Teil 21

Erwischt

Ich wache auf. Wo bin ich? Ich sehe zur Seite. Phil liegt neben mir und grinst mich an. „Guten Morgen?“ „Guten Morgen Phil. Wie spät ist es denn?“ Er sieht auf die Uhr. „Gleich sieben Uhr.“ „Was haben wir gemacht?“ „Weisst Du das denn nicht mehr. „ „Doch. Wir haben uns geküsst und ich wollte Dich ausziehen. Du hast dann auf Stopp gedrückt.“ „Das weisst Du noch.“ „Ja. Dann haben wir noch gekuschelt bis wir eingeschlafen sind.“ „Bereust Du es?“ „Was?“ „Das Du mich geküsst hast?“ Ich überlege. „Du überlegst aber lange.“ „Nein, ich bereue es nicht. Aber Danke.“ „Wofür?“ „Das Du auf Stopp gedrückt hast. Ich hätte es vielleicht bereut.“ Philipp grinst mich an. „Sage ich doch. Lass es uns langsam angehen. Wir haben alle Zeit der Welt.“ Er beugt sich zu mir und küsst mich. Ich bekomme wieder dieses Kribbeln und küsse ihn zurück. Dann ziehe ich mich zurück. „Lass uns doch erst näher kennenlernen.“ Ich sehe ihn an und stehe auf. Phil zieht mich zurück ins Bett. „Bist Du Dir da sicher.“ „Ja, ganz sicher.“ „Okay. Vielleicht ist es besser, wenn Du jetzt gehst.“ Ich sehe ihn verdutzt an. Philipp sieht es und grinst. „Nicht das deine Kollegen denken, Du hättest was mit dem Chef. Wenn ich wieder in Hamburg bin, fangen wir langsam an. Dann bin ich dein Chef nicht mehr.“ „Du hast Recht.“ Ich gehe zur Tür und sehe nach, ob jemand auf den Flur ist. Wie eine Verbrecherin schlüpfe ich aus dem Zimmer. Zum Glück ist keiner auf den Flur. Meine Kollegen sind alle im anderen Stockwerk untergebracht. Ich setze mich in Bewegung und klopfe an mein Zimmer an. Jörn kommt um die Ecke und sieht mich verdutzt an. „Wo kommst Du denn so früh her oder so spät? Du hast die Kleidung von gestern noch an. Warum klopfst Du bei Euch an.“ Verdammt. Was soll ich sagen. „Ich habe woanders übernachtet. Marlene hat gestern noch jemand abgeschleppt und ich wollte nicht stören. Deshalb habe ich mir ein anderes Hotelzimmer genommen. Das Hotel liegt direkt an der Alster. Wenn ich zuhause bin, renne ich ab und zu um den Block. Das wollte ich auch hier. Ich musste den Kopf frei bekommen.“ „Hätte Marlene kein anderes Zimmer nehmen können?“ „Nein, glaube ich nicht. Ole meint, wir sollten es ihr gönnen.“ „Du warst aber nicht beim Chef?“ „Wie kommst Du denn darauf?“ „Er war gestern im Restaurant. Kurze Zeit später ist Ole aufgetaucht.“ „So ein Quatsch. Ich war mit meinen Freund zusammen.“ Ole kommt um die Ecke. „Na. Alles klar bei Dir? Ich habe Dich eben gesucht.“ „Wie Du warst doch mit Juliane die Nacht zusammen?“ „Ja, aber eben hat sie noch einen Lauf an der Alster gemacht. Danach habe ich sie nicht mehr gesehen. Ich mag, das Joggen nicht.“ „Ich auch nicht. Euch noch einen schönen Tag.“ Marlene öffnet die Tür. „Kommt rein.“ Max ist angezogen und steht am Fenster. „Wie Du hast bei deinen Freund übernachtet?“, fragt mich jetzt Marlene. „Lange Geschichte. Kann ich mich jetzt duschen und umziehen.“ Max sieht mich an und geht mit Ole raus. „Was ist passiert? Spuck aus Juliane.“ „Nichts besonders. Wegen Dir musste ich bei Phil übernachten.“ „Und?“ „Erst habe ich Sekt getrunken. Ole war sauer auf mich. Irgendwann tauchte Phil auf und er meinte, dass er mit trinken wollte. Jedenfalls hat er noch Sekt bestellt.“ „Spann nicht auf die Folter.“ „Wir haben uns irgendwann geküsst und geredet.“ „Nur geküsst und geredet?“ „Ja, wir wollen es langsam angehen lassen.“ „Vernünftig.“ Ich gehe duschen und als ich aus dem Badezimmer rauskomme, ist Marlene verschwunden. Schnell ziehe ich mich an. Es klopft an der Tür. Ich gehe an die Tür und öffne sie. Marie steht vor der Tür. „Sag mal, hast Du schon auf die Uhr gesehen? Willst Du noch frühstücken?“ „Wieso, ich habe eben nur schnell geduscht.“ „Schnell nennst Du es. Du musst mindestens eine halbe Stunde unter der Dusche gewesen sein. Marlene ist schon seit fünfzehn Minuten unten.“ Ich sehe auf die Uhr. Verdammt. Geht jetzt alles schief. „Ich beeile mich.“ „Ich warte.“ Dann ziehe ich schnell meine Schuhe an. „Wir können los.“ Marie scheucht mich. Als ich unten ankomme, verschlägt es mir die Sprache. Phil im Arm einer Anderen. Er dreht sich um und hebt die Schultern. „Wer ist das?“, frage ich Marie. „Eine alte Freundin. Denkt Dir nichts dabei. Sie versucht schon seit Jahren Phil zu angeln, aber Phil geht nie drauf ein bis jetzt.“ Wir sehen beide in die Richtung. Die Frau küsst Phil. „Sorry Marie. Ich muss hier weg.“ „Verständlich.“ Marie und ich sehen nicht, dass Phil sie zurück stößt und er uns hinter her sieht.

Kategorien Mal etwas anders

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