TEIL 44

Simon und ich im Hotel

Ich und Simon kommen in Hotel an und er mietet mir ein Hotelzimmer. Dann bringt er mir meine Koffer aufs Zimmer. „Simon. Die Koffer kann ich selber tragen.“ „Ja, aber nicht in den Zustand.“ „Ich bin nicht schwanger?“ „Nein?“, sieht er mich fragend an. „Wie soll das passieren? Etwa wie bei Jungfrau Maria?“ „Nein. Oder hat mein Cousin einen Draht nach oben?“ Wir lachen. „Lachen steht Dir besser. Merle sagt auch, dass Du schwanger bist. Sie sah genauso beschissen in den ersten Wochen aus. Ganz ehrlich. Ich liebe sie immer noch und soll ich Dir ein Geheimnis verraten?“ „Wenn Du es mir verrätst ist es kein Geheimnis mehr.“ „Nein. Aber eine Erkenntnis für Dich?“ „Welche? Das Phil keine Kinder haben will und ich irgendwann welche haben will.“ „Wieso will Phil keine Kinder? Er liebt Kinder. Das Geheimnis hat nichts mit Phil zu tun. Oder doch?“ Ich sehe Simon an. „Du sprichst in Rätsel Simon.“ „Wenn Du doch schwanger bist, dann wirst Du immer schöner. Wenn nicht?“ „Was dann?“ „Dann muss Du mit dem schrecklichen Gesicht leben.“ Ich schmeiße Simon ein Kissen ins Gesicht. „Warte.“ Wir albern rum und sind uns sehr nah. Dann sehen wir uns in die Augen. Simon geht einen Schritt zurück. „Ich verstehe jetzt, warum Phil Dich liebt. Ich weiss jetzt endlich warum ich Merle so liebe.“ Ich sehe ihn irritiert an. „Wir haben eben rum gealbert als ob wir zusammen wären. Sind wir nicht. Ich habe an Merle gedacht. Sie ist genauso wie Du und habe Merle Gesicht vor Augen gehabt. Plötzlich wurde mir was bewusst?“ „Was?“ „Du bist nicht Merle, aber ich mag Dich. Bilde Dir nichts drauf ein. Wie ein Bruder halt.“ „Was willst Du mir damit sagen?“ „Ich hätte Dich bald geküsst, weil ich nur Merle im Kopf hatte. Ich habe Merle in Dir gesehen. Sorry. Wird nicht wieder vorkommen.“ Ich überlege auch. Warum habe ich das Kissen nach ihm geworfen? Weil mir Phil fehlt. Ich mich an ihn erinnert habe. „Du hast Recht. Wir waren in einer Phantasiewelt.“ Simon sieht mich an. „Schön, dass Du es auch so siehst.“ Dann geht er. Ich lege mich aufs Bett und lese in meinem alten Tagebuch. Das Tagebuch habe ich nur mitgenommen, weil ich herausfinden wollte, was das damals war. Da ist die Stelle. Liebes Tagebuch. Heute habe ich zwei verrückte Jungs kennengelernt. Es könnten glatt Zwillinge sein. Ich habe mich gleich in beide verliebt, aber der eine Junge ließ mich nicht los. Wir haben uns gezofft und dann hat er mich geküsst. Der andere Typ kam wieder und grinste. Er sagte was zu mir. Was war das? Ach ja. Ich wäre süß. Aber er gönnt seinen Cousin es. Ich sollte ihn mir warmhalten. Er wäre nichts für eine Unschuld von Lande. Das war irritierend. Kurze Zeit später sahen wir beide ihn mit jemand anders rummachen. Mein Prinz, wie ich ihn scherzhaft nannte, war etwas besonders. Wir tauschten Nummern auch. Am nächsten Morgen sind mein Prinz und ich einen Zimmer aufgewacht. Verdammt. Ich weiss nicht wie ich dahin gekommen bin. Warum bin ich ausgezogen? Mein Prinz wacht auf und sieht mich an. Er sagt dann zu mir süße Prinzessin. Ich sehe zum Fenster raus. Noch dunkel. Bloß weg. Irgendwie ist das ein verrückter Traum gewesen. Meine Güte hatte ich verrückte Träume damals. Ich kann mich nur erinnern, dass wir uns geküsst haben. An das Hotelzimmer kann ich mich nicht erinnern. Ich bin am nächsten Morgen zuhause aufgewacht. So ein Blödsinn kann ich nur faseln. Das Tagebuch hätte ich nicht mitnehmen sollen. Jetzt frage ich mich, ist es war oder nur ein Wunschgedanke. Ich sehe auf die Uhr und die Uhr zeigt 14 Uhr. Mittagessen.

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