Habt ihr das auch schon einmal gehabt? Alles geht schief.

Die letzten beiden Tagen waren das reinste Chaos. Erst habe ich gestern Stress auf der Arbeit gehabt, dann will ich nachmittags ein Buch auf der Terrasse legen und ein Vogel scheisst auf meinen Arm. Mein Mann sagte, das bringt Glück und ich wäre die Angeschissene. Glück hat es mir nicht gebracht. Der Stress auf der Arbeit ging heute weiter. Meine Kolleginnen meinen, ich soll es mir nicht zu Herzen nehmen. Aber ich nehme es mir zu Herzen. Letzte Woche wollte ich mein Sohn von der Schule abholen, statt rechts abzubiegen bin ich geradeaus gefahren. Mein Mann sagt immer, das ich gestresst bin. Aber warum sagt ein Kollege heute zu mir, das ich ab und zu abwesend bin und nicht zu höre. Bin ich unbewusst im Stress? Mein Vater hatte Demenz. Vielleicht denke ich auch viel zu viel darüber nach, ob ich das auch bekommen kann. Das Stress mich wenn ich drüber nachdenke, wenn ich wieder irgendwas tue, was komisch bin. Seit vor 3 Jahren meine Mutter von uns gegangen ist, habe ich mich total verändert. Dann bin ich ein neues Büro gekommen mit komischen Kollegen. Keiner wollte mit der einen Kollegin in ein Büro. Aber ich musste. Danach habe ich mich verändert, ging nicht gerne hin, wenn die Kollegen da waren. Ich habe mich total unwohl gefühlt. Dann habe ich Marotten entwickelt. Irgendwie hatte ich dann manchmal das Gefühl ich bin nicht ich. Ich funktioniere nur noch. Erst als ich das Lied gehört habe, wenn Du lebst. Das Lied hat mich aufgerüttelt. Vielleicht will ich einfach alles perfekt machen und deshalb mache ich Fehler. Aber wer keine Fehler macht ist auch kein Mensch. Aber ich mache mir trotzdem Gedanken, das irgendwas nicht stimmt. Sind zuviele Sachen. Leider finden sie es nicht. Mein Hand oder mein Arm schläft plötzlich ohne Vorwarnung ein. Ich tippe was und ich spüre mein Hand nicht richtig. Es kribbelt. Ich kann nichts dagegen tun. Seit meine Kollegen weg sind, sind diese Symtome weniger geworden. Der Schwindel im Kopf ist weniger geworden. Mein Fuss schläft auch nicht mehr ständig ein. Irgendwie muss ich einen Weg finden, das es mir besser wird. Was es ist weiss ich nicht. Gefunden haben sie nichts. Die Traurigkeit ist immer Gegenwärtig. Ich bin mir sicher ich werde einen Weg finden, das es mir wieder gut geht. Trotz das sie nichts gefunden haben. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.

Teil 48

Der nächste Tag

Ich wache auf und Juliane ist nicht da. Verdammt. Wo ist sie? Ich sehe auf die Uhr und es ist halb acht. Dann gehe ich ins Bad und mache mich frisch. Kurze Zeit später gehe ich nach unten in den Frühstücksraum und sehe Juliane mit Frederik reden. Er hat ihr schon genug Kummer gebracht und ich gehe zu Ihnen hin. „Frederik. Reicht es nicht, das Du Juliane die Hölle heiß gemacht hat?“ Juliane nimmt meine Hand. „Nein. Ich habe Frederik angerufen. Schatz. Es war nur ein Mistverständnis. Ich will Frederik nicht anzeigen. Aber erst jetzt weiss ich genau, was ich an Dir habe. Du hast genauso wie ich gedacht, dass wir auf den Video sind. Waren wir nicht. Setz Dich.“ Dann setze ich mich zu Ihnen. Eine Frau kommt auf uns zu und setzt sich. Ich und Frederik starren sie an. „Wer sind sie?“ „Die den ganzen Schamassel versucht hat?“ „Lana?“, fragt Frederik. „Ja. Sorry Juliane. So würde ich heute auch aussehen. Wäre der Unfall nicht gewesen.“ „Was ist passiert?“ „Ich war mit einen Mark zusammen. Auf der Party habe ich Valentin gesehen. Da sind mir die Sicherungen durch gebrannt. Ich wusste nicht wo Frederik ist. Er ist aus Berlin weggezogen. Mit Frederik konnte ich über so vieles Reden. Valentin war damals ganz schön oberflächlich. Frederik hat mich immer wieder aufgefangen. Erst als ich mit Mark zusammen war, ist mir bewusst geworden. Ich habe Valentin geliebt, aber wir waren nicht für einander bestimmt. Da hatte ich eine Nacht was mit Frederik und mir war klar. Wenn ich einen Menschen wirklich liebe, dann gehe ich nicht mit jemand anders ins Bett. Bloß Frederik ist nicht mehr da gewesen. Ich war noch ein paar Monate in Berlin bevor ich nach Hannover ging. Es gibt ein Geheimnis, das keiner kennt. In Hannover wusste ich, ich muss es Frederik anvertrauen. Durch Zufall habe ich erfahren, wo er ist. Als ich dann Valentin gesehen habe, wusste ich Mark darf es auch nie erfahren?“ „Was? Warum bist Du nicht zu mir gekommen?“ „Ich sah anders aus und dann musste ich mich noch um jemand kümmern?“ „Um wen musstet Du Dich kümmern?“ „Um mein Geheimnis.“ „Welches Geheimnis?“, will ich wissen. „Frederik. Du warst damals weg. Ich konnte Dir nicht sagen, dass wir Eltern werden. Sorry. Erst in Hannover wurde mir was bewusst. Mit Valentin lief schon lange nichts mehr. Die meisten Videos haben wir gestellt, weil Valentin meinte, das wäre toll. Du hast mir zu gehört. Ich war nicht zu betrunken. Den Abend habe ich gemerkt, dass Du ein wunderbarer Junge. Am nächsten Tag warst Du weg und meine Eltern schicken mich nach meiner Tante nach München als sie wussten, was mit mir los war. Als ich zurückkam, hatte ich einen fürchterlichen Streit. Mein Kind war bei meiner Tante. Du warst nicht da. Meine Eltern dachten Valentin wäre der Vater und das wollten sie nicht. Darum sollte es keiner erfahren?“ Frederik nahm sie in die Arme. „Du siehst anders aus, aber ich erkenne Dich trotzdem. Es stimmt. Wir haben ein Kind?“ „Ja, es lebt jetzt bei mir. Nach meiner Ausbildung habe ich es zu mir geholt. Ich wohne jetzt Cuxhaven. Weit weg von meiner Familie.“ „Darf ich mein Kind kennenlernen.“ „Ja.“, haucht sie ihn ins Ohr. Ich höre es aber. „Warum sollte Valentin nicht der Vater sein?“ „Meine Eltern haben herausgefunden, dass Valentin der Sohn von meinen Onkel ist. Alle haben gedacht, sein Vater wäre sein Vater. Das stimmte nicht. Als meine Eltern das durch Zufall rausbekommen haben, wussten meine Eltern nicht wie sie damit umgehen sollten. Dann war ich noch schwanger. Wenn Valentin der Vater wäre, sogar von meinen eigenen Cousin.“ „Wer ist denn jetzt der Vater?“, frage ich. „Frederik.“ „Bist Du Dir da sicher?“, fragt Juliane jetzt. „Hundertprozentig. In den Zeitraum habe ich nur einmal mit Frederik geschlafen. Valentin war damals für zwei Monate in Frankreich. Und die anderen Videos sind Fake. Valentin und ich haben uns einen Spaß damals rausgemacht. Kevin, Lotta, Samuel und Leila haben den Spaß einfach mitgemacht. Sie waren genauso oberflächlich wie mal war. Erst als Valentin in Frankreich war, haben sie mich nicht mehr beachtet. Nur Frederik war für mich da.“ Valentin und Ilona kommen rein. Ilona geht gleich auf Lana zu. Valentin hält Abstand. Dann winkt Ilona ihn zu und er kommt auf uns zu. „Erkennst Du Lana?“ „Du hast Dich verändert Lana?“ „Du auch Valentin.“ „Weisst Du was gut ist?“ „Was?“ „Das wir nicht geheiratet haben und Kinder haben?“ Ilona sieht die Beiden an. „Ilona. Ein Geheimnis habe ich. Meine Eltern haben mir damals was gebeichtet?“ „Was?“ „Bevor wir heiraten, muss Du wissen, Lana ist meine Cousine. Ich bin aus allen Wolken gefallen. Soll ich Dir noch was sagen?“ Was? “ „Das haben sie mir erst gebeichtet als Lana nach Hannover ging.“ „So spät?“, fragt Lana. Valentin nickt. „Bleiben wir in Kontakt. Wie ich sehe, hast Du Freddie wieder gefunden?“ „Ja, habe ich. Wir gehen jetzt. Familienzusammenführung.“ „Wie Familienzusammenführung.“ „Das erzähle ich Dir ein anderes Mal.“, sagt Lana und grinst. „Frederik?“ „Ja. Valentin.“ „Pass auf meine Cousine auf.“ „Mache ich.“ Dann sind Frederik und Lana verschwunden. Juliane sieht mich an. „Was ist Juli?“ „So ähnlich seid ihr gar nicht. Bloß auf dem Video sieht man Euch nur von der Seite. Da seht ihr wirklich ähnlich aus.“ „Das stimmt Juliane.“, erwidert Ilona. „Ich möchte wissen, wer das Video ins Netz gestellt hat.“ Plötzlich steht Mark hinter uns. „Das kann ich Euch sagen.“ „Wer?“, fragen wir Mark. „Frederik, Valentin, Ilona, ich und Lana waren es nicht. Sondern Jochen.“ „Jochen?“, fragt Ilona. „Ja, er will nicht, dass ihr beiden heiratet?“ „Wie kommt er ans Video?“ „Das weiss nicht. Jedenfalls hat er ganz schön für Aufregung gesorgt.“ „Wer ist Jochen?“, frage ich. „Mein EX.“, sagt Ilona. Weiter erwidert sie noch. „Der hat eine Meise. Er will immer noch, das ich zurück komme.“ „Willst Du das denn oder heiratest Du mich aus Liebe.“ „Das zweite.“, gibt sie als Antwort und küsst Valentin. Dann gehen die Drei weg. Juliane und ich bleiben alleine zurück. „Ganz schön Aufregung, oder.“ „Ja, Phil. Wir haben damals das Video angesehen. Frederik hat gesagt, wir wären während des Videos eingeschlafen. Geküsst haben wir uns schon.“ Dann beuge ich zu ihr. „Ich liebe Dich.“, sage ich ihr und küsse sie dann. „Was machen wir jetzt Phil?“ „Ich bringe Dich hier weg.“ Simon kommt. „Ja, es ist besser. Meinen Vater habe ich informiert. Er erwartet Dich am Montag in der Firma. Bis dahin hat er Euch beiden freigestellt. Sind nur vier Tage. Aber immer hin. Merle wird deinen Job hier zu Ende machen. Sie hat das gleiche gelernt wie Du Juliane. Ihr beide würdet Euch ergänzen. Jen weiss Bescheid. Euch Beiden noch schöne Tage. Komm los mit Euch.“ Ich stehe auf und ziehe Juliane zu mir hoch. „Dann los.“ Schon sind wir weg.

TEIL 47

Dieses verdammte Video bringt nur Verwirrung

Als ich auf dem Bett sitze, schaue ich mir das Video immer wieder an. Das Video kommt mir bekannt vor. Es war damals wie ein Traum. Momentmal was habe ich da auf den Arm. Ich zoome meinen Arm ran. Ein Tattoo. So was würde ich nie auf meinen Abend platzieren. Dann sehe ich meinen Arm an. Hatte ich damals in betrunkenen Kopf ein Tattoo drauf gemacht. Es klopft und ich denke es ist Simon. „Herein Simon. Die Tür ist offen.“ Als sich die Tür öffnet, erblicke ich nicht Simon sondern Frederik. „Was willst Du hier?“ „Oh. Du hast das Video auch. Ich habe es in groß mitgebracht. Lana wir schauen es uns noch mal genau an. Auch die anderen Videos?“ Was für Videos? Frederik stellt sein Laptop hin und hängt ein Plakat auf. Ach Quatsch kein Plakat. Eine Wand wo man von Laptop die Sachen grösser sieht. Verdammt wie es noch mal. Ich habe mich mit dem technischen Zeug noch nie wirklich befasst. Dann nimmt Frederik sein Laptop mit und fängt mit dem ersten Video an. „Das ist noch harmlos. Lana. Schau hin. Später ich will das gleiche Programm von Dir.“ Ich bin immer noch sprachlos. Was meint er damit, das gleiche Programm. Wir sehen ein Video nach den Anderen an. Einmal mit mir und einmal mit Phil. Immer im Wechsel. Verdammt wer sind die anderen beiden Jungs auf dem Video. Phil erkenne ich, aber wer sind die anderen. Dann kommen wir zu dem Video, was ich auch auf meinen Laptop habe. „So meine Liebe, das ist die Krönung gewesen. Du und Valentin.“ Wer ist Valentin. „Damals in Hannover ward ihr so besoffen. Ich habe Euch das Video im Hotelzimmer vorgespielt und ihr solltet mir zeigen, wie man so in Fahrt kommt.“ Momentmal Hannover, Hotelzimmer. Verdammt. Es war kein Traum. Wir sind das nicht, sondern jemand anders. Er verwechselt uns. Ich habe mich nie Lana genannt auch Phil nie Valentin. Frederik spricht weiter und unterbricht meine Gedanken. „Lana. Ich verstehe ja, dass Euch das peinlich ist. Aber als ich Dich gesehen habe, sind mir die Videos eingefallen, die mir Valentin gezeigt hat. In Hannover seid ihr beide nicht drauf eingestiegen.“ „Du verwechselt mich.“ „Das glaube ich nicht. Das hast Du in Hannover auch gesagt.“ Frederik rückt näher und küsst mich. Dann versucht er mich auszuziehen. Ich wehre mich. Plötzlich steht Phil hinter ihn und schlägt ihn was auf den Kopf. Frederik sackt zusammen. „Phil wo kommst Du denn her?“ „Wolltest Dich wohl mit ihn vergnügen?“, sagt er wütend zu mir. „Genauso wie mit den anderen Kerlen?“ Simon kommt rein. „Welche anderen Kerle?“ „Die in den anderen Videos. Andere Frage Phil, wer sind die Frauen? Warum nennst Du Dich Valentin?“ Phil starrt mich an als ich ihm diese Fragen stelle. „Welche anderen Frauen?“ „Siehe die Videos von dem Laptop an.“ Phil setzt sich neben mir und sieht die Videos an. Frederik wacht wieder auf. Gott sei Dank, er lebt. Sonst wäre Phil noch in den Knast gewandert. Simon spurtet auf uns zu und hält Frederik fest. „Wer ist das auf den Videos?“, fragt Simon Frederik. „Das sind Lana und Valentin.“ „Woher kennst Du sie?“ „Sie sind mit mir in die Schule gegangen. Aber warum fragst Du die Beiden nicht selber?“ „Ich frage Dich. Wann warst Du mit Ihnen in einer Klasse und wo?“ „Wir waren in der zehnten Klasse zusammen. Ich war neu in Berlin. Lana und Valentin war die Superstars der Schule.“ Ich sehe erst Phil, dann Simon und zu guter Letzt Frederik an. „Du Frederik. Ich war noch nie in Leben in Berlin auf einer Schule.“ Phil sieht mich an und dann Frederik. „Ich auch nicht.“ „Wer seid ihr?“ Plötzlich steht jemand in der Tür. „Mark. Bruderherz.“, sagt Simon. Phil und ich sehen zu ihm hin. Frederik sagt. „Hallo Mark.“ „Hallo Freddie. Was ist hier los?“ „Mark. Der Typ meinte, meine Verlobte würde Lana sein.“ Mark kommt auf mich zu. „Wo ist deine Armbemalung? Tätowierungen bekommt doch nicht so weg Lana. Was hast Du gemacht?“ „Blöde Frage. Kennen wir uns?“ „Lana. Wir waren mal zusammen?“ „Ich bin nicht Lana. Tätowieren würde ich mich nie. Aber wenn der Lana gefällt. Dann soll sie es machen.“ Mark wendet sich zu Phil hin. „Wieso Verlobte?“ „Mark. Eine lange Geschichte.“ Ja, wieso verlobt. Einen richtigen Heiratsantrag habe ich von Philipp nicht bekommen. „Wie heisst Du?“, wendet er sich an mich. „Ich heiße Juliane.“ Mark lacht. „Lana hatte Recht. Damals in Hannover sagte sie, da ist jemand auf der Party, das könnte sie sein. Ich habe es damals als Blödsinn abgetan. Phil hatte ich kurz gesehen. Simon ist mit einer heissen Braut abgezogen. Lana hatte sich kurz vorher von ihren Freund Valentin getrennt bevor sie zum Studieren nach Hannover ging.“ „Kennst Du Valentin?“ „Nein. Ich habe ihn nie kennengelernt. Lana meinte, sie hätte ihn auf der Party gesehen. Sie hat nicht verstanden, warum er da war. Valentin wüsste doch gar nicht wo sie wohnt.“ „Momentmal. Verstehe ich das richtig?“, fragt jetzt Frederik, der wieder normal wurde. „Was verstehst Du richtig?“ „Die Beiden haben einen Doppelgänger und die Doppelgänger waren mal zusammen?“ „Keine Ahnung.“ „Was machst Du hier eigentlich Mark?“, will Simon wissen. „Dich und deine Perle besuchen. Papa hat gesagt, das Du mit Merle hier bist.“ Kurze Zeit später kommt Merle rein. „Seht mal, wen ich getroffen habe. Phil war auf den Flur. Er sagt immer, er ist nicht Phil. Aber er sieht wie Philli aus.“ Dann stockt sie und starrt Phil an und dann den Typ, er hinter ihr steht. „Lana?“, fragt der Typ. „Ich bin nicht Lana. Genauso wie Du nicht Phil bist, oder? Du bist Valentin.“ Der Typ nickt. „Was wird hier eigentlich gespielt?“ Dann fange ich an zu erzählen und alle hören zu. Valentin sieht Frederik an und sagt: „Du hast mich und Lana benutzt. Ich habe nie verstanden, warum sie auf mich sauer war. Woher hast Du unsere Videos? Frederik sagt schon.“ „Ich habe sie mir damals heimlich von Dir runtergeladen.“ Valentin sieht wütend aus. Eine junge Frau kommt rein. „Valentin. Hier bist Du ja.“ Dann starrt sie erst auf Valentin und dann auf Phil. „Ihr sehr ja fast gleich aus? Hast Du einen Zwillingsbruder? Warum sagst Du nicht, dass es Dich mehrmals gibt. Jetzt verstehe ich auch, warum Du vorhin nicht reagiert hast.“ Ich sehe Ilona an. „Und wer bist Du?“ „Ich bin Valentins Verlobte. Mein Gott Lana.“ Dann stockt sie. „Du bist nicht Lana?“ „Woran merkst Du das?“, fragt Valentin. „Weil Lana jetzt total anders aussieht.“ Wir starren sie alle an. „Sie hatte einen Unfall und musste neu erfunden werden. Die Lana gibt es nicht mehr. Mark. Hast Du noch zu Lana Kontakt?“ „Nein Ilona. Wir haben uns damals gestritten. Sie wollte zurück und jemand was sagen.“ „Wen?“, will Valentin wissen. „Das weiss ich nicht. Ich weiss nur, dass sie Dich geliebt hat. Aber sie hat auch gesagt, ihr könnt nicht zusammen sein.“ „Warum nicht?“, fragt Valentin Mark. „Ich weiss nicht genau. Sie sagte, Du willst keine Kinder. Sie will Kinder. Jemand anders liegt ihr am Herzen. Das wäre ich aber auch nicht. Wir haben uns getrennt. Sie wollte in die Heimat. Aber da ist sie nicht angekommen, weil sie einen Unfall hatte. Ich hatte gedacht, sie hätte nicht überlebt, weil sie sich nicht gemeldet hat.“ „Doch hat sie.“, erwidert Ilona. „Sie wollte damals mit Freddie reden. Er soll die Videos nicht veröffentlichen.“ „Habe ich auch nicht gemacht.“, sagt jetzt Frederik. „Wer dann?“ „Keine Ahnung. Woher hast Du die Videos?“ „Ich habe sie mir damals von Valentins PC runtergeladen. Dann habe ich sie total vergessen bis ich ein Video im Netz gefunden habe. Dann ist Juliane aufgetaucht und alles ist wieder hoch gekommen.“ „Warum habt ihr Euch eigentlich gestritten?“, fragt Frederik Valentin. „Wegen Dir. Sie hatte sich in Dich verliebt. Ich wollte es nicht wahr haben. Darum ist nach Hannover gegangen. Ich habe sie dann mit Mark gesehen und wusste, ich habe verloren.“ „Sie wollte zu mir?“ „Ja.“ „Ich muss mich bei Euch beiden entschuldigen.“, sagt Frederik. „Ich wollte nur, das Lana einfach zu mir sagt, sie würde das Gleiche fühlen wie ich für sie.“ „Schon gut. Vielleicht sollten wir heute ein Break machen. Ich bin müde.“, sage ich. Alle nicken und gehen. Phil bleibt an der Tür stehen. „Soll ich auch gehen?“ „Nein, Du darfst bleiben.“ Dann schließt Philipp die Tür und die anderen sind verschwunden. Phil setzt sich aufs Bett. „Ist es Dir wirklich recht?“ „Ja. Ich brauche jemand, der hier ist.“ Er nickt und lehnt sich zurück. Ich lege mich in seinen Armen und schlafe ein.

Kinder an die Macht

Kennt jemand noch das Lied, wo drin vorkommt, Kinder an die Macht. Sie wissen nicht was sie tun. Diese Textzeile habe ich mir gemerkt. Kinder sehen vieles anders. Manch Erwachsener vergisst es und durch ihre Kinder sehen sie es auch anders. Sehe die Welt durch Kinderaugen, dann siehst Du was wirklich zählt.

Aber ganz ehrlich. Muss der Handelskrieg zwischen USA und China sein. Wenn man in Dezember noch glaubt, das es keine Auswirkungen auf die Digitale Welt hat, irrt sich. Wie viel wird in China produktziert was amerikanische und europäische Welt mit in einen Gerät verbaut. Was krass ist, Ü Eier sind in den USA verboten. Aber Waffen sind erlaubt. Die Logik verstehe ich nicht. Versteht ihr das? Aber wieder zu Digitalwelt. Viele haben ein Smartphone, Tablet oder Laptop von einer chinesichen Firma. Funktioniert dann irgendwann gar nichts mehr. Wir Europäer müssen unser eigenes Netz aufbauen. Wir machen uns von denen abhängig. Warum haben wir sowas noch nicht? Wir müssen in Europa zusammen wachsen und für solche Sachen gemeinsam eine Lösung finden. Wenn man ein Gerät aus China wie Honor oder Huawei hat, nicht gleich ein neues Handy zukaufen, nur weil die Amerikaner meinen Zölle drauf zulegen. Wir sind die Dummen. Es muss eine Lösung für uns Europäer geben, das man nicht gleich wechseln müssen. Das nervt total. Erst wenn es einen betrifft wird man hellhörig. Meistens zu spät. Aber unsere Kinder wollen das nicht. Sie wissen es richtig doof. Also Kinder an die Macht, sie sehen es mit anderen Augen. Was meint ihr?

Ist es wirklich nötig Handelskriege zu führen. Was sagen eure Kinder?

Kriege gibt es schon genug. Warum kann man nicht friedlich zusammen leben?

In den einen Lied singt jemand. Der Krieg schickt dir eine Einladung, aber Du gehst nicht hin. Oder so ähnlich.

Ganz ehrlich. Ich gehe auch nicht hin. Frieden in der Welt ist wesentlich schöner. Wir müssen eh schon was für unseren Planeten tun sonst müssen wir uns bald einen neuen Planeten..

Ich hoffe, ich und meine Kinder werden es nicht mehr erleben. Aber was ist mit unsere Nachfahren? Was ist wenn Europa für Klimaschutz ist und andere Länder nicht. Was macht es für einen Sinn.

Meine Kinder wollen eine friedliche uns saubere Welt haben.

Was wollt Ihr?

Europawahl

Habt ihr Euch schon mal Gedanken gemacht, ob wir schon zu ein Europa zugewachsen sind? Ich bin Deutsche, aber auch Europäerin. Es gibt immer Leute, die wollen nicht alles aktzeptieren, was die EU vorschlägt. Es muss einen Mittelweg geben, um alle zu einen Europa zusammen zu wachsen lassen. Erst wenn wir alle zusammen wachsen sind wird stark und können gemeinsam alle Probleme lösen. Die EU hat ja schon einiges geschafft. Manchmal vermisse ich trotzdem die D-Mark, weil ich das Gefühl habe durch den Euro ist alles teurer. Meine Kinder kennen nur den Euro. Durch Euro ist vieles leichter geworden. Aber nicht alle machen mit den Euro mit. Ich wäre auch gerne gefragt worden, welche Währung wir haben möchten wie in anderen Ländern. Uns hat man nicht gefragt. Ich verstehe auch, das Leute alle EU Massnahmen nicht so toll sind. Aber wie soll wir ein Europa werden, wenn wir alles ablehnen. Wie stellt ihr Euch die EU vor? Wie seht ihr die EU in zehn Jahren? Was erwartet ihr? Und ganz ehrlich. Der Brexit dauert viel zu lange. Man kann doch nicht alles haben ohne was dafür zu tun oder zu geben. Das wird ein ständiges Thema wohl bleiben. Was meint ihr? Wir sind Europäer und müssen zusammen halten. Was können wir tun, um Europa besser zu machen? Das alle gleich sind? Bis jetzt habe ich keine Lösung.

TEIL 46

Das Gespräch und die Verwirrung

Als ich in Hamburg ankomme, unterhalte ich mit meinen Vater. Erst rufe ich Ariane ein. Sie kommt und ich stelle ihr meinen Vater vor. Ariane ist total begeistert bis ich sage, ich würde meine Verlobte anrufen. Ich habe meinen Vater in den Plan eingeweiht und den Namen meiner wahren Verlobten genannt. Ariane sitzt ganz brav da. Dann rufe ich Maja an. Sie kommt und erstarrt. Maja und Ariane gehen aufeinander los bis mein Vater Stopp ruft. Wir sehen ihn an. „Liebe Ariane. Liebe Maja. Ihr seid beide nicht mit meinen Sohn verlobt. Sonst hätte er sich anders verhalten. Zweitens passt die Beschreibung, die ich von meiner Mutter habe, auch nicht.“ „Welche Beschreibung?“, fragen sie gleichzeitig. „Tja. Wie soll ich es sagen? Nett, Zuvorkommend, Hilfsbereit und mein Sohn würde sie den ganzen Tag anhimmeln. Sie würde in der Firma von Alfred arbeiten.“ „Wer ist Alfred?“, wollen beide wissen. „Alfred ist ein guter Freund. Ich habe gefragt, ob bei ihm eine Ariane oder Maja arbeitet. Er verneinte es.“ Ich sehe meinen Vater an. Das hat er gemacht? „Meine Mutter hat auch gesagt, dass ich ihre Eltern kenne.“ Maja und Ariane zischen streitend ab. „Du bist Schuld. Ich war erste.“ „Du warst nie erste.“ „Woher willst Du das wissen?“ „Weil es ein Video gibt.“ Dann ziehen sie ab. Was für ein Video? Mein Vater spricht mich an. „Also Du liebst wirklich die Tochter von Wilhelm?“ „Ja. Woher weisst Du?“ „Also ich Dich nicht erreicht habe, habe ich bei meiner Mutter angerufen. Sie hat mir erzählt, das Du eine wunderbare Freundin hast und dein Versprechen einhalten willst.“ Ich bin perplex. „So habe ich auch gedacht.“ „Wie?“ „Ich habe es nicht verstanden. Dann erzählte es mir deine Grossmutter. Du hast Sie damals schon vergöttert. Wilhelm und ich haben unsere Späße daraus gemacht. Wir haben uns immer einmal im Jahr ohne Kinder getroffen. Ab und zu ist Dir Wilhelm auch über den Weg gelaufen. Du hast ihn aber nie nach Julchen gefragt.“ „Ja, ich weiss. Ich war erstaunt als ich Wilhelm gesehen habe. Damals konnte ich ihn nicht einordnen.“ „Ich freue mich für Dich.“ „Danke Paps. Und jetzt?“ „Ich habe Juliane nur auf Fotos gesehen. Eine Zeit sah sie aus wie ein Junge. Aber das letzte Bild was ich sah, da hatte sie lange Jahre.“ „Ja, das stimmt.“ Ich zeige ein Foto von mir und Juliane. „Nett sie aus. Ich hoffe, sie immer noch so nett wie damals.“ Ich lache. „Frech ist sie?“ „Wenn ihr heiratet, dann möchte ich so schnell wie möglich hübsche Enkelkinder.“ „Wie bitte?“ „Damit ich beschäftigt bin und Du hier den Laden mit Mia schmeißen kannst.“ „Das hat ja wohl noch Zeit.“ Mein Vater lacht. „Ja, lass Dir nicht zu lange Zeit.“ „Ein paar Jahre solltest Du da noch drauf warten.“ Dann klingelt mein Handy. Ich gehe ran. „Hallo Simon. Alles klar?“ „Nichts ist klar. Ich schicke Dir gleich ein Video. Sag mir, wer hat das gefilmt?“ „Was für ein Video?“ „Dein erstes Mal.“ „So ein Blödsinn.“ „Sehe es dir an. Und ich bin da nicht auf den Video. Das hat mit die Frau aus den Video bestätigt.“ „Ja, schicke es auf meine Mail. Ich sehe es mir an, wenn ich in meinen Büro bin.“ Dann lege ich auf. „Was siehst Du Dir an?“ „Ein Video, was wohl sehr pikant ist.“ Das Handy von meinen Vater klingelt. „Wir reden später.“ Ich nicke und gehe in mein Büro. Was für ein Video? Als ich in Büro ankomme, setze ich mich an meinen PC und fahre ihn hoch. Dann öffne ich das Mail Fach. Verdammt viele Mails. Die oberste ist von Simon. Ich öffne sie und ein Video ist im Anhang. Das sehe ich mir gleich an. Was macht Simon mit der Frau? Momentmal. Er sagt, er ist es nicht. Wer sonst? Wer ist das Mädchen? Das Mädchen kommt mir bekannt vor. Ich rufe Simon an. „Sag mal, warum schickst Du mir das Video? Du bist drauf. „Nein. Du und Juliane.“ „Wie ich und Juliane?“ „Hast Du mir nicht von dem Traum erzählt?“ „Ja.“ „Der Traum war Realität. Aber wir versuchen es rauszubekommen, wer es ins Netz gestellt hat.“ Dann legt er auf. Juliane ist das. Hat Simon mit ihr geschlafen und gefilmt. Wollte er mir eins auswischen? Es verwirrt mich. Ich versuche Juliane zu erreichen. Sie geht nicht dran. Dann versuche ich Simon zu erreichen. Er geht auch nicht dran. Verdammt. Haben die Beiden was mit einander?

Das Video

Zwei Tage später erhalte ich eine Mail von Ole. Wieso von Ole? Ich öffne sie. Wieder ein Video mit der Bemerkung. Euer erstes Mal und es sollte nur Euch beiden gehören. Ich öffne das Video. Da sind Juliane und ich drauf. Verdammt. Das ist das gleiche Video wie von Simon. Aber diesmal bin ich drauf. Ich schreibe Ole zurück. Woher das Video hat? Dann schreibt er mir eine Erklärung. Das ist unfassbar. Aber wer das Video ins Netz gestellt hat und woher es kommt, weiss keiner. Also, war es auf Sylt nicht das erste Mal für uns. Wir haben es nur verdrängt. Als ich morgens aufwachte, war sie nicht mehr da. Ich dachte, es wäre ein schöner Traum gewesen. Aber ich einen Beweis dafür, dass es nicht so ist. Ole hat Recht. Das Video sollte wirklich nur uns gehören. Ich leite alles in die Wege, damit das Video aus dem Netz kommt. Hoffentlich haben es nicht allzu viele gesehen. Ich muss nach Juliane und rufe meinen Vater an. „Paps.“ „Ja. Ich muss nach Juliane.“ „Ist was passiert?“ „Jein. Das erkläre ich Dir später.“ „Okay. Bringe sie mit.“ „Mache ich.“ Schnell fahre ich zur Wohnung und packe einige Sachen ein. Ich ziehe das jetzt durch.

TEIL 45

Irritiert

Ich gehe in das Restaurant. Lautstark höre ich Marie und Merle Stimme. „Wer ist das? Simon sagt es mir.“, flehte Merle. Marie war richtig sauer auf mich. Plötzlich steht Ole vor mir. „Sag mal, reicht Dir nicht einer?“ „Wie bitte?“ „Es ist Video im Netz aufgetaucht, wo Du und Simon was miteinander hatten?“ „Was soll das heissen?“ „Simon und Du seht in dem Video jung aus. Ich wusste gar nicht, das Du Porno drehst Schwester?“ Ich erstarre. Was für ein Video? Wieso Video? Verstehe jetzt nur Bahnhof. „Ihr sieh Dir das an?“ Mein Bruder zeigt mir ein Video. Der Raum kommt mir bekannt vor, aber der Typ ist damals mit einen anderen Mädel abgezogen. Ich war mit meinen Prinz zusammen. Dann mal los und gehe an den Tisch? „Das ist nicht Simon sondern.“ „Woher weisst Du das denn? Du bist doch gar nicht drauf.“, sagt Marie. „Doch. Aber Simon war nicht da. Ich wusste nicht, das Phil auf solche Videos steht.“ Alle starren mich an. „Darf ich mich setzen?“ Sie nicken. Ich erkläre Ihnen, dass ich die Nacht nicht mit Simon verbracht habe. Wer das Video gedreht hat, weiss ich auch nicht. Jedenfalls würde ich mich so nicht ins Netz stellen. „Warum hast Du nichts gesagt?“, fragt Ole mich. „Mensch Ole. Du wolltest immer auf mich aufpassen. Ich weiss nicht warum, aber ich habe in meinen Tagebuch gelesen. Simon fand mich damals wohl auch gut, aber er gönnte es seinen Cousin. Wie wir aufs Zimmer kamen und was wir gemacht haben, das weiss ich nicht. Bis eben dachte ich, es ist ein Traum. Ich frage mich nur, wo kommt das Fake Video her? Simon Du?“ Simon schüttelt den Kopf. „Bist Du Dir sicher, dass es ein Fake Video ist?“, fragt mich Merle. „Merle. Nein, das weiss ich nicht. Aber an die Nacht kann ich mich nur schemenhaft erinnern. Was klar ist, dass es Simon nicht sein kann. In meinen Traum bin ich neben jemand anders aufgewacht.“ „Wie hat er Dich denn genannt?“ „Süße Prinzessin, waren seine letzten Worte, bevor ich ging.“ Simon macht ein nachdenkliches Gesicht. „Phil hat mir auch so was Komisches damals erzählt. Er wusste nicht, ob es Real war oder nicht. Irgendwelche Typen hatten Drogen in das Getränk gemacht. Alle waren auf Droge. Deshalb wäre er mit dem Mädel verschwunden. Ich war da schon lange nicht mehr da. Er weiss nur, dass er sie ständig geküsst hat und morgens in einen Hotelzimmer aufgewacht war. Das heisst, ihr habt unbewusst Drogen genommen. Das Video schicke ich dann zu einen Freund.“ „Nein. Nicht du Simon. Sondern ich.“, sagt Ole. „Wieso Du?“ „Ich habe eine Ahnung. Weisst Du was Merle. Kennst Du auch jemand?“ „Ja.“ „Noch eine besser Idee. Wir schicken es alle jemand, der es untersucht. Die meisten Übereinstimmungen ist die Wahrheit.“ „Kluger Plan.“, sagt Simon. Merle setzt sich hin. „Aber wie kommt das Video ins Netz.“ „Ich glaube, so wie es auch gefilmt wurde. Es kann nur von unseren Bekanntenkreis einer sein. Merle, meinst Du nicht auch.“ „Du könntest Recht haben.“ Also beschließen wir Phil nichts zu sagen und das Video genauer zu untersuchen.

Zwei Tage später

Ich sehe mir immer wieder das Video an. Mensch. Ich dachte immer, ich bin Jungfrau. Verdammt und jetzt. Meine Mail blinkte auf. Vier Mails erhalte ich, dass es ein Fake ist. Eine Mail sagt, es ist kein Fake. Ich sehe dann, dass die Mail von Merle weitergeleitet wurde. Kurze Zeit später schickt mir mein Bruder das Original des Films. Und das in kompletter Aufführung mit dem Text. Jetzt hast Du es in Erinnerung. Dein erstes Mal. Fuck. Ich kann mich aber nicht mehr daran erinnern. Ich sehe mir das Video genauer an. Verdammt. Das sind ich und Phil in Aktion. Sowas geistert im Netz rum. Ich schreibe Ole zurück. Woher er das Video hätte? Dann schreibt mir mein Bruder zurück, dass sein Freund Johannes es im Netz gefunden hat. Johannes und Max haben ein Programm rüber laufen lassen. Sie waren verwirrt, das Phil so aktiv war. Jetzt verstehen sie auch warum er von Dir so geschwärmt hat und Liebeskummer hatte. Phil hat nie was davon erzählt. Wie auch. Ich wusste es selber nicht.

TEIL 44

Simon und ich im Hotel

Ich und Simon kommen in Hotel an und er mietet mir ein Hotelzimmer. Dann bringt er mir meine Koffer aufs Zimmer. „Simon. Die Koffer kann ich selber tragen.“ „Ja, aber nicht in den Zustand.“ „Ich bin nicht schwanger?“ „Nein?“, sieht er mich fragend an. „Wie soll das passieren? Etwa wie bei Jungfrau Maria?“ „Nein. Oder hat mein Cousin einen Draht nach oben?“ Wir lachen. „Lachen steht Dir besser. Merle sagt auch, dass Du schwanger bist. Sie sah genauso beschissen in den ersten Wochen aus. Ganz ehrlich. Ich liebe sie immer noch und soll ich Dir ein Geheimnis verraten?“ „Wenn Du es mir verrätst ist es kein Geheimnis mehr.“ „Nein. Aber eine Erkenntnis für Dich?“ „Welche? Das Phil keine Kinder haben will und ich irgendwann welche haben will.“ „Wieso will Phil keine Kinder? Er liebt Kinder. Das Geheimnis hat nichts mit Phil zu tun. Oder doch?“ Ich sehe Simon an. „Du sprichst in Rätsel Simon.“ „Wenn Du doch schwanger bist, dann wirst Du immer schöner. Wenn nicht?“ „Was dann?“ „Dann muss Du mit dem schrecklichen Gesicht leben.“ Ich schmeiße Simon ein Kissen ins Gesicht. „Warte.“ Wir albern rum und sind uns sehr nah. Dann sehen wir uns in die Augen. Simon geht einen Schritt zurück. „Ich verstehe jetzt, warum Phil Dich liebt. Ich weiss jetzt endlich warum ich Merle so liebe.“ Ich sehe ihn irritiert an. „Wir haben eben rum gealbert als ob wir zusammen wären. Sind wir nicht. Ich habe an Merle gedacht. Sie ist genauso wie Du und habe Merle Gesicht vor Augen gehabt. Plötzlich wurde mir was bewusst?“ „Was?“ „Du bist nicht Merle, aber ich mag Dich. Bilde Dir nichts drauf ein. Wie ein Bruder halt.“ „Was willst Du mir damit sagen?“ „Ich hätte Dich bald geküsst, weil ich nur Merle im Kopf hatte. Ich habe Merle in Dir gesehen. Sorry. Wird nicht wieder vorkommen.“ Ich überlege auch. Warum habe ich das Kissen nach ihm geworfen? Weil mir Phil fehlt. Ich mich an ihn erinnert habe. „Du hast Recht. Wir waren in einer Phantasiewelt.“ Simon sieht mich an. „Schön, dass Du es auch so siehst.“ Dann geht er. Ich lege mich aufs Bett und lese in meinem alten Tagebuch. Das Tagebuch habe ich nur mitgenommen, weil ich herausfinden wollte, was das damals war. Da ist die Stelle. Liebes Tagebuch. Heute habe ich zwei verrückte Jungs kennengelernt. Es könnten glatt Zwillinge sein. Ich habe mich gleich in beide verliebt, aber der eine Junge ließ mich nicht los. Wir haben uns gezofft und dann hat er mich geküsst. Der andere Typ kam wieder und grinste. Er sagte was zu mir. Was war das? Ach ja. Ich wäre süß. Aber er gönnt seinen Cousin es. Ich sollte ihn mir warmhalten. Er wäre nichts für eine Unschuld von Lande. Das war irritierend. Kurze Zeit später sahen wir beide ihn mit jemand anders rummachen. Mein Prinz, wie ich ihn scherzhaft nannte, war etwas besonders. Wir tauschten Nummern auch. Am nächsten Morgen sind mein Prinz und ich einen Zimmer aufgewacht. Verdammt. Ich weiss nicht wie ich dahin gekommen bin. Warum bin ich ausgezogen? Mein Prinz wacht auf und sieht mich an. Er sagt dann zu mir süße Prinzessin. Ich sehe zum Fenster raus. Noch dunkel. Bloß weg. Irgendwie ist das ein verrückter Traum gewesen. Meine Güte hatte ich verrückte Träume damals. Ich kann mich nur erinnern, dass wir uns geküsst haben. An das Hotelzimmer kann ich mich nicht erinnern. Ich bin am nächsten Morgen zuhause aufgewacht. So ein Blödsinn kann ich nur faseln. Das Tagebuch hätte ich nicht mitnehmen sollen. Jetzt frage ich mich, ist es war oder nur ein Wunschgedanke. Ich sehe auf die Uhr und die Uhr zeigt 14 Uhr. Mittagessen.

Teil 43

Was ist bloß mit uns? Gerüchte ohne Ende

Es klingelt an der Tür. Ich sehe mich zu Juliane um. Sie schläft noch. Dann stehe ich auf, dass sie durch das Klingeln nicht geweckt wird. Als ich an der Telefonsprechanlage bin, frage ich nach wer da ist. Simon antwortet mir. Ich lasse ihn rein. „Moin Simon. So früh?“ „Ja. Dein Vater versucht Dich zu erreichen. Moin erstmal.“ „Wieso versucht er mich zu erreichen?“ „Ich weiss auch nicht genau, irgendwas ist passiert.“ „Okay. Setz Dich. Ich koche einen Kaffee für uns und telefoniere mit meinen Dad.“ „Warum sagst Du ab und zu Dad zu deinen Vater?“ „Immer wenn ich denke, es steht Ärger ins Haus.“ Simon nickt und setzt sich auf einen Stuhl. Ich setze Kaffee auf und telefoniere mit meinen Vater. Er erklärt mir, dass ich sofort nach Hamburg kommen soll. Mein Onkel wüsste Bescheid. Irgendeine Freundin von mir würde Stress in der Firma machen. Wer es ist konnte er mir nicht sagen. Dann fragt er mich noch, warum er mich nicht erreichen könnte. Ich erwiderte ihn, dass ich bei meiner Verlobten bin und sie hätte auch Stress. Beim Wort Verlobte wurde er hellhörig und fragte, wieviel Verlobte ich denn hätte. Daraufhin wurde ich stutzig. Irgendwas lief hier total schief. Ich verspreche meinen Vater, dass ich so schnell wie möglich komme und legte auf. Dann gehe ich wieder zu Simon. „Na, was ist los?“ „Simon was weisst Du?“ „Dein Vater sagte, irgendeine Frau behauptet, dass sie mit Dir befreundet ist und Du sie heiraten willst.“ „Ich habe keine Verlobte in Hamburg.“ „Nicht?“ „Nein. Es gibt keine Person außer Juliane die ich heiraten will.“ Simon sieht mich nachdenklich an. „Hast Du wirklich niemand die Ehe versprochen?“ „Nein. So leichtfertig gehe ich nicht mit Heiratsanträge um.“ „Nicht?“, fragt jetzt eine bekannte Stimme. Wir drehen uns um und Juliane steht in der Tür. „Nein. Wenn dann meine ich es todernst.“ Juliane sieht mich an. „Wer ist die Frau?“, fragt sie mich. „Keine Ahnung.“ „Vielleicht hattest Du doch was mit Maja oder Ariane und Du verarsch mich?“ „Nein. Juliane. Ich würde das nie tun. Mit Maja war nichts. Eigentlich wollte ich Dich mit Maja eifersüchtig machen, aber irgendwie habe ich mich dagegen entschieden. Ich war nett zu. Mehr nicht. Und Ariane. Ich glaube, sie hat die fixe Idee, das sie meine Traumfrau ist.“ „Was ist das mit Maja?“, will jetzt Simon von uns wissen. „Wir waren auf Sylt. Johannes meinte, wir sollten ihn besuchen. Jedenfalls ist mir Juliane gleich aufgefallen. Maja dachte, ich würde mich für sie interessieren?“ „Wie kommst sie darauf?“ „Maja und Juliane standen nebeneinander. Ich hatte nur Augen für Juliane. Aber meine Freundin hier.“ Als ich das sage, sehe ich Juliane an. „Zeigte kein Interesse an mir. Dafür Maja. Mir ist das gar nicht aufgefallen, dass Maja Interesse hatte. Max hat das gesagt. Wenn ich Maja ansehe, dann soll ich sie ansprechen. Ich hätte mich glatt am Bier verschluckt als er es sagte.“ „Und dann?“, fragte mich Simon und Juliane. „Sie hing wie eine Klette an mir. Ich war froh, dass ich ab und zu in Juliane Nähe war. Als ich morgens aufwachte, lag sie in meinem Bett. Da dachte ich nur, das ist Schicksal.“ Ich sehe Juliane an und sie wird rot. Simon sieht das und grinst. „Mensch Simon. So war das nicht. Sie war Mühe und hat das erste beste Zimmer genommen. Mitten in der Nacht habe ich gar nicht drüber nachgedacht, wer in meinem Bett lag. Juliane hatte ich eine ganze Weile nicht mehr gesehen. Ich dachte, sie wäre zuhause. Maja hatte ich zum Glück abgehängt. Meinst Du wie ich mich gewundert hatte, dass Juli bei mir lag. Jedenfalls hat Ole uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und hat Juli Blödsinn erzählt. Ich habe sie erst wieder in der Firma von deinen Onkel gesehen.“ „Tja. Dann hast Du sie gleich vernascht?“ Ich schüttele den Kopf. „Nein. Sie war tabu. Aber ich konnte mich ihrer magischen Anziehungskraft nicht entziehen. Und dann sagst Du noch mir. Ich solle alle Probleme über Bord schmeißen und meiner Traumfrau meine Gefühle zeigen.“ Juliane sieht Simon an. „Da wusste ich nicht, dass Juliane deine Traumfrau war. Erst auf Sylt ist mir klar geworden, wen Du liebst. Du hast die ganze Zeit mit Maja geredet aber gedanklich warst Du nicht da. Als Grammy gesagt hat, das ihr beide zusammen angekommen seid, war mir einiges klar. Besonders als Du zum Strand gingst und deine Schwester hinterher. Da wusste ich es. Mir war auch klar, dass mein Vater nichts davon wissen durfte. Eins war mir nicht klar. Wie Du beides vereinbaren willst. Dann wurde ich erleuchtet.“ „Wie?“, will Juliane wissen. „Wir sollen ins Geschäft einsteigen. Ich verstand den Grund. Denn so was hätte ich wegen Merle auch gemacht.“ Simon grinst. Dann gehe ich auf Juliane an. „Ich lasse Dich ungerne alleine. Aber ich muss nach Hamburg was klären. Irgendwas läuft hier total falsch.“ Juliane nickt und ich drehe mich zu Simon um. „Hast Du eine Idee? Vielleicht sollte ich Jen fragen, ob Du bei Ihr bleibst. Frederik ist mir nicht geheuer.“ „Wir fragen nicht Jen, sondern sie kommt mit ins Hotel. Aber nur wenn es Juliane recht ist. Phil hat recht, Du kannst hier nicht alleine bleiben.“ „Ich kann mich wehren.“ „Dann kann ich mir vorstellen. Phil hätte aber keine ruhige Minute, wenn er wüsste, das Du in Gefahr bist.“ „Simon. Besser hätte ich es nicht formulieren können.“ Wir trinken alle einen Kaffee. Danach packen ich und Juli unsere Koffer. Ich achte darauf, dass sie alle ihre Sachen mitnimmt. Nicht das sie was vergisst und zurück muss. Wenn sie Pech hat steht Frederik vor der Tür. Anschließend verabschieden wir uns. Simon fährt mit Juliane ins Hotel und ich nach Hamburg.

Teil 42

Der gemeinsame Abend

Phil und Simon gehen in die Küche. Beide haben mich aus der Küche verbannt. Sie wollten alleine kochen. Ich soll mich noch schonen. Was kochen die denn da? Komischer Geruch. Verdammt mir ist schlecht und ich renne zum Badezimmer. Das ist doch nicht normal. Langsam schwant mir was. Mist. Das darf nicht sein. Nein, ich bin nicht schwanger. Oder doch? Verdammt. Phil darf es nicht wissen. Er macht sich eh schon Sorgen. Meine Vermutung darf ich nicht äußern. Nachher denkt er, ich hätte doch mit jemand anders geschlafen. Eine Erinnerung kommt mir in den Sinn. Der eine Abend auf Sylt. Mist. Wir haben doch darauf geachtet oder nicht? Verdammt. Wir haben mit Sekt angestoßen und es war so romantisch. Haben wir dabei alle Vorsicht außer Acht gelassen. Phil kommt an die Tür. „Alles gut bei Dir?“ „Ja. Ich bin wohl doch nicht so ganz fit.“ „Sollen wir es absagen?“ „Nein. Wir ziehen es durch.“ „Wie Du meinst.“ Dann höre ich wie sich Phil und Simon unterhalten. Simon fragt dann, ob ich schwanger wäre. Phil verneint es. Wie ich denn schwanger werden sollte? Wir wären doch schon einige Zeit auseinander. Langsam würden wir uns wieder annähern und ein Kind wäre da nicht so hilf reif. Auch das noch. Er will kein Kind. Fuck. Ich kann nicht mit Phil zusammen sein. Nein. Bloß nicht. Wie bringe ich es Phil bei, wenn ich schwanger bin. Ich muss ihn vorher in den Wind schießen. Es klingelt. Phil geht an die Tür und begrüßt unsere Gäste. „Wo ist Juli?“, fragt Jenna. „Sie ist im Bad.“ Plötzlich klopft es an die Tür. „Juli. Kann ich rein kommen?“ „Ja, Jen komm rein.“ Jenna kommt rein. „Was ist los? Hast Du Stress mit Phil?“ „Noch nicht. Aber bald?“ „Wie soll ich das verstehen?“ „Die morgendliche Übelkeit und das ich bestimmte Gerüche nicht riechen kann, kann nur eins bedeuten.“ „Du bis schwanger? Bist Du Dir sicher? Ist es denn von Phil?“ „Sicher bin ich mir nicht. Aber wenn ich eins und eins zusammenzähle. Durch den Stress habe ich gar nicht gemerkt, dass der Zyklus nicht stimmt.“ „Mmh.“ „Was heisst das?“ „Phil wird sich bestimmt freuen?“ „Nein. Er will keine Kinder.“ „Verdammt. Da steckst Du wirklich in der Scheisse.“ „Jip.“ „Lass uns zu den anderen Kindern.“ Wir stehen auf und es klingelt an der Tür. „Ich gehe schon.“, rufe ich zu den Anderen. Als ich die Tür öffne, ist es Merle. „Hallo Juli. Man siehst Du Scheisse aus. So sah ich auch in den ersten Wochen aus.“ „Was bitte?“ „Du bist schwanger. Das sieht man doch.“ „Nein, bin ich nicht.“ „Ja. Ja, Die Nächte auf Sylt haben ihren Reiz.“ Merle lacht. Simon kommt um die Ecke. „Na, Hübsche.“, begrüßt er seine zukünftige Frau. Dann beugt er sich zum Bauch. „Und Du kleiner Racker nervst Mama nicht so.“ Beide lachen. Erst jetzt bemerkt Simon mich. „Shit. Das weiss ja noch keiner. Juli. Nicht verraten.“ „Nein. Simon. Das tue ich nicht.“ „Hoffentlich.“ „Simon. Sie wird uns nicht verraten, weil sie auch ein Geheimnis hat.“ „Welches?“ „Das verrate ich Dir nicht Schatz. Frauengespräche.“ Simon mustert mich und grinst. „Ich weiss schon. Phil streitet es auch ab. Lassen wir Ihnen ihr Geheimnis noch.“ Dann gehen die Beiden rein. Während des Abends kommen wir auf das Gespräch Kinder. Phil antwortet, dass er dafür noch keine Zeit hat. Matti sagt, so was plant man doch nicht. Wenn Jenna schwanger wäre, würde er sich riesig freuen. Simon sagt, er wünscht sich viele Kinder. Merle sieht ihn argwöhnisch an. Fußballmannschaft kommt nicht in Frage. Simon lacht. Als ich an der Reihe bin, sage ich, dass ich darüber noch nicht nachgedacht habe. Merle, Simon und Jen sehen mich an. Ich sage dann noch, ich bin zu jung dafür. Danach reden wir wieder über andere Themen. Phil sieht mich die ganze Zeit an. Es rattert in seinem Gehirn. Das sehe ich. Phil hört gar nicht mehr zu. Als spätabends die Gäste weg sind, sieht mich Phil wieder so an. „Sag mal Juliane.“ „Was Phil?“ „Merkwürdig ist das schon?“ „Was?“ „.Morgens geht es Dir total schlecht und nachmittags geht es Dir blendend. Und dann kannst Du Gerüchte nicht ab. Bist Du schwanger?“ „Wie soll ich den schwanger werden und von wen?“ „Tja. Ich denke gerade nach. Vielleicht die eine Nacht auf Sylt.“ „Ach Quatsch. Ich bin nicht schwanger.“ „Dann lass Dich durch checken bevor wir in zwei Wochen zusammen nach Hamburg gehen. Dir geht es ständig schlecht. Ich mache mir Sorgen.“ Ich setze mich kerzengerade hin. „Wie jetzt? In zwei Wochen gehen wir zusammen nach Hamburg.“ „Ja. Ich brauche deinen Rat für die Umgestaltung meines Hauses und meine neue Angestellte soll sich ja auch wohl fühlen.“ „Ich verstehe es nicht?“ „Ich habe es mit meinen Onkel und meinen Vater abgeklärt. Du arbeitest für Onkel Alfred und machst Karriere und wohnst bei mir.“ „Okay. Mit entscheiden darf ich nicht.“ „Kommst Du denn nicht mit?“ „Wenn Du mich nett fragst, dann überlege ich es mir.“ „Komm bitte mit.“ Dann gebe ich ihm einen Kuss. Aber wenn meine Vermutung sich bewahrheitet. Was soll ich dann tun?

Teil 41

Julianes Wohnung

Früh morgens klingelt es an meiner Tür. Ich sehe auf die Uhr. Es ist erst fünf Uhr. Das Klingeln hört nicht auf und dann stehe ich auf. Nicht das meine Nachbarn geweckt werden. Super. Ich habe ja eine Sprechanlage. Erstmal hören, wer mich so früh stört. Hoffentlich nicht Frederik. Vielleicht hat Jen Stress mit Matti. „Ja. Wer stört so früh.“ „Ich.“ „Wer ich?“ „Phil.“ Was will Philipp hier? Na gut, wenn er so früh gekommen ist, muss es wichtig sein. Wer weiss was er mir erzählen will. Vielleicht das er sich mit mir geirrt hat. Vielleicht können wir ja doch Freunde bleiben. Dann drücke ich auf den Knopf. „Komm hoch. Ich mache die Tür auf. Komm einfach rein.“ Boah ist mir übel. Der nächste Weg führt mich ins Bad. „Juliane.“ „Ja, ich komme gleich. Geh schon mal in die Küche.“ Kurze Zeit später stehe ich in der Küche. „Was machst Du hier?“ Phil will mich küssen. „Lieber nicht.“ „Warum?“ „Wir haben bis jetzt immer noch nicht geklärt, was das ist mit uns.“ „Darf ich Dich als Freund umarmen bis wir das geklärt haben.& Als Freund. Gut. Dann sind wir halt Freunde. Was soll das heissen, bis wir es geklärt haben. Nein, er sollte mich nicht umarmen. Nicht dass er sich noch ansteckt. „Nein. Ich habe mir einen Virus eingefangen.“ Phil zieht mich an sich ran. „Das ist mir jetzt egal.“ „Sorry. Ich muss mal.“ Schon bin ich in mal wieder im Bad verschwunden. „Hört sich wirklich schrecklich an. Du solltest das untersuchen lassen.“ Als ich die Badezimmer öffne, steht er vor mir. „Ich rufe in der Firma an und sage, dass Du krank bist. Du legst Dich ins Bett und ich pflege Dich.“ „Du?“ „Ja, ich. Was dagegen?“ „Hast Du nichts Besseres zu tun?“ „Nein. Also leg Dich hin.“ Mir bleibt nichts anderes übrig und sage: „Ja wohl Chef.“ Phil grinst und ich lege mich ins Bett. Er denkt mich zu. Gegen sechs Uhr höre ich wie Phil in der Firma anruft und sagt, dass ich nicht komme. Die nächsten Tage pflegt mich Phil. Morgens ist mir immer total übel und im Laufe des Tages geht es mir super. Wir führen lange Gespräche. Er sagt mir immer wieder, dass es ernst meint. Phil hätte auch mit seinen Onkel und seinen Vater geredet. Sie auch in seine Pläne mit einbezogen. Jetzt würde es nur noch an mir liegen. Philipp kümmert sich rührend um mich. Aber irgendwie ist das merkwürdig. Mir ist nur morgens üben. Nachmittags geht es mir immer wieder gut. Manchmal unternehmen wir auch was. Phil hat in der Firma gesagt, dass er mich für Außen Einsätze beim Kunden brauchen würde. Jedenfalls ruft mich Jen jeden Abend an und heute will sie sogar mit Matti vorbei kommen. Phil und Simon haben keine Probleme damit, dass die Beiden ein Paar sind. Simon will heute Abend auch kommen. Phil ist gerade einkaufen. Ich setze mich auf die Terrasse und sehe in die Ferne. Irgendwie schön. Wenn sich das mit Phil einrenkt, wäre das Leben perfekt. Irgendwie traue ich den Frieden nicht. Es klingelt. Ich gehe an die Türsprechanlage. „Phil hast Du den Schlüssel vergessen.“ „Ich bin nicht Phil.“ Shit. Das ist Frederik. „Was willst Du von mir?“ „Mit Dir reden, was sonst.“ „Ich will aber nicht mit Dir reden.“ Dann höre ich die Stimme von Simon. „Was wollen sie von meiner Angestellten? Erst beleidigen und dann auflauern.“ „Ich will nur mit ihr reden. Ist das verboten?“ „Ja. Es wäre schön, wenn sie Familienmitglieder von mir nicht belästigen.“ „Wie Familienmitglieder?“ „Juliane hört schon das ganze Leben zu unserer Familie. Wir sind nur befreundet, aber es wir haben sie immer als Familienmitglied angesehen. Sie ist sogar schon mit meinen Cousin verlobt.“ „So so. Und dann macht sie sich an andere Kerle ran.“ „Wie meinen sie das? An andere Kerle?“ „Kevin hat gesagt, er hat sie flachgelegt. Also ist sie Freiwild.“ Was ist das denn? Phil kommt. „Hallo Leute.“ Er muss wohl Frederik sehen. „Was machen sie?“ „Er behauptet, dass Juliane mit Kevin geschlafen hätte. Sie wäre Freiwild?“ „Wenn sie keine Anzeige wegen Verleumdung haben möchten, dann verschwinden sie.“ Dann höre ich nur lauten Tumult. Was ist da unten los. Ich renne runter und sehe wie sich Frederik entfernt. Phil kommt auf mich zu. „Egal was der Typ sagt, ich weiss es besser. Wir werden alles in die Wege leiten, dass Du wo anders wohnst. Nicht das er Dich belästigt, wenn ich in Hamburg bin.“ „Wie Du muss nach Hamburg?“ „Noch nicht heute. Aber Anfang nächster Woche. Du muss Jen noch ein bisschen unter die Arme greifen. Meinst Du schaffst das?“ Ich nicke und wir drei gehen hoch in die Wohnung.