. „Sag mal, hast Du schon auf die Uhr gesehen? Willst Du noch frühstücken?“ „Wieso, ich habe eben nur schnell geduscht.“ „Schnell nennst Du es. Du musst mindestens eine halbe Stunde unter der Dusche gewesen sein. Marlene ist schon seit fünfzehn Minuten unten.“ Ich sehe auf die Uhr. Verdammt. Geht jetzt alles schief. „Ich beeile mich.“ „Ich warte.“ Dann ziehe ich schnell meine Schuhe an. „Wir können los.“ Marie scheucht mich. Als ich unten ankomme, verschlägt es mir die Sprache. Phil im Arm einer Anderen. Er dreht sich um und hebt die Schultern. „Wer ist das?“, frage ich Marie. „Eine alte Freundin. Denkt Dir nichts dabei. Sie versucht schon seit Jahren Phil zu angeln, aber Phil geht nie drauf ein bis jetzt.“ Wir sehen beide in die Richtung. Die Frau küsst Phil. „Sorry Marie. Ich muss hier weg.“ „Verständlich.“ Marie und ich sehen nicht, dass Phil sie zurück stößt und er uns hinter her sieht.
Teil 20
Teil 19
Der erste Tag im Hamburg
Eine Stunde später warten wir Mädels auf die Jungs in Foyer. Jörn kommt mit seinen Zimmernachbarn an. „Darf ich Euch Niklas vorstellen? Das sind Janne, Marlene und Juliane. Die vierte in Bunde kenne ich nicht. Wie heisst Du?“ „Ich heiße Caroline und Du?“ „Jörn.“ Wir geben uns die Hand und schon starten wir. Niklas ist öfters mal mit Freunden in Hamburg erfahren wir von ihm. Wir gehen in schönes Restaurant. Caroline und Jörn verstehen sich auf Anhieb super gut. Nach dem Essen erklären die Beiden uns, das sie ins Museum wollen. „Euch Beiden schönen Tag im Museum.“, sage ich zu den Beiden. Und weg sind die Beiden. „Caroline und Jörn verstehen sich echt gut.“, meint Niklas. „Finde ich auch.“, stimmt Janne ein. Marlene und ich nicken. Niklas sieht mich an. „Du warst eben gar nicht begeistert.“, sagt Niklas zu mir. „Wie meinst Du das?“ „Shoppen ist nicht dein Ding?“ „Doch schon. Aber momentan würde mich Hamburg mehr interessieren.“ Plötzlich taucht mein Bruder auf. „Was machst Du hier Ole?“, frage ich ihn. „Dich entführen.“, erwidert er auf meine Frage. „Ihr habt doch nichts dagegen, dass ich mir meine Freundin mal ausborge?“ „Wie jetzt. Du bist Julianes Freund?“, will Niklas wissen. Mein Bruder sieht ihn an und nickt. „Sorry. Markus sagte, sie hätte keinen Freund.“ „Hat sich wieder geändert.“, gibt mein Bruder ihn als Antwort. „Geht ruhig.“, sagt Marlene jetzt. „Viel Spaß Euch beiden.“ Ole sieht Marlene an. „Du wirst ….“ „Was Ole?“ „Viel Spaß haben.“ Meine Freundin schüttelt den Kopf und geht mit den Beiden von dannen. „Ole was machst Du hier?“ „Dich retten.“, erwidert er. „Woher wusstest Du denn, dass Du mich retten musst.“ „Von mir.“, sagt jetzt eine bekannte Stimme. Ich drehe mich um und sehe die Beiden dort stehen. Marie und Phil. „Phil ich muss nicht gerettet werden.“ „Bist Du Dir sicher?“ „Ja.“ „Okay. Ole. Marie. Segeltour?“ „Wie Du nimmst mich nicht mit?“, frage ich ihn. „Du musst ja nicht gerettet werden.“ „Auf eine Segeltour würde ich trotzdem gerne mitkommen.“ „Dann komm.“ Phil und ich gehen voran. Marie und Ole folgen. „Ich glaube, wir sollten die Plätze tauschen.“, sagt Marie. „Da hast Du recht.“, sagt Ole. Jetzt gehen Ole und ich hinter den Beiden her. Am Segelschiff angekommen, hilft mir Phil aufs Schiff. „Willkommen am Bord.“, sagt Phil lachend. Dann starten wir unsere Segeltour. Wir fahren Richtung Meer. „Wieso fahren wir nicht durch Hamburg?“ „Mit den anderen Boot gerne. Aber nicht mit den Segelschiff.“, sagt Phil dann. Ole und Marie gehen zusammen nach vorne. „Dein Segelboot ist ganz schön groß.“, stelle ich fest. „Da kannst Du Recht haben. Man kann auch mal auf den Boot übernachten.“ „Machst Du das denn?“ „Ab und zu.“ Ich sehe aufs Meer. „Da bekommt man Sehnsucht.“ „Wo nach?“, fragt mich Phil hinter mir. Ich drehe mich um. So nah war er eben doch nicht, oder? „Sehnsucht nach dem Meer. Sich einfach treiben lassen und sehen wo hin der Weg geht.“ „Genauso ist es mit Gefühlen. Erst ist die Sehnsucht da und dann muss man sich drauf einlassen. In den Moment sieht man auch wohin der Weg geht.“ „Phil was soll das heissen?“ „Was es heissen soll?“ „Na, Ihr Beiden.“, sagt Ole. Wir starren Ole an. „Habe ich was falsches gesagt?“, erkundigt sich mein Bruder jetzt bei uns. Wir beiden schütteln den Kopf. „Deine Schwester hat nur gesagt, dass man sich treiben lassen soll auf dem Meer. Nicht zu wissen wohin der Weg führt.“ „Genauso wie die Liebe. Wenn man immer alles analysiert, dann kann nie wissen ob es richtig ist. Wenn man seinen Gefühlen nicht zuhört und einen falschen Weg einschlägt.“ Momentmal haben die Beiden sich gegen mich verschworen. „Ich gehe zu Marie. Klärt das unter Euch. Ich weiss was ich will.“, sage ich gehen zu Ihnen. Ich höre nur wie Ole zu Phil sagt. „Sie ist stur oder sie will es nicht sehen.“ Was soll ich nicht sehen. Mittlerweile bin ich bei Marie angekommen. „Na. Marie. Ole lästig geworden.“ „Nein. Er wollte nur sehen, was ihr so treibt.“ „Super Idee gewesen. Beide wollen mir einreden meinen Gefühlen zu folgen.“ „Was ist daran so falsch?“ „Weil ich eine klare Meinung dazu habe. Ich will mich nicht in Idioten verlieben.“ „Ist Phil ein Idiot?“ „Nein ein Player.“ „Wer sagt das?“ „Jemand hat mich gefragt, ob Phil ein Player ist? Ich sagte nur, frage ihn selber.“ „Du denkst, Du bist ein Spielzeug für ihn.“ „Keine Ahnung. Phil ist ganz in Ordnung. Aber nur als guter Freund. Mehr nicht. Das ist mir auf der Flucht von Sylt klar geworden.“ „Okay. Setz Dich.“ Dann unterhalten wir uns über alles Mögliche. Ole bleibt bei Phil. Nach einiger Zeit sehen wir, dass wir wieder in den Hafen laufen. „Marie.“ „Ja, Juli.“ „Habt Ihr das geplant?“ „Nein. Phil hat gesehen, wie der Typ Dich an geklotzt hat. Das hat ihm nicht gepasst. Daraufhin hat er bei mir angerufen, ob Ole kommen könnte.“ „Wieso Ole? Ist Ole denn da gewesen?“ „Ja, er ist mit Phil gekommen. Mein Cousin hat ihn bei mir abgeladen und ist dann ins Restaurant gefahren. Sein Vater wollte mit ihn sprechen. Dann hat er Euch gesehen. Er konnte schlecht zu Euch rüber gehen. Mein Onkel hätte dann gefragt, wer Du bist. Solange Phil nicht weisst, was Du für ihn bist, geht er solche Diskussionen mit seinen Vater aus dem Weg. Phil hat sogar von der Toilette angerufen.“ „Echt?“ „Warum passt es ihn denn nicht?“ „Merkst Du es nicht?“ „Was?“ „Phil ist total verknallt in Dich. Erst wollte er nicht mit. Aber als die Sache mit Susanne und Markus war, wollte er Dich nicht aus den Augen lassen. Mein Vater war nicht begeistert. Übrigens. Max will auch kommen und Marlene in euren Zimmer überraschen?“ „Und wo soll ich dann hin.“ „Du gehst mit Ole in Phils Zimmer. Phil kommt zu mir. Wenn es ruhiger wird, kommt Ole zu mir und Phil zu Dir?“ „Wollt ihr mich verkuppeln.“ „Nein. Phil hat vorgeschlagen auf dem Sofa zu übernachten. Du kannst das Bett haben. Bloß dann hat er ein Auge auf Dich. Nicht das der Typ Dich noch anbaggert.“ „Lass das nur meine Sorge sein.“ Ole kommt zu uns. „Hast Du den Plan erklärt?“ Marie nickt. „So lass uns Essen gehen und auf unsere Zimmer verschwinden.“ Mir wird ganz mulmig. Eine Nacht mit Phil im Zimmer. Das kann nicht gut gehen. Wir gehen vom Bord und gehen in ein kleines Restaurant. Plötzlich stehen Janne und Niklas da. „Schönen Abend.“, sagen sie zu uns. „Euch auch einen schönen Abend. Setz Euch zu uns.“ Wir machen Platz zwischen mir und Phil. Es soll ja nicht auffliegen, dass Ole mein Bruder ist. Sie setzen sich zu uns. Es wird ein netter Abend. Niklas beobachtet mich. Ich drehe mich zu meinen Bruder um und gebe ihn einem Kuss. „Ihr seid ja ein Herz und eine Seele.“, sagt Janne. Wir sehen uns an und nicken. Marie und Phil grinsen. Phil gibt dann Marie einen Kuss auf die Stirn. „Ihr beide auch.“, sagt Niklas. „Wollen wir gehen?“, fragt Marie. „Ja, wir müssen auf die Rechnung noch warten.“, erwidert Niklas. „Ihr seid eingeladen. Als Chef mache ich das mal. So kann ich meine Angestellten besser kennenlernen.“ „Danke.“, sagen Niklas, ich und Janne. Anschließend nimmt mich Ole an die Hand. Wir verschwinden in Oles Zimmer und Marie mit Phil ins andere Zimmer.
Teil 18
Ankunft in Hamburg im Hotel
Marlene weckt mich auf. „Sag mal hast Du geschlafen? Wir sind gleich da Juli.“ „Wie schon da? Wir waren eben doch erst in Soltau. Vielleicht hast Du Recht. Ich bin wohl ein bisschen eingenickt. Aber geschlafen habe ich nicht.“, erwidere ich. „Wer hat gestern Nacht nicht geschlafen? Ich oder Du?“, fragt sie mich. „Ich weiss nicht, ob Du geschlafen hast. Mein Schlaf war gut.“ Die Frage ist berechtigt. Eigentlich habe ich gestern Nacht kaum geschlafen. Mir sind so viele Gedanken durch den Kopf gegangen. Die meisten Gedanken drehten sich immer wieder um Phil. Was war das auf Sylt? Ole hatte mich damals vor ihn gewarnt und jetzt stellt er ihn anders da. Ich frage mich jetzt ehrlich, was hat Phil gesagt, dass mein Bruder jetzt so über ihn denkt. Für Phil bin ich bestimmt nur ein Spielzeug. Wenn er es bekommen hat, schmeißt er mich in die Ecke. „Juliane.“, spricht mich jemand an und reißt mich aus meinen Gedanken. Ich sehe nach oben. „Marie. Was gibt es denn?“ „Du bist ebenso in Gedanken vertieft gewesen. Marlene ist schon raus.“ Stimmt Marlene sitzt nicht mehr neben mir. In Soltau hatten wir die Plätze getauscht. Meine Freundin wollte sich mit Tobias unterhalten. Erst habe ich noch zugehört, irgendwann habe ich dann aus dem Fenster gesehen und meinen Gedanken freien Lauf gelassen. Da muss ich wohl eingenickt sein. „Sorry. Marie.“ „Du hast wohl über jemand nachgedacht. Ganz ehrlich. Wenn Du denkst, Du wärst ein Spielzeug für ihn, dann muss ich Dich enttäuschen.“ „Wie kommst Du darauf?“ Marie grinst. „Erkläre ich Dir ein anderes Mal. Jetzt komm.“ Ich stehe auf und folge Marie. Marie verteilt die Zimmer. Ich und Marlene bekommen ein Zimmer. Janne und Caroline bekommen zusammen ein Zimmer. Janne und Caroline verstehen sich auch in der Firma ganz gut. Jörn wird mit einem Typen einquartiert, den ich nur von Sehen her kenne. „So, die Zimmer sind verteilt. Sagt mir Bescheid, wenn irgendwas mit der Zusammensetzung nicht passt. Wir haben versucht so gut wie möglich eine Lösung zu finden.“ Alle nicken und gehen dann auf ihre Zimmer. Marie ruft noch hinterher, das heute für alle der Tag zur eigenen Verfügung steht. Morgen früh um neun würde dann das Seminar anfangen. „Marlene was machen wir mit dem restlichen Tag.“ „Shoppen gehen.“ „Du schon wieder.“ „Die Idee ist nicht schlecht.“, sagt jemand hinter uns. Wir drehen uns um. Janne und Caroline gehen hinter uns. „Janne hat Recht.“, sagt Caroline. „Okay, wollen wir erst was essen?“, frage ich sie dann. Alle drei nicken. „Können wir mit?“, fragt jetzt Jörn. „Ja, klar.“, sagt Janne. Wir abreden uns dann. In einer Stunde unten in Foyer.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.