Zuhause

Was heisst eigentlich zuhause?

Zuhause heisst für mich Familie und Freunde.

Wenn man in der Fremde ist und die Familie weit weg ist, kann es auch ein Zuhause sein kann. Wenn man Freunde hat, die einen ein Lächeln schenken. Freunde die für einen da sind wie eine Familie.

An den Spruch ist was wahres dran. DER SPRUCH HÄNGT BEI UNS IN DER Ķüche. Da wo die meisten Parties statt finden.

Also denkt drüber nach.

FREUNDE BRAUCHT MAN GENAUSO WIE Familie.

Frühling

Endlich ist er da. Der Frühling. Man sieht überall das es blüht. Letzte Woche schneite es und dieses Wochenende bekommen wir 20 Grad und Sonnenschein. Verrücktes Wetter. Aber die Sonne brauchen wir jetzt. Wieder Energie tanken. Aber in April gibt es das öfters. Kalt, Schnee und Regen. Oder Warm, Sonne und Regen. TYPISCHES Aprilwetter.

Aber es schön zu sehen, wenn sich die Blüten am Baum entfalten.

Schönen Frühlingstage und schöne Ostern.

Die Erklärung

Im Zug hänge ich meinen Gedanken nach. Warum habe ich meiner Mutter eigentlich von Phil erzählt? Habe ich wirklich so von ihm geschwärmt? Ich sehe auf die Uhr und stelle fest, dass ich erst in einer halben Stunde in Hannover bin. Warum habe ich den anderen Zug verpasst? Jetzt sitze ich im Bummelzug. Der Zug hält an fast jeder Bahnstation. Verdammt. Ob ich es rechtzeitig nach Hause zu kommen und zu mich frisch zu machen. Im Zug ist es ganz schön heiß. Ich stecke meinen Wecker am Telefon und schliesse meine Augen. Dann träume ich totalen Wirrwarr. Ich und Phil auf Sylt. Wie wir beide am Strand sparzieren gehen. Er nimmt meine Hand und wir bleiben stehen. Dann dreht er sich zu mir um und küsst mich. In den Moment klingelt mein Handywecker. Warum träume ich davon, dass Phil mich küsst? Vorhin habe ich sogar Susanne gesteckt, dass Phil nichts mit Angestellten anfängt. Momentan verstehe ich mich total nicht. Erst sage ich zu Susanne das. Dann schwärme ich meiner Mutter von Phil vor und jetzt träume ich noch von ihm. Was kommt als nächstes? Der Zug hält und ich steige mit meinen Seesack aus. Dann renne ich zum Taxistand. Mit meinen Seesack wollte ich keine Straßenbahn fahren. Um diese Uhrzeit ist es immer sehr voll. Ein Taxi hält vor meiner Nase und ich steige ein. „Wohin?“ Ich sage den Taxifahrer wohin er mich bringen soll. Anschließend fährt er los. Wir kommen bei der Wohnung an. Ich bezahle und sprinte nach oben. Jedenfalls so gut wie ich es mit dem Seesack kann. Als ich oben angekommen bin, stecke ich den Schlüssel in Tür. Dann öffne ich sie und höre Stimmen. „Wann kommt denn Juliane?“, fragt Marie. „Sie müsste jeden Moment kommen.“, antwortet Marlene drauf. „Hallo. Hier bin ich.“ „Wir sind im Wohnzimmer.“ Meinen Seesack schmeiße ich schnell in mein Zimmer und gehe in Wohnzimmer. Als ich die Tür öffne, erstarre ich. Phil, Ole, Marie und Marlene sitzen auf dem Sofa. Mein Bruder holt mich schnell aus der Starre raus. „Hallo Schwester. Hast Du es endlich geschafft?“ „Ja, ich habe den ersten Zug verpasst. Wir hatten einen Traktor vor uns.“ „Ich sage doch, auf den Land zu wohnen, bringt auch Nachteile.“, erwidert mein Bruder. Dann begrüße ich alle. „Setz Dich.“, sagt Marie zu mir. Phil fängt an zu erzählen. „Also. Wir müssen einige Sachen erklären. Z.B. Warum Du, Jörn und Marlene mit zum Seminar fahren.“ „Ja, das wäre sehr hilfreich.“, sagte Marlene zu ihn. „Also es ging ja alles sehr schnell. Eigentlich ward ihr drei für dieses Seminar nicht geplant. Aber als ein Gerücht aufkam und Susanne mich noch angebaggert hat, ist mein Onkel zu den folgenden Entschluss gekommen?“ „Und welchen?“, frage ich jetzt. „Du, Marlene und Jörn müsst aus der Schusslinie gebracht werden. Erst war mein Onkel sauer auf mich. Als ich ihn dann die Situation vom Wochenende erklärt habe, hat er sich beruhigt. Kurzerhand hat er meine Cousine angerufen. Die haben dann vier Seminarplätze geändert. Den Kollegen gesagt, das der Veranstalter die vier vergessen hat. Sie haben nicht gesagt, dass sie die Plätze mit Euch getauscht haben. Jedenfalls Susanne und Markus haben irgendwas vor. Herr Regen meinte es auch. Susanne hätte nach ganz bestimmten Sachen gefragt.“ „Seit wann weisst Du es?“, fragt Marlene. „Seit letzter Woche. Herr Regen war in meinen Büro und hat mich vor den Beiden gewarnt.“ „Okay. Und Janne?“, will ich wissen. „Janne, Jörn und Du seid ein gutes Team.“ „Okay.“ „Übriges gegenüber den Anderen ist meine Cousine meine Freundin. Alles klar? Bitte behaltet das für Euch.“ Marlene und ich nicken. Ole sieht Phil komisch an. „Ole. Alles gut. Danach hast Du sie wieder für Dich alleine.“ Wir lachen. Dann beschließen sie zum Italiener um die Ecke zu gehen. „Juliane willst Du nicht mit?“, fragt Ole mich. „Nein. Ich muss noch was erledigen.“ Die Anderen gehen und ich bleibe alleine zurück. Plötzlich klingelt es an der Tür. Ich gehe zur Tür. Phil steht vor mir. „Können wir kurz reden?“ „Ja, klar. Komm rein.“ Phil folgt mir und setzt sich aufs Sofa. Ich setze mich auf einen Sessel. „Spuck aus. Was willst Du?“ „Juli. Es fällt mir nicht leicht. Ich habe es auf Sylt ernst gemeint. Nicht das Du jetzt was Falsches denkst. Seit ich weiss, dass Du bei meinen Onkel angestellt bist.“ „Was meinst Du?“ „Du hast ja selbst gesagt, ich fange nichts mit Angestellten an.“ „Ja, ich und nicht mit meinen Chef.“ „Ja, da liegt der Knackpunkt. Als ich mich in Dich verliebt habe, war ich nicht dein Chef. Es fällt mir schwer dein Chef zu sein. Ich habe mit Marie abgesprochen, das ich noch ein paar Wochen bleibe. Aber dann bin ich wieder in Hamburg. Ich bin dann nicht mehr dein Chef.“ „Phil. Alles gut. Ich habe damit abgeschlossen. Fernbeziehung liegt mir auch nicht. Es ist besser Du gehst.“ „Bist Du Dir sicher?“ „Ja. Phil. Gehe bitte.“ Dann steht Phil auf und geht zu Tür. Ich folge ihn. Er öffnet die Tür, geht einen Schritt raus und dreht sich zu mir um. Ich habe es nicht kommen sehen. Dann küsst er mich. Ich stoße ihn weg. „Was soll das?“ „Ein Abschiedskuss.“ „Phil. Es war nichts zwischen und wird nie was werden.“ „Schade.“ Philipp geht dann ohne sich umzusehen. Ich mache mich auf den Weg in mein Zimmer. Es klingelt schon wieder und gehe wieder hin. Dann öffne ich die Tür. „Phil. Es wird aus uns nie was werden.“ „Ich bin nicht Phil. Hast Du doch was mit den Chef?“, fragt mich Markus. „Nein. Ich habe nichts mit ihm. Wir sind uns nur auf Sylt begegnet und er hat mich angebaggert. Aus Sylt habe ich ihn klar gemacht, das er andere anbaggern soll.“ Na gut. Es entspricht nicht der Wahrheit. Besser so als wenn Markus die Wahrheit kennt. „Ihr seid Euch auf Sylt begegnet?“ „Ja. Er hat schnell Ersatz gefunden.“ „Ist er ein Player?“ „Keine Ahnung. Frag ihn. Warum bist Du hier?“ „Weil ihr aufs Seminar fahrt? Ihr drei habt gar nichts davon erzählt.“ „Stimmt. Wir wollten bloß nicht darüber reden.“ „Jörn hat gesagt, dass ihr es bis vor kurzen nicht gewusst habt.“ „Ich und Marlene schon. Janne und Jörn nicht. Es war noch nicht klar, ob sie noch mit ins Seminar kommen. Jedenfalls haben sie wohl Namen vertauscht. Janne und Jörn wurde ins Seminar eingeschrieben und die Anderen wohl nicht. So hat es Marie, die Freundin von Chef gesagt.“ „Und dann küsst er Dich?“ „Keine Ahnung. Ole und Marie sind nicht mehr zusammen. Ole hat sich bei mir ausgeheult. In will mich in das Drama nicht einmischen.“ Marlene kommt. „Hallo Markus.“ „Hallo Marlene. Ihr wusstet von dem Seminar? Jörn und Janne hatten keinen Ahnung.“ Meine Freundin sieht mich an. „Richtig.“, sagt sie. Markus nickt und verabschiedet sich von uns. Als wir im Wohnzimmer waren. „Sag mal, was hast Du Markus erzählt?“ „Phil hat mich an der Tür geküsst. Ich konnte doch nicht sagen, dass Ole mit Marie noch zusammen ist. Notlügen sind doch erlaubt. Jörn hat gesagt, er hätte nichts gewusst. Jedenfalls musste ich mir das ausdenken.“ „Das ist Dir schwer gefallen, oder. Du bist die Ehrlichkeit in Person.“ „Ja, Marlene. Es ist mir wirklich schwer gefallen.“ „Lass uns ins Bett gehen. Übrigens Phil mag Dich wirklich.“ „Mir egal. Das Thema Phil ist abgeschlossen.“

Teil 15

Juliane

Ich sitze im Zug, weil ich Sachen aus meiner anderen Wohnung holen muss. Damals habe ich immer gedacht, dass man in der Stadt besser leben kann. Marlene und ich haben uns eine Wohnung in der Stadt gemietet. Mir wurde schnell klar, dass es nicht mein Ding ist. Es war einfach ein Irrtum. Ich bin kein Stadtkind. Absolut nicht. Eher ein Dorfkind. Daraufhin habe ich meine Eltern gefragt, ob ich in der Einliegerwohnung in ihrem Haus wohnen darf. Meine Eltern waren begeistert. Ein Kind was in der Nähe ist. Momentan pendele ich immer wieder mal zwischen der Einliegerwohnung und der Wohnung in Hannover. Mein Zimmer in unserer WG habe ich für alle Fälle behalten. So musste ich in der Firma nicht meine Personaldaten ändern. Jedenfalls kommt es immer darauf an, was anliegt. Wenn Marlene und ich was in Hannover unternehmen, bleibe ich einfach da. Oder wenn es spät in der Firma wird. Besonders wenn die Züge mal wieder streiken, ist das praktisch. Dann brauche ich mir kein Hotelzimmer nehmen. Meine Eltern haben mir damals gesagt, ich sollte mein Zimmer in der Wohnung in Hannover behalten. Sie haben mir die Gründe aufgezählt. Meine Eltern haben vollkommend Recht. Jedenfalls haben mich die Gründe überzeugt. Mein Bruder wohnt ja auch in Hannover. Jedenfalls haben wir dann Familienrat gehalten und einige Sachen bezüglich der Wohnung besprochen. Ole bleibt auch ab und zu bei meinen Eltern. Besonders wenn Erntefest ansteht und er voll mit den Erntefestaktivitäten eingespannt ist. Manchmal bin ich richtig froh nicht in der Stadt zu sein. Hier kann ich mal im Garten sitzen ohne vom irgendein Nachbarn angegafft zu werden. Im Sommer ist das richtig herrlich. Grillen kann man ohne den Nachbarn groß zu fragen. Plötzlich schießt mir ein Gedanke durch den Kopf. Ob mich meine Mutter vom Zug abholt? Hoffentlich. Angeschrieben habe ich sie ja. Ich sehe aus dem Fenster. Langsam komme ich der Heimat näher. Als ich den Bahnsteig sehe, sehe ich schon meine Mutter. Dann steige ich aus und gehe auf sie zu. „Hallo Mum.“ „Hallo Kleine. Erzähle mal. Was ist das für ein Seminar?“ „Keine Ahnung.“ „Bestimmt so was neumodisches. Zusammenhalt in der Firma fördern.“ „Kann sein. Wo steht dein Auto.“ „Dort drüben.“ Wir gehen hin und unterhalten uns. Paps ist noch in der Firma. Als wir zuhause angekommen sind, macht meine Mutter uns eine Tasse Kaffee. Ich gehe kurz nach oben und suche mir die Kleidung, die ich mitnehmen möchte, raus. Anschließend packe ich meine Sache in meinen Seesack und gehe wieder zu meiner Mutter. „Mensch Juliane. Hast Du alles?“ Meine Mutter fängt wieder an mich zu bemuttern. Ich sage genervt: „Ja. Mama. Alles im Koffer.“ „Setz Dich. Erzähle. Was gibt es Neues?“ Meiner Mutter erzähle ich was so in letzter Zeit passiert ist. Seit ich aus Sylt zurück bin, habe ich sie noch nicht wieder gesehen. Meine Eltern waren im Urlaub. Sie besuchten Papas Cousin in den USA. Dann sieht mich meine Mutter an. „Sag mal Juliane.“ „Was?“ „Hast Du Dich auf Sylt verliebt?“ „Nein. Wie kommst Du darauf.“ „Du schwärmst ja von dem Typen.“ „Er war nur richtig nett.“ „Ich würde mich ja für Dich freuen.“ „Mama. Wie war es in den USA?“ „Lenkt von Thema nicht ab.“ Mist, hat nicht geklappt. Ich hätte ihr das nicht erzählen sollen. Zum Glück habe ich ihr nicht gesagt, dass er jetzt mein Chef ist. Phil ist einfach tabu für mich. „Du willst nicht über das Thema sprechen. Wie geht es denn Marie und Ole?“ „Nein. Woher kennst Du Marie?“ „Ole war mit Marie letztes Wochenende hier. Er hat sie als seine Freundin vorgestellt.“ Mein Bruder hat noch nie ein Mädel meinen Eltern vorgestellt. Was ist mit Finn Ole bloß los? Mein Telefon klingelt und ich gehe ran. „Hallo Marlene.“, sage ich ins Telefon. „Hallo Juli. Kommst Du heute noch zurück oder sehen wir uns morgen erst?“ „Wieso? Störe ich irgend wobei.“ „Nein. Ich will es nur wissen. Marie will vorbeikommen und hat gefragt, ob Du auch nachher da bist.“ „Ja.“ Ich schaue auf die Uhr. „So ungefähr in zwei Stunden.“ „Okay bis dann.“ Dann lege ich auf. „Du musst schon wieder weg?“ „Ja, die Seminarleiterin will uns noch Informationen geben. Schlimm?“ „Nein, es ist okay.“ Eigentlich weiss ich ja nicht, ob sie die Seminarleiterin ist. Jedenfalls kann sie mir die Frage beantworten, warum sie alles regeln. Eine Stunde später sitze ich wieder im Zug nach Hannover.

TEIL 14

Bürogespräche

Ich komme ins Büro. „Das fasse ich jetzt nicht.“ „Was fasst Du nicht?“ „Susanne schmeißt sich an unseren Chef ran.“ „Echt jetzt.“ „Janne ja.“ „Ich gehe gleich mal rüber.“ „Bloß nicht. Sonst heisst es, wir wären neugierig.“ „Quatsch. Ich muss eh was fragen.“ Dann geht Janne raus. Marlene kommt rein. „Na. Juliane“ „Moin. Marlene.“ „Hast Du Phil schon gesehen?“ „Ja, eben in Susannes Büro. Entweder er schmeißt sich an sie ran oder sie schmeißt sich an ihn ran.“ „Eher Susanne. Phil glaube ich nicht.“, sagt jemand, der gerade rein kommt. Wir drehen uns zu der Stimme um. „Marie. Was machst Du hier?“ „Meine zukünftigen Angestellten unter die Lupe nehmen.“ „Wie zukünftige Angestellte?“ „Das ist nur Scherz. Ich muss zu meinen Vater. Irgendwann übernehmen Charlotte, ich und mein Bruder das. Aber noch nicht jetzt. Phil macht das ganz gut. Momentan machen wir alle noch was anderes und kommen nicht so schnell aus der Sache raus. Jedenfalls mein Onkel hat dann Phil vorgeschlagen.“ „Okay.“, sage ich. „Juliane. Nur ein Tipp. Höre auf dein Herz und nicht auf Gerüchte. Das habe ich bei deinen Bruder auch gemacht.“ Susanne kommt rein. „Wer sind sie? Was machen sie hier?“ „Oh Sorry. Ich wollte eben nach den Weg nach Herrn Stoffel fragen. Die Empfangsdame hat mich hier hingeschickt.“ „Hier sind sie falsch. Da hätten sie die untere Etage nehmen müssen. Frau Spät was machen sie hier. Gehen sie bitte wieder in ihre Abteilung. Ich muss mit Frau Früh sprechen.“ Dann gehen die Beiden raus. „Jetzt raus mit der Sprache, warum hat sie der Chef geküsst?“ „ Wie eben gesagt. Eine Wette unter Freunden. Mehr nicht. Was geht sie das eigentlich an.“ „Phil hört mir. Schminken sie ihn ab.“ „Susanne. Du kannst ihn gerne haben.“ „Ich warne Dich.“ „Schon gut. Ich schlafe mich nicht hoch. Phil ist ein Freund aus Kindertagen. Mehr nicht. Ich fange nie was mit Arbeitskollege geschweige mit den Chef was an.“ „Das ist gut.“, erwidert sie und geht raus. Die Beiden stehen aufeinander. Ich dachte, er würde so wie ich denken. Janne kommt rein. „Soll ich Dir was erzählen.“ „Meinetwegen.“ „Unser Chef steht nicht auf Susi. Ich habe ihn sogar zu Herrn Regen gebracht.“ „Egal. Sonst noch was?“ Das Telefon klingelt und ich nehme ab. „Früh?“ „So früh ist das auch nicht. Könntest Du bitte zu mir ins Büro kommen?“ „Wer ist denn dran?“ „Dein Boss.“ „Okay. Ich komme.“ Dann stehe ich auf. „Wo willst Du denn hin?“ „Zum Chef.“ „Was will der denn von Dir.“ „Keine Ahnung.“ Wie in Trance erreiche ich das Büro von Phil und klopfe rein. „Herein.“ Ich trete ein. Marie und Jörn sitzen auch da. „Setz Dich.“, sagt Marie. Dann setze ich mich. „Juliane. Du und Jörn habt gute Arbeit geleistet. Wir möchten Euch gerne auf ein Seminar schicken. Morgen würde es losgehen.“, sagt Phil. „Wie jetzt?“ Jörn flüstert mir was ins Ohr, damit Marie und Phil es nicht hören. „Die Freundin von Chef hat gesagt, die Idee wäre gut. Ich wusste gar nicht, dass sie ein Paar sind. War dein Ex Freund Ole nicht mit ihr zusammen.“ „Ganz ehrlich. Ich weiss es nicht. Am Samstag war ich sehr früh weg.“ „Was flüstert ihr denn?“ „Nichts.“ „Ich denke mir, das Seminar in den Unternehmen wird Euch beiden Spaß machen.“ Langsam verstehe ich die Welt nicht mehr. Was soll das alles bedeuten? Jörn und ich nicken und gehen. Die Sekretärin gibt uns die Unterlagen. Hamburg. Marlene kommt auf uns zu. „Ihr auch?“, fragt sie. „Ja, Du auch?“ Marlene nickt. Marie kommt hinter uns her. „Geht nach Hause. Packt eure Sachen. Wir sehen uns morgen früh. Euch noch einen schönen Tag. Wir regeln das schon.“ Verdammt was ist hier los.

Teil 13

Montagmorgen

Am Montagmorgen gehe ich in mein Büro. Das Telefon klingelt. Warum klingelt heute ständig das Telefon. Erst heute Morgen zu Hause und jetzt hier. Ich gehe schnell zum Telefon und als ich abnehme, ist keiner dran. Typisch. Können die nicht länger warten. Plötzlich wird die Tür aufgerissen und mein Onkel steht wütend in der Tür. „Morgen Onkel Alfred.“ „Morgen.“, knurrt er zurück. „Ist was passiert, das Du sauer auf mich bist.“ „Ja.“ „Und was?“ „Hast Du eine Angestellte von geküsst?“ Woher weisst er das denn. Soll ich ihm die Wahrheit sagen oder nicht. Besser ich sage meinem Onkel die Wahrheit. „Was ist Philipp? Hat es Dir die Sprache verschlagen? Oder ist das eine Gerücht?“, fragt er jetzt. „Es ist kein Gerücht. Ich habe eine Angestellte geküsst. Ist das jetzt so schlimm?“ „Wie man es nimmt. Eigentlich wollte ich sie befördern, aber so sieht es aus als ob sie es über Dich geschafft hätte.“, sagt er jetzt ruhiger. „Moment. Du willst Juliane befördern?“ „Ja. Eigentlich. Ich muss aber erst herausfinden, wer Informationen über die Firma ausplaudert. Bei Juliane kann ich es mir nicht vorstellen. Ellas Vater legt die Hand für sie ins Feuer.“ „Erstmal. Ich habe nur Juliane geküsst, weil Ole meinte, es wäre mein Job.“ „Ole? Maries Freund. Was hat er mit Juliane zu tun?“ „Juliane und Finn Ole gehören zu einer Familie. Das wusste ich bis Samstag auch nicht. Ich dachte Ole wäre ihr Freund.“ „Warum ist es jetzt dein Job?“ „Also Markus. Wie soll ich es sagen? Früher hat man gesagt, er würde das Mädchen anbaggern. Man kann auch sagen, er will was von ihr? Juliane hat kein Interesse und Ole hat immer dann ihren Freund gespielt. Ich wäre ja ihr Chef, bei ihn wäre es wegen seiner Freundin unglaubwürdig.“ Na, gut es ist nicht die ganze Wahrheit. Besser eine Notlüge erzählen als zu sagen, was auf Sylt passiert war. „Okay. Zu welchen Verhältnis stehen die Beiden jetzt zueinander?“ „Geschwister. Markus weiss es aber nicht. Ole meint, ich würde es glaubhafter rüberbringen. Besonders weil ich sie schon über zwanzig Jahre kenne.“ „Du kennst Juliane schon länger.“ „Ja, auch Marlene. Ella hat uns Fotos gezeigt.“ Mein Onkel hat sich beruhigt und schluckt die Geschichte. „Übrigens. Mein Motto ist das auch. Fange nie was mit Angestellten an. Onkel Alfred. Es war nur eine Hilfe.“ „Schon gut Phil.“ „Hast Du schon einen Verdacht, wer es sein könnte?“ „Susanne, John oder Markus. Janne und Juliane schliesse ich aus. Jörn auch. Jannes Eltern kenne ich von der Schule und Jörns Vater ist ein alter Studienkollege von mir.“ „Okay. Was hast Du vor?“ „Du wirst ein bisschen Susanne und ihren Kollegen über die Schulter schauen. Dann berichtest Du mir von der Abteilung.“ „In welcher Abteilung sitzen denn Janne, Juliane und Jörn?“ „Die Drei J sitzen auch da.“ Mein Onkel lacht. „Die Drei J?“, frage ich. „Ja. Wie die drei Fragezeichen. Ihre Namen fallen alle mit J an. Jedenfalls nimmst Du Janne, Jörn und Juliane auch unter die Lupe. Sonst fällt es auf.“ „Okay. Onkel Alfred.“ Alfred geht zu meinem Telefon und ruft jemand an. Kurze Zeit später steht Susanne in meinem Büro. „Frau Weber. Zeigen sie bitte meine Neffen unsere Vorgehensweise in der Marketing- abteilung. Vielleicht können sie ja mit ihn über ihr neues Konzept sprechen.“ „Ja. das können wir machen.“ Dann geht Onkel Alfred raus. Ich folge Susanne in ihr Büro. „Setz Dich.“, sagt sie zu mir und ich setze mich zu ihr. Susanne zeigt mir das Programm und die neuen Konzepte, die sie erarbeitet hat. Plötzlich steht Juliane in der Tür und sieht uns an. Dann rückt Susanne näher, so das nichts mehr zwischen uns passt. „Ich will ja nicht stören. Kannst Du Dir das mal anschauen.“, sagt Juliane dann. Sie gibt uns eine Präsentation. „Hat Markus damit gewirkt?“, fragt Susanne sie. „Diesmal nicht. Sein Konzept war nicht so toll. Jörn hat mitgewirkt.“ „Andere Frage. Warum ist Markus sauer auf Dich.“ „Keine Ahnung. Höchstwahrscheinlich ist er sauer, weil es nicht so gelaufen ist, wie er es erhofft hat. „Was hat er denn erhofft?“ Ich höre den Beiden zu. „Das wir in die Kiste hüpfen. Du weisst, dass es keine Option für mich ist. Kollegen sind tabu.“ „Warum küsst Du dann den Chef?“ Jetzt mische ich mich ein. „Nicht sie hat mich geküsst sondern ich sie. Das war eine Wette unter Freunden.“ Susanne grinst. „Dann ist ja gut. Lass die Sachen hier. Ich prüfe sie gleich.“ Juliane geht raus und dreht sich nochmal um. „Übrigens. Zu deiner Info. Philipp fängt nie was mit Angestellten an.“ „Sag wer?“, fragt sie nun. „Ich.“, erwidere ich darauf. Susanne steht auf. „Willst Du einen Kaffee?“, fragt sie mich bevor sie Juliane hinterher geht. „Nein.“ „Ich hole mir einen Kaffee und bin gleich wieder für Dich da.“ Dann geht sie raus. Währenddessen sehe ich mir die Zeichnungen an. Die sind echt gut. Besser als die von Susanne. Kurz bevor sie ins Büro komme, lege ich sie wieder hin. „Na gelangweilt?“ „Nein.“ Susanne sieht sich die Zeichnungen an und schmeißt sie in den Papierkorb. „Was machst Du da?“, frage ich. „Die Zeichnungen und Texte sind Scheisse.“ Nun rückt sie näher und küsst mich. In den Moment kommt Janne rein und räuspert sich. „Störe ich Euch?“ „Nein.“, erwidere ich und Susanne sieht wütend aus. Janne will wieder gehen. „Janne warte. Könntest Du mir zeigen, wo ich Herr Regen finde.“ „Der ist in obersten Stock.“ „Bringst Du mich hin?“ „Ja.“ „Susanne. Tut mir leid. Ich muss unbedingt mit Herrn Regen reden.“ „Schon okay. Wir können später reden. Heute Abend zum Abendessen?“ „Susanne. Ich habe schon eine Verabredung. Vielleicht ein anderes Mal.“ Dann stehe ich auf und folge Janne. Susanne sieht mich böse hinterher. Als wir aus der Reichweite sind, fragt mich Janne dann: „Sag mal, vernascht Du eigentlich alle in der Firma?“ „Nein. Warum?“ „Bei Juliane sah es ja noch okay aus. Aber Susanne.“ „Ganz ehrlich. Susanne ist überhaupt nicht mein Typ. Sie hat mich eben überrumpelt. Mir ist nur der Name von Herrn Regen eben eingefallen. Juliane ist nur eine Freundin von früher. Du kannst Ole fragen.“ „Meinst Du der EX-Freund redet mit mir.“ „Ganz ehrlich Janne. Ole redet mit Dir bestimmt. Hat er mit auch gemacht. Juliane wollte Markus loswerden und Ole wollte keinen Ärger mit seiner Freundin. So bin ich eingesprungen.“ „Ach so nennt man das?“ Janne lacht. Dann sind wir bei Herrn Regen angekommen. „Danke Janne.“ Sie geht. Einen Augenblick rede ich mit Herrn Regen und gehe dann zu meinen Onkel. Im Büro sitzt Alfred auf dem Sofa. „Was gibt es Phil?“ Dann erzähle ich ihn die Geschichte und meine Vermutungen. Danach bitte ich ihn, dass ich Susanne nicht mehr unter die Lupe nehmen muss. „Okay. In den Fall bist Du jetzt außen vor. Frau Weber werde ich jetzt noch mehr beobachten. Gut das Du mir das gesagt hast.“

Teil 12

Partytime

Wir fahren mit ein paar Autos zur Party. Als wir dort ankommen, steigen wir auch. Max und Marlene unterhalten sich. Jörn sieht wütend aus. Plötzlich kommt jemand auf uns zu und umarmt Charlotte. Janne telefoniert mit ihren Freund und sieht sie irritiert an. „Ella?“, fragt Janne dann. „Janne?“ „Ja. Ich habe Dich schon eine Ewigkeit nicht mehr gesehen.“ Ella und Janne umarmen sich. „Was machst Du denn hier?“, will Ella wissen. Janne erzählt kurz die Geschichte wie sich das alles ergeben hat. Dann sieht mich Ella an. „Mit Dir habe ich noch ein Hühnchen zu rupften.“ „Wieso mit mir?“, frage ich sie irritiert. „Komm mit.“ Alle starren uns hinterher. „Sag mal, kennst Du mich nicht mehr?“ „Nein. Woher?“ „Ich habe bei Euch in der Firma gearbeitet. Wir sind ausgegangen. Klickert es irgendwie?“ „Nein.“ „Phil. Du hast mir eine Geschichte erzählt. Du wolltest nichts von mir. Vor zwei Jahren ungefähr.“ „Nein.“ „Du hast mir erzählt, dass ihr Jungs eine Wette habt. Wettet ihr immer noch, wieviel Frauen jeder am Abend abschleppt. Jedenfalls hast Du mir erzählt, dass Du nur das als Show abziehst. Deswegen hättest Du mich eingeladen, Du wolltest mich vor einen Typ warnen. An den Abend hast Du mir Sebastian vorgestellt.“ „Langsam kommt die Erinnerung. Du bist Sebastians Freundin aus Hannover?“ „Ja. Du hattest ja nie Zeit uns zu besuchen. Johannes hat mit Sebastian telefoniert. Er hat meinen Freund erzählt, dass Du in Hannover bist. Kurzer Hand haben wir beschlossen, die alte Clique aus Hamburg einzuladen. Da Du kaum Zeit hast uns zu besuchen, sind wir auf die Idee gekommen. Johannes sagte, Du hast Liebeskummer.“ „Ach Quatsch.“ „Nein. Das glaube ich nicht. Max hat auch gesagt, Du hättest Dich nach dem Sylt Urlaub zurückgezogen und ein Mädchen würde da hinter stecken. Los erzähle. Nicht dein Beuteschema oder ist es deine Traumfrau und sie hat Dich abblitzen lassen.“ Ole kommt auf uns zu. „Hallo Ella.“ „Hallo Finn Ole. Deine Schwester auch da? Ich habe sie schon lange nicht mehr gesehen.“ Finn Ole heisst er. Nicht nur Ole. „Du weisst doch Finn Ole finde ich doof. Ja, meine Schwester ist hier.“ „Ich muss sie begrüßen.“ „Woher kennst Du eigentlich Juliane?“, frage ich sie. „Wir waren zusammen in der Grundschule. Dann sind meine Eltern nach Hannover gezogen. Das war damals ein großes Drama. Leider haben wir uns aus den Augen verloren.“ Ich nicke und Ella geht. „Sag mal, hat Dir meine Schwester wirklich den Kopf verdreht? Ich weiss echt nicht, was ihr alle so toll an ihr findet. Markus rennt ihr auch schon ein halbes Jahr hinterher.“ „Und?“ „Sie will nichts von ihm. Warum sie heute mit ihm unterwegs ist, das weiss ich nicht. Jetzt erzähle mal.“ Dann erzähle ich Ole die ganze Geschichte. Wie seine Schwester mich berührt. Irgendwas würde mich anziehen. Ich mache ihn auch klar, dass ich Juliane in Ruhe lasse. Da sieht er mich an. „Wenn sie Dich so berührt, warum sagst Du ihr es nicht?“ „Hast Du ihr nicht gesagt, ich wäre ein Player. Bis vorhin hatte ich ja gedacht, das Du ihr Freund bist.“ „Weisst Du was?“ „Nein. Du bist mir sympathisch. Also warum machst Du einen Rückzieher?“ „Ich habe einen Regel und gegen die verstoße ich nicht.“ „Welche?“ „Es gibt mehrere Regeln. Okay ich keine Lust darüber zu halten. Akzeptiere es einfach.“ „Okay.“ Juliane kommt um die Ecke. „Ole kannst Du mir helfen?“ „Nein. Das macht jetzt mein neuer Freund. Er kann das bestimmt besser.“ Ich sehe ihn grimmig an. Ole grinst und geht. Dann sagt sie zu mir. „Nimm mich in Arm. Da ist Markus. Mir ist es scheiss egal was er denkt. Auch wenn er jetzt denkt, ich nehme Dich als Sprungbrett.“ Ich sehe Markus und nehme sie in den Arm. Dann sehe ich ihr in die Augen und küsse sie. Als ob es so sein müsste. Ich kann mich der Magie nicht entziehen. Aus den Augenwinkeln sehe ich wie Markus wütend verschwindet. Dann mache ich einen Schritt zurück und sehe sie an. „Markus ist weg.“ „Danke Philipp.“ „Alles gut.“ „So wie ich mich Dir gegenüber verhalten habe, ist das keine Selbstverständlichkeit. Warum verstehst Du Dich eigentlich mit Ole.“ „Ole und ich hatten ein Männergespräch. Er weiss, dass ich kein Interesse mehr an Dir habe. Ich will mich auch nicht in eure Sache einmischen.“ „Markus kommt.“ Ich drehe mich um. „Sag mal Juliane. Machst Du das immer so. Willst Du so einen besseren Job ergattern.“ „Jetzt erst mal halblang. Juliane und ich kennen uns schon länger.“ Ella kommt auf uns zu. „Das stimmt.“ Juliane, Markus und ich sehen Ella an. „Wie meinst Du das Ella?“, fragt Markus jetzt. „Phil ist damals mit uns in der Grundschule gewesen. Mein Vater und sein Vater sind befreundet. Phils Vater ist nach Hamburg gegangen und ich nach Hannover. Es war ein Drama als Phil uns verlassen hat. Für Juliane muss die Welt eingestürzt sein. Sie wollte Phil heiraten und ich sollte ihre Schwester sein.“ „Du bist doch Panne.“, erwidert Markus und geht. „Du spinnst.“, sagt dann Juliane. „Wartet hier.“ Kurze Zeit später kommt sie mit einen Bild wieder. „Also spinne ich oder seid ihr das?“ Wir sehen uns das Foto an. „Das ist. …“ „Ja wer ist das Phil?“, fragt mich Ella. „Wie hieß deine Freundin? Du nanntest sie meine kleine Liane.“ „Ja, das ist Juliane. Ich fand den Namen damals total bescheuert. Damals haben wir Dich auch Tarzen genannt. Wie im Tarzan Film.“ „Echt jetzt. Daran kann ich mich nicht mehr erinnern.“ „Tja. Also ist es keine Lüge, dass ihr Euch kennt. Phil ich muss Dir was gestehen. Du kamst mir immer bekannt vor. Ich wusste nicht woher. Erst als ich Euch eben gesehen habe, fiel es mir ein.“ „Juliane und ich sind kein Paar. Nur Freunde. Sind wir Freunde?“ „Ja, Phil.“ Dann gehen wir rein und feiern mit. Verdammt. Habe ich mich deshalb immer zu ihr hingezogen gefühlt. Ich schüttele den Kopf. „Warum schüttelst Du den Kopf. Dein Bruder hat mir damals schon gedroht, ich sollte Dich Ruhe lassen. Ich habe Dich nicht erkannt, verzeih.“ „Wir waren noch Kinder. Schwamm drüber.“ Wenn das so einfach wäre, irgendwas zieht mich trotzdem an. Den ganzen Abend verbringen wir mit den Leuten mit denen wir gekommen sind. Jörn unterhält sich mit einer Sandra. Markus ist nach der Unterhaltung verschwunden. Ich muss meinen Onkel alles erklären. Auch das Markus und Susanne irgendwie komisch sind. Aber jetzt will ich erst mal Spaß haben. Irgendwann löst sich die Party auf. Ich übernachte bei Ella und Sebastian. Wir reden sehr viel miteinander. Warum ich damals den Kontakt abgebrochen habe. Sebastian versteht das vollkommen. Das ganze Wochenende verbringe ich mit Sebastian und Ella. Ole und Marie kommen auch noch dazu. Als wir die Geschichte erzählen, lacht sich Ole kaputt. Jetzt würde er verstehen, warum Marie ihm bekannt vorkam. Ich weiss bloß nicht, wie ich mit Juliane umgehen soll. Sie ist tabu. Nicht das doch das Gerücht aufkommt, sie würde mich als Sprungbrett benutzen.

Teil 11

Bei Pino

Max, Janne und ich kommen in Pino an. Es ist schon ganz schön voll. Janne dreht sich zu uns um. „Kommt. Wir sitzen immer dahinten.“ Wir nicken und folgen ihr. Dann kommen wir an einen Tisch an. Dort sitzt Marlene mit drei Jungs. Den Namen von den Jungs weiss ich leider nicht. Die einzige, die ich kenne ist Marlene. „Darf ich Euch Philipp und Maximilian vorstellen?“ Die Personen nicken. Der eine Typ spricht mich an. „Bist Du nicht unser neuer Chef?“ „Arbeitet ihr alle im gleichen Unternehmen?“, frage ich dann. „Ja. Ist das ein Problem? Wir sind doch alle jung. Wir duzen uns alle. Das ist Markus, Jörn, Marlene und John.“, antwortet Janne mir. „Nein, das ist kein Problem. Ich weiss bloß nicht was mein Onkel davon hält.“ „Mensch Philipp. Du wolltest doch wie in Hamburg eine familiäre Atmosphäre schaffen. Bei Euch in Hamburg duzen sich doch fast alle. Außer dein Vater. Er will gesiezt werden. Er kann sich einfach nicht mit den neuen Konzept anfreunden.“, sagt Max zu mir. „Ja Du hast Recht.“ „Hey Marlene. Wo ist Juliane?“, fragt Janne jetzt. „Sie hat jemand getroffen, kommt aber gleich wieder.“ „Dürfen wir uns zu Euch setzen.“, will Max wissen. „Na, klar.“, sagt Janne. Aber nur wenn wir uns duzen.“ „Ich habe damit kein Problem. Eher euer Chef.“ , sagt Max lächelt. Mein Freund setzt sich neben Marlene. Jörn ist darüber nicht begeistert. Ich setze mich zwischen Max und Janne. Markus beobachtet mich und fragt mich dann was. „Sag mal. Bei der Besprechung vorhin bist Du mit den Augen durch den Raum gewandert. Du bist dann mit den Augen bei Marlene und Juliane stehen geblieben. Dein Onkel hat dann das Wort an Dich gegeben und Du hast deine Augen von Ihnen abgewendet. Stehst Du auf Marlene oder Juliane?“ „Wer steht auf mich?“, fragt eine bekannte Stimme. Ich drehe mich um und sehe Juliane. Dann antworte ich. „Nein. Die Beiden kamen mir bekannt vor. Wie aus einen früheren Leben.“ Mein Freund grinst. Ich sehe es genau. Markus sieht es zum Glück nicht. „Stimmt Phil. Marlene kommt mir auch so bekannt vor.“ Marlene schaut ihn ernst an. Kurze Zeit später kommen Marie, Charlotte und Ole. „Hallo Phil.“, sagt Charlotte zu mir. Schön Dich zu sehen.“ Dann umarmt sie mich. Ole schaut mich wütend an. „Ole halt den Ball flach. Du siehst das alles falsch?“, sagt Marie zu ihn. „Was versteht Ole falsch?“, fragt Markus. „Charlotte und Phillip sind gute Freunde.“, antwortet Marie. Johannes kommt um die Ecke. „Hallo Schatz. Sorry, das ich jetzt erst komme. Mensch Phil und Max sind auch schon da. Dann können wir zur Party?“ „Zu welcher Party?“, fragt Janne ihn. „Habt ihr Lust mit zu kommen?“ Janne und die anderen nicken außer Juliane und Marlene. „Jetzt kommt schon. Das wird lustig.“, will Janne sie überzeugen. „Ein paar Minuten haben wir ja noch. Ich bin Johannes. Und Du?“ „Ich bin Janne. Das sind Markus, Jörn, John, Marlene und Juliane. Ich nehme an Marie, Charlotte, Max, Phil und Ole kennst Du bestimmt. Ole war mal Julianes Freund.“ Ole hustet. Charlotte grinst. Was hat das alles zu bedeuten. „Bekommt man hier was zu essen?“, fragt Johannes. „Na, klar.“, sagt Charlotte. Wir rücken zusammen und sie setzen sich zu uns. Ole beobachtet mich und Markus. Ich beobachte sie auch. Dann fällt mir auf, dass Juliane uns auch beobachte. Dann legt Markus seine Hand auf ihre Hand. Juliane zieht sie weg. Ole sieht wütend aus und blickt zu Juliane. Verdammt. Er ist mit Charlotte zusammen. Warum ist er so eifersüchtig auf Markus. Juliane kann doch alleine entscheiden. „Meine Güte die Bedienung braucht heute lange.“, sagt Marie plötzlich. „Ich gehe mal zu Theke. Warte hier.“ „Ole bleib sitzen. Ich gehe schon.“, erwidere ich. Ole nickt. Dann stehe ich auf. An der Theke dauert es lange bis jemand kommt. Plötzlich steht Marlene neben mir. „Sag mal, Phil.“ „Was?“ „Warum seid ihr hier?“ „Wer?“ „Du und Max.“ „Wir haben Janne getroffen und sie hat uns mitgenommen. Ich wusste ja nicht, dass ihr auch hier seid. Hat Max eigentlich schon erklärt, warum er sich nicht gemeldet hat?“ „Nein. Ganz ehrlich. Ich will es nicht wissen.“ „Marlene. Du tust ihn unrecht.“ Charlotte kommt um die Ecke. „Phil hat Recht. Du tust Max unrecht.“ „Es ist mir scheiss egal.“ Meine Cousine wird wütend. „Jetzt höre mir einfach mal zu. Max hat bestimmt schiss, die das zu erzählen. Du würdest ihn Vorwürfe machen. Ich erzähle es Dir jetzt und Du hörst zu. Max ist mitten in der Nacht von seinen Vater angerufen worden, dass seine Mutter einen Unfall hatte. Er wollte Dich so früh nicht anrufen, weil er nicht wusste wie Du darauf reagieren würdest. Jedenfalls ist er in Hamburg angekommen und sein Handy war nicht mehr da als er aus dem Zug stieg. Max vergisst meistens die Nummer auf die Sim Karte zu speichern. Nur wenn wir selber die Nummer eingeben, funktioniert das. Jedenfalls war deine Nummer auf der SD Karte. Max hat eine neue Nummer. Er hat sich Vorwürfe gemacht. Phil hatte ihn auch nicht erreicht. Irgendwann klingelte Johannes bei mir und fragte, ob ich deine Nummer hätte. Max hatte einige Nummern nicht. Phil hat er bis dahin nicht erreicht. Max hat Johannes gesagt, Du wärst die erste Frau mit der er sich mehr vorstellen kann. Du verstehst was ich meine. Gibt ihn ein Chance mit Dir zu reden.“ Marlene nickt. „Ist das so?“ „Ja.“ „Sagt mal, warum ist eigentlich Juliane bei Nacht und Nebel verschwunden?“ „Das möchte ich auch gerne wissen. Sie hat Phil schlaflose Nächte verschafft?“ Marlene sieht Max an. „Ole will sie immer beschützen. Er hat ihr klar gemacht, das Phil es nicht ernst meint.“ „Fährt er zweigleisig?“, fragt jetzt Max. „Nein. Ole ist ihr Bruder.“ „Was bitte?“, will Max wissen. „Es ist ihr Bruder und ich glaube, Du musst mir auch was erklären.“ Max nickt. Die Beiden gehen in eine ruhigere Ecke. „Ole ist ihr Bruder?“, frage ich. „Ich wusste nur, dass die Beiden verwandt sind. Ole hat Marie auch nichts erzählt.“ „Verdammt. Auf Sylt hätte ich mit ihr reden müssen. Ich dachte, Ole wäre ihr Freund.“ Ole kommt um die Ecke. „Ich wollte schauen, wo unsere Getränke bleiben. Von wen bin ich der Freund?“ „Juliane. Wir wissen aber jetzt, das Du ihr Bruder bist.“, erwidert Charlotte. „Stimmt. Du hast Recht. Sag es bloß nicht Markus. Du Phil lässt die Finger von Dir. Max hat viel von deinen Frauen erzählt.“ „Ach ist das das Spiel gewesen wieviel Frauen ihr abschleppt. Phil hast Du nicht gesagt, die meisten Frauen hättest Du nur nach Hause gebracht. Ich wollte es damals nicht glauben. Aber Ella hat gesagt, Du wartest auf die Richtige. Ab und zu hast Du schon gedacht, es wäre die Richtige, aber es war nicht so.“ Ole schaut mich und dann Charlotte an. „Du bist kein Player?“ „Nein, garantiert nicht. Marie hat gesagt, Du bist ein Player.“ „Nicht mehr seit ich Marie kennengelernt habe.“ „Du verurteilst mich und bist selber ein Player.“ „Okay. Phil. Freunde?“ Ich schlage die Hand ein. „Übrigens Deine Schwester ist vor mir sicher.“ „Warum?“, will er wissen. „Er fängt nie was mit seiner Angestellten an.“ „Echt nicht Phil?“ Ich schüttle den Kopf. Dann kommt Johannes. „Wir müssen los. Kommt ihr. Getränke bekommen wir auch dort.“ Wir gehen zum Tisch. Marlene und Max lassen sich nichts anmerken. Ich glaube Marlene will Rücksicht auf Jörn nehmen. Dann stehen wir auf und fahren zur Party.

Geschichte Teil 10

Philipp

Als ich durch den Saal mit meinen Blicken fuhr, traf mich fast der Schlag. Meine Traumfrau stand da. Neben Marlene. Jetzt bin ich ihr Chef. Ich muss sie endgültig vergessen. Wir dürfen nicht zusammen sein. Juliane ist so schnell verschwunden. Es wird Zeit Personalakten anzusehen. Nun sitze ich hier und studiere die Akten. Bei Julianes Akte bleibe ich hängen. Wir haben so viel gemeinsam. Max ruft mich an. „Hallo Max.“ „Hallo Phil. Wie ist die Firma von deinen Onkel?“ „Tja. Das ist so eine Sache.“ „Was soll das heissen?“ „Deine Traumfrau arbeitet hier.“ „Marlene?“ „Ja, hast Du ihr eigentlich erklärt warum Du Hals über Kopf verschwunden bist.“ „Nein. Wie denn auch? Mein Handy ist mir ins Wasser gefallen. Leider hatte ich ihre Nummer nur auf die SD Karte gespeichert und nicht auf die Sim Karte. Die anderen Nummern hatte ich im Telefonbuch stehen.“ „Sehr leichtsinnig die Daten auf die SD Karte zu speichern. Sim Karte ist doch besser.“ „Kommt drauf an wie man es sieht. Wenn Du eine neue Handynummer hast, ist es genauso doof.“ „Stimmt. Man sollte es auf beide Karten speichern.“ „Warum ich anrufe. Ich bin heute in Hannover und wollte Dich fragen, ob Du Lust hast mit mir und Johannes einen drauf zu machen. Johannes ist noch unterwegs, aber er würde nachkommen.“ „Was macht ihr eigentlich in Hannover?“ „Keine Ahnung. Das war eine spontane Idee von Johannes. Du bist seit einer Woche dort und wir konnten keine Abschiedsparty machen.“ „Ganz ehrlich. Das brauche ich auch nicht.“ „Ja stimmt. Maja. Der Ersatz für Juli.“ „So ein Quatsch. Ich habe nichts mit Maja. Sie hängt sich total an mich dran. Besonders seit sie wusste, dass ich vorübergehend in Hannover arbeite.“ „Du Armer.“ „Ja.“ „Wenn Marlene bei Dir arbeitet, dann kannst Du sie nach Juli fragen. Vielleicht bekommst Du die Adresse von ihr. Irgendwas reizt Dich an ihr. Gibt es zu. Mir ist sie auch auf Sylt aufgefallen. Aber sie hat mich ignoriert. Du hast Dich mit Ihr unterhalten. Aber als ich Marlene gesehen habe, war Juliane egal.“ „Das ist nicht wichtig. Sie ist tabu. Nur Du und Marlene zählen. Das heisst, wenn Marlene immer noch deine Traumfrau ist.“ Ach komm Phil. Lenkt nicht von Thema ab. Natürlich ist Marlene meine Traumfrau. Aber Juli bedeutet Dir was. Du hast ein Auge auf sie geworden. Willst Du sie mit in deiner Sammlung aufnehmen.“ „Quatsch. Sie bedeutet…“. Ich stocke. Was bedeutet sie mir? „Was bedeutet sie Dir? Mehr als eine Bettgeschichte?“ „Das weiss ich nicht.“ „Dann frage Marlene nach ihr.“ „Das brauche ich nicht?“ „Wieso?“ „Weil sie auch bei mir arbeitet. Sie ist tabu für mich.“ „Die Angestellten Regel. Hältst Du Dich wirklich dran.“ „Ja, mein Vater würde mir den Kopf abreißen, wenn ich mit unseren Angestellten was anfange.“ „Dann hast Du echt ein Problem. Jeden Tag die Frau zu sehen, die dein Herz berührt.“ „Quatsch. Mein Herz berührt sie nicht.“ „Ich hole Dich ab. Schicke mir deine Adresse. Ungefähr in halber Stunde.“ „Ja. Mache.“ Dann lege ich auf und tippe die Adresse der Firma ein. Mein Onkel kommt rein. „Sag mal Onkel Alfred. Wo kann man gut essen gehen?“ „Keine Ahnung. Marie erzählt, das sie gerne ins Mina geht.“ „Okay. Wo ist das?“ „In der Innenstadt.“ „Danke.“ „Dir einen schönen Abend noch. Mach nicht solange.“ „Nein. Mein Freund ist auf Besuch hier. Er holt mich ab.“ „Okay. Bis morgen.“ Eine halbe Stunde später piept mein Handy. Max teilt mir mit, dass er vor den Gebäude steht. Ich packe die Akten zusammen und gehe. Auf den Weg läuft mir Susanne über den Weg. „Feierabend Herr Schmidt?“ „Ja. Sie auch Frau Weber?“ „Was meinen Sie? Wollen wir den Abend noch mit ein Glas Wein ausklingen lassen? Dann könnte ich Ihnen ein bisschen von meiner Abteilung erzählen.“ „Ich bin schon mit meinen Freund verabredet. Das Abendessen können wir ja nachholen.“ „Ja, ich freue mich. Ihnen noch einen schönen Abend.“ „Mal eine Frage, was können sie mir denn empfehlen. Wo kann hier gut essen?“ „Im einen neuen Bistro. Es heisst Bei Pino. Die meisten jungen Kollegen sind davon begeistert.“ „Danke für den Tipp. Meine Cousine geht gerne ins Mina.“ „Mina ist auch super. Gute Wahl.“ Dann gehe ich mit Frau Weber raus. Max steht da. Frau Weber geht auf ihn zu. „Guten Abend. Warten sie auf jemand?“ „Ja, auf Herrn Schmidt.“ Dann grinst mich Frau Weber an. „Ihnen einen schönen Abend Herr Schmidt.“ „Ihnen auch einen schönen Abend Frau Werber.“ Dann trennen sich unsere Wege. „Die Frau steht auf Dich. Wie machst Du das Phil? Kannst Du mir das Geheimnis verraten?“ „Du spinnst. Sie ist nur eine Angestellte. Genauso wie Frau Spät und Frau Früh.“ „Wer ist das?“ „Erzähle ich Dir im Auto.“ Dann steigen wir in mein Auto. „Also wer ist Frau Spät und Frau Früh.“ „Du weisst nicht wie Marlene mit Nachnamen heisst?“ „Nein. Vorname reicht.“ „Marlene Spät und Juliane Früh. Fällt jetzt der Groschen?“ „Ja. Wo fahren wir hin?“ „Ich habe eine Idee. Lass Dich überraschen.“ Ich tippe was ins Navi ein. Kurze Zeit später stehen vor Mina. „Ganz schön laut.“ „Stimmt. Auf den Plakat steht, heute spielt die Gruppe Beat it. Hast Du schon was von der Gruppe gehört?“, frage ich Max. „Nein. Bestimmt so eine Insider Band. Janne kommt aus den Mina. „Guten Abend Herr Weber.“ „Guten Abend Frau Thielking. Frau Thielking, das ist Herr Mandert.“ „Guten Abend Herr Mandert. Schön sie kennen zu lernen. Wollen sie ins Mina?“ „Hatten wir vor.“ „Ist sehr laut und sehr voll. Ich gehe jetzt ins Bistro Bei Pino. Ein paar Kollegen sind auch schon da. Ich wollte erst mal ins Mina gehen, weil mein Freund heute in Mina arbeitet. Mein Freund Frederik meint, es wäre kein Problem wenn ich mich mit meinen Kollegen treffen will. Er hätte heute eh keine Zeit für mich. Haben sie Lust mit zukommen?“ Ich überlege. Es könnte ja auch. Quatsch. Erstens ist sie tabu und zweitens wird sie nicht da sein. Max antwortet: „Ja, gerne. Wenn wir schon was unternehmen. Dann duzen wir uns jetzt. Ich bin Maximilian und das ist Philipp.“ „Max. Das geht nicht.“ „Wieso nicht. Du wolltest es doch ändern. Wie in einer Familie.“ „Ja, das will ich. Aber nicht jetzt?“ „Warum nicht? Sonst machst Du es nie.“ Max hat Recht. „Okay. Ich bin Philipp und wie heisst Du?“ „Ich heiße Janne.“ „Schöner Name.“, erwidert mein Freund. Wir schließen uns Janne an und gehen ins Bistro Bei Pino.

Geschichte Teil 9

Drei Wochen später

Juliane

Ich teile mit Anna und Janne ein Büro. Markus, John und Jörn teilen sich ein anderes Büro in unserer Marketingabteilung. Jason ist aus Amerika gekommen und sitzt bei meiner Vorgesetze im Büro. Jason soll neue Impulse bringen. Er bleibt für ein halbes Jahr hier und soll mit unserer Vorgesetzten Susanne ein neues Konzept entwickeln. Zum Glück haben wir so eine große Marketingabteilung. Meine Freundin Marlene sitzt in der Buchhaltung. Jedenfalls eine, mit der man sich gut unterhalten kann. Ich kann mich noch genau erinnern als sie mir erzählt, dass sie bei uns anfängt. Momentan wird unsere Firma total umstrukturiert. Man munkelt, dass unser Chef sich zu Ruhe setzen möchte. Seine Kinder wollen zurzeit die Firma noch nicht übernehmen und es soll jemand anders die Firma leiten. Aber keiner weiss was Genaues. Die Gerüchteküche brodelt schon seit dem ersten April. Wir hatten alle gedacht, das wäre ein Aprilscherz. Heute mussten wir anhand einer E-Mail feststellen, dass es nicht so ist. Nachher ist eine große Veranstaltung im großen Besprechungssaal. Uns wird ein neuer Geschäftsführer vorgestellt. Er soll erstmal die Geschäftsführung unseres Unternehmens übernehmen bis die Kinder vom Chef es übernehmen wollen. Die Kinder vom Chef haben wir auch noch nie zu Gesicht bekommen. Ich arbeite seit drei Jahren hier und sie waren noch nie auf irgendeine Veranstaltung. Als ich mal gefragt habe, warum die Kinder nicht dabei sind, sagten sie mir, dass sie im Ausland Erfahrungen sammeln würde. Das kann echt heiter werden. Wenn der neue Chef nicht so toll ist wie unser alter Chef. Dann Prost Mahlzeit. Anna fragt mich was. „Was meinst Du Juliane? Sieht das besser aus oder das?“ „Ich würde sagen, das hier.“ „Finde ich auch.“ Jörn kommt rein. „Na, Ihr beiden.“ „Hallo Jörn.“, antworten wir im Chor. „Jörn, was ist besser? Anna hat mich gefragt, welche Grafik besser ist. Ich persönlich finde die Grafik besser.“ Jörn schaut sich die Grafiken an. „Ja, finde ich auch. Mein Text passt perfekt zu den Bild.“ Jörn und Janne sind die Texter zu unseren Grafiken. Marlene kommt rein. „Wisst Ihr schon mehr, wer der neue Chef ist?“ „Nein.“, sagt jetzt Janne. „Meine Güte da wird aber ein Geheimnis raus gemacht. Vielleicht ist doch einer der Kinder da und übernimmt die Firma.“, sagt Jörn. „Wer weisst.“ Susanne kommt rein. „Marlene hast Du nichts zu tun. Wir müssen das noch bis gleich fertig bekommen.“ „Ja, Frau Weber.“, sagt Marlene und verschwindet. „So jetzt zu Euch. Wir treffen uns kurz vor der Veranstaltung zu einer Besprechung in unseren Besprechungsraum. Ungefähr in einer halben Stunde. Markus und John wollen uns einige Ideen vorstellen. Ihr sollt sagen, ob das macht bar ist.“ Wir nicken alle. Eine halbe Stunde später treffen wir uns im Besprechungsraum. John und Markus stellen uns ihre Ideen vor. Teilweise sind sie machbar teilweise aber nicht. Eine halbe Stunde später stehen wir auf und gehen zum Besprechungssaal. In den Saal werden die meisten Events unsere Firma veranstaltet. Auch Betriebsversammlungen. Markus nimmt mich zur Seite. „Juliane. Wollen wir uns heute Abend treffen?“ Jetzt fragt er schon wieder. Ich habe ihn oft gesagt, dass ich kein Interesse habe. „Markus ich treffe mich mit Ole heute.“ „Ist Ole dein Freund?“ „Nein. Nur ein Freund, den ich sehr schätze.“ Markus geht wütend weiter. In Besprechungssaal sehe ich Marlene und gehe zu ihr. „Sag mal, hast Du Markus schon wieder einen Korb gegeben?“ „Marlene. Du weisst doch Kollegen sind tabu.“ „Kannst Du keine Ausnahme bei so einem süßen Typen machen. Oder schwirrt der Typ aus Sylt noch im Kopf rum.“ Ich schüttele den Kopf. Das ist eigentlich eine Lüge, aber das erzähle ich ihr nicht. Vielleicht hätte ich ihn fragen sollen. Nein. Die Antwort will ich nicht hören. Höchstwahrscheinlich hat Ole Recht. Als wir uns vor einer Woche getroffen haben, haben wir uns darüber unterhalten. Maja soll jetzt mit Phil zusammen sein. Also hat er es nicht ernst gemeint. Ole meint, er wollte mich nur rumkriegen. Bei mir hätte es nicht geklappt, da hat er sich gleich an Maja rangeschmissen. Der Kerl ist es nicht wert über ihn nachzudenken. Warum denke ich schon wieder dran. So ein verdammter Mist. Plötzlich wird es ruhig. In bin in Gedanken und höre nur halb zu was mein Chef sagt. Vielleicht hat Marlene Recht und ich sollte Markus eine Chance geben. Ich wende mich zu ihr um es ihr mitzuteilen. Marlene sieht nach vorne und sagt: „Ich dachte, den Typ sehen wir nie wieder.“ „Was?“ „Sehe nach vorne.“ Ich wende mich von Ihr ab. Verdammt. Eben habe ich an den Typ gedacht und jetzt steht er da vorne. „Phil.“ „Ja. Phil. Das hast Du richtig gesehen Juli. Jetzt ist er unser neuer Chef.“ Phil sieht zu uns und bleibt bei mir stehen. Seine Blicke sind auf mir. Unser Chef räuspert sich. Phil sieht zu ihm. „Danke Onkel Alfred.“ „Wie das ist der Onkel von Phil?“, frage ich meine Freundin. „Hast Du eben nicht zugehört. Ja, das ist er. Die Mädels von unseren Chef kennen wir auch. Charlotte und Marie.“ „Oles Freundin?“ „Ja.“ „Dann ist mein Bruder mit der Tochter von unseren Chef zusammen.“ „Sag es nicht so laut. Sonst sagen sie noch Du hast Beziehungen.“ „Stimmt.“ Die Versammlung ist vorbei und ich gehe schnell ins Büro zurück. Gegen Abend gehe ich in Markus Büro. „Markus. Du hast Recht. Wir sollten was als Kollegen trinken gehen. Vielleicht haben ja John und Jörn auch Lust. Marlene kommt bestimmt auch mit. Jörn steht doch auf Marlene.“ Markus sieht mich an. „Hat das mit unseren Chef zu tun, das Du um schwenkst.“ „Nein. Ole hat mich versetzt. Ich war schon lange nicht mehr unterwegs. Wird mal wieder Zeit.“ „Okay. Wenn Jörn und John wieder rein kommen, dann frage ich sie. Kannst Du mir deine Handy Nummer geben? Ich melde mich dann bei Dir.“ „Super. Ich frage Marlene.“ Dann gebe ich ihn meine Handy Nummer und gehe zu Marlene. Wir wollten schon lange mal was unternehmen. „Wie Du hast mit Markus ein Date und willst mich mit dabei haben?“ „Ja. Du kommst doch nicht über Max weg. Er ist von einfach von heute auf morgen verschwunden. Er hat Dir keine Nachricht hinterlassen.“ „Stimmt. Vielleicht gibt es ja auch einen Grund.“ „Mein Bruder sagt, dafür gibt es nur einen Grund. Er hat Dich abserviert. John und Jörn kommen auch mit. Jörn steht auf Dich.“ „Verdammt. Jörn ist echt ein Kumpel. Aber Max ist ganz anders.“ „Ich mache es auch einfach so. Vielleicht geht es bei Dir auch. Konfliktbewältigung. Schon der Gedanke, dass Phil unser Chef ist. Ihn jeden Tag über den Weg zu laufen und glücklich mit Maja zu wissen.“ „Du hast die Kurve gemacht. Nicht er. Wenn er jetzt mit Maja glücklich ist, dann ist es so. Du wolltest ja nichts von Dir.“ „Ja, Du hast Recht. Also kommst Du mit.“ „Ja, ich kann Dich doch nicht mit ihm alleine lassen.“ Dann nimmt Marlene ihre Jacke und wir gehen zum Bistro. Markus hatte mir geschrieben, dass Janne auch mit kommt. Wir wollen uns mit Ihnen dort treffen. Ole habe ich geschrieben, dass es heute nicht klappt. Ich muss erst verdauen, dass er mit der Tochter vom Chef zusammen ist. Verdammt. Das darf niemand erfahren.

Geschichte Teil 8

Juliane ist mit Marlene unterwegs

Ich und Marlene sind gemeinsam unterwegs. Es tut mir echt leid, das sie sich für mich opfert. Aber sie hat sich bereit erklärt mit mir was zu unternehmen. Als mir Ole erzählt hat, wie Phil ist, wäre ich am Liebsten nach Hause gefahren. Ich will wirklich nicht in seiner Sammlung gehören. Marlene versucht mich jeden Tag auf zu muntern. Kein Kerl ist es wert eine Träne nach zu heulen. Aber abends und nachts kann sie mich nicht auf andere Gedanken bringen. Mir kommt immer das Bild in Sinn, wie er neben mir lag. Verdammt nochmal. Morgen können Marlene und ich uns nicht drücken. Morgen ist der letzte Abend und es ist Party in Johannes Haus angesagt. Max hat Marlene angerufen und gebeten das sie kommt. Okay den letzten Abend will ich ihr nicht vermiesen. Eine Nacht wieder diesen Traum. Marlene und ich gehen zum Strand. Wir legen uns in den Sand. Ich schliesse die Augen. Plötzlich fällt Schatten auf mich. Ich öffne die Augen. Phil und Max stehen über uns. „Na Ihr beiden. Kann ich mit Dir reden Marlene?“ „Ja.“ „Alleine? Phil passt auf Juli auf. Nicht wahr Phil?“ Philipp hebt die Schultern. Marlene sieht mich fragend an. „Geh ruhig. Phil braucht mir keine Gesellschaft leisten.“ Marlene steht auf. „Ist das wirklich in Ordnung?“ „Ja geh.“ Marlene und Max gehen. Phil denkt gar nicht dran zu gehen und setzt sich auf Marlenes Handtuch. „Du brauchst nicht zu bleiben?“ „Warum bist Du sauer auf mich? Warum gehst Du mir aus den Weg? Was habe ich Dir denn getan.“ Ich sehe ihn an. „Ich habe nur was gehört?“ „Was?“ „Unwichtig.“ „So unwichtig muss es ja nicht gewesen sein, wenn Du mir aus den Weg gehst.“ „Ich habe kein Lust ein Urlaubsflirt zu sein.“ „Bist Du auch nicht. Kommst Du morgen zur Party?“ „Vielleicht.“ „Dann muss ich wohl Überzeugungsarbeit leisten.“ „Wie meinst Du das?“ Ich drehe mich zu ihn uns sehe in seine blauen Augen. Ich versinke in das Blau. „Darf ich Dich küssen?“ „Ja.“ Dann küsst er mich. Wenn ich nicht sitzen würde, dann würde ich jetzt garantiert sitzen. Plötzlich wird Phil von mir weg gezogen. Ich sehe auf und blicke in die Augen von Ole. „Lass die Finger von ihr. Sie ist zu gut für Dich.“ „Wer sagt das?“ „Ich.“ „Ole! Kann Juli nicht alleine entscheiden “ „Nein. Jetzt komm Juli.“ „Nein, Ole.“ „Juli können wir reden. Bitte alleine. Ein Nein wird nicht akzeptiert.“ Phil steht auf. „Wie sehen uns.“ „Ja Phil.“ Dann geht er. Ole redet auf mich ein. Marlene und Max kommen wieder. Meine Freundin sieht uns an. „Sag mal Ole, warum machst Du das eigentlich mit Juli?“ „Das möchte ich auch gerne wissen. Das ist das erste Mädchen, das Phil nicht kalt lässt.“, sagt Max. „Streitet Euch weiter. Ich gehe jetzt.“ Dann stehe ich auf und lasse sie sprachlos zurück. Mein Entschluss steht. Ich fahre heute schon nach hause. Meine Gedanken und Gefühle fahren Achterbahn.

Philipp

Warum spielt sich Ole nur so auf. Morgen abend sage ich Juli was ich fühle. Am nächsten Abend kommt sie nicht. Marlene sagt, das sie abends noch mit Ole gestritten hat bevor sie zum Bahnhof fuhr. Mir hat sie keine Nachricht da gelassen. Warum Ole Juliane in Schutz nimmt, sagte mir keiner.

Geschichte Teil 7

Der Plan

Abends treffen wir uns mit der ganzen Clique. Juliane ist auch mit dabei. Sie beobachtet mich und Maja den ganzen Abend. Maja sieht das und küsst mich auf die Wange. Wir sehen dass sie rot wird. Ich stehe auf und gehe zu den Tresen. Marlene kommt zu mir. „Muss Du Juliane das antun?“ „Was meinst Du?“ „Mit Maja rumknutschen.“ „Warum ich und Juli sind nicht zusammen und ich kann machen was ich will. Warum interessiert Dich das?“ „Ich glaube Juliane mag Dich?“ „Wie kommst Du darauf?“ „Sie beobachtet Dich den ganzen Abend schon.“ „Ja und.“ „Das hat sie noch nie gemacht?“ „Was?“ „Jemand zu beobachten. Als ob sie Dich studieren will. Mit Männern hat sie ja echt Pech.“ „Wieso?“ „Ihre Freunde haben mit ihr Schluss gemacht. Uns allen hat sie erzählt, dass sie keinen Respekt haben. Eines Abends habe ich einen Exfreund von ihr getroffen. Er sagte, sie wäre prüde. Küssen ja, aber nicht mehr. Deshalb hat er Schluss gemacht.“ „Du meinst sie hat noch nie?“ „Ich glaube es.“ „Meinst Du dass sie deshalb panisch reagiert, wenn man sie nur küsst.“ „Also das war es heute Morgen?“ „Ja. Die Anderen haben einfach zu viel gefragt.“ Plötzlich steht Juliane neben uns. „Redet ihr über mich?“ „Nein.“, lügt Marlene. „Ihr entschuldigt mich. Ich gehe nach Max. Er wartet schon auf mich.“ Wir sehen Marlene hinterher. „Ja und jetzt?“, fragt sie. „Komm.“, sage ich. „Und Maja?“ „Die verstehst das schon. Ich will Dir was zeigen.“ Juliane folgt mir. „Ist Das nicht schön. Dieser Sonnenuntergang hier auf der Insel.“ „Ja, das hast Du Recht. Phil. Entschuldige mein Verhalten von vorhin. Ich will Dir einfach bei Maja nicht in die Quere kommen.“ „Kommst Du auch nicht. Also was ist dein Problem?“ „Für mich ist das totale Neuland. Solche Gefühle für jemanden hatte ich noch nie. Dein Kuss hat mir die Knie weich gemacht.“ Ich sehe hier in die Augen. „Noch nie?“ „Nein.“ „Darf ich Dich küssen?“ „Ja, ich will wissen ob es immer noch so ist.“ Dann küsse ich sie. „Und?“ „Was machst Du nur mit mir?“ Bevor ich eine Antwort geben kann küsst sie mich. Dann ruft Maja. „Na, habt ihr euren Spaß. Ich muss mir Phil mal ausleihen.“ Ich schüttle den Kopf. „Glaub mir, es ist für deine Sicherheit.“ Maja zieht mich mit. Ich drehe mich um und Juliane ist weg. „Sag mal, was sollte das eben?“ „Willst Du ihr wirklich so leicht machen. Ole ist eben gekommen und hat nach Juliane gesucht.“ „Was will Ole eigentlich von ihr?“ „Keine Ahnung.“ Die letzte Woche Urlaub hänge ich mit Maja und den Anderen hat. Juliane sehe ich nur selten. Was macht sie denn den lieben langen Tag. Marlene ist auch nicht dabei. Vielleicht sind sie gemeinsam unterwegs. Maximilian ist ja hier.