TEIL 14

Bürogespräche

Ich komme ins Büro. „Das fasse ich jetzt nicht.“ „Was fasst Du nicht?“ „Susanne schmeißt sich an unseren Chef ran.“ „Echt jetzt.“ „Janne ja.“ „Ich gehe gleich mal rüber.“ „Bloß nicht. Sonst heisst es, wir wären neugierig.“ „Quatsch. Ich muss eh was fragen.“ Dann geht Janne raus. Marlene kommt rein. „Na. Juliane“ „Moin. Marlene.“ „Hast Du Phil schon gesehen?“ „Ja, eben in Susannes Büro. Entweder er schmeißt sich an sie ran oder sie schmeißt sich an ihn ran.“ „Eher Susanne. Phil glaube ich nicht.“, sagt jemand, der gerade rein kommt. Wir drehen uns zu der Stimme um. „Marie. Was machst Du hier?“ „Meine zukünftigen Angestellten unter die Lupe nehmen.“ „Wie zukünftige Angestellte?“ „Das ist nur Scherz. Ich muss zu meinen Vater. Irgendwann übernehmen Charlotte, ich und mein Bruder das. Aber noch nicht jetzt. Phil macht das ganz gut. Momentan machen wir alle noch was anderes und kommen nicht so schnell aus der Sache raus. Jedenfalls mein Onkel hat dann Phil vorgeschlagen.“ „Okay.“, sage ich. „Juliane. Nur ein Tipp. Höre auf dein Herz und nicht auf Gerüchte. Das habe ich bei deinen Bruder auch gemacht.“ Susanne kommt rein. „Wer sind sie? Was machen sie hier?“ „Oh Sorry. Ich wollte eben nach den Weg nach Herrn Stoffel fragen. Die Empfangsdame hat mich hier hingeschickt.“ „Hier sind sie falsch. Da hätten sie die untere Etage nehmen müssen. Frau Spät was machen sie hier. Gehen sie bitte wieder in ihre Abteilung. Ich muss mit Frau Früh sprechen.“ Dann gehen die Beiden raus. „Jetzt raus mit der Sprache, warum hat sie der Chef geküsst?“ „ Wie eben gesagt. Eine Wette unter Freunden. Mehr nicht. Was geht sie das eigentlich an.“ „Phil hört mir. Schminken sie ihn ab.“ „Susanne. Du kannst ihn gerne haben.“ „Ich warne Dich.“ „Schon gut. Ich schlafe mich nicht hoch. Phil ist ein Freund aus Kindertagen. Mehr nicht. Ich fange nie was mit Arbeitskollege geschweige mit den Chef was an.“ „Das ist gut.“, erwidert sie und geht raus. Die Beiden stehen aufeinander. Ich dachte, er würde so wie ich denken. Janne kommt rein. „Soll ich Dir was erzählen.“ „Meinetwegen.“ „Unser Chef steht nicht auf Susi. Ich habe ihn sogar zu Herrn Regen gebracht.“ „Egal. Sonst noch was?“ Das Telefon klingelt und ich nehme ab. „Früh?“ „So früh ist das auch nicht. Könntest Du bitte zu mir ins Büro kommen?“ „Wer ist denn dran?“ „Dein Boss.“ „Okay. Ich komme.“ Dann stehe ich auf. „Wo willst Du denn hin?“ „Zum Chef.“ „Was will der denn von Dir.“ „Keine Ahnung.“ Wie in Trance erreiche ich das Büro von Phil und klopfe rein. „Herein.“ Ich trete ein. Marie und Jörn sitzen auch da. „Setz Dich.“, sagt Marie. Dann setze ich mich. „Juliane. Du und Jörn habt gute Arbeit geleistet. Wir möchten Euch gerne auf ein Seminar schicken. Morgen würde es losgehen.“, sagt Phil. „Wie jetzt?“ Jörn flüstert mir was ins Ohr, damit Marie und Phil es nicht hören. „Die Freundin von Chef hat gesagt, die Idee wäre gut. Ich wusste gar nicht, dass sie ein Paar sind. War dein Ex Freund Ole nicht mit ihr zusammen.“ „Ganz ehrlich. Ich weiss es nicht. Am Samstag war ich sehr früh weg.“ „Was flüstert ihr denn?“ „Nichts.“ „Ich denke mir, das Seminar in den Unternehmen wird Euch beiden Spaß machen.“ Langsam verstehe ich die Welt nicht mehr. Was soll das alles bedeuten? Jörn und ich nicken und gehen. Die Sekretärin gibt uns die Unterlagen. Hamburg. Marlene kommt auf uns zu. „Ihr auch?“, fragt sie. „Ja, Du auch?“ Marlene nickt. Marie kommt hinter uns her. „Geht nach Hause. Packt eure Sachen. Wir sehen uns morgen früh. Euch noch einen schönen Tag. Wir regeln das schon.“ Verdammt was ist hier los.

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