Teil 17

Der nächste Tag

Ich und Marlene stehen am nächsten Morgen auf. Wir sehen auf die Uhr. „Wir müssen uns beeilen.“, sagt Marlene zu mir. „Ja. Du hast Recht. Geh Du erst mal duschen und ich mache das Frühstück.“ „Okay. Du bist schneller unter der Dusche fertig. Wie schaffst Du das nur Juli?“ „Keine Ahnung. Du weisst doch es muss immer schnell gehen bei mir.“ „Ja, aber nicht bei Jungs.“, kichert meine Freundin und geht ins Bad. Ich mache mich in der Küche zu schaffen. Stelle den Kaffee an, decke den Tisch und backe die Brötchen auf, die wir eigentlich nur sonntags machen. In der Woche gehen wir meistens beim Bäcker vorbei und holen uns was. Coffee to go. Aber heute gönnen wir uns das mal zu Hause zu starten. In einer Stunde werden wir lt. Plan abgeholt. Plötzlich klingelt es an der Tür. Ich gehe zur Tür und Janne steht da. „Morgen Janne. Was machst Du hier?“ „Morgen Juli. Ich konnte nicht schlafen. Dann habe ich Marie angerufen und ihr gesagt, dass ich bei Euch mit einsteige. Können wir zusammen frühstücken.“ „Ja, klar. Setz Dich. Wir haben nicht viel, aber es reicht auch für drei.“ Janne setzt sich. „Kann ich Dir helfen Juli?“ „Nein. Bleib einfach sitzen.“ Der Kaffee ist fertig und gebe sie in die Tasse rein. Wir fangen schon mal an. Marlene braucht sehr lange. Plötzlich erscheint Maximilian in der Tür. „Morgen Max.“, sage ich zu ihm. Janne sieht ihn an. „Was macht der Typ hier.“ „Ich bin ein Freund von den Beiden. Was dagegen? Es ist gestern Abend mit meinen Freunden spät geworden. Da habe ich Marlene an getickert, ob ich bei den Beiden übernachten kann.“ Ich stehe auf und hole noch eine Tasse. „Möchtest Du Kaffee Max?“, frage ich. Maximilian nickt. „Dann setz Dich.“ „Ich hoffe, Du bist nicht böse, dass ich bei Euch übernachtet habe. Marlene sagte, Du schläfst so fest. Sie bekommt Dich nicht wach.“ „Warum hat sie mich nicht heute Morgen informiert.“ Marlene kommt rein. „Max hat auf dem Sofa geschlafen. Ich habe es total vergessen. Sorry.“ „Schon gut. Ich gehe jetzt duschen.“ „Wie kein Frühstück?“ „Ich habe schon gefrühstückt. Du hast Dir Zeit gelassen.“ Dann zwinkere ich ihr zu. Sie kann mir viel erzählen, das Max auf den Sofa gepennt ab. Ich gehe unter die Dusche und höre das Klingeln nicht. Dann gehe ich im mein Zimmer und ziehe mich um. Plötzlich klopft es. „Marlene komm rein. Sind sie schon da?“ „Ich bin nicht Marlene.“ Jetzt drehe ich mich um und Marie steht da. „Morgen Marie.“ „Morgen Juli. Ich habe meinen Sachen schon den Reisebus übergeben. Er holt die Anderen erst ab. Max hat mich angerufen, weil Janne hier ist. Er hat behauptet, er hätte auf den Sofa übernachtet.“ „Ja, hat er.“ „Du weisst bestimmt, dass es nicht so ist.“ „Konnte ich mir schon vorstellen. Sie hat mich auch nicht geweckt, oder?“ „Nein. Max war gestern so betrunken. Er hat mit Phil diskusstiert. Dann hat Alfred Phil angerufen und er musste zu ihm. Irgendwann rief mich Ole an, das Max und er zu viel getrunken haben. Ich fragte wieso. Ole meinte, Max hatte Stress mit Lene. Da habe ich bei Marlene angerufen. Wir drei sind dann zu Euch gefahren. Ole wollte Dich wecken, aber ich habe ihn davon abgeraten. Jedenfalls ist es nicht Max ´s Schuld sondern meine Schuld.“ „Ach Marie. Ist schon gut.“ „Kommst Du? Der Bus muss gleich da sein.“ Ich folge Marie in Wohnzimmer. Ole kommt auf mich zu. „Ich habe Dich lieb meine Süße.“, flüstert er zu mir. In Flüsterton antworte ich ihn. „Ich Dich auch.“ „Du bist nicht böse?“ „Nein.“ „Ich muss Dir was sagen, können wir kurz reden.“ „Ihr entschuldigt uns.“ Dann geben mein Bruder und ich wieder in mein Zimmer. „Phil.“, fängt er an zu reden. „Was ist mit Phil?“ „Warum machst Du ihn das so schwer?“ „Was mache ich?“ „Du magst ihn.“ „Ja, nur als Freund. Mehr nicht. Das Thema ist erledigt.“ „Juliane Pauline.“ So nenn mein Bruder mich nur, wenn er sauer auf mich ist. „Was?“ „Du machst einem Fehler. Er hat gestern mit Max und mir über Dich geredet. Meinst Du warum die Beiden so betrunken waren. Max hatte Stress mit Marlene, wegen Euch Beiden. Marlene sagt, Phil sollte Dich in Ruhe lassen. Phil versteht es nicht. Es tut mir leid, was ich auf Sylt gesagt habe.“ „ Schon gut. Ole.“ Plötzlich klopft es. „Kommt Ihr beide?“, fragt Marlene. „Ja, wir kommen.“, sage ich zu ihr und dann zu Ole: „Das Thema ist erledigt.“ „Du bist stur.“, erwidert mein Bruder. Wir gehen ins Wohnzimmer. Es klingelt an der Tür. Marlene geht hin. „Moin.“, sagt sie. „Moin.“, antwortet eine bekannte Stimme. Dann steht er im Zimmer. „Moin alle zusammen. Marie. Wir telefonieren.“ „Ja, mache ich Philipp.“ Janne sieht uns alle an. „Der Chef persönlich.“ Phil wendet sich zu ihr. „Ja, Marie ist meine Freundin. Sie muss mit mir noch telefonieren, weil mein Onkel noch etwas geplant hat. Es soll eine Überraschung sein.“ „Okay. Chef.“, sagt Janne. „Ich wollte auch sagen, der Bus ist da.“ Sie gehen vor mir raus Außer Marie und Phil. „Phil kommst Du denn jetzt nicht mit?“, fragt Marie. „Noch nicht. Ich komme nach.“ Dann sieht er mich an. Ich zeige keine Regung. „Schöne Fahrt.“, sagt er zu uns und verschwindet. Marie sieht mich unverständlich an. „Komm wir gehen.“, sagt sie. Ich folge ihr. Dann setzen wir uns in den Bus. Wer alles mitfährt? Einige kenne ich nur von sehen. Ich setze mich neben Marlene und flüstere ihr ins Ohr. „Du brauchst Dich nicht wegen mir mit Max zu streiten.“ „Woher weisst Du das?“ „Ole.“ Marlene schüttelt den Kopf. „War ja klar. Er ist immer ehrlich zu Dir. Daran habe ich nicht gedacht. Ich weiss ja, dass Ole Dir alles erzählt. Sorry. Eigentlich wollte ich mich nicht einmischen. Aber als die Drei dort saßen und über eine gewisse Dame diskutieren, konnte ich mich nicht zurückhalten.“ „Ich weiss Marlene.“ Anschließend hole ich meinen mpg3 Player raus und mein Buch. Marlene weiss, dann will ich nicht reden. Sie holt auch ein Buch raus. Bis wir in Hamburg sind, dauert es ja noch. Was meinte eigentlich Phil damit, er kommt nach. Welcher Plan wird hier ausgeheckt. Irgendwann schlafe ich über das Buch ein.

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