Geschichte Teil 10

Philipp

Als ich durch den Saal mit meinen Blicken fuhr, traf mich fast der Schlag. Meine Traumfrau stand da. Neben Marlene. Jetzt bin ich ihr Chef. Ich muss sie endgültig vergessen. Wir dürfen nicht zusammen sein. Juliane ist so schnell verschwunden. Es wird Zeit Personalakten anzusehen. Nun sitze ich hier und studiere die Akten. Bei Julianes Akte bleibe ich hängen. Wir haben so viel gemeinsam. Max ruft mich an. „Hallo Max.“ „Hallo Phil. Wie ist die Firma von deinen Onkel?“ „Tja. Das ist so eine Sache.“ „Was soll das heissen?“ „Deine Traumfrau arbeitet hier.“ „Marlene?“ „Ja, hast Du ihr eigentlich erklärt warum Du Hals über Kopf verschwunden bist.“ „Nein. Wie denn auch? Mein Handy ist mir ins Wasser gefallen. Leider hatte ich ihre Nummer nur auf die SD Karte gespeichert und nicht auf die Sim Karte. Die anderen Nummern hatte ich im Telefonbuch stehen.“ „Sehr leichtsinnig die Daten auf die SD Karte zu speichern. Sim Karte ist doch besser.“ „Kommt drauf an wie man es sieht. Wenn Du eine neue Handynummer hast, ist es genauso doof.“ „Stimmt. Man sollte es auf beide Karten speichern.“ „Warum ich anrufe. Ich bin heute in Hannover und wollte Dich fragen, ob Du Lust hast mit mir und Johannes einen drauf zu machen. Johannes ist noch unterwegs, aber er würde nachkommen.“ „Was macht ihr eigentlich in Hannover?“ „Keine Ahnung. Das war eine spontane Idee von Johannes. Du bist seit einer Woche dort und wir konnten keine Abschiedsparty machen.“ „Ganz ehrlich. Das brauche ich auch nicht.“ „Ja stimmt. Maja. Der Ersatz für Juli.“ „So ein Quatsch. Ich habe nichts mit Maja. Sie hängt sich total an mich dran. Besonders seit sie wusste, dass ich vorübergehend in Hannover arbeite.“ „Du Armer.“ „Ja.“ „Wenn Marlene bei Dir arbeitet, dann kannst Du sie nach Juli fragen. Vielleicht bekommst Du die Adresse von ihr. Irgendwas reizt Dich an ihr. Gibt es zu. Mir ist sie auch auf Sylt aufgefallen. Aber sie hat mich ignoriert. Du hast Dich mit Ihr unterhalten. Aber als ich Marlene gesehen habe, war Juliane egal.“ „Das ist nicht wichtig. Sie ist tabu. Nur Du und Marlene zählen. Das heisst, wenn Marlene immer noch deine Traumfrau ist.“ Ach komm Phil. Lenkt nicht von Thema ab. Natürlich ist Marlene meine Traumfrau. Aber Juli bedeutet Dir was. Du hast ein Auge auf sie geworden. Willst Du sie mit in deiner Sammlung aufnehmen.“ „Quatsch. Sie bedeutet…“. Ich stocke. Was bedeutet sie mir? „Was bedeutet sie Dir? Mehr als eine Bettgeschichte?“ „Das weiss ich nicht.“ „Dann frage Marlene nach ihr.“ „Das brauche ich nicht?“ „Wieso?“ „Weil sie auch bei mir arbeitet. Sie ist tabu für mich.“ „Die Angestellten Regel. Hältst Du Dich wirklich dran.“ „Ja, mein Vater würde mir den Kopf abreißen, wenn ich mit unseren Angestellten was anfange.“ „Dann hast Du echt ein Problem. Jeden Tag die Frau zu sehen, die dein Herz berührt.“ „Quatsch. Mein Herz berührt sie nicht.“ „Ich hole Dich ab. Schicke mir deine Adresse. Ungefähr in halber Stunde.“ „Ja. Mache.“ Dann lege ich auf und tippe die Adresse der Firma ein. Mein Onkel kommt rein. „Sag mal Onkel Alfred. Wo kann man gut essen gehen?“ „Keine Ahnung. Marie erzählt, das sie gerne ins Mina geht.“ „Okay. Wo ist das?“ „In der Innenstadt.“ „Danke.“ „Dir einen schönen Abend noch. Mach nicht solange.“ „Nein. Mein Freund ist auf Besuch hier. Er holt mich ab.“ „Okay. Bis morgen.“ Eine halbe Stunde später piept mein Handy. Max teilt mir mit, dass er vor den Gebäude steht. Ich packe die Akten zusammen und gehe. Auf den Weg läuft mir Susanne über den Weg. „Feierabend Herr Schmidt?“ „Ja. Sie auch Frau Weber?“ „Was meinen Sie? Wollen wir den Abend noch mit ein Glas Wein ausklingen lassen? Dann könnte ich Ihnen ein bisschen von meiner Abteilung erzählen.“ „Ich bin schon mit meinen Freund verabredet. Das Abendessen können wir ja nachholen.“ „Ja, ich freue mich. Ihnen noch einen schönen Abend.“ „Mal eine Frage, was können sie mir denn empfehlen. Wo kann hier gut essen?“ „Im einen neuen Bistro. Es heisst Bei Pino. Die meisten jungen Kollegen sind davon begeistert.“ „Danke für den Tipp. Meine Cousine geht gerne ins Mina.“ „Mina ist auch super. Gute Wahl.“ Dann gehe ich mit Frau Weber raus. Max steht da. Frau Weber geht auf ihn zu. „Guten Abend. Warten sie auf jemand?“ „Ja, auf Herrn Schmidt.“ Dann grinst mich Frau Weber an. „Ihnen einen schönen Abend Herr Schmidt.“ „Ihnen auch einen schönen Abend Frau Werber.“ Dann trennen sich unsere Wege. „Die Frau steht auf Dich. Wie machst Du das Phil? Kannst Du mir das Geheimnis verraten?“ „Du spinnst. Sie ist nur eine Angestellte. Genauso wie Frau Spät und Frau Früh.“ „Wer ist das?“ „Erzähle ich Dir im Auto.“ Dann steigen wir in mein Auto. „Also wer ist Frau Spät und Frau Früh.“ „Du weisst nicht wie Marlene mit Nachnamen heisst?“ „Nein. Vorname reicht.“ „Marlene Spät und Juliane Früh. Fällt jetzt der Groschen?“ „Ja. Wo fahren wir hin?“ „Ich habe eine Idee. Lass Dich überraschen.“ Ich tippe was ins Navi ein. Kurze Zeit später stehen vor Mina. „Ganz schön laut.“ „Stimmt. Auf den Plakat steht, heute spielt die Gruppe Beat it. Hast Du schon was von der Gruppe gehört?“, frage ich Max. „Nein. Bestimmt so eine Insider Band. Janne kommt aus den Mina. „Guten Abend Herr Weber.“ „Guten Abend Frau Thielking. Frau Thielking, das ist Herr Mandert.“ „Guten Abend Herr Mandert. Schön sie kennen zu lernen. Wollen sie ins Mina?“ „Hatten wir vor.“ „Ist sehr laut und sehr voll. Ich gehe jetzt ins Bistro Bei Pino. Ein paar Kollegen sind auch schon da. Ich wollte erst mal ins Mina gehen, weil mein Freund heute in Mina arbeitet. Mein Freund Frederik meint, es wäre kein Problem wenn ich mich mit meinen Kollegen treffen will. Er hätte heute eh keine Zeit für mich. Haben sie Lust mit zukommen?“ Ich überlege. Es könnte ja auch. Quatsch. Erstens ist sie tabu und zweitens wird sie nicht da sein. Max antwortet: „Ja, gerne. Wenn wir schon was unternehmen. Dann duzen wir uns jetzt. Ich bin Maximilian und das ist Philipp.“ „Max. Das geht nicht.“ „Wieso nicht. Du wolltest es doch ändern. Wie in einer Familie.“ „Ja, das will ich. Aber nicht jetzt?“ „Warum nicht? Sonst machst Du es nie.“ Max hat Recht. „Okay. Ich bin Philipp und wie heisst Du?“ „Ich heiße Janne.“ „Schöner Name.“, erwidert mein Freund. Wir schließen uns Janne an und gehen ins Bistro Bei Pino.

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