Die Liebe und das Glück finden immer einen Weg

Erfundene Geschichte.

Carolina

Ich sitze im Büro und hänge über meine Skizzen. Verdammt was wollte der Kunde noch mal. Seit vorletztem Wochenende kann ich mich nicht mehr konzentrieren. Warum hat Benedikt, das nur gemacht? Er hat ja beteuert, dass er unschuldig ist. Und als ich davon nichts hören wollte, sagte er zu mir, dass ich es noch bereuen würde. Was soll das heißen. Er küsst eine andere und er schwört auf Rache. Gut das ich in der Firma von seinen Vater angefangen bin. Benedikt nenne ich eigentlich nur Ben. Nur wenn ich sauer bin, habe ich ihn Benedikt genannt. Irgendwann hat er mitbekommen, dass meine Freunde Lina zu mir sagten. Seit dem war ich nur Lina. Warum alle den Namen so abkürzen verstehe ich nicht. Caro oder Carolina finde ich wesentlich schöner. Meine Kollegin und Freundin Henrieke kommt rein und reißt mich aus den Gedanken. „Moin Carolina.“ „Guten Morgen Henrieke. Wir sind nicht an der Küste. Du musst Dich wohl wieder dran gewöhnen in Hannover zu sein. Wie war dein Urlaub?“ „Super. Meine Oma hat mich ganz schön verwöhnt. Trotz dass meine Oma sehr viele Gäste hatte. Sie hat sich echt viel Zeit für mich genommen.“ „Wo wohnte deine Oma noch mal?“ „In Rantum. Ich richtig schön da. Komm doch nächstes Mal einfach mit. Das heißt, wenn Ben Dich lässt.“ Ich seufze. „Mensch Lina was ist los?“ „Rieke. Nichts.“ „Doch. Ich merke es doch.“ Seit Rieke vor zwei Jahren aus der Hamburger Filiale zu uns kam, sind wir befreundet. Sie merkt immer gleich, das was ist. Ben und ich sind damals kurz nach dem sie bei uns anfing zusammengekommen. „Ben hat eine Andere geküsst.“ „Ich dachte ihr wolltet zusammen ziehen.“ Sollte ich ihr alles erzählen. Das Telefon klingelt. Meine Kollegin Isabelle kommt rein. „Wir treffen uns nach Feierabend.“ Ich nicke und nahm ab. Ben ist dran. Meine Kollegin sieht genervt aus. „Was willst Du?“ „Mit Dir reden.“ „Ich aber nicht mit Dir. Momentan habe ich keinen Kopf dafür.“ Dann lege ich auf. Isabelle schaut mich böse an. Sie hasst es, wenn ich von Ben angerufen werde. Aber das wird nicht mehr passieren. In der Mittagspause schicke ich Ben eine Nachricht über Whats App. >>Rufe mich bitte nicht mehr in der Firma an. << Es piept. Eine Nachricht von Benedikt. >>Wieso? Wir müssen reden. << Ich schreibe zurück. >>Meine Kollegin nervt es, wenn Privatgespräche geführt werden. << >>Lina. Das war das erste Mal, dass ich Dich während der Arbeitszeit angerufen habe. << Das ist richtig. Ben hat mich vorher nie angerufen. Stimmt nicht einmal hat er mich schon angerufen. Sonst haben wir haben immer in der Pause telefoniert. Aber meine Kollegin Sabrina musste deswegen zum Chef. Nur weil sie ein paar Mal wegen ihren Kind angerufen wurde. Ich weiss nur, dass Isabelle dahinter gesteckt hat. Das ist doch Mobbing. Isabelle telefoniert öfters privat. Sie darf es und wir nicht. Ob das Gerücht wahr ist. Angeblich soll Isabelle eine Affäre mit Lukas unseren Juniorchef haben. Zusammen gesehen habe ich die Beiden nie. Unser Seniorchef sieht es nicht gerne, wenn es ein Pärchen auf der Arbeit gibt. Er meint, es würde nicht gut sein. Darunter würde die Arbeit drunter leiden. Unser Juniorchef sieht es wohl anders. Nicht mein Bier. Mein Handy piept. Ben schon wieder. Ich lese die Nachricht. >> Wann hast Du Zeit zum Reden? << Langsam nervt es. Wie oft will er das noch fragen. Erst will er sich rächen und dann versucht er mit mir zu reden. >> Keine Zeit. <<, antworte ich ihn und mache mein Handy aus. Danach treffe ich Henrieke und verabrede mich für den Abend. Die Stunden bis zum Feierabend vergehen langsam. Ich schaue auf die Uhr. Super es ist Feierabend. Ich stehe auf und begegne Lukas. „Gut, das ich Dich hier treffe.“, sagt unser Juniorchef zu mir. Super das auch noch. „Was gibt es denn?“ „Ein Kunde hat angerufen wegen eines Entwurfs. Könntest Du mal rüber schauen?“ „Lukas heute noch oder können wir das morgen machen? Ich habe noch was vor. Wenn es unbedingt jetzt sein muss, dann kann ich es verschieden. Muss nur Henrieke Bescheid sagen.“ Lukas denkt nach. „Können wir auch morgen machen. Es sei Du triffst Dich mit der Konkurrenz.“ Er weiss ja, dass ich mit jemand aus der Konkurrenz zusammen bin. Eher ich war es. Aber das weiss er ja nicht und ich muss es ihn auch nicht auf die Nase binden. Trotzdem muss ich mir was ausdenken. „Nee Benedikt hat viel zu tun. Er ist viel unterwegs. Du weißt ganz genau, dass ich nichts verrate.“ Lukas war zwei Jahre über mir und Ben. Damals hat Lukas mir sehr geholfen. Dann war ich mit Ben viel unterwegs und schon ist er von der Bildfläche verschwunden. Lukas ist nett aber sehr arrogant. Überhaupt nicht mein Typ. „Ich weiss, das warst Du schon immer. Das mit Ben habe ich ja auch von deinen Bruder Tobias erfahren.“ Was soll das denn heißen? Was hat Tobias erzählt. „ Woher kennst Du eigentlich Tobias. Wie es scheint, kennst Du ja meinen Bruder ja ganz gut.“ „Eigentlich nur von Feier. Wir haben uns super unterhalten. Irgendwann erzählte er mir, dass Du seine kleine Schwester bist. Und ob ich Dir helfen könnte. Wie geht es Tobias überhaupt?“ „Ganz gut. Wobei denn helfen.“ „Weißt Du gar nicht mehr, dass ich Dich angesprochen habe. Ich habe Dich gefragt, ob Du Hilfe brauchst. Du bist mir ja sehr oft über den Weg gelaufen. Aber keine Notiz genommen. Läufst Du blind durch Leben Carolina Emilia? Jedenfalls hast Du dann zugestimmt, das ich Dir helfe Carolina Louisa.“ „Woher weißt Du meinen zweiten Namen?“ „Dein Bruder hat es mal erwähnt und in deiner Personalakte steht es auch.“ Shit. Daran habe ich ja gar nicht mehr gedacht. Er ist der Juniorchef. „Stimmt. Du hast Recht. Daran habe ich gar nicht mehr dran gedacht.“ „Darf ich Dich mal was fragen?“ „Ja. Frage ruhig.“ „Es ist persönlich.“ „Kein Problem. Siehe mich jetzt nicht als Chef sondern als alter Kumpel. Dafür kennen wir uns schon sehr lange.“ „Bist Du oder Warst Du mit Isabelle zusammen.“ „Warum fragst Du? Bewirbst Du Dich um die Stelle?“ „Nein. Das Gerücht geht momentan in der Firma rum. Ich will nicht, dass Du es von jemand anders erfährst. Damals in der Uni hat man ja auch einiges gehört.“ „Und was?“ „Wenn Du jemand in Bett hattest, dann hast Du sie fallen lassen.“ „Nicht wahr.“ „Doch so haben sie es erzählt.“ „Dein Freund Benedikt war auch kein Engel in der Sache. Aber Du bist mit ihn zusammen.“, sagt er brummend zu mir. „Stimmt. Ich habe es erst erfahren als wir schon zusammen waren. Ich wollte Schluss machen, aber Ben hat mich seinen Eltern vorgestellt. Seine Schwester Marlene sagte dann zu mir, dass ich das erste Mädel wäre, das ihr Bruder seinen Eltern vorstellt. Sonst hat er es nie gemacht. Jedenfalls habe ich ihn eine Chance gegeben.“ „Hättest Du mir auch eine Chance gegeben, wenn Du es später erfahren hättest?“ „Keine Ahnung. Darüber habe ich nie Gedanken gemacht. Du warst nett, aber mehr nicht. Ich glaube nicht, sonst wäre ich nicht mit Ben zusammen gekommen. Wir kannten uns doch schon zwei Jahre Lukas, bevor ich Ben kennen lernte.“ Verdammt. Warum fragt er mich das denn jetzt. „Also Lukas warst Du mit ihr zusammen? Ja oder nein?“ „Nein. Nicht wirklich. Ich wollte nur jemand eifersüchtig machen. Es hat nur nicht geklappt. Hat sich Ben wirklich geändert?“ „Das kann ich nicht sagen. Ich muss es noch rausbekommen. So, Henrieke wartet auf mich. Bis morgen.“ „Bis morgen.“ Dann gehe ich und denke über das merkwürdige Gespräch nach. Henrieke kommt mir entgegen. „Wo bleibst Du nur so lange?“ „Wurde von Mr. Luke aufgehalten.“ Henrieke muss herzlich lachen. „Warum sagst Du zu Lukas immer Mr. Luke? Das wollte ich Dich immer schon mal fragen.“ „Im Studium sagten es alle zu ihm. Wenn man es genau nimmt, sagte man Mr. Luke Skywalker.“ „Luke Skywalker? Warum eigentlich? Gehört das nicht zu einem Film?“ „Ja, Du hast Recht. Gehört zu einem Film. Ich denke, Lukas wollte hoch hinaus. Etwas anderes machen. Wenn ich bedenke, dass man vor ein paar Jahren noch gesagt hat, dass es Blödsinn ist. Aber mittlerweile schlagen immer mehr Baufirmen und Architekten diesen Weg ein. Lukas und sein Vater haben es vorgemacht. Vielleicht hat er auch den Namen, weil er versucht hat, jedes Mädel aus der Universität ins Bett zu bekommen.“ Henrieke nickt. „Warst Du auch sein Betthäschen?“, fragt sie lachend. Ich glaube, ich erzähle ihr nicht, was er mir eben noch zu mir gesagt. Besonders die Frage darf ich ihr nicht erzählen. Sonst kommt sie auf dumme Gedanken. „Nein Rieke. Aber weißt Du was merkwürdig ist, das ich über einen Entwurf mal rüber schauen soll. Lukas hat mich noch nie in ein anderes Projekt um Rat gefragt.“ „Vielleicht hat er bemerkt wie gut Du bist.“ „Das ich nicht lache. Lukas? Nein, das würde er nie zulassen oder zugeben.“ „Jetzt erzähl mal. Was ist eigentlich passiert? Warum küsst Ben eine andere?“ „Höchstwahrscheinlich bin ich zu langweilig. Ach was weiss ich denn Rieke. Ben hatte zu mir gesagt, dass er den Abend keine Zeit hat. Angeblich hatte er ein wichtiges Kundengespräch. Meine Freundin Sophia hat mich und Bens Schwester Marlene zum Essen eingeladen. Wir sitzen im Restaurant und ich muss zur Toilette. Erst sehe ich Bens Freund Jonas. Ich dachte mir nichts dabei. Doch plötzlich sehe ich dann Ben wie er jemand anders küsst. Ich starre ihn an. Er bemerkt es und ich renne raus. Ben folgt mir. Er holt mich ein und sagt, es ist anders wie ich denke. Ich wollte es nicht hören und sage zu Ben, dass es aus ist. Irgendwann hat er gemerkt, dass ich ihn ignoriere. Dann sagt er glatt zu mir, ich würde es noch bereuen.“ „Was heißt das jetzt?“ „Keine Ahnung. Oh sieh mal ein Platz ist noch frei.“ Wir gehen zu dem Platz in unseren Lieblings Café und setzen uns. Dann bestellen wir uns heiße Schokolade mit Sahne trotz dass es sehr heiß ist. „Und dann Carolina?“ wollte Rieke von mir wissen. „Ich bin zurückgegangen und habe es ihn kurz erklärt, warum es aus ist. Ben hat mich nicht versucht auf zu halten. Dann bin ich nach Hause gefahren. Auf den Weg zum Auto habe ich Jonas getroffen und er teilte mir was mit. Ben soll sogar Vater sein. Jedenfalls hätte die junge Frau gesagt, dass er der Vater ihres Kindes ist. Die junge Dame kannte er nicht. Jonas hatte sie dann gefragt, wie alt das Kind wäre. Ich glaube, Paula hieß das Mädel. Nennen wir sie so mal. Ich weiss es nicht mehr genau. Sie antwortete jedenfalls, das Kind wäre knapp ein Jahr. Jedenfalls rechnete ich dann nach. Dabei stellte ich fest, dass wir da schon über ein halbes Jahr zusammen waren als er mit ihr geschlafen hat.“ „Hat er Dich denn jetzt betrogen?“ „Glaube schon. Ich frage mich aber schon die ganze Zeit, wann er dazu Zeit hatte. Wir waren zu der Zeit fast jede Minute zusammen.“ „Wer weiss, vielleicht ist das nur eine Lüge von ihr. Vielleiht hat jemand es auf Euch abgesehen.“ „Wer weiss das schon. Ich will darüber nicht mehr nachdenken.“ „Lina. Finde es raus. Sonst hast Du ihn wohl möglich ohne Grund abgeschossen.“ „Nein. Mein Bedarf ist gedeckt. Benedikt hatte sowieso in letzter Zeit so viele Geheimnisse vor mir. Es passt alles zusammen Rieke.“ Anschließend haben wir beide noch einen schönen Abend.

Eine Woche lang denke ich darüber nach, was Henrieke gesagt hat. Ich stelle mir immer wieder die gleichen Fragen. Hat sie Recht? War es doch nur ein Fake. Wer tut so was? Verrenne ich mich irgendwie? Aber warum hat er Geheimnisse vor mir gehabt? Benedikt versucht mich auch schon eine Woche zu erreichen. Ich ignoriere ihn erst, aber ich gebe mir dann einen Ruck und verabrede mich mit ihm. Nun sitze ich hier im Restaurant und warte auf ihn. Plötzlich taucht Bens Freund Jonas auf und setzt sich an den Tisch neben mich. „Hallo Lina.“ „Hallo Jonas. Was machst Du hier? Ich warte auf Ben.“ „Ben kommt nicht. Ich sollte Dir das ausrichten. Er hat sich das anders überlegt. Für ihn hat sich die Sache mit Euch erledigt.“ „Warum sagt er mir das nicht selber?“ „Keine Ahnung.“ Jonas schaut mir in die Augen und küsst mich. Was wird das denn jetzt. In welchen Film bin ich jetzt gelandet. Ich erstarre und mir wird bewusst, da läuft was schief. Ich stoße ihn weg. „Was soll das Jonas?“ „Ben meint, du liebst mich und er will uns eine Chance geben. Benedikt kommt deswegen nicht. Ich liebe Dich schon, seit ich Dich das erste Mal gesehen habe. Bevor Du überhaupt Ben kennen gelernt hast. Ben hat mir Dich weg geschnappt. Er wusste was ich für Dich immer gefühlt habe.“ „Jonas. Du bist nett. Ehrlich. Ich habe nie was für Dich empfunden. Nur Freundschaft. Wenn Du ganz ehrlich zu Dir bist, dann wirst Du mir das jetzt bestätigen. Wir passen gar nicht zusammen. Es fühlt sich mit Dir falsch an. Ich liebe Dich nicht. Ich liebe Ben.“ „Auch wenn er Dich betrogen hat. Ich würde es nie machen.“ „Woher weiss ich, dass diese Paula nicht lügt. Du kanntest Paula ja auch nicht.“ „Meinst Du ich zähle seine Weibergeschichten mit. Da habe ich was Besseres zu tun.“ „Was heißt das jetzt? Hat er neben mir mehrere Geschichten an laufen gehabt?“ „Ich weiss es nicht. Aber Paula sagt ja.“ Ich will mir das nicht länger anhören. Immer diese Paula. Ben hat bestimmt Antworten. Hoffe ich jedenfalls. Dann stehe ich auf und will gehen. Jonas hält mich fest und zieht mich an sich ran. In selben Moment küsst er mich. Ich stoße ihn weg und springe auf. Bloß weg hier. Dann laufe ich so schnell wie ich kann aus den Restaurant raus. Draußen sehe ich, dass ein Auto vom Parkplatz rasant wegfährt. Ist das nicht Bens Auto? Was wird hier gespielt. Das ganze Wochenende versuche ich Ben oder Marlene zu erreichen. Keiner von Beiden geht ran. Was ist das für ein Spiel. Wollte Ben frei sein für eine neue Liebe. Hat er deshalb in letzter Zeit immer Geheimnisse vor mir gehabt. In den letzten Monat hat Ben mich ständig versetzt. Verdammt. In welchen anderen Universum bin hier gelandet. Es läuft gerade alles schief. Ich war doch glücklich mit Ben. Oder trügt der Schein? Es ist Montagmorgen. Lukas will mich sprechen. Isabelle strahlt übers ganze Gesicht. Was hat das nur alles zu bedeuten. Ich gehe zu dem Büro von Lukas und klopfe an. „Herein.“ Dann öffne ich Dir Tür. Lukas hebt den Kopf. „Oh Carolina schon da? Erstmal Guten Morgen. Setze Dich doch schon mal.“ „Morgen.“, antworte ich ihn und setze mich. „Kleinen Moment. Ich bin gleich für Dich da.“ Lukas telefoniert und antwortet kurz und knapp. Ich bekomme nur Teile des Gespräches mit. Hat er Ärger mit seinem neuen Projekt. Lukas hört auf zu telefonieren und wendet sich dann zu mir. „Mir und meinen Vater ist da was zu hören gekommen. Mein Vater meint, ich müsste mit Dir reden. Carolina so geht das nicht. Du kannst nicht mit der Konkurrenz telefonieren und Geheimnisse ausplaudern.“ „Mache ich nicht. Wer behauptet das denn?“ „Isabelle hat sowas gesagt.“ Langsam denke ich wirklich, dass ich in einen falschen Film gelandet bin. Was wollen die alle von mir. Bin ich doch in ein anderes Universum gelandet. Isabelle ist wirklich eine böse Schlange. Was hat sie sich nur für eine Geschichte ausgedacht. Irgendwann will keiner mehr mit ihr im Büro sitzen. Dann sage ich plötzlich zu Lukas ohne groß nach zu denken. „Ich bin mit Benedikt seit einer Woche nicht mehr zusammen.“ „Das ist ja noch schlimmer. Wenn mein Vater mit bekommt, das Du Dich mit der Konkurrenz verabredest. Nicht auszudenken, was mein Vater denkt. Höchstwahrscheinlich wirf er Dir vor, dass Du Firmengeheimnisse aus plauderst.“ „Lukas. Du weiss, dass ich es nicht tue.“ „Ja ich weiss es, aber nicht mein Vater. Ich habe meinen Vater gesagt für Dich lege ich die Hand ins Feuer. Isabelle war heute Morgen im Büro meines Vaters. Er rief mich zu sich. Dann hat Isabelle uns diese Geschichte erzählt. Mein Vater glaubt ja wirklich alles was sie sagt. Sorry, mein Vater hat gesagt, ich soll Dich abmahnen.“ Was soll das denn jetzt. Ich muss nachfragen. „Wieso das denn? Ich habe doch gar nichts gemacht. Benedikt ist ja nicht mal bei der Verabredung gewesen. Er hat durch Jonas ausrichten lassen, dass Ben es komplett mit mir beendet. Ich, Idiotin, wollte Benedikt eine Chance geben und ihn erklären lassen. Nur weil Isabelle irgendwas behauptet, willst Du mich abmahnen. Habt ihr Beweise?“ „Nein Beweise haben wir nicht. Aber mein Vater sagt Isabelle ist eine loyale Mitarbeiterin und sagt immer die Wahrheit. Wie loyal bist Du Carolina denn? Beweis es. Eine Möglichkeit gibt es jedenfalls. Es sei denn Du machst mit?“ „Was?“, fragte ich irritiert. Lukas kommt auf mich zu. Bleibt vor mir stehen, schaut mir in die Augen und küsst mich. Isabelle kommt ohne anzuklopfen rein. Ich stoße ihn in den Moment weg. „Das erzähle ich deinem Vater Lukas. Der wird nicht begeistert sein. Wenn Du mit der Informantin deines Konkurrenten ins Bett gehst.“, sagt Isabelle zu uns und rennt raus. „Lukas was soll das? Dein Vater wird Dir den Kopf abreißen. Was für eine Aktion sollte das sein. Willst Du Dir was beweisen?“ „Caro! Ich liebe Dich schon seit dem ersten Tag an. Ich habe erst gedacht, es wäre nur ein Auftrag von Tobi. Aber als wir uns dann persönlich kennengelernt haben, habe ich mich in Dich verliebt. Ich habe nur in deine Augen geschaut und mir war klar, Du bist die Richtige für mich. Dann bist Du Benedikt begegnet und ihr seid zusammen gekommen. Ich habe mich dann von Dir zurückgezogen. Und jetzt steht Ben nicht mehr im Weg. Mein Weg zu deinem Herz ist frei für mich. Der Plan mit Paula hat gut funktioniert.“ Langsam begreife ich. Paula hat Benedikt im Auftrag geküsst. Mit Geld kann man wohl alles kaufen. Gefühle kann man nicht einfach an- und abstellen. Ich lasse es mir nicht anmerken und tue so als ob ich es nicht gehört habe. „Lukas. Ich mag Dich aber nur als Freund. Momentan steht eh alles auf den Kopf. Erst die Sache mit Ben, dann küsst mich Jonas und dann Du. Sorry das ist zu viel für mich. Für eine neue Beziehung bin ich eh nicht bereit. Ich muss erst mit etwas abschießen bevor ich was Neues beginne. Ob ich mit Dir mehr als eine Freundschaft eingehe, steht in den Sternen. Zu diesem Zeitpunkt ist es der reine Wahnsinn. Ich gehe.“ „Was heißt das Caro?“ „Ich verlasse die Firma. Papiere kannst Du zuschicken.“ „Und was ist mit uns. Kannst Du dir das mit mir nicht vorstellen.“ „Ich weiss es nicht und muss mich neu ordnen. Wie gesagt, es steht in den Sternen. Denk doch mal drüber nach. Ich war damals schon nicht in Dich verliebt.“ Als ich die Tür aufmache, renne ich den Seniorchef in die Arme. Dann sagte ich nochmal. „Bitte mache meine Papiere fertig und schicke sie mir zu.“ Ich höre nur Lukas Vater. Er sollte erklären was hier los ist. Die Antwort von Lukas höre ich nicht mehr. Dann gehe ich zum Bahnhof und nehme den nächsten Zug nach Hause. Im Zug treffe ich Marlene. Erst will sie nicht mit mir reden, aber ich sage ihr, das ich unbedingt was erklären muss. Dann hört sie meine Geschichte zu. Marlene starrt mich an und fragt mich dann: „Du bist echt nicht mit Jonas zusammen?“ „Nein, ich liebe Ben. Mir ist klar geworden, dass ich in die Falle getappt bin. Warum Jonas das gemacht hat, keine Ahnung.“ „Jonas liebt Dich. Er wollte nicht wahr haben, dass mein Bruder sich ändern kann. Ben hat sich durch Dich verändert. Jonas konnte es nicht verdauen, das Du mit Ben zusammen warst. Ben hat Dich auch geliebt.“ „Wieso hat?“ „Ben ist bei einen Auslandsprojekt. Er hat sich freiwillig gemeldet. Wenn er mit Dir zusammen war, hat er es immer abgelehnt. Shit. Er ist weg, weil er Dich liebt.“ „Weißt Du wo er ist. Kann ich ihn erreichen?“ „Schlecht. Langsam wird mir was klar. Benedikt konnte nicht verstehen, warum Du Dich in Jonas verliebt hast. Du hast Dich verändert, meinte er zu mir.“ „Ich hatte Stress auf der Arbeit. Ben hatte auch im letzten Monat Geheimnisse vor mir. Er wollte mir nie sagen wohin er geht. Da gar mir der Gedanke, dass er jemand anders kennengelernt hat. Aber wenn er bei mir war, habe ich den Gedanken an die Seite geschoben. Der Gedanke war immer in meinen Kopf. Dann kam die Situation mit Paula.“ „Das heißt, Du dachtest Ben betrügt Dich weil er Geheimnisse vor Dir hat.“ „Ja.“ „Stimmt. Ben war nicht ehrlich zu Dir. Er wollte nicht mir Dir zusammen ziehen.“ Ich unterbreche Marlene.“ „Was heißt das denn jetzt. Hatte er doch eine Andere?“ „Nein. Ben wollte mit Dir zusammen leben als Ehepaar und nicht nur als Liebespaar. An den Abend wollte er Dir einen Heiratsantrag machen und ein Jahr auf Weltreise mit Dir gehen. Er wollte Zeit mit Dir alleine verbringen. Mein Vater hat sogar zugestimmt. Er war begeistert davon, dass sein Sohn sich zu diesem Schritt mit Dir wagt. Mit Dir eine Familie zu gründen. Darum hat er das eine Jahr Auszeit seinen Sohn genehmigt. Darum hat er zu Dir gesagt, Du wirst es bereuen.“ „Ben wollte mich heiraten. Ist das dein Ernst? Du übertreibst.“ „Nein. Er wollte Dich um Dich kämpfen. Aber dann hat er Dich mit Jonas gesehen. Ihr habt Euch geküsst. Ich kam dann auch nicht mehr ran. Er verbot mit Dir zu reden.“ „Deshalb bist Du nicht ans Telefon rangegangen.“ „Ja. Ich wollte mit Dir reden. Irgendwas war total faul an der Sache. Hast Du das nicht auch gedacht.“ „Doch Marlene. Ich dachte schon in wäre im falschen Film oder sogar in einen anderen Universum geschleudert worden.“ Marlene lacht. „Das hat Ben auch gesagt. Genauso. Er denkt er wäre in einen falschen Film gelandet und jeder spielt ihn eine Komödie vor. Oder er wäre es in ein andres Universum geschleudert worden. Ihr seid Euch so ähnlich. Was machst Du jetzt nach den Du deinem Job geschmissen hast?“ „Keine Ahnung.“ Der Zug hält und wir steigen aus. Ich und Marlene beschließen Kontakt zu halten. Am Abend ruft mich Henrieke an. Ich erzähle Ihr alles und sie hat einen Vorschlag. Der ist echt gut. Wir schmieden einen Plan und den setze ich eine Woche später um als alles geklärt ist.

Benedikt

Marlene hat gestern angerufen. Jetzt macht alles einen Sinn. Ich lasse die letzten Wochen durch meinen Kopf gehen. Erst küsst mich eine Fremde und das sieht Lina. Sie will meine Erklärung nicht. Dann sehe ich sie mit Jonas. Die Beiden küssen sich vor meinen Gesicht. Mein Freund sagte vor drei Wochen sie lieben sich. Mein erster Gedanke war, warum ich nichts davon bemerkt hatte. Lina und Jonas würden sich lieben. Ich fühlte mich betrogen und wollte nur weg. Dass ich mich so in Linas Gefühlen getäuscht hatte, konnte ich mir nicht vorstellen. Ich hatte mich auch nicht getäuscht. Meine Gefühle haben sich nicht getäuscht. Man kann doch Gefühle nicht wie auf Knopfdruck ändern. Oder doch? Ich bin genauso auf die Situation herein gefallen wie Carolina. Warum war Carolina so merkwürdig in der letzten Zeit? Verstehen tue ich das nicht. Marlene sagte, Lina hatte Stress. War es nur der Stress? Eigentlich war unser Plan zusammen zu ziehen. Endlich hatte ich sie überzeugt. Meinen Plan habe ich dann weiter gesponnen. Ich wollte nicht nur mit ihr zusammen wohnen sondern als Frau an meiner Seite mit ihr zusammen leben. Die Geheimnisse ihr gegenüber sind nicht der Hit gewesen. Das weiss ich jetzt. So wie ich mich rar gemacht habe in den letzten Wochen vor unserer Trennung. Höchstwahrscheinlich hätte ich das gleiche gedacht, wenn sie das gemacht hätte. Wir müssen das klären. Carolina ist meine große Liebe. Dass ich nach Amerika gehe, war einfach zu voreilig. Ich schicke Lina eine Nachricht. >> Hallo Lina. Können wir reden? Ich bin nächste Woche für ein paar Tage in Deutschland. Bist Du zuhause? Ben << Ich warte auf eine Nachricht. Eine Woche lang schaue ich auf mein Handy. Aber es kommt nichts. Ich packe meine Koffer und fahre zum Flughafen. Vielleicht hat ja Lina eine Idee wie man das Konzept besser umsetzt. Gerade als ich an Lina denke, kommt eine Nachricht von ihr. >>Sorry Ben, das ich mich jetzt erst melde. Ich habe in meinen neuen Job viel um die Ohren. Können wir uns in drei Tagen in Hamburg treffen? Eher schaffe ich es nicht. Lina. << Was macht Lina jetzt wohl. Marlene hat schon gesagt, dass sie nicht mehr bei der Konkurrenz arbeitet. Ich überlege und schreibe ihr zurück. >>Geht klar. << Dass ich sie vermisse sage ich ihr lieber nicht. Wenn schon persönlich. Drei Tage später sitze ich im Restaurant in Hamburg, das Lina vorgeschlagen hat und warte auf sie. Carolina kommt mit Lukas rein. Lina sieht mich und verabschiedet sich bei ihn mit einen Wangenkuss. Dann kommt sie auf mich zu. „Moin Ben.“ „Moin Lina. Bist Du jetzt mit Lukas zusammen? Das ging aber schnell mit Euch. Das hätte ich jetzt nicht erwartet.“ Sie schaut mich verdattert an. „Wie kommst Du auf das schmale Brett?“ „Weil du Lukas auf die Wange geküsst hast.“ „Geht Dich eigentlich nichts an. Aber ich muss Dich enttäuschen, wir sind nicht zusammen. Lukas und ich sind damals schon Freunde gewesen. Dass er sich in mich verliebt, kann ich nichts dafür. Ich liebe ihn nicht und das haben wir eben geklärt als er meine Papiere gebracht hat. Wir haben beschlossen Freunde zu bleiben. Er weiss auch nicht wo ich wohne.“ „Setz Dich bitte.“ Carolina setzt sich mir gegenüber. „Was gibt es?“ „Lass uns erst mal was essen. Dann reden wir.“ Carolina nickt und wir bestellen was? Als das Essen kommt, steht sie plötzlich auf und rennt zur Toilette. Ich renne ihr nach und warte vor der Toilette. Lina kommt raus und sieht blass aus. „Geht es Dir nicht gut?“ „Es geht mir gut Ben. Habe wohl was Falsches gegessen.“ Dann klappt sie zusammen und ich kann sie im letzten Moment auffangen. „Lina Du hast was.“ „Das wird der Stress der letzten Wochen sein.“ „Bist Du Dir da sicher?“ „Ja. Benedikt Burg.“ Sie muss was haben. Aber was? Sie hat doch immer genug Stress gehabt. Oder ist unsere Trennung daran schuld. Schläft sie nicht mehr? Lieber nicht fragen, wenn sie so förmlich wird. „Wollen wir was essen?“ „Ich glaube, ich esse nichts. Aber Du kannst.“ Wir gehen an den Tisch und setzen uns. Ich schaue sie an. „Was ist los Ben?“ „Ich mache mir Sorgen um Dich.“ „Ben es ist bestimmt nichts Schlimmes. Ich lasse mich morgen untersuchen. Beruhigt?“ „Ja. Kannst du mir bei einen Problem helfen?“ Ich hole mein Konzept raus und zeige es ihr. Ich sehe in ihr Gesicht. Sie sieht enttäuscht aus. Eigentlich ist mein Plan, dass wir zusammen neu anfangen. Das Konzept sollte eigentlich eine Brücke sein, um sie ins Boot zu holen und wir uns langsam wieder nähern. Lina erklärt mir was sie anders machen würde. Sie hat echt tolle Ideen. „Carolina Neumann. Könntest Du dir vorstellen mit mir für dieses Projekt nach Amerika zu gehen und mit mir dort neu anzufangen?“ Lina schaut mich an und schüttelt den Kopf. „Du weißt, dass ich Flugangst habe. Ich kann auch nicht hier weg. Mein Job.“ „Der Job, der so stressig ist. Wie es scheint tut der Job Dir nicht gut.“ „Nicht nur das. Ich muss in ein paar Monaten für jemanden da sein. Ich habe es versprochen.“ „Es gibt jemand anders in deinen Leben. Liebst du ihn.“ „Ja. Aber es muss sich noch entwickeln. Das wird dann einfach zu viel für mich. Glaube mir, du willst das nicht. Ich werde Dich immer lieben.“ Dann steht sie auf. „Carolina.“ „Ja.“ Sie dreht sich zu mir um. „Liebst Du mich wirklich?“ „Ja, aber ich will deine Zukunft nicht verbauen.“ Dann verschwindet sie. Was soll das nur heißen? Kurze Zeit treffe ich Lukas. „Sag mal, weißt Du was mit Lina ist.“ „So wie sich benimmt Ben, ist sie schwanger. Ihre Gefühlsausbrüche sind enorm. Aber fragt mich nicht von wem. Das ist Quatsch Ben. Wenn müsstest Du der Vater sein. Das kann ja nicht sein. Ihr seid ja nicht mehr zusammen. Sie würde nie zulassen schwanger zu werden von einem x beliebigen Kerl. Das würde sie nie zulassen. Carolin hat immer gesagt, nur von ihrer großen Liebe will sie Kinder.“ „Danke Lukas für den Tipp.“ Ich renne ihr hinterher und sehe sie nicht mehr. Das wäre eine Erklärung für ihre komischen Gemütszustände in den letzten Wochen. In den nächsten Wochen erreiche ich sie nicht. Ich versuche es immer wieder Auch Marlene erreicht sie nicht. Irgendwann bin ich so unter Stress, dass ich darüber nicht mehr nachdenke. Es liegt viel Arbeit vor mir. Immer diese ganzen Änderungswünsche.

Drei Jahre später

Benedikt

Was mache ich hier eigentlich. Seit drei Wochen bin ich jetzt wieder zuhause. Und was machen meine Eltern. Sie haben Laura und ihre Familie eingeladen mit nach Sylt zu kommen. Es war Mamas Idee nach Sylt zu fahren. Richtig begeistert war sie nicht, als mein Vater Lauras Familie gefragt hat ob sie mitkommen. Es kam mir so vor. Ich habe drei Jahre mit Laura zusammen gearbeitet. Als sich nach einen halben Jahr herausstellte, dass Lauras Vater und mein Vater Geschäftsfreunde waren, versuchten sie mich und Laura zu verkuppeln. Ich weiss ja, dass sie mehr will als ich. Aber immer wenn sie mich an der Hand berührt, denke ich an jemand anders. Irgendwann hatten wir beide ein Gespräch im Restaurant als wir auf einen Kunden warten mussten. Da erzählte sie mir einiges Privates. Auch dass sie mit Lukas einige Zeit zusammen war. Weshalb die Beiden sich getrennt haben, hat sie nicht gesagt. Damals dachte ich nur, ausgerechnet Carolinas ehemaliger Chef. Seit einen Jahr arbeiten Lukas und ich beruflich an einen Projekt zusammen. Zum Glück. Sonst hätte ich mit Laura zusammen arbeiten müssen. Ich weiß nicht, warum die Beiden sich getrennt haben. Jedenfalls giften die Beiden sich ständig an, wenn sie sich über den Weg laufen. Lukas hat nichts erzählt. Laura hat nur schlechte Sachen über ihn erzählt. Ich habe Lukas in der Zeit gut kennengelernt und irgendwas passte nicht zusammen. Wir haben uns angefreundet. Er hat alle Mädels ab gewimmelt, die was von ihm wollten. Früher hat er alles mitgenommen, genauso wie ich, bevor ich Carolina kennen lernte. Lukas sagte mir in Vertrauen, das er seine Traumfrau getroffen hätte. Er würde einen Teufel tun um sie zu verletzen. Besonders weil ein Freund von ihn, ihr Bruder ist. Er glaubt, der Bruder würde ihn den Hals umdrehen. Er schwärmt förmlich von der Frau. Ich wollte wissen, wer sie war. Die Beiden wollten es erstmal geheim halten. Bei Gelegenheit würde ich es erfahren. Dann sind wir auf Carolina gekommen. Ob ich noch Kontakt hätte. Ich verneinte. Er erzählte mir, dass sie ab und zu telefonieren. Dann fragte ich, ob Lukas wüsste wie es Carolina gehen würde. Er antwortete mir dann nur, den Umständen entsprechend gut. Ich fragte, welche Umstände. Lukas winkte ab und sagte lachend, es wäre nur so einen Spruch. Dann schoss mir ein Gedanke durch den Kopf und ich fragte Lukas, ob Carolina seine Traumfrau ist. Er lachte und schüttelte den Kopf. Sie hätte ihr Herz an einen anderen verschenkt. Danach haben wir nie wieder über Lina gesprochen. Aber ich habe viel an sie gedacht. Die Avancen, die Laura mir macht, prallen nett und höflich ab. Jetzt sitzt sie mit ihren Eltern und meinen Eltern am Tisch. Das gefällt mir gar nicht. Besonders weil sie zu unseren Eltern sagt, das unsere gemeinsame Zukunft super wird. Was soll der scheiss? Carolina wo bist Du nur. Rette mich. Halt. Warum denke ich jetzt gerade an sie. Ich schaue in die Runde und sehe in das Gesicht meiner Mutter Clarissa. Sie strahlt mich an. Dann springe ich auf. „Ich muss noch arbeiten.“ „Nimm Laura mit. Spann sie in dein Projekt ein. Wenn ihr bald zusammen wohnt, dann lässt sich das eh nicht vermeiden.“, sagt mein Vater. Wie zusammen wohnen? Habe ich was verpasst? Ich will mit Laura nicht zusammen wohnen. In welchen falschen Film bin ich jetzt denn. „Nein Paps.“ Dann ich schaue grimmig in Lauras Richtung und rede weiter. „Ich arbeite mit Lukas an dem Projekt zusammen. Lukas akzeptiert meine Vorschläge nicht, wenn er weiss, dass sie von Laura kommen. Laura weißt das und ich will nicht das Lukas sie verletzt. Er will Henrieke fragen, ob sie Lust und Zeit hat. Wir wollen gleich noch telefonieren und Laura stört nur dabei.“ Lauras Vater Hermann sieht erst mich und dann die Anderen an. „Ich will ja nichts Schlechtes über Leute sagen. Aber bei Lukas muss ich es tun. Lukas ist echt ein Mistkerl. Kurz vor der Hochzeit lässt er Laura sitzen, weil er sich in jemand anders verliebt hat. Bist Du sicher, dass du mit ihn zusammen arbeiten willst? Er ist aus der Firma von seinen Vater ausgestiegen. Seit dem ist er nie wieder zuhause gewesen.“ Was ist bloß passiert? „Ja, ich will mit ihm zusammen arbeiten. Das kann jeden passieren. Plötzlich fest zustellen, dass man jemand anders liebt. Besser vor der Hochzeit als nach der Hochzeit. Und wenn es jetzt dann für mich heißt, dass mein Vater mich aus der Firma schmeißt. Dann ist es ebenso. Meine Ex-Verlobte Carolina hat bei ihm viel gelernt. Wir hätten sie gut in der Firma gebrauchen können.“ Ich musste jetzt Ex-Verlobte sagen. Nicht Ex-Freundin. Ich glaube wir waren wesentlich weiter als nur ein Liebespaar. Wir waren schon fast wie ein eingespieltes Ehepaar. „Denke nicht mehr an sie. Carolina hat Dich mit Jonas und Lukas betrogen.“, erwidert mein Vater darauf. „Hat sie nicht. Genauso wie Benedikt sie nicht mit mir betrogen hat. Übrigens ich bin Paula.“ Ich drehe mich und sehe in die Augen der Fremden. Es dämmert mir. Sie hat mich damals geküsst. „Wer bist du?“, frage ich. „Das ist Lukas Schwester. Soll ich dir noch was sagen Benni. Lukas hat sie angestiftet. So fein ist Lukas nicht. Du vertraust Lukas?“, antwortet Laura. Das meinte Lukas bezüglich des Kusses zwischen mir und der Fremden. Es wäre Eifersucht im Spiel gewesen. Darum hat er gesagt, es tut ihn leid. Seine Schwester hätte mich nicht küssen dürfen. Lukas hat sie damals geliebt. „Super wenn wir schon bei der Wahrheit sind. Benedikt hasst den Namen Benni. Soll ich Ben die Wahrheit über Dich erzählen?“, fragt Paula sie. „Schönen Abend noch.“ Ohne eine Antwort ab zu warten, renne ich raus. Aber wohin. Ich muss hier weg um einen klaren Gedanken zu fassen. Erstmal zum Strand. Am Strand angelangt, frage ich mich wo hin jetzt. Sansibar. Guter Einfall. Ich gehe am Strand lang. Irgendwann bleibe ich stehen und sehe aufs Meer. Warum hat Lukas davon nichts erzählt? Nur das seine Schwester mich geküsst hat und er sehen wollte, wie Carolina reagiert. War Carolina oder er eifersüchtig? Ist die Geschichte mit Carolina auch eine Lüge? Ich höre lautes Lachen und drehe mich um. Dann sehe ich meine Schwester mit Lukas. Sie kommen nicht auf mich zu sondern gehen auf eine junge Frau mit Kind zu. Die Frau kommt mir bekannt vor. Marlene nimmt das Kind hoch und wirbelt es rum als ob es ihr eigenes wäre. Habe ich was verpasst? Warum küsst Lukas Marlene. In Gedanken versunken merke ich nicht, dass sich jemand neben mich gestellt hat. „Schönes Bild oder Benedikt.“ Ich erschrecke mich. „Mama was machst Du hier?“ „Ich kenne Dich. Als Du dann noch gesagt hast, dass Du mit Lukas telefonieren wolltest, wusste ich dass Du lügst. Dann hast Du Carolina verteidigt. Als Paula auf einmal da stand, wusste ich es eskaliert. Und wenn wir damals auf Sylt waren und Du Ruhe haben wolltest, gingst Du an den Strand um nach zudenken. Als Marlene eben anrief, bin ich auch gegangen. Ich habe mir eine Ausrede einfallen lassen. Nun bin ich auf den Weg zu Marlene und Lukas. Die Diskussion im Restaurant war mir zu anstrengend.“ „Hat Marlene ein Kind?“ „Nein. Komm mit. Lukas und Marlene müssen Dir es erklären. Henrieke ist mit Max auch da.“ „Heißt das Kind Max?“ „Ja. Ganz Süß wie sein Vater. Findest Du nicht auch?“ Ich war irritiert. „Warum wusstest Du dass ich lüge?“ „Weil Du nicht wusste, das Lukas hier ist. Meine Idee war es mit Sylt. Dass dein Vater noch Familie Wegener eingeladen hat, finde ich nicht so toll. Ich gehe jetzt. Die Geheimnisse müssen aufhören.“ „Geh ruhig Mama.“ Clarissa geht und ich sehe ihr nach. Ich beobachte die Gruppe. Warum findet sie die Idee von Paps nicht so toll und welche Geheimnisse meint sie? Dann winkt mir Marlene zu und zeigt mir an, dass ich kommen soll. Okay was kann ich schon verlieren. Ich gehe hin. „Hallo Bruderherz.“ „Hallo Marlene.“ Dann drehe ich mich zu Lukas um. „Hallo Lukas. Was machst Du hier?“ „Meine Traumfrau heiraten.“ Ich drehe mich um. „Rieke heiratest du Lukas? Ist das euer Kind?“ Henrieke fängt an zu lachen und schüttelt den Kopf. „Du weißt gar nichts, oder Ben?“, fragt Henrieke. „Schatz. Du muss meinen Bruder aufklären.“, erwidert Marlene. „Du und Lukas wollt heiraten?“ Meine Schwester nickt. Jonas kommt auf uns zu. „Hallo.“ „Hallo Jonas.“, sagen alle. Ich schaue alle verdattert an. In welchen Film bin ich jetzt. Jonas küsst Henrieke. „So Jonas. Ich glaube Du und Lukas habt euren Freund was zu erklären.“, sagt Henrieke. „Ich gehe mit Max, Marlene und Clarissa ins Hotel. Und ihr klärt das jetzt. Verstanden?“ Die Mädels gehen mit meiner Mutter in Schlepptau los in die andere Richtung. Ich schaue Jonas und Lukas an. „Was ist los?“, frage ich die Beiden. „Henrike und Marlene haben Recht. Es wird Zeit klare Verhältnisse zu schaffen.“ Dann gingen wir zu Sansibar.

Das Gespräch

Wir sitzen in der Sansibar. „Ben. Ich weiss gar nicht wie ich anfangen soll.“ „Ach Lukas. Soll ich anfangen Ben es zu erklären?“ „Nein. ich muss anfangen.“ „Also was ist los? Habt Ihr was versprochen?“, frage ich. „Nein. Nicht direkt. Ich wollte eigentlich Dich und Carolina aus einander bringen. Meine Schwester Paula fand die Idee sowieso Scheisse. Aber als meine Schwester Dich gesehen hat, hat sie mitgespielt. Jedenfalls sagte mir Paula später, dass Du nie auf die Masche reingefallen wärst. Sie dachte erst, dass der Plan funktioniert hätte. Dann hast Du sie so runtergemacht. Paula sagte dann, Du liebst Carolina wirklich. Jedenfalls hatte ich die Hoffnung schon begraben bis Carolina in meinen Büro war. Sie sagte, dass ihr nicht mehr zusammen seid. Ich ging zu ihr und küsste sie. Dann hat sie mir ordentlich eine Predigt gehalten und ist gegangen. Sie hat Dich geliebt. Carolina hat mir das sogar mit Jonas erzählt. Sie hat einfach nicht verstanden, warum wir sie alle lieben. Später habe ich mit Carolina telefoniert, weil in den Papieren ein Fehler drin war. Wo sie war wusste ich nicht. Henrieke hat mir auch nichts verraten. Deine Schwester wusste nicht wo sie war. Carolina meldete sich dann bei mir und wir trafen uns in Hamburg. Wo wir uns auch begegnet sind. So, jetzt muss Jonas den ersten Teil seiner Geschichte erzählen.“ Ich sehe zu Jonas rüber. „Wie soll ich anfangen. Ich war sauer, weil Du mir meine Liebe vor der Nase weggenommen hast. Dann kam die Szene mit Paula und ich wusste, dass ich jetzt die Chance hatte Carolina zu bekommen. Du hast mir erzählt, dass Du dich mit Paula treffen wolltest. Carolina habe ich erzählt, das Du nichts mehr von ihr willst. Erst sah mich deine Schwester als ich Carolina küsste. Beim zweiten Mal sah ich Dich. Mein Plan ging auf. Jedenfalls war Carolina total durch den Wind. Ich habe ihr später die Geschichte erzählt als ich sie im Café, durch Zufall, wieder getroffen hatte. Du warst da schon das erste Mal in Amerika. Carolina hat mir gesagt, dass sie Dich noch liebt. Du wärst weg. Jedenfalls als Du mit ihr reden wolltest, hat sie mich angerufen und um Rat gefragt. Ich sagte, sie soll mit Dir reden. Später erzählte mir Carolina, sie konnte Dir nicht die Wahrheit sagen. Du hast gesehen, dass er ihr schlecht ging. Du hast Dir Sorgen gemacht. Aber sie wollte nicht, das Du wegen ihr alles hinschmeißt.“ „Ja, was ist denn jetzt mit Carolina?“ „Tja, das muss sie Dir wohl selber sagen. Jedenfalls wäre sie nicht nach Sylt gegangen und hätte Henrieke auch nicht nach ein paar Monaten in der Firma meines Vaters den Job geschmissen, dann wüsste ich nicht mal, dass sie hier ist. Henriekes Tante und Onkel haben ein Hotel in Rantum. Urgemütlich.“ „Wie bist Du mit meiner Schwester zusammen gekommen?“ „Sie ist mit Jonas in das Hotel gefahren, weil Jonas mit Henrieke Kontakt hatte. Keiner von Beiden wusste, das Carolina sich in dem Hotel befindet. Jedenfalls wollte Rieke, das sie sich durch Zufall treffen. Carolina hätte nie dem Plan zugestimmt. Dann kam der Tag X. Als Marlene Carolina sah, war ihr klar, warum sie damals im Hamburg gegenüber Dir so reagiert hatte. Jedenfalls haben ich und deiner Schwester uns super unterhalten. Langsam verstand ich auch was Carolina an Dir fand. Wir hatten ja beide nichts von der Bettkante geschubst. Erst als Du Carolina kennengelernt hast, wurdest Du ruhiger. Marlene hat mir das auch gesagt. Ich hatte echt gedacht, Du spielst mit Carolina. Es war nicht der Fall. Ich wollte sie vor Dir schützen. Seit ich sie kennengelernt habe, wusste ich nur, ich muss mein Leben ändern.“ „Ja, das habe ich auch gedacht. Erst als es aus Wochen zwei Jahre wurde, wusste ich, ich könnte Euch nie auseinander bringen.“ „Jonas. Du hast Carolina geliebt?“ „Ja, verdammt. Du warst mein bester Freund. Sorry. Henrieke hat mir ganz offen die Meinung gegeigt und so habe ich mich in sie verliebt. Ich habe festgestellt, dass wir viele gemeinsame Interessen haben.“ „Jedenfalls verbindet Dich und Carolina wesentlich mehr als wir damals dachten. Du hast seit dem keine Frau mehr gehabt. Ich habe es nur von deiner Mutter gehört, das Laura Wegener sich an Dich ran schmeißt. Deine Mutter heißt das nicht gut, weil Du eine andere Mission hast.“ „Welche Mission?“ „Mein Trauzeuge sein zum Beispiel.“ „Du und Marlene wollt wirklich heiraten?“ „Ja. Ich liebe deine Schwester schon lange. Kurz vorher hatte ich eine Liaison mit Laura Wegener. Sie hat mir Avancen gemacht und ich bin drauf eingegangen bis ich heraus bekam was sie vorhatte. Deine Mutter weißt es. Jedenfalls kennt deine Mutter mich ganz gut. Jedenfalls als mein Vater mitbekommen hat, das ich Laura nicht heiraten werde, wurde er sauer. Wir hatten einen Streit. Dann bin ich gegangen. Henrieke sagte mir, das ihre Tante ein Hotel auf Sylt hatte. Ich sollte mich erholen. Dann habe ich erst Carolina getroffen und dann deine Schwester. Kurze Zeit später tauchte dann Henrieke auf. Mein Vater soll getobt haben. Jedenfalls schrieb ich ihn, dass ich aus seiner Firma aussteige. Deswegen konnte ich auch Projekte machen, die ich vorher nicht machen konnte. Als ich sah, das Dich Laura umgarnte.“ „Was meinst Du?“ „Sie hat Dir geschmeichelt wo sie nur konnte und Du hast sie gewaltig abblitzen lassen. Solange ich mit Dir arbeite, kann sie nicht um Dich rum schwänzeln. Deine Schwester hat gesagt, ich soll auf Dich aufpassen.“ „Was ist denn jetzt mit Laura überhaupt? Sie geht mir ganz schön auf den Zeiger.“ „Ich habe rausgefunden, dass Lauras Eltern pleite sind und Laura soll sich einen reichen Mann angeln.“ „Verstehe. Deshalb hast Du dich um die gleichen Projekte wie ich beworben. Deine Traumfrau ist meine Schwester. Ich dachte Carolina.“ Lukas lacht. „Genau. Marlene passt wesentlich besser zu mir als Carolina.“ „Was meintest Du damit, sie hätte ihr Herz schon an jemand anders vergeben.“ „Wollen wir so sagen, eher an zwei Männer mit Herz.“ „Was soll das jetzt heißen?“ „Finde es raus Ben.“ „Hast Du deinen Vater das gesagt mit Laura.“ „Nein, er wollte es nicht hören.“ „Was hast Du meiner Mutter erzählt?“ „Das ich Marlene liebe und heiraten werden. Dann will ich ganz viele Kinder mit ihr, dass …“ Lukas stockte. „Was meinst Du mit dem?“ „Schon gut. Jedenfalls weiss deine Mutter, was mit Laura los ist. Dein Vater hat nur gehört, dass ich und mein Vater zerstritten sind. Er weiss nicht, dass wir in eine Woche heiraten. Deshalb wollte sie Dich und dein Vater hier her lotsen. Dass sie gleich Familie Wegener mit im Gepäck hatte, schmeckte mir und Marlene auch nicht. Deshalb hat Marlene deine Mutter angerufen und ist bei dem Essen nicht erschienen.“ „Momentmal wolltet ihr auch dabei sein.“ „Ja, aber deine Mutter sagte nur Familie Wegener kommt mit.“ „Meine Mutter passt es auch nicht. Jedenfalls müssen wir sie loswerden. Die Familie wird Euch eure Hochzeit nicht verderben. Deshalb ist auch Paula da?“ „Ja. Das nächste Problem.“ „Was meinst Du?“ „Sie hat sich was in Kopf gesetzt. Aber das bekommt sie nie in einer Woche hin.“ „Was meinst Du?“ „Ich verrate schon viel zu viel.“ „Leute jetzt erzählt schon.“ Beide schüttelten den Kopf. „Kommst Du noch mit ins Hotel Ben? Die haben bestimmt noch ein Zimmer frei. Deinen Vater solltest Du heute bestimmt nicht über den Weg laufen. Gegeben falls passt Du auf Max auf.“ „Können die Eltern nicht aufpassen.“ „Sein Mutter muss arbeiten und sein Vater ist ein Volltrottel.“ „Echt ein Vollpfosten.“ „Ja, er versteht immer nur Bahnhof.“ Dann stehen wir auf und schlenderten ins Hotel. Wir erzählen uns Anekdoten.

Im Hotel war es schon sehr ruhig. Ich schaue auf die Uhr. Fast null Uhr. Wir gehen zur Rezeption und klingeln. Die Beiden lehnen sich an die Rezeption und ich schaue währenddessen im Raum umher. „Na, eure Schlüssel vergessen?“ Die Stimme kenne ich und drehe mich um. Carolina steht vor mir. „Nein. Der junge Mann braucht ein Notquartier.“ Carolina schaut mich an. „Ben. Du brauchst ein Notquartier. Was ist passiert? Rausgeschmissen von deinen Vater?“ Was sage ich nur. „Sein Vater ist wütend auf ihn. Ist Clarissa noch da?“ „Ja, sie ist …“ Sie stockte. „Wo ist meine Mutter?“ „Mit einen jungen Mann zusammen und erklärt ihn gerade das Himmelszelt.“ „Bei Max?“ „So zusagen. Sie hat es angeboten, weil seine Mutter arbeiten muss.“ „Wir gehen jetzt. Ben Du kommst bestimmt alleine klar. Jonas muss sowieso in den Privatbereich und ich gehe zu Marlene.“ „Ja, ich komme klar.“ Dann gehen die Beiden. „Ben. Wir haben leider kein Zimmer mehr.“ „Schade.“ Ich wende mich ab und gehe zum Ausgang. „Stopp.“ „Was ist Carolina?“ „Du kannst gerne hier hinten in den Zimmer mit schlafen. Ich muss sowieso ständig aufspringen. Heute ist ein Fest in Westerland.“ Sie zeigte mir die kleine Liege im Zimmer. „Und Du?“ „Ich setze mich auf den Sessel. Dann bin ich schneller an der Rezeption. Normalerweise mache ich kein Nachdienst. Aber Simon ist beim Fest und macht da Werbung für das Hotel. Henrieke ist auch dort. Also trifft Jonas sie gar nicht an.“ „Darf ich Dich mal was fragen.“ „Ja.“ „Hast Du mittlerweile zwei Männer in dein Herz geschlossen.“ Ich sehe wie Carolinas Gehirn nachdenkt. „Wie kommst Du darauf?“ „Weil Lukas das gesagt hat.“ „Ich weiss nicht so genau.“ Dann schauen wir uns in die Augen. Ich habe das Bedürfnis sie zu küssen. Sie merkt es und dreht sich weg. „Leg Dich hin.“ „Können wir uns noch mal treffen? Morgen vielleicht. Wir müssen reden. Warum bist Du mit mir nicht in die USA gegangen? Ich hätte Dich mitgenommen. Du warst damals alles für mich. Ich wollte Dich in den USA überzeugen. Und wenn Dich das nicht überzeugt hätte, dann hätte ich Dich geheiratet und hätten viele Kinder bekommen.“ „So ein Quatsch. Wir konnten es nicht mehr kitten. Mein Herz gehörte schon jemand anders. Auf Sylt habe ich meine Liebe gefunden.“ „Okay.“ Ich lege mich hin und schlafe ein. Mitten in der Nacht höre ich zwei Stimmen. „Warum sagst Du Ben nicht, das Du ihn liebst und warum es nicht mehr zu kitten war. Na klar ist das was zum Kitten.“ „Du willst doch nur mit Simon zusammen sein. Weißt das Simon?“ „Nein. Ich muss erst Dich aus den Weg schaffen.“ „Paula.“ „Ja.“ „Er liebt Dich nicht.“ „Liebt er Dich?“ „Keine Ahnung. Wir wohnen zusammen und er ist mir eine gute Stütze in der Pflege eines Mannes.“ „Kann das Ben nicht übernehmen. Er hat den Unfall mit verursacht. Lieber Ben in Unklaren lassen. Es tut mir echt leid, dass ich ihn geküsst habe. Es war eine Scheissaktion. Deshalb willst Du nicht, das ich mit Simon zusammen komme.“ „Paula. Es nicht nur das. Simon sagt mir immer, wie sehr er mich mag. Er schaut mich genauso wie Ben an. Aber ich liebe Simon nicht. Er weiss es. Vielleicht heirate ich ihn doch. Dann hört jedenfalls das Gerede auf.“ „Tu es nicht.“ „Ist doch mein Bier nicht deins.“ Dann wird es still und ich schlafe wieder ein. In meinen Traum kommt Carolina in mein Zimmer. Sie küsst mich und sagt ich werde Dich immer lieben. Aber wir müssen Abschied nehmen von der Vergangenheit. Es wird nie wie früher sein.“ Ich will im Traum nach ihr greifen. „Ben. Es ist vorbei.“ Dann verschwindet sie. Am nächsten Morgen bin ich wie gerädert. Wo bin ich. Ein junger Mann kommt rein. „Moin. Du muss der Gast sein, den Lu hier einquartiert hat. Ich heiße Simon.“ Shit. Der Typ aus Carolinas Wohnung. „Moin Simon.“ „Wir berechnen nichts dafür. Ist doch Ehrensache. Du hast mir die wundervollste Frau vorbei geschickt. Sie ist mein Engel.“ „Von wen redest Du?“ „Von Lu?“ „Wer ist Lu?“ „Carolina Luisa. Ich nenne sie nur Lu.“ „Wohnt Ihr zusammen?“ „Ja, wir haben sogar ein Kind.“ „Ist Max euer Kind.“ „So zu sagen.“ Mist. Sie hat ein Kind mit Simon. Jonas kommt um die Ecke. Simon geht raus. „Moin. Ben.“ „Moin. Jonas. Wusste Du das Carolina ein Kind hat.“ „Jip.“ „Simon ist der Vater?“ Jonas schaut mich erstaunt an. „Sag wer?“ „Simon.“ „Soso. Da hat er eine Tatsache wohl ganz verdrängt.“ „Was heißt das?“ Jonas weicht mir aus. „Steh auf. Marlene und Lukas warten schon auf uns. Henrieke muss arbeiten.“ Wir gehen an den Tisch. Meine Mutter hält Max im Arm und gibt ihn mir. „Gewöhn Dich schon mal dran.“ „Wie Marlene bekommt ein Kind?“ Marlene sieht mich an. „Woher weißt Du das denn schon wieder?“ „Wenn Mama sagt, gewöhne Dich schon mal dran.“ Plötzlich steht mein Vater wütend hinter uns. „Wie? Marlene ist von den Typ schwanger.“ „Ja, auch. Aber dieses Kind hier solltest Du Dir genauer mal anschauen.“ Mein Vater nimmt das Kind und schaut sich es genau an. Dann kommt Carolina an und geht auf meinen Vater zu. „Darf ich mein Kind Max haben. Ihr seid echt tolle Freunde. Es sollte nie einer erfahren?“ Carolina rennt raus. „Gratuliere Sohn. Jetzt verstehe ich warum Du Laura nicht heiraten willst. Du hast schon eine Familie.“ „Ich habe keine Familie. Das ist Simons Sohn.“ „Wie jetzt. Marlene sagt auch was. Hat Carolina uns angelogen?“ „Lukas. Das glaube ich nicht. Aber ich denke mein Bruder ist auf einen gewaltigen Holzpfad.“ Mein Vater sieht mir komisch an. „Jetzt mal ehrlich. Als meine Frau gestern angerufen hat und mir die Situation mit Lauras Eltern erklärt hat, dachte ich es wäre ein Scherz. Dann habe ich Internet nachgeprüft. Du hast Recht Clarissa. Wenn ich jetzt Ben so ansehe, weiss er von seinen Glück nicht. Einen Teil für die Familie hat er schon in die Wege geleitet. Aber macht man das nicht erst nach der Hochzeit? Oder ist er schon verheiratet?“ „Paps. Was meinst Du?“ „Hast Du schon mal Max angeschaut. Er ist dein Ebenbild als Du so alt warst wie er.“ „Max ist mein Sohn?“ „Glaube schon mein Sohn.“ „Sie hat sich in einen Mann auf Sylt verliebt.“ „Ja Bruderherz. Sie wollte nur sagen, dass sich jemand in ihr Herz geschlichen hat ohne dass sie es ahnte. Als Carolina auf Sylt war, war sie im dritten Monat schwanger. Jetzt sag mir nur nicht, sie hat Dich betrogen. Du hast selber gesagt, sie hat Gemütsschwankungen. Im Hamburg wollte sie Dir nur sagen, dass sie schwanger ist. Aber als Du mit deinen Plänen anfingst, wusste sie, das sie Dich nicht dran hindern kann fort zugehen.“ „Verdammt. Ich habe es damals nicht verstanden. Lukas hat auch so eine Vermutung in Hamburg geäußert. Dann habe ich versucht sie zu erreichen. Irgendwann war ich so in Stress, das ich gar nicht mehr dran gedacht habe. Ich bin echt ein Volltrottel. Noch besser gesagt ein Vollpfosten.“ „Na, siehst Du es endlich ein Ben. Wirst Du jetzt mein Trauzeuge oder nicht?“ „Schauen wir mal. Ich habe erst eine Mission zu erfüllen.

Carolina

Ich sitze hier im Wohnzimmer und denke nach. Max spielt heute zum Glück mal in seinen Zimmer. Warum hatte Bens Vater Hans Max auf den Arm. Was läuft hier falsch. Eigentlich heißt Max ja Maximilian. Marlene meinte damals, das wäre fatal. Ihr Opa heißt Maximilian. Ich habe ihn so getaucht aber seit Anfang an Max genommen. Warum habe ich bloß den Namen genommen. Simon kommt nach Hause. „Hallo süße Schnecke. Wo ist Max?“ „Im Zimmer. Nenn mich nicht immer Schnecke.“ Simon grinst. „Eine Frage. Ist Ben der Vater von Max?“ Ich nicke. „Liebst Du ihn noch?“ „Nein, glaube nicht. Aber wenn Du auf die Frage hinaus willst, ob ich Dich liebe. Da muss ich auch Nein sagen. Du weißt. Wir sind nur gute Freunde.“ „Ja, ich weiss. Ich liebe Dich ja und deshalb bedränge ich Dich nicht.“ „Simon. Spielst Du solange mein festen Freund bis Ben wieder weg ist?“ „Wieso. Glaubst Du etwa, dass Du dich in wieder verliebst?“ „Das nicht. Wenn Ben rausbekommt, das er der Vater ist. Kaum auszumalen.“ „Was meinst Du?“ „Er wird bestimmt Max wegnehmen.“ „Kein Problem.“ Es klingelt an der Tür. Simon geht zur Tür und öffnet sie. Ich lausche. „Nein. Lu ist nicht da. Sie wollte zum Strand hat. Carolina hat es mir per SMS geschickt. Dann schließt er die Tür. „Wer war es?“ „Benedikt.“ „Danke.“, sage ich ihn und gebe Simon einen Kuss auf die Wange. „Wenn Du das immer machst, helfe ich Dir gerne.“ Ich buffe Simon an. Max kommt rein. „Papa.“ Simon geht auf ihn zu. „Du nennst mich Papa?“ Max schüttelt den Kopf und geht zum Fenster. Simon folgt ihn und schaut raus. „Benedikt steht draußen.“ „Der geht gleich. Ich lege mich einen Moment hin.“ Dann gehe ich in mein Zimmer. Wir müssen uns echt was überlegen. Maximilian braucht sein eigenes Zimmer. Dann schlafe ich ein. Mitten in der Nacht wache ich auf. Max liegt in meinem Zimmer und in der Wohnung ist es sehr ruhig. Simon ist arbeiten. Ich stehe auf und gehe ins Wohnzimmer. Plötzlich klingelt es an der Tür. Henrieke ist draußen. „Hallo Süße. Wo warst Du den ganzen Tag?“, fragt mich Rieke. „Ich habe geschlafen.“ „Warum gehst Du Ben aus dem Weg?“ „Es ist besser so. Simon und ich sind zusammen.“ Ich muss das jetzt glaubhaft rüberbringen. Sonst glaubt sie mir das nicht. „Du und Simon?“ „Ja.“ Es klingelt an der Tür. Ich gehe hin. Tobias und meine sechs Jahre ältere Schwester steht vor der Tür. „Hallo Tobias. Hallo Emilia“ „Hallo Süße.“ , sagt Tobi zu mir. „Nach kleine Schwester? Schon einen Ehestreit?“ „Was soll das denn heißen. Ich bin nicht verheiratet.“ „Tobi was erzählst Du mir von unserer Schwester?“ „Es ist aber so.“ „Das ist Quatsch.“ Mir kommt eine Situation in den Sinn als wir für zwei Wochen in Amerika waren. Ein Kunde von Ben hat ihn mit Begleitung eingeladen nach Las Vegas zu kommen. „Lina. Ich muss jetzt gehen. Jonas wird mir den Kopf abreißen, wenn ich nicht pünktlich komme.“ „Rieke. Du willst gehen?“ „Ja, Du hast ja Besuch. Aber das mit Simon und der Heirat muss Du mir erklären.“ „Welche Heirat?“ Henrieke geht. „Tobi. Mit wen bin ich verheiratet?“ „Mit Ben. Ich habe damals die Papiere aus Las Vegas gefunden als Du in die andere Wohnung gezogen bist. Jedenfalls habe ich gedacht, Ihr habt es vergessen und habe sie an das Amt geschickt.“ „Was hast Du getan?“ „Die Heiratspapiere aus Las Vegas zum Amt geschickt.“ „Ohne mich zu fragen?“ „Ja. Ich habe gedacht, ihr würdet dann schon Post bekommen und uns das beichten.“ „Mensch, das war doch nur Scherz.“ „Hast Du Post bekommen?“ „Nein.“ „Dann dürftest Du auch nicht verheiratet sein. Bloß als Marlene beim Standesamt auf Sylt angefragt hat, fragt er gleich, ob sie auch schon verheiratet seid.“ „Wie kam er darauf?“ „Weil sie Ben als Trauzeuge angegeben hat. Der Standesbeamte erzählte, dass Benedikt wegen eines Heiratstermins angefragt hat. Als er dann geprüft hat, stellte er fest dass Ben verheiratet ist. Entweder er hat jemand anders geheiratet oder die Papiere sind anerkannt worden. Jedenfalls hat dann Marlene nachgeforscht. Sie will nicht, das Du Simon heiratest um ihn zu helfen.“ „Ich will Simon nicht heiraten.“ „Warum fragt Simon aber beim Standesamt nach wegen einen Standesamt Termin.“ „Keine Ahnung. Wann hat er das denn gemacht?“ „Vor einer Woche.“ „Hallo Ihr Beiden. Ich bin auch nicht da. Tobias wer ist denn jetzt mein Halbbruder.“ „Ja, Bruderherz. Das wüsste ich auch gerne. Mama hat nie was verraten.“ „Ben ist dein Schwager und Bruder. Wenn das mit der Heirat stimmt.“ „Sorry Ihr Beiden. Ich muss eine Runde sparzieren gehen.“, sagt Emilia und geht. „Mit wem ist Ben denn verheiratet.“ „Das ist es ja mit einer Carolina Luisa.“ Es klingelt wieder an der Tür. „Schwester ich gehe an die Tür. Es ist bestimmt Emilia.“ Tobias steht auf. Ich gehe in die Küche und koche eine heiße Schokolade für uns drei. Dann höre ich eine Stimme, die mir sehr bekannt vorkommt. „Wir müssen reden Carolina.“ Ich drehe mich um und Benedikt steht im Türrahmen. „Über was?“ „Vielleicht über uns.“ Er kommt näher. „Darf ich auch eine Tasse heiße Schokolade. Dein Bruder ist weg.“ „Ja. Geh schon mal ins Wohnzimmer.“ Ben wird so lange keine Ruhe geben bis er eine Antwort gibt. Benedikt geht ins Wohnzimmer und ich folge ihn. „Hey Du kleiner Mann.“, höre ich Ben sagen. „Bist Du noch nicht im Bett.“ „Papa.“ „Ich bin nicht dein Papa.“ Leugnen konnte er schon immer. Benedikt nimmt Max auf den Schoss. „Ist Simon dein Papa?“ Maximilian schüttelt den Kopf und zeigt auf Ben. „Also Carolina Luisa Neumann. Was hat das zu bedeuten.“ „Das ist ein Wunschgedanke von Max. Er denkt sich öfters so was aus.“ Dann nehme ich Max und bringe ihn ins Bett. Als ich wieder ins Wohnzimmer komme, blicke ich ihn in die Augen. „Marlene sagt, wir sind verheiratet. Weißt Du da was davon?“ „Ben.“ „Ja.“ Tobias hat die Papiere aus Las Vegas an das Amt geschickt. Hast Du Post bekommen.“ „Doch. Aber ich die Post vom Standesamt in den Papierkorb geschmissen. Es war doch nur Spaß in Las Vegas. Solange wir es nicht einreichen und wir es bestätigen, sind wir nicht verheiratet.“ „Aber wenn der Fall jetzt doch eingetreten ist.“ „Dann brauche ich Dich ja nicht mehr heiraten.“ „Ben. Ich meine es ernst. Lass uns die Scheidung einreichen.“ „Wenn ich aber die Scheidung nicht möchte?“ „Tja. Da Du nicht hier wohnst, müsste es eine Leichtigkeit sein die Scheidung einzureichen.“ „Momentmal. Was ist mit Max. Offiziell wäre ich ja dann sein Vater.“ Shit daran habe ich gar nicht gedacht. „Woher willst Du wissen, dass Simon nicht der Vater ist.“ „Er kann ja der Erzeuger sein, aber vor dem Recht bin ich der Vater.“ Er kommt meinen Gesicht nahe. Ich will ihn küssen, aber Ben zieht sich zurück. Verdammt was soll das. „Ich muss. Dann reiche ich morgen die Scheidung ein, damit Du Simon heiraten kannst.“ Benedikt steht auf und lässt mich alleine. Ich setze mich aufs Sofa und lasse mir Las Vegas durch den Kopf gehen. Wer war damals auf die verrückte Idee gekommen. Ben oder ich? Ich glaube, wir beide. Es sollte doch nur Spaß ein. Simon kommt. „Na, was ist los Baby.“ „Nichts.“ „Na nichts sieht es mir nicht aus. Ich habe heute eine tolle Frau kennen gelernt. Du willst mich ja nicht. Die Frau hat Verständnis dafür, dass ich einer Freundin helfe. Danach wollen wir uns noch mal treffen. Jetzt verstehe ich Dich auch, warum Du nichts von mir willst. So ein Gefühl wie ich es bei Ihr habe, habe ich noch nie gehabt.“ „Von wem redest Du? Etwa von Paula.“ „Nein von einen lieben Gast von uns.“ „Simon. Warst Du beim Standesamt?“ „Ja?“ „Warum?“ „Ich wollte Dich heiraten aber seit heute nicht mehr.“ „Was ist passiert? Hast Du Dich verliebt.“ „Ja. Ich hätte Dich auch nicht heiraten können?“ „Wieso nicht?“ „Du bist verheiratet. Warum sagst Du mir das denn nicht. Der Skandal ist perfekt. Ich liebe eine verheiratete Frau. Lässt Du Dich jetzt scheiden für mich?“ „Für Dich nicht. Aber für mich. Ich wusste nicht, dass ich verheiratet bin. Jetzt will ich meine Freiheit haben. Trotz dass ich das Eheleben nicht praktiziert habe.“ Es klingelt. „Heute geht es wie auf einen Bahnhof zu.“ Simon steht auf und Emilia kommt rein. „Darf ich vorstellen. Meine Mitbewohnerin.“ Emilia unterbringt ihn. „Simon, ich kenne sie schon.“ „Von wen?“ „Sie ist meine Schwester.“ „Warum hast Du einen anderen Nachnamen?“ „Weil ich den Mädchennamen meiner Mutter habe. Es hat sich sogar rausgestellt, dass ich mit Ben und Caro etwas gemeinsam habe. Sie sind meine beiden Geschwister.“ „Wie jetzt Lu. Du hast deinen Bruder geheiratet.“ „Nein. Bens Vater und meine Mutter hatten wohl eine Affäre. Daraus ist Emilia entstanden. Jedenfalls wusste ich bis eben nicht, dass Hans der Vater von Emilia ist. Ist Emilia dein Schwarm?“ Emilia schaut mich verdutzt an? „Ja.“ „Dann Euch viel Spaß. Ich gehe ins Bett.“ Langsam wird es alles sehr merkwürdig. Ich bin verheiratet. Simon mag meine Schwester. Ben und ich haben die gleiche Halbschwester. Was kommt jetzt noch. Als ich Max Bett sehe, schläft er tief und fest. Woher weiss er, dass Ben sein Vater ist. Weißt er auch das Clarissa und Hans seine Großeltern sind?

Benedikt

Wie ich bin mit Carolina verheiratet. Ich gehe zu Marlene und sie bestätigt es mir. Sie zeigt mir sogar die Heiratsurkunde. „Marlene. Das war damals ein Scherz.“ „Ja, Tobias hat gedacht, sie ist nicht echt. Aus purer Neugier hat er sie zum Amt geschickt. Mir haben sie beim Standesamt gesagt, das ihr habt Post bekommen. Aber keiner von Euch beiden hat reagiert. Die Post kam ständig zurück. Irgendein Kollege hat dann Euch als verheiratet erklärt. Er hatte sogar unter der Einverständniserklärung eine Unterschrift von Euch beiden gehabt, dass es korrekt ist. Hast Du irgendwas unterschrieben und hast nicht drauf geschaut was es ist.“ „Nur als ich mal beim Standesamt gewesen bin und gefragt habe, ob auf Sylt heiraten kann. Da haben sie mir ein Schreiben vorgelegt, das ich und Carolina unterschreiben sollten. Ich weiss noch, das wir es unterschrieben haben.“ „Wann war das?“ „Kurz nachdem wir aus den USA gewesen sein. Wir haben gar nicht draufgeschaut und unterschrieben. Ich hatte gedacht, dass es wegen des Visums wäre. Das habe ich Carolina auch gesagt.“ „Dann habt ihr wohl was anderes unterschrieben.“ Ich setze mich hin. „Und jetzt?“ „Du bist verheiratet. Also mach Dir keine Gedanken.“ „Sie will die Scheidung.“ „So, dann muss Du das gemeinsame Sorgerecht anfordern. Wenn sie fragen, ob Du Kontakt hattest, sagst Du einfach die Wahrheit. Du hast es nicht gewusst. Mal sehen, ob sie sich darauf einlässt.“ „Warum sagt Max eigentlich zu mir Papa.“ „Weil ich Fotos von Dir und unseren Eltern gezeigt habe. Da habe ich immer gesagt, das Du sein Papa bist und unsere Eltern seine Großeltern. Liebst Du Carolina?“ „Ja, sehr sogar. Die Jahre ohne sie waren schrecklich. Ich habe immer an sie gedacht.“ „Du liebst sie wirklich Bruderherz.“ „Ja.“ „Dann nehmen wir es jetzt in Angriff.“ „Und wie?“ „Ich denke mir was aus. Vielleicht solltest Du Dich langsam annähern.“ Ich nicke.

Am nächsten Morgen

Wir sitzen alle in einen extra Raum, wo wir frühstücken. Max, Tobias, Paula, Carolina und eine fremde junge Frau namens Emilia. Meine Eltern sind auch extra gekommen. Mein Vater stockt als er die junge Frau sieht. Auch meine Mutter. „Sie sieht aus wie deine Schwester Hans.“ Mein Vater geht auf sie zu. „Wie heißt Du?“ „Emilia Fischer.“ Hans schluckt. Meine Mutter kommt auf ihn zu. „Emilia können wir draußen reden.“ Die junge Frau nickt. Marlene und Lukas sehen irritiert aus. Tobias und Carolina sehen sich an. Ich gehe zu den Beiden hin. „Wer ist die Frau?“ „Unsere Schwester Ben.“, sagt jetzt Carolina zu mir. „Wie unsere Schwester? Bist Du auch meine Schwester? Habe ich etwa meine Schwester geheiratet?“, schreie ich sie wütend an. „Nein. Ich bin nicht deine Schwester. Nur Emilia. Ich weiss nur, dass meine Mutter eine Liaison mit einem jungen Mann hatte. Meine Mutter Sabine und dein Vater waren beide nicht verheiratet. Tobias kann Dir mehr erklären. Mehr weiss ich auch nicht. „Den Opa Ben fand es nicht gut, dass Sabine und Hans sich trafen. Sie haben sich heimlich getroffen und sich geliebt. Jedenfalls ist meine Mutter schwanger geworden und meine Großeltern haben sie nach Amerika geschickt. In der Zeit hat sie unseren Vater Klaus kennengelernt. Unser Vater hat das Kind von jemand als sein Kind angenommen. Als die Beiden wieder nach Deutschland fuhren, waren sie beide verheiratet. Dein Vater Hans hat getobt und die Beiden haben dann ein Abkommen getroffen. Emilia kam vor der Hochzeit von meinen Eltern zu Welt. Darum heißt sie Fischer. Mein Vater hat sie als sein Kind anerkannt.“ „Warum habe ich unsere Schwester nie kennengelernt Carolina.“ „Weil sei bei meinen Großeltern aufgewachsen ist. Meine Eltern hatten viel zu tun. Als sie Emilia zu sich holen wollten, wollte sie da nicht weg. Jedenfalls habe ich sie jetzt schon fast sechs Jahre nicht mehr gesehen. Ich wollte Dir immer von ihr erzählen. Wir waren aber immer zu beschäftigt.“ „Können wir uns heute Abend treffen Carolina?“ „Warum?“ „Wir müssen reden.“ Carolina nickt. Meine Eltern und Emilia sind nicht mehr zum Frühstück gekommen. Sie haben uns eine Nachricht zukommen lassen. Heute Abend im Restaurant. Ich plane auch was für den Abend. Ob Carolina mich begleitet? Gegen Abend sind wir in einen Restaurant Nähe des Strandes. Sabine und Klaus sind auch da. Wir sitzen alle an unseren zugewiesenen Platz. Max ist bei Henrieke. Das hat jedenfalls hat das Tobi zu mir gesagt. „Liebe Gäste! Wir haben beschlossen Euch die Geschichte von mir und Sabine zu erzählen.“ Dann fängt mein Vater an die Geschichte zu erzählen und nickt zu Sabine. Am Schluss sagt mein Vater noch, dass damals sehr viel schief gelaufen ist. Jedenfalls hat er in Clarissa seine zweite Liebe gefunden so wie Sabine in Klaus ihre zweite Liebe gefunden hat. Es war schade, dass er nie Emilia wirklich kennenlernen konnte. Dann steht Sabine auf und sagt, dass er es jetzt nachholen könnte. Klaus hätte damit kein Problem und Emilia auch nicht. Meine Schwester hat gesagt, dass sie zwei Väter hätte. Dann kam noch unsere Hochzeit auf den Tisch. Es wäre total unverantwortlich, dass wir sowas auch Jux und Dollerei getan hätten. Ich stehe auf. „Ich damals schon Carolina so geliebt. Wir wollten nur wissen, wie sich das anfühlt verheiratet zu.“ Carolina steht auf. „Stimmt. Es hat sich irgendwie richtig angefühlt. Jetzt denke ich mir, es ist falsch?“ „Was ist mit Max? Soll er nie erfahren, das Ben sein leiblicher und echter Vater ist?“, fragt Sabine. „Mama. Ben und ich müssen darüber noch unterhalten wann der richtige Zeitpunkt ist. Wir werden nicht so lange warten wie Du.“ Carolina rennt raus und ich hinterher. Wie das jetzt wohl aussieht. „Carolina Luisa warte.“ Lina bleibt stehen. „Was ist Benedikt? Willst Du mich auch verurteilen.“ „Nein. Ich will reden. Gehen wir zum Strand?“ Carolina nickt. Es ist schon spät. Meine Überraschung wird perfekt. Als wir den Strand näheren sehen wir ein Meer von Lichtern. Carolina bleibt stehen. „Wir stören hier. Es ist so romantisch.“ „Nein wir stören nicht. Das ist für Dich.“ Carolina blickt zum gedeckten Tisch?“ „Für mich?“ „Ja, ich will Dir ein Friedensangebot machen.“ Wir gehen durch das Lichtermeer zum Tisch. Dann setzen wir. Ein Ober kommt und bringt uns das Essen. „Schau rein. Ich hoffe, es immer noch dein Lieblingsessen.“ Sie hebt den Deckel und nickt. Dann nehme ich meinen Deckel hoch. Schweigend essen wir und schauen uns immer wieder in die Augen. „Das ist so romantisch. Wenn wir nicht verheiratet wären, könnte man glatt meinen Du willst mir einen Heiratsantrag machen. Aber wir wollen ja beide die Scheidung.“ Ich verschlucke mich an meinen Essen und huste. Dann stehe ich auf und falle Carolina auf die Knie. „Was machst Du Ben?“ „Nach was sieht es aus. Den Antrag nachholen, den ich eigentlich vor der Hochzeit machen wollte.“ „Du spinnst Benedikt Burg.“ „Ich weiss jetzt nicht wie ich Dich ansprechen soll. Carolina Luisa Neumann oder Carolina Luisa Burg. Machen wir nicht ganz so förmlich. Carolina Luisa, willst Du mich heiraten.“ Carolina starrt mich an und rennt weg. „Carolina. Warte.“ Sie bleibt stehen. „Du willst mir ernsthaft sagen, Du willst mich heiraten? Ben spinnst Du?“ Ich komme immer näher ihren Gesicht. Dann küsse ich sie erst zaghaft und dann fordernder. Carolina öffnet ihre Mund und küsst mich innig zurück. Irgendwann liegen wir auf den Sandboden und lieben uns. Als wir erschöpft neben uns liegen, frage ich jetzt sie. „Ist das jetzt ein Ja?“ „Nein. Ist es nicht. Das war ein Abschied. Sie zieht sich an und rennt weg. Was habe ich jetzt schon wieder falsch gemacht. Ich schaue auf das Meer.

Carolina

Ich renne weg. Warum habe ich Ben eben geliebt. Was ist los mit mir. Als er mich geküsst hat, war alles wieder da. Eine Sehnsucht die ich schon lange vermisst habe. Shit. Ich muss die Scheidung einreichen sonst werde ich ihn nicht los. Soll ich zurückgehen. So ein Mist, ich will ihn. Für meine Sehnsucht kenne ich jetzt ein neues Wort. Ben. Plötzlich steht Simon hinter mir. Total zu gedröhnt. „Simon. Wo kommst Du denn her?“ „Von einer Party. Du hattest eben so viel Spaß am Strand. Machst Du das auch mit mir?“ „Was meinst Du?“ Ohne eine Antwort zu bekommen, küsst er mich und fängt mich an auszuziehen. „Simon lass das.“ „Wieso? Du gehst doch mit jeden ins Bett?“ „Wer sagt das?“ „Ein Typ von der Party.“ Dann schmeiß er mich auf den Boden. „Simon das ist strafbar.“ „Ja, ich weiss. Aber wenn jemand das am Strand tut, liebt er Dich. Das tue ich jetzt.“ Was dann passiert, kann ich nicht richtig beschreiben. „Finger von meiner Frau.“ Ben zieht Simon von mir weg. „Bist Du überhaupt mit der verheiratet?“ „Ja. Und sie wird es auch bleiben.“ „Warum machst Du ihr einen verdammten Heiratsantrag?“ „Weil ich den vor unserer Hochzeit nicht gemacht habe. Ich dachte es wäre ein Scherz. Also lass deine Finger von ihr.“ Dann will Simon zuschlagen und kippt um. Danach bleibt er liegen. „Ben warum bist Du mir nachrannt?“ „Ich will nicht, dass es ein Abschied für uns wird. Und als Simon an die rumgefummelt hat, ist mir die Sicherung durch gebrannt. Sag mal, kannst Du Dich noch an das Schreiben erinnern was wir kurz nach Las Vegas unterschrieben haben. „Ja. das mit den Visum.“ „Genau das. Wir haben damals bestätigt, das die Ehe korrekt ist.“ „Shit.“ „Gar nicht shit. Jedenfalls ist unser Sohn ehelicht geboren. Dann hättest Du oder ich nie jemand anders heiraten können. Weil wir uns scheiden lassen hätten müssen.“ „Das heißt jetzt für mich?“ „Ich frage Dich nochmal, willst Du meine Frau bleiben?“ Ich sehe Ben in die Augen. „Bist Du Dir da sicher.“ „Glaube schon.“ „Glauben ist nicht wissen.“ „Mensch ich weiss es. Heute Abend gehst Du besser nicht in die Wohnung. Wer weiss was Simon mit Dir anstellt. Bei mir bist Du sicher.“ Dann raffe ich mich hoch und wir beide gehen ins Hotel. Ab und zu drehe ich mich um, aber Simon bleibt liegen. „Sag mal, was meinte Simon eigentlich damit, dass Du es mit jedem treibst.“ „Das weiss ich auch nicht. Irgendjemand muss ein Gerücht streuen. Nach Dir war ich mit keinen mehr zusammen.“ Ben nimmt mich in den Arm. Dann gehen wir weiter. Am nächsten Tag treffe ich Simon. „Tut mir leid Engel. Habe ich Dir was getan?“ „Nein. Schon gut.“ „Ich hatte mich gestern auf der Party mit Drogen zu gedröhnt. Dann hat jemand mich Schlapschwanz genannt, weil ich es nicht schaffe Dich in Bett zu kriegen. Du würdest niemanden von der Bettkante stoßen.“ „Sag wer?“ „Laura Wegener.“ Die schon wieder. Ben und ich haben letzte Nacht noch lange geredet. „Blödsinn.“ „Habe ich Dich auch nicht eingeschätzt. Ben liebt Dich wirklich?“ „Warum?“ „Er hat mir dann am Strand geschlafen. Ben hat riskiert, dass ihr erwischt werdet. Dein Freund wollte Dich. Das habe ich schon gesehen als er vor Dir auf die Knie gefallen ist. Ben ist Dir hinterhergerannt. Ich habe nichts gesehen, aber die Geräusche waren nicht zu überhören. Darum habe ich das zu Dir gesagt, dass Du Spaß hattest. Ben hat sogar gefragt, ob es ein Ja ist. Dann bist Du weggerannt und ich hinterher. Ich wollte auch Spaß haben. Tut mir echt leid. Nie wieder so ein Zeug. Kannst Du mir verzeihen?“ „Ja, ich verzeihe Dir. Macht das nie wieder.“ „Nein. Das verspreche ich Dir.“ Dann verschwindet er. Simon hat Recht. Ben liebt mich und ich liebe ihn. Aber reicht das für eine Beziehung? Wir haben heute Nacht viel geredet. Mir ist dabei klar geworden, dass wir nie wirklich abschließen konnten. Irgendwann musste ich unter der Dusche. Benedikt nahm so viel Rücksicht, das er nach mir duschte. Wir haben uns dann ins Bett gekuschelt. Das Reden hat uns müde gemacht. Heute Morgen hat er mich geküsst und ich küsste ihn zurück. Dann setzte ich mich hin und küsste ihn am Hals. Ben küsst mich auch wieder überall zurück. Dann lieben wir uns. Ich komme aus dieser Nummer wohl nicht mehr raus. Je öfters wir uns berühren, umso mehr will eins mit ihm werden. Sind unsere Gefühle wieder da oder ist das nur eine Täuschung. Max habe ich heute bei Marlene abgegeben. Ich will wissen was das mit Ben ist.

Drei Tage später

Ben, Tobias, ich, Paula und das Brautpaar sind im Leuchtturm. Marlene und Lukas wollen heiraten. Ich schaue Ben an und schicke ihn einen Luft Kuss. Er schickt mir einen zurück. Dann sehe ich Paula und Tobias an. Irgendwie benehmen sie sich total nervös. Haben wir was verpasst. Ich bin fast drei Tage mit Ben untergetaucht. Wir wollen es gemeinsam versuchen. Wir wohnen erstmal bei Simon und Emilia. Meine Schwester hat sich entschieden Simon eine Chance zu geben als sie von dem Vorfall Wind bekommen hat. Jedenfalls habe ich ihr die Situation erklärt. Ben und ich heiraten jetzt noch mal offiziell vor einen deutschen Standesbeamten. Tobias und Marlene sind unsere Trauzeugen. Quasi eine Doppelhochzeit. Na, gut. Wir sind schon verheiratet. Es gab so viele Missverständnisse. Ben und ich haben es geregelt. Marlene und Lukas sind verheiratet. Jetzt kommen wir dran. Als ich gefragt werde, ob ich Benedikt Patrick Burg heiraten möchte, stürmt Laura rein. „Er darf sie nicht heiraten. Wir sind schon verheiratet.“ Ich schaue Ben an. „Schatz. Ich habe außer Dir keinen geheiratet. Ehrlich.“ Der Standesbeamte fragt jetzt Laura ganz ernst: „Haben sie eine Heiratsurkunde?“ Laura legt ein Blatt Papier vor. „Sorry, das Papier ist ungültig.“ „Nein. Ist es nicht.“ „Herr Burg war zu dem Zeitpunkt schon mit Frau Neumann verheiratet. Darum ist sie ungültig.“ Ben und ich schauen auf das Papier.“ „Stimmt. Herr Claussen hat Recht. Da waren wir beide schon verheiratet.“, sagt Benedikt ganz ruhig. Laura schreit wütend. „Das kann nicht sein.“ „Doch Laura.“, sagt Lukas. „Ben war nicht verheiratet.“ „Irrtum meine Liebe. Übrigens Ben und Caro wollen nur ihr Ehegelübde heute nochmal abgeben. Noch was. Du ruinierst mir gerade meine Hochzeit mit Marlene.“ Laura stampft wütend raus. „Ja, ich will.“ „Was wollen sie Frau Neumann?“ „Sie haben mir eine Frage gestellt und die habe ich beantwortet.“ „Okay. Ich erkläre sie nochmals zu Mann und Frau. Sie dürfen ihre Frau jetzt küssen.“ „Nicht Braut?“, fragt Tobias. „Du Eumel. Deine Schwester und mein Bruder sind schon verheiratet.“ Wir lachen. Dann geht anschließend zu Feier. Auf der Feier frage ich meinen Mann. „Sag mal, hast Du damals in Amerika nochmal geheiratet?“ Ben schüttelt den Kopf. Lukas kommt auf uns zu. „Die Heiratsurkunde muss einen Fälschung sein. Sie hat John Baker zu dem Zeitpunkt geheiratet. Vielleicht hat er deinen Namen benutzt Ben.“ „John Baker aus unseren Team?“ „Ja, es wurde gemunkelt. Du hast kaum was mitbekommen, weil Du gegen die Avancen von Laura kämpfen musstest. Jedenfalls hat John die Scheidung eingereicht. Aber er hat die Scheidung nicht durch bekommen, weil er nicht geschieden werden konnte. Ich nehme an, Laura hat deinen Namen eingesetzt und John war besoffen genug um es nicht mit zu bekommen.“ Laura kommt auf mich zu. „Das wirst Du mir büßen.“ Ben stellt sich vor mich. „Soll ich die Polizei rufen. Du hast meine Frau bedroht. Laura schwirrt ab. „Darf ich Euch beide Mal was fragen. Wie sieht es mit der Familienplanung aus. Soll Max alleine bleiben?“ Ben zwinkert mir zu und sagt: „Schon in Planung Alter. Du bist spät dran.“ Wir lachen alle. Mein Mann hat Recht. Die Planung läuft. Wir haben ohne Kondom am Strand geschlafen und die anderen Male auch. Seit ich mit Ben nicht mehr zusammen war, habe ich die Pille nicht mehr genommen. Es kann gut möglich sein, das was passiert ist. Wir beiden lassen es drauf ankommen. Hätte sich das Blatt doch nicht so gewendet und ich wäre schwanger. Dann hätten unsere Kinder ohne ihren Vater aufwachsen müssen. Ich schaue Ben an. Nicht ganz. Er hätte sich nie aus der Verantwortung gestohlen.

Sechs Monate später

Lukas hat angerufen. Ihr Kind ist da. Ich freue mich total. Lukas ist in das Unternehmen von meinen Schwiegereltern eingestiegen. Mit seinen Eltern kommt er besser klar. Paula hat den Platz von Lukas in der Firma ihres Vaters übernommen. Tobias hat zwischen den allen vermittelt. Er ist echt ein guter Rechtsanwalt geworden. Tobi liebt seine Paula. Ich hatte doch recht, dass eine Spannung zwischen Ihnen war. Ben und ich haben sie vor sechs Monaten auf der Hochzeit in Besenraum erwischt. Mein Mann und ich hatten die gleiche Idee. Simons Eltern Peter und Jana haben uns gefragt, ob ich das Hotel für eine Zeitlang managen will. Die Beiden wissen nicht, ob Simon und Emilia das Hotel übernehmen. Peter hat Demenz und Jana weißt nicht wie lange sich der momentane Zustand anhält. Momentan ist Peter guter Dinge. Aber wie lange ist hier die Frage. Die Demenz ist noch in einem frühen Stadium. Simons Eltern wollen eine Weltreise machen solange sie noch können. Das war immer ihr Plan. Jetzt kommt Ihnen die Demenz zuvor. Zehn Jahre wollten sie das Hotel noch führen. Ben und ich überlegen, das Hotel von den Beiden zu übernehmen falls Simon oder Henrieke es nicht weiterführen. Henrieke ist mit Jonas nach München gegangen, weil er ein luraktives Jobangebot bekommen hat. Ben arbeitet von Sylt aus. In unserer Wohnung haben wir ein Büro mit Blick aufs Meer für Ben eingerichtet. Max ist total aus den Häuschen. Papa ist immer da und er bekommt eine Schwester. Unsere Nacht ist nicht ohne Folgen geblieben. Ich freue mich so, dass mein Mann sich so rührend um seinen Sohn kümmert. Wenn ich an die Zeit zurück denke, hätte ich nie gedacht, dass sich alles zum Guten wendet. Jedenfalls hat Laura ihre Lehre bekommen. Sie hat uns noch mehrmals angegriffen. Irgendwann hat die Polizei nachgeforscht und sie festgesetzt. Zum Glück. Ben kommt rein. „Na, Ihr beiden Süßen.“ „Na Ben. Alles klar.“ „Solange Du bei mir bist, ist alles gut. Ich liebe Dich und werde Dich immer lieben.

Gehe raus und höre auf die Musik der Natur und mehr

Kann man nicht überall, aber es geht. Dieser Spruch steht auf einen Schild in unseren Garten. Klappt aber nicht immer wenn man in den Garten geht. Morgens kann man es gut hören, aber im laufe des Tages ändert es sich aber. Besonders wenn es schön draussen ist. Ich liebe diese Ruhe morgens. Einfach nur auf die Geräusche hören, die die Natur macht. Man hört den Wind, die Vögel. Ich fand es auch frühmorgens auf Sylt super. Meeresrauschen beruhigt. Einfach dem Meer zu schauen und zu sehen, das eigentlich sich viel bewegt. Die Möwen auf der Sandbank. Einige schliefen und einige waren ganz schön agil. Ich glaube es gibt dort auch Frühaufsteher und Spätaufsteher. Wenn Du auf sie zu gegangen bist um zu Fotografieren, dann flogen einige weg. Ich bin froh, das wir einen Strand gefunden haben, wo es am Tage auch nicht so voll ist. Die Hektik hat man schon zu hause, auf der Arbeit oder auf der Strasse. Bin ich froh auf den Dorf zu leben und nicht in der Stadt. Wie sagt man typisch Dorfkind. Aber manchmal glaube ich, wenn man Dorfkind ist bleibt man auch ein Dorfkind. Ist nicht immer der Fall. Genauso mit Stadtkindern. Stadtkind bleibt Stadtkind. Aber wie gesagt es ist nicht die Regel. Vielleicht wurde ich auch geprägt, weil wir Landwirtschaft hatten. Meine Eltern war es wichtig, das wir viel draussen waren. Wir waren ständig unterwegs und haben viel entdeckt. Was man in der Stadt nicht hat. Nachbarn die auf einen Aufpassen. Nachbarn die sich kennen und sich gegenseitig helfen. Spontan grillen und nicht auf den Balkon oder Strebergarten Meine Freundin wohnt in der Grossstadt. Aber ich glaube nicht, das sie alle Nachbarn kennt. Mehere Bekannte wohnen in der Stadt. Sie lieben es. Aber ich kann es mir nicht vorstellen. Wir sind schon ein paar Mal zu meiner Freundin gefahren, aber mir und meinen Mann hat es gar nicht gefallen. Mal hinfahren für ein paar Tage, aber nicht wohnen. Dafür liebe ich es zu sehr auf den Dorf zuleben. Kinder können in Garten toben und die Natur kennen lernen. Besonders wenn wir was in den Garten pflanzen und die  Kinder es gleich essen können, wenn sie es sich vom Baum oder Strauch nehmen. (Wenn es reif ist). Es schmeckt anders. Genauso wenn man Wasser aus der Glasflasche trinkt und nicht aus der Plastikflasche. Es schmeckt anders. Was erzählte meine Freundin. Ihr Kollege hätte erzählt, sein Kind glaubt, das es lila Kühe gibt. Ich glaube, meine Nachbarin kommt aus der Stadt. Trotz das sie einen Garten haben, spielen die Kinder sehr viel drin. Besonders am Computer oder an der PS. Bei uns gibt es Computer wenn das Wetter danach ist und nicht bei schönen Wetter. Da wird draussen was unternommen. Auch mal in Winter. Wenn Schnee fällt sind meine Kinder draussen, weil sie den Schnee lieben. Sie bauen dann einen Schneemann. Oder wir fahren Schlitten. Kann man in der Stadt so was machen? Kommt drauf an wo man wohnt. Man hört den Schnee unter den Füssen. Einfach schön. Mir hat jemand erzählt, das VW damals für das Werk einen Platz, in der Nähe von unseren Ort mit in der Planung war. Quasi als Standort in Betracht gezogen haben. Aber die Gemeinde wollte es nicht. Zum Glück. Sonst wäre hier jetzt Wolfsburg und ich wäre dann Stadkind. Nicht vorzustellen. Es würde anders aussehen.

 

 

So ist das Leben

Irgendwo habe ich gelesen, das jemand berühmtes sagt, er hasst Diskriminierug. Es ist immer schnell gesagt, aber tut jemand was dagegen? Im Fernsehen gab es einen Bericht für Kinder. Wie gehe ich mit den Smartphone um. Wie jung manche Kinder sind, die gar nicht wissen, was sie man sich eigentlich im Netz verhält. Es gibt Kurse, wie es Kindern erklärt wird. Wie schnell man in einer WhatsAppgruppe oder Facebook gemobbt werden kann. Kinder sagen manchmal was und dann läuft es von alleine ohne nachgedacht zu haben. Mein Kind erzählt immer, wieviel 6 bis 7 jährige Kinder ein Handy in der Schule haben. Wir haben ganz klar eine Absprache. Wenn unser Kind zu weiteren Schule geht, dann bekommt es auch eins. Grundschule ist zu früh. Sie können in der ersten Klasse kaum Schreiben, haben aber ein Handy. Ich bin froh, das einige Eltern auch so denken. Jetzt mal ehrlich. Diskrimierung und Mobbing muss doch gleich sehen. Wie schnell wird jemand über WhatsApp oder Facebook gemobbt. Diskrimierung wird teilweise über die Medien gefördert. Seit es Medien gibt taucht es immer wieder auf. Egal in welchen Land. Dann geschieht was und schon sind die, die vielleicht die gleiche Farbe, den gleichen Glauben, eine andere Meinung haben oder aus den gleichen Land kommen, abgestempelt. Man muss nicht alles über den gleichen Kamm scheren. Aber dadurch kommen aber die Vorurteile gegen einer bestimmten Gruppe. Mobbing ist ja meistens gegen eine bestimmte Person gerichtet. Ein Fall aus der Schule. Da sind zwei Freunde und die haben jeder noch einen älteren Bruder oder Schwester. Was ist ja egal. Jedesfalls hat einer der Älteren was im Unterricht gehabt und gleich versucht den anderen älteren Kind das zu erzählen. Jedenfalls hat der das seiner Mutter erzählt und sie fand es nicht toll. Jedenfalls sagte die Schulbegleitung von den anderen Kind, das es harmlos war. Die anderen Kinder hätten noch andere Sachen gesagt. Jedenfalls hat die Mutter bei der Lehrerin das andere Kind schlecht gemacht. Durch Zufall kam es raus, das sie die Familie für asozial hielt. Trotz das die Kinder vorher befreundet waren. Das Schlimme daran war, das die Mutter (die die andere Familie schlecht an der Schule gemacht hat) , die Freunde für ihre Kinder immer wieder kauft. Schlimm das es auch solche Mütter gibt. Die Schulbegleitung hat nur gesagt, das das andere ältere Kind kaum Freunde hat. Und das das Kind von der Schulbegleitung mit den anderen Kind aus Mitleid gespielt hat. Da frage ich mich, welche Familie asozial ist. Die Familie die Gerüchte in die Welt setzt oder die andere Familie. Für mich ist das ein no go. Wer Lügen oder Gerüchte in die Welt setzt, setzt doch Mobbing und Diskrimierung im Gang. Aber die Diskrimierung wird auch gefördert, wenn man schlechte Erfahrung macht und es die Erfahrung teilt. MEISTENS IST SO, das einige schlechte Erfahrung mit der Gruppe gemacht hat. So kommt das eine zum Anderen. Man muss sich den Anderen anpassen, sonst funktioniert auch die Integration nicht. Aber ich glaube, es wird immer Diskrimierung oder Mobbing geben, solange wir alle nicht um denken. Glaubenskriege gab es immer schon und darin wird sich nie was ändern. Es zieht sich durch die Geschichte. Auch das in manchen Ländern nur eine Meinung zählt. Ich finde, wenn man in ein anderes flüchtet, muss man sich anpassen. Es müssten die Frauen akzeptiert werden. Wie lange hat es gebraucht, das in den westlichen Länder die Emanzipation durchgesetzt hat. Ich frage mich immer wieder, wenn ich Berichte sehe, das Frauen zweiter Klasse behandelt werden. Ist die Frau weniger wert? Nah gut. Es ist die Gleichberechtigung noch nicht komplett. In manchen Männerberufen werden Frauen halt auch noch nicht akzeptiert. In manchen Frauenberufen könnte ich mir einen Mann auch nicht vorstellen. Man kann sich immer wieder belehren lassen. Es gibt immer Vorurteile. Wenn Frau mehere Männer hat, ist sie eine Schlampe. Hat aber ein Mann mehrere Frauen, dann ist er ein Hecht. Kann mir da einer einen Unterschied erklären. Warum wird Frau oder Mann so dargestellt. Egal ob Buch, Zeitschrift oder Film wird es immer so da gestellt. Das ist das wieder so ein Vorurteil. Was ich nicht verstehe. Ich weiß nicht ob das so noch ist. In der Türkei darf die Lehrerin keine Kopftücher tragen aber bei uns wollen sie es durchsetzten. Ich finde Kopftücher gehören nicht in den Unterricht. Der Unterricht muss neutraler Boden sein und sollte durch keine Religion beeinflussbar sein. Das Kreuz gehört auch nicht in den Klassenraum. Die Welt ist total verrückt. Die Frauen in Deutschland haben auch Kopftücher bei der Arbeit getragen. Durch die Zeit hat es sich geändert. Es sollte nie von einer Religion vorgeschrieben werden Kopfbedeckung zu tragen. Ich habe eine Türkin gefragt, warum sie keine Kopftücher trägt. Sie hat mir geantwortet, komm drauf an, wo man herkommt und wie gläubig man ist. Ich hatte damals gedacht, alle die der Religion zugehören machen es. Da hatte ich was zu gelernt. Dann kann man auch verstehen, das Leute anderer Religion dagegen sind, das Frauen sich verschleiern oder vermummen. Wenn das darstellt, das sie gläubig sind. Die Leute in den westlichen Ländern haben deswegen eine Abneigung und kommt dann zur Diskrimierung einer Gruppe. Vielleicht ist auch zu viel passiert. Ich weiß nicht, ob ihr die Filme „Die Bestimmung“ kennt.“ Nur weil eine Gruppe anders ist, wird sie diskriminiert. Aber es ist eine Gruppe die hilft. Wie man sich verstellen muss, um nicht aufzufallen. Jeder soll das tun, was er für richtig hält. Und sich nicht beirren lassen. Egal ob Glaube, anderer Meinung, einfach anders sein oder das gleiche Geschlecht liebt, jeder muss genommen werden wie er ist. Man muss Vorurteile versuchen zu entkräften, um Diskrimuerung oder Mobbing auszuschliessen. Jedenfalls haben die Römer damals kein Problem gehabt, einen Mann zu lieben. Aber man auch sehen, das Sklaven zu diesen Diensten rangezogen werden. Auch Kinder. Das ist echt schlimm in der Zeit. Die konnten nicht nein sagen. Trotz das sie damals im alten Rom sehr vorschrittlich war. Zum Glück werden Kinder bezüglich in diesen Bereich geschützt. Aber nicht überall. In manchnen Ländern werden sie sogar als Kind verheiratet. Teilweise auch mit älteren Herren. Die Kinder müssen davor auch geschützt werden. Leute muss das sein. Kind soll Kind bleiben. Ein Kind hat noch keine Ahnung. Missbrauch muss härter bestraft werden. Ich hoffe, irgendwann dürfen Kinder Kind sein. Ihre eigenen Erfahrungen sammeln und selbst bestimmen was sie wollen. Nicht nur hier sondern überall auf der WELT. Wie heisst es in den einen Lied. Kinder an die Macht, sie wissen nicht was sie tun. Wir leben in einer verrückten Welt, wo wir alle umdenken müssen. Egal welches Land. Für die Erde ist es 5 vor 12.

So was bekommt man über Whats App geschickt. Ist was wahres dran. Wie haben wir das nur überlebt?

Wer sich über mich ärgert, sollte immer bedenken, welche unsagbar schlimme Kindheit ich hatte.
Ich hatte kein Handy (GAR KEINS, nicht nur nicht das neueste Modell) und kein Internet.
Zur Schule und zurück musste ich mit dem Bus fahren, zu dem ich auch noch erst zu Fuß hingehen musste. Ich wurde nicht tagtäglich mit dem Auto bis direkt vor mein Klassenzimmer gefahren und dort auch wieder abgeholt. Meine Eltern haben es wohl nicht eingesehen, dass 2 Tonnen Auto für den Transport eines Kindes zur Schule in Bewegung gesetzt werden müssen, wenn da eh ein Bus fährt. Oder es lag daran, dass wir in unserer ganzen Armut nur ein Auto hatten, mit dem mein Vater zur Arbeit gefahren ist. Außerdem gab es vor der Schule eh nur einen Busparkplatz und keine 300 Stellplätze für in SUVs auf ihre Kinder wartenden Helikoptermütter. Dies habe ich wohl nur mit viel Glück überlebt.
Zum Spielen stand uns kein zehnfach TÜV-geprüfter Spielplatz zur Verfügung, wo unter der Schaukel eine Gummidämmmatte war, damit wir uns auch ja nicht zu Tode stürzten, wenn wir zu blöd zum Schaukeln waren. Wir mussten auf dem Bolzplatz oder auf dem Dorfplatz kicken, wir spielten im Feld zwischen Kühen, Stacheldrähten und Hecken, kletterten auf ungesicherte Bäume und liefen durch den Bach. Und wenn wir dabei auf die Schnauze flogen, dann heilte das meist von selbst, ohne dass man uns in Sagrotan oder sonst was badete und sofort wegen jedem Fliegenschiss zum Arzt schleppte.
Wir waren so arm, wir konnten uns nicht mal eine Laktoseintoleranz oder Glutenunverträglichkeit leisten. Geschweige denn einen Doppelnamen wie Jeremy Pascal oder Finn Torben. Einen Namensaufkleber des Nachwuchses auf der Heckscheibe gab es nicht. Unsere Eltern mussten uns in der ganzen Not noch ohne Hilfsmittel mit Namen kennen. Das ging aber auch, denn sie sahen uns ja auch häufig genug, weil es keine Ganztagesbetreuung in der Schule gab und wir nicht nur zum Abendessen und Schlafen zuhause bei ihnen waren. Selbst die Ernährung ihrer Kinder mussten in diesen Notzeiten die Eltern noch selbst übernehmen. Da gab es haufenweise Mütter, die das historische Ritual des Kochens noch beherrschten und auch durchführten!
Dass wir das alles einigermaßen überstanden haben, grenzt schon an ein Wunder. Dass unsere Eltern dafür nicht in den Knast kamen, noch mehr. Heute ist das alles zum Glück ja gar nicht mehr vorstellbar! Wo kämen wir denn da auch hin???
Aber wer so aufwächst, der muss auch zwangsläufig einen Schaden davontragen. Also habt Nachsicht mit mir. Ich bin ja schon froh, dass ich bei all diesen unsäglichen Missständen nicht gleich gestorben bin!
PS: Text nicht von mir, aber als ich ihn las, musste ich ihn kopieren und teilen 😜!
Einen schönen Tag euch

Erfundene Geschichte Teil 4

Thomas

Wir sind schon eine Woche bei meinen Großeltern. Helene habe ich noch nicht gesehen. Jan hat sie schon dreimal gesehen. Er hat ihr nichts verraten. Es klingelt und bin alleine hier. Ich gehe zu Tür. Jana steht davor. „Hallo Jana.“ “ Hey Tom. Darf ich reinkommen? Nur kurz.“ „Ja, komm rein. Was verschafft mir die Ehre?“ „Es ist wegen Lene. Tut mir leid, wie das alles läuft. Es ist meine Schuld. In Hamburg war ich mir nicht bewusst, dass ich mich schon längst für jemand anders entschieden habe. Ich habe Euch beiden gesehen und festgestellt, wie harmonisch ihr beiden zusammen seid. Wie Ying und Yang. Ich war mir da noch nicht klar, was ich für Fabian empfinde. Es wurde mir erst in Hamburg klar. Als sich Fabian und Helene getrennt haben, war ich für Beide da. Ich dachte, das wir nur Freunde sind. Aber es hat sich mehr zwischen uns entwickelt. Ich wollte einfach an den Plan festhalten, mit Dir zusammen zu kommen. Aber das war eine fixe Idee. Leider konnte ich Helene noch nichts sagen. Sie schottert sich ab. Jan sagt, sie will uns zusammen bringen. Das will ich nicht.“ „Sei mir nicht böse. Aber ich will auch nichts von Dir. Wollte ich nie. Das habe ich Dir schon mehrmals gesagt.“ „Ich weiss. Deshalb will ich Dir einen Plan vorschlagen.“ „Welchen?“ Jana erklärte mir ihren Plan. Ich höre zu und überlege, ob der Plan funktionieren würde. Ich bezweifele den Plan. Dann sagt Jana zu mir : „Kommst Du morgen auch?“ „Wohin?“ „Jan und ein paar Leute wollen zur Zeltdisco. Helene kommt bestimmt auch.“ „Weiss nicht. Mal sehen.“ Jana geht und ich bleibe allein zurück. Abends gehen Jan, Claas, Juli, Enna und ich in eine Pizzeria. Plötzlich sehe ich Helene. Sie kommt an unseren Tisch. Sie grüßt und wir grüssen zurück. „Was machst Du hier?“, fragt Enna sie. „Pizza abholen. Wir wollen einen Pizzaabend bei Sara machen. Morgen ist Party time und müssen noch was planen.“ Dann schaut sie mich an. „Was machst Du hier Tom? Hat Dich Jan überredet?“ „Nicht Jan. Sondern meine Eltern.“ „Okay. Oh unsere Pizza ist fertig. Dann bis die Tage Leute.“ Helene nimmt ihre grosse Pizza. Sieht aus wie eine Familienpizza und verschwindet. „Ich hoffe, sie ist nicht für sie allein.“, sagt Enna. „Keine Panik Enna. Sie treffen sich mit mehreren Leute wegen den Ernteumzug. Jana meint, das irgendwas schief gelaufen ist. Sie hätte hier Pizza bestellt und entweder Sara oder Helene holt sie ab. Es hat wohl Helene getroffen.“, erwidert Jan als Antwort. Ich frage mich gerade, ob sie so eine Pizza alleine schafft. Danach Aussehen tut sie nicht. Dann läuft das Gespräch nur noch über die Verlobung von Claas und Enna. Das Claas mal heiraten will, hätte ich nie gedacht. Ich denke gerade an Helene. Warum hat sie mich eben gefragt, ob ich durch Jan hier bin. Hat Jan was erwähnt? Jan spricht mich an. „Du kommst doch auch mit morgen zur Zeltdisco.“ „Glaube nicht.“ „Ach komm schon.“ Ich lasse mich überreden. Am nächsten Tag sind wir im Zelt. Ganz schön voll hier. Jan, Claas und ich gehen an die Theke. Dann sehe ich Helene wie sie angeheitert mit einen Typ tanzt. Sara kommt auf uns zu. Sie schaut in die Richtung wo ich hinschaue. „Tom, das ist harmlos.“, sagt sie zu mir. „Was?“ Claas geht zu den Beiden hin und begrüßt ihn. „Das ist Ennas Bruder. Die schäckern immer, wenn ein Typ sie blöd anmacht. Sie trinkt ganz schön durcheinander. Wenn das mal gut geht.“ „Wird es.“ , sage ich noch und gehe zu ihr. „Hallo Helene.“ Sie dreht sich um und starrt mich an.

Helene

Ich höre meinen Namen und drehe mich um. Verdammt nochmal was macht Tom hier. Ich starre ihn an. Langsam bekomme ich meine Sprache wieder. „Soll ich ihn… “ Ich falle meinen Cousin ins Wort. „Nein brauchst Du nicht Hauke. Das ist der Bruder von Claas. Hört quasi zur Familie. Hallo Tom.“ Ich muss was trinken. „Hallo Tom. Ich bin Hauke. Schön Dich kennen zu lernen.“ Mein Cousin verwickelt ihn in ein Gespräch. Thomas antwortet ihn höflich. Ich merke, das er eher mit mir reden möchte. Also retten. Ich muss mir den Abend schön trinken. „Hauke. Da kommt Marianne.“ Er dreht sich und tatsächlich kommt sie auf uns zu. Das ist Timing. Ich hatte es ja nur so gesagt, weil er Marianne nicht ausstehen kann und sie ihn an schmachtet. „Tut mir leid Tom. Ich muss los.“ „Kein Problem.“ , erwidert Thomas darauf und schaut mich fragend an. Hauke verschwindet und Marianne hinterher. „Lange Geschichte Tom. Lass uns was trinken gehen.“ „Ich habe Zeit und nichts besseres zu tun.“ Wir gehen zur Theke und bestellen was. Dann fangen wir eine Unterhaltung an und lachen viel. Ab und zu trinken wir was. Dann schauen wir uns in die Augen. Es wird immer verschwommener was dann passierte. Am nächsten Morgen klingelt mein Handy. Ich mache die Augen auf. Zum Glück bin ich zuhause. Wie bin ich eigentlich hier her gekommen. Verdammt wo ist mein Handy und drehe mich um. Was ist das denn? Tom liegt neben mir nackt. Was habe ich getan? Daran kann ich mich gar nicht erinnern. Filmriss. Totales Blackout. Oh ich bin auch nackt. Habe ich etwa mit ihn geschlafen? „Mach das Handy aus. Claas du brauchst mich nicht immer damit wecken.“ „Sorry, ich bin nicht Claas.“ Thomas dreht sich um und schaut mich an. Mir wird bewusst, das ich nackt bin. Ich ziehe meine Decke hoch. Der Hintern sieht knackig aus. „Moin Lene. Wo bin ich überhaupt?“ „Bei mir.“ „Das Einzige woran ich mich erinnern kann, das ich Dich nach Hause bringen wollte. Du wolltest es erst nicht, aber dann kam ein Thorsten an. Du hast mich dann gebeten, Dich nach Hause zu bringen. Was ich auch gemacht habe. Du wolltest in deiner Wohnung noch was mit mir trinken. Dann sind wir in deine Wohnung gegangen und ich habe mir ein Taxi gerufen. Sie sagten mir es dauert eine halbe Stunde. War das Taxi nicht da? Ich weiss nur noch, das wir was getrunken haben. Mehr weiss ich nicht. Wenn ich uns so ansehe, frage ich mich warum wir nackt sind. Haben wir miteinander geschlafen?“ „Keine Ahnung. Ich hatte gedacht, Du kannst es mir sagen. Ich will nur Freundschaft.“ „Warum?“ „Es ist entspannter. Wir können es ja ausweiten?“ „Wie meinst Du das?“ „Freundschaft mit gewissen Vorzügen. Wir wissen nicht, ob wir es getan haben.“ Mein Handy klingelt. Verdammt nochmal. Ich gehe ran. Elisa ist dran. „Moin.“ Elisa fragt mich wo ich bleibe. Ich erkläre ihr, das es mir nicht so gut gehe und frage sie, ob sie es mal ohne mich hinbekommen. Sonst war ich ja immer da und es hat auch immer jemand beim Aufräumen gefehlt. Diesmal bin ich es. Dafür mache ich es morgen früh. Sonst hatte ich ja Sonntags frei. Der Vorschlag wurde von ihr angenommen. Sie legte auf. „Wer war das?“ , fragt mich Thomas. Ich erkläre es ihn. „Du kannst ruhig hingehen. Ich fahre nach meinen Grosseltern.“ Momentmal so nicht. Ich will jetzt was anderes nach Anblick seinen gut geformten Körpers. „Nichts da. Wir wurden unterbrochen. Also wir sollten es ausprobieren.“ „Was?“ „Freundschaft mit gewissen Vorzügen ohne schlechtes Gewissen dem Anderen gegenüber. Ich habe sowas noch nie gemacht. Wir sind so wieso nackt, dann können wir es doch ausprobieren.“ Thomas schaut mich an und fragt mich dann: „Miteinander schlafen?“ Ich nicke. „Bist Du sicher?“ Und wie ich mir sicher bin. Dann rücke ich näher zu ihn und schaue ihn in die Augen. Er kommt näher und fängt an mich zu küssen. Thomas ķüsst mich am ganzen Körper. Verdammt das war heute nacht doch kein Traum. Wir lieben uns immer wieder bis mein Handy wieder klingelt. Ich sehe aufs Display. Jana. „Tom ich muss ran gehen und bitte leise sein.“ Thomas hält inne mit den Küssen und sagt nichts. „Hallo Jana.“ „Hallo Lene. Holst Du mich und Sara in einer halben Stunde ab.“ Ich schaue auf die Uhr. Shit es ist schon spät. „Ja, mache ich.“ „Sorry, das ich beim Aufräumen nicht da war Helene. Sonst hätte ich da schon gefragt. Weißt Du wo Thomas ist?“ Ich schaue Tom an. „Nein. Warum?“ „Jan meint, er wollte Dich nach Hause bringen.“ „Daran kann ich mich nicht erinnern.“ „Okay.“ Jana legt auf. Thomas schaut mich fragend an. „Wir müssen später weitermachen Tom. Ich muss los. Gleich bin ich auf den Erntewagen. Aber duschen können wir noch zusammen.“ Daran könnte ich mich glatt gewöhnen. Wir duschen zusammen. Dann ziehen wir uns an. „Tom.“ „Ja.“ „Erzähle es keinen, was wir getan haben. Unser Geheimnis.“ „Warum soll es ein Geheimnis sein?“ „Wegen Jana. Wenn Du das Geheimnis für Dich behältst, überlege ich es mir noch.“ „Was?“ „Es ist noch nicht der richtige Zeitpunkt. Aber ich könnte mich daran gewöhnen. Vielleicht überlege ich es mir auch dann mit einer Beziehung mit Dir.“ Thomas grinst und nickt. „Sehen wir uns heute noch Helene. Ich nicke und gebe ihn einen Kuss. Dann schießen wir los. Als wir später durchs Dorf ziehen, steht Tom mit seinen Vater und meinen Vater zusammen. Jana holt ihn auf den Erntewagen. Wir sitzen uns gegenüber und er neben Jana. Wenn meine Freunde und die Anderen nicht schauen, berühren wir uns. Irgendwann kommt Jan mit Juli drauf und wir fahren zum Festzelt. Da wird getanzt. Was ist das? Thomas, Juliane und Jan tanzen mit. Jana erzählte es mir schon, das wir zwei Paare zuwenig sind und jemand dafür einspringt. Die Drei können es doch nicht. Jana kommt auf mich zu. „Können wir Partnerwechsel machen. Du nimmst Tom und ich Fabian. Tom kann das nicht, aber er hat sich bereit erklärt ein zuspringen. Du kannst ihn das besser erklären als ich.“ „Okay.“ Ich gehe auf Thomas zu und stellen uns auf. Schnell merke ich, das er das kann. Genauso wie Jan und Juliane. Merkwürdig das müssen sie mir erklären. Als wir fertig getanzt haben, fällt mir auf , das Juliane Tracht an hat. Die Jungs auch. Wir stehen an der Theke. „Sag mal, woher könnt ihr das tanzen? Heufahrer zum Beispiel.“ „Von uns.“, sagen Enna, Fabian und Jana gleichzeitig im Hintergrund. Ich drehe mich um. Enna erzählt weiter. „Jan und Juli wollten es lernen. Jana sagte mir welche Tänze ihr tanzt. Und Claas hatte keine Zeit. Also musste Tom her halten. Fabian, Jana, Sara uns Steffen haben dann mitgeprobt. Komm lass uns was trinken.“ „Heute nicht. Muss morgen früh raus.“ „Du warst doch heute dran.“, sagt Jana zu mir. „Ja, ich war nicht da.“ „Du auch nicht?“ , fragt sie zurück. Ich nicke. „Ich habe verschlafen. Ich gehe jetzt heim.“ „Soll Dich jemand heim bringen?“, fragt Jan. Ich schüttel den Kopf. Dann gehe ich heim. Eine Stunde später klingelt es an der Tür. Das ist bestimmt Thomas. Ich mache die Tür auf und Thorsten steht davor. Er drängt mich rein und schliesst die Tür. „Mich gestern heiss machen und dann den Looser nehmen.“ „Was willst Du?“ „Was wohl?“ Er fängt mich an zu küssen. Plötzlich wird die Haustür aufgeschlossen und Thomas steht in der Tür. Woher hat er den Schlüssel. Egal. Dann sehe ich meinen Vater. Thomas nimmt ihn an den Kragen und mein Vater geigt ihn die Meinung. Dann ist er fort. „Was tut ihr hier?“ „Ich habe versucht Dich anzurufen. Du bist nicht dran gegangen. Ich wollte wissen, ob ich kommen kann. Du willst ja nicht, das es alle wissen. Darum habe ich erst gewartet bis ich Dir folgen wollte. Thorsten hatte Jana gefragt und sie hat gesagt, Du bist zu hause. Irgendwann habe ich ihn nicht mehr gesehen. Ich hatte eine Ahnung. Dann sah ich meine Eltern mit deinen Eltern an der Theke. Deinen Vater habe ich es erzählt. Wir sind dann hier hergefahren. Leider musste ich es ihn sagen, das ich Dich liebe.“ „Was hast Du gesagt?“ „Tom liebt Dich und Du ihn. Das hat er mir nur gesagt. Du weiss, ich erzähle es keinen weiter. Ich freue mich für Euch. Ich muss zurück.“ Mein Vater geht. „Du solltest es keinen sagen.“ „Er hat mich gefragt, warum ich mir Sorgen mache. Ich erklärte es ihn. Sonst wäre er nicht mitgekommen.“ Dann kommt er auf mich zu und küsst mich. Ich kann ihn nicht böse sein. Ich nehme ihn mit ins Schlafzimmer. Wir ziehen uns gegenseitig aus und lieben uns. Am nächsten Morgen bin ich gerädert. Wir haben uns wieder die ganze Nacht geliebt. Wie soll ich es Jana bei bringen. Heute morgen räumen wir auf. Fabian, Jana, Jan und Thomas machen mit. Am Nachmittag tanzen wir wieder Heufahrer. Am Ende der Tanzveranstaltung küsst mich Tom auf der Tanzfläche. Ich bin irritiert. Er hat mir was versprochen. Ich stoße ihn weg. Oh mein Gott Jana. Dann sehe ich Jana. Mist. Ich laufe aus den Zelt. Jana folgt mir.

Fast zwei Jahre später

Bin ich froh, das Jana mir hinter hergerannt ist. Thomas und ich sind seit dem Vorfall zusammen. Meine Freundin hat mir erklärt, das sie mit Fabian zusammen ist. Sie wusste nicht wie ich darauf reagieren würde. Und wir haben beide unsere Pläne mit Tom geschmiedet. Ich wollte ihn wegen Jana sausen lassen und sie wollte mich verkuppeln. Ganz schön crazy. „Na, worüber grübelst Du nach Schatz?“ „Ich kann immer noch nicht fassen, was damals aus der Situation heraus alles geklärt wurde. Es ist viel passiert seit dem. Jana ist mir damals hinter her gerannt. Sie hat mir alles erklärt. Euren Plan. Dann seid ihr um die Ecke bekommen. Das war alles zuviel für mich. Ich konnte nicht glauben, das Du bei so einen Spiel mit machst.“ Ich muss ihn deshalb immer aufziehen. „Helene, Du weisst das der Plan so nicht war.“ „Ich weiss. Aber irgendwie hatte ich mich den Abend verarscht gefühlt. Das Einzige was ich damals dachte, ich muss hier weg. Dann bist Du abends noch zu mir gekommen und hast es mir erklärt. Es gehörte gar nicht zum Plan, das Du mich nach der Disko nach Hause bringst und bei mir übernachtest. Ich dachte erst, es gehört zum Plan. Jana meinte später nur, das Tanzen und den Kuss. Sie hat nicht mal gewusst, das ihr vorher schon angefangen habt zu üben. Und jetzt? Wir sitzen hier und sind verheiratet. Hast Du mich geheiratet, weil ich schwanger. Wir hätten nicht Silvester zu deiner Tante nach Sylt fahren sollen.“ „Schatz, sie hatte uns eingeladen. Dann den Stress mit den Umzug. Wir hatten uns kaum gesehen. Quasi hatte ich schon bei dir gewohnt. Meistens nur am Wochenende. In der Woche war ich in Hamburg in meiner Heimat. Aber ohne Dich. Aber das Du in Dezember die Pille absetzt, kann ich doch nichts dafür.“ Thomas grinst mich an. Er weiss, das es nicht so war. Jedesmal zieht er mich damit auf. Ich hatte in Dezember wegen Weihnachten Stress und hatte dadurch vergessen ein paar Tage die Pille zu nehmen. Das habe ich ihn auch gesagt. Silvester hat keiner mehr von uns daran gedacht. Die Stimmung war super. Wir haben was getrunken und sind morgens ins Bett gestolpert. Sylt ist echt toll bei Silvester. Nicht so voll. Jetzt sind wir zum Tatort wieder gekommen. Stimmt nicht so ganz. Wir sind nicht bei seiner Tante sondern in einer Ferienwohnung. Von hier aus sieht man das Meer von den Balkon. Es ist unsere Hochzeitsreise. Nach einigen Minuten des Schweigen redet Tom weiter. „Helene. Ich weiss, das Du nicht mit Absicht schwanger geworden bist. Es gehören immer zwei dazu. Ich hätte auch daran denken können, weil Du es gesagt hast. Verschwiegen hast Du es nicht. Aber der Moment war einfach zu magisch. Ich und ich glaube auch Du, weisst es. Wir wollten es. Wir werden demnächst beide 30. Es war kein Unfall sondern ein Liebesgeständnis. Das hat mein Plan etwas vorverlegt, aber so schnell hätte ich auch nicht gedacht.“ Stimmt er hat sich riesig darüber gefreut. Eigentlich wollte er mich an seinen 30. Geburtstag heiraten. Aber das ist erst Anfang Juli. Ich hätte vielleicht erst ein Jahr später geheiratet. In März hatten wir unsere standesamtliche und Ende Mai unsere kirchliche Trauung. Jetzt bleiben wir sechs Wochen auf Sylt. Kurz nach meinen Geburtstag fahren wir heim. Wo wir dann genau wohnen, weiss ich nicht. Tom hat gesagt, es ist eine Überraschung für mich. Wir wollen etwas Zeit für uns. Darum sind wir auf die Insel gefahren. In September sind wir fast zwei Jahre zusammen. Es fehlen nur noch drei Monate dazu. Er hat mich überrascht mit der Reise. Ich liebe ihn. Sogar für solche verrückten Ideen. Meinen Job mache ich jetzt bei meinen Schwiegervater. So können wir variieren wo wir wohnen. Aber wenn unser Kind in den Kindergarten geht, müssen wir eine Lösung finden. Er kann doch nicht in zwei Kitas gehen. „Ich liebe Dich Thomas.“ „So förmlich Schatz? Ich liebe Dich auch. Und ich freue mich auf die Herausfoderung mit unseren Kind und uns. Ich werde immer für Euch da sein.“ Ich weiss und küsse ihn.

Erfundene Geschichte Teil 3

Helene

Wir sitzen beim Abendessen . Mit Elisa habe ich nach dem Mittagessen noch telefoniert. Jana habe ich auch kontaktiert und erklärt, das nie was zwischen uns steht. Und das ich in drei Tagen zurück komme. Für mich heisst das, ich habe mich gegen Thomas entschieden. Jana habe ich es nicht gesagt. Aber Jan werde ich es sagen. Mir ist hier oben einiges klar geworden. Beides geht nicht. Meine Grosseltern sind heute auf einen Tagesausflug und kommen heute erst gegen neun zurück. „Sag mal Helene, wie geht es Heinrich Hansen in Hamburg denn?“ „Friedrich! Wie soll unsere Tochter wissen, wie es Heinrich geht?“, sagt meine Mutter Larissa. „Larissa. Unsere Tochter hat Thomas Hansen kennengelernt.“ „Du meinst, das sie Heinrich, Sonja, Juliane und Claas auch kennt?“ „Mama, ich kenne Juliane, Claas, Thomas und Heinrich. Aber wer ist Sonja?“ „Heinrichs Frau. Und woher kennst Du die Anderen?“ „Mama. Du weisst doch das ich Hamburg war. Auf einer Party. Da habe ich Thomas, Juliane und Claas kennengelernt. Dann habe ich Marie Louise getroffen. Sie ist die Tochter vom Chef. Jedenfalls hat sie mich gebeten einen Gefallen zu tun. Da habe ich dann Heinrich getroffen. Ihn geht es ganz gut. Übrigens Enna ist mit Claas zusammen.“ „Ja klar. Juliane ist dann mit Jan zusammen und Du mit Thomas.“ Mein Vater hörte unseren Gespräch zu. „Mama mit Jan und Juliane stimmt. Mit Thomas nicht.“ Meine Mutter schaut mich und dann meinen Vater an. „Friedrich Zufall oder Schicksal?“ „Schicksal. Was ich nicht verstehe, das Du nicht mit Thomas zusammen bist. Du liebst ihn und bis deshalb zu uns geflüchtet.“ Mein Vater spricht aus was ich gerade denke. „Liebst Du Thomas?“ ,fragt meine Mutter. „Ich weiss nicht, ob es Liebe ist. Ich fühle was für ihn, was ich vorher in dieser Form nicht kannte.“ „Friedrich. Eindeutig Schicksal. Willst Du mit Thomas nicht zusammen sein?“ „Doch Mama. Es geht nicht.“ „Warum geht es nicht? Weil er in Hamburg wohnt. Ich habe den Fehler gemacht,  weil wir viel unterwegs waren, den Kontakt zu Sonja und Heinrich aus laufen zu lassen. Sonja war meine beste Freundin.“ „Mama. Das er in Hamburg lebt ist nicht die tragende Rolle. Sondern Jana.“ „Wieso Jana?“ „Sie liebt Ihn und ich glaube, er liebt sie nicht. “ „Wieso glaubst Du das?“ „Sind sie zusammen?“ „Nein. Wenn er was für sie fühlen würde, dann wären die Beiden bestimmt schon länger zusammen. Juliane meinte, ihr Bruder mag Jana nur als Kumpel.“ Meine Mutter schüttelt den Kopf. Mein Vater fragt mich, ob ich eine Telefonnummer von Heinrich hatte. Ich überlege. Marie hatte mir die Nummer gegeben. Dann nicke ich und gebe sie ihn. Mein Vater will seinen alten Freund mal anrufen. Es ist lange her. An den Abend wurde das Thema nicht weiter vertieft. Ich gehe in mein Zimmer und rufe Jan an. „Hier ist Jan.“ „Hallo Jan. Hier ist Helene.“ „Mensch Helene wo bist Du? Wir suchen Dich.“ „In den Bergen bei meinen Eltern und Grosseltern. Wer sucht mich denn  alles? So wichtig bin ich auch nicht.“ „Deine Freunde besonders einer. Und es ist nicht Fabian. Der ist mit deinen Problem zusammen.“ „Das ich nicht lache. Welches Problem? Habe ich denn welche?“ „Scheint so.“ „Ich wollte nur sagen, das ich in drei Tagen wieder zuhause bin. Ich hab Dich lieb.“ „Wie Du liebst mich und nicht Tom. Wir haben doch einstimmig beschlossen, das wir nur Kumpel sind. Was ist mit Dir los? Nur weil ich das erzählt habe.“ Ich lass ihn zappeln. „Du hast es bestimmt. Nicht ich. Ich hatte Zeit darüber nach zu denken. Der Gedanke gefällt mir. Dich kenne ich schon.“ „Mensch Lene. Ich hätte Dir das nicht erzählen sollen. Was ist mit Tom?“ „Was soll mit Tom sein. Der findet bald jemand anders.“ Ich muss das Lachen verkneifen.  „Stalkst Du mich jetzt etwa? Ich bin mit Juli zusammen. Ich liebe sie.“ Jetzt muss ich lachen wie er sich heraus redet. „Du veräpplst mich.“ „Nur die Tatsache, das ich in Dich verliebt bin. Ich habe gesagt, ich habe Dich lieb und nicht ich liebe Dich. Das ist der Unterschied. Über die Sache habe ich nachgedacht. Aber so richtig erscheint es mir nicht als Paar. Als guten Freund schon eher. Wo steht geschrieben, das Mann und Frau nur als Liebespaar befreundet sein können.“ Ich höre die Erleichterung von Jan durchs Telefon. „Ich dachte schon. Also was ist mit Tom?“ „Thema erledigt.“ „Was heisst das?“ „Wie gesagt, er muss sich damit abfinden. Er wird jemand finden, der besser zu ihn passt.“ „Heisst das, Du gibst Euch keine Chance?“ „Genau.“ „Bist Du Dir da sicher?“ „Ganz sicher. Ich werde vielleicht ein Jahr ins Ausland gehen. Mal sehen was ich mache. So ich muss aufhören. Handy lass ich jetzt aus. Also wenn Du mich noch umstimmen willst, vergiss es. Bis dann.“ „Ja bis dann.“ Ich lege auf und stelle mein Handy aus. Gute Idee von mir ein Jahr ins Ausland zu gehen. Ich werde meinen Plan zuhause weiter aus arbeiten.“ Jetzt drei Tage Ruhe. Thomas ist tabu für Dich. Je eher ich es begreife, umso besser.

 

Thomas

Das Telefon von Jan klingelt und er nimmt ab. Dann höre ich den Namen von Helene. Warum ruft Helene Jan an. Ich bin neugierig und höre zu, was ich normalerweise nicht tue. Es ist ein sehr merkwürdiges Gespräch. Jedenfalls was ich mit bekomme. Dann legt Jan auf. „Tom. Das sieht schlecht aus.“ „Was meinst Du.“ „Erst veräppelt sie mich, das sie mich liebt. Dann sagt sie, Du wirst jemand anders finden. Aber das ich ihr gesagt habe, das ihr Problem erledigt ist, das hat sie ignoriert oder wollte es nicht hören. Dann will sie auswandern. Eindeutig verträgt sie keine Höhenluft.“ „Wo ist sie denn?“ „Irgendwo in den Bergen.“ „Wo genau?“ „Keine Ahnung. Lene hat es mal erwähnt, das ihre Eltern in die Berge wollten.“ „Wohin?“ „Ich weiss es nicht mehr.“ „Dann ruf sie an.“ „Dir ist das wichtig, oder? Warum hast Du eigentlich ihre Nummer nicht? Oder hattet ihr wichtigere Dinge zu tun? Sonst hast Du immer erst die Nummer.“ „Sie hat mich geflascht. Irgendwie hatte ich gedacht, ich sehe sie in Hamburg noch. Dann habe ich Euch noch zusammen gesehen.  Kurze Zeit später kam eine SMS von Dir, das ihr zusammen seid. Ich verstand nicht, das Juli es so einfach hin nahm. Als Helene bei meinen Vater war, war ich sauer auf sie. Es waren alles nur Missverständ-nisse. Helene muss mich als Vollidiot sehen.“ „Wenn ich bedenke, wie Du Dich verhalten hast, dann trifft es zu. Du meinst es ernst. Du willst sie, sonst hättest Du  es mit der Nummer nicht vergeigt. Helene muss Dich ganz schön geflascht haben. Welche SMS von mir?“ Ich zeige ihn die SMS. „Die ist wohl von meinen Handy, aber nicht von mir. Zu der Zeit war ich noch draussen mit Lene. Oliver hat sich kurz vorher mein Telefon ausgeliehen. Sag mal steht er auf Helene?“ „Hat Oli nichts von erzählt.“ „Es wird immer merk- würdiger.“ „Stimmt. Was mache ich nur. Jana ist nett aber mehr nicht. Ich weiss, das Helene es als Problem sieht. Aber ich nicht.“ „Du weisst es auch nicht?“ „Was?“ „Jana ist nicht dein Problem mehr.“ „Was heisst das?“ „Sie hat kein Interesse mehr. Es hat sie jemand überzeugt?“ „Du?“ „Ich? Nein. Jemand kannst anders.“ „Wer? Ein guter Freund von ihr.“ „Du sprichst in Rätseln. Darum meintest Du zu Helene, das Problem hat sich erledigt.“ „Jip. Jana will es ihr persönlich sagen.“ „Okay. Dann muss ich mir eine Strategie überlegen“ „Drei Wochen hast Du Zeit?“ „Wieso drei Wochen? Fährt sie dann weg?“ „Nein. Dann ist Erntefest im Land der roten Röcke. Sie macht aktiv in der Trachtengruppe mit. In drei Wochen ist Aufführung. Helene macht da immer mit. Okay,  jetzt stelle ich es in Frage. Nein. Sie wird da sein.“ „Wo liegt den das Land der roten Röcke?“ „Finde es raus, dann weiss Du wo unser Ziel hingeht.“ Ich verabschiede mich, weil ich mir einen Plan ausdenken muss. Eine Woche später bin in Büro bei meinen Vater. Juli und Claas sind auch da. Meine Mutter ist seit einer Woche verreist. „Schön, das ihr hier seid. In einer Woche fahren wir nach Oma und Opa.“ „Ach Paps. Die wohnen um die Ecke.“ „Nein Juli. Nicht die Oma. Sondern eure Grosseltern mütterlich seits.“ „Da waren wir uns schon ewig nicht.“ , sagte Claas. „Jan?“, fragte Juli. Das denke ich auch. Wir wollten in das Land der roten Röcke. „Seine Familie kommt auch mit. In unsere alte Heimat. Wie ich gehört habe, hat Jan das mit Thomas sowieso vorgehabt.“ „Wir wollten in Land der roten Röcke.“ „Ja unsere alte Heimat Thomas.“ „Warum heisst es Land der rote Röcke?“ Claas antwortet mir. „Weil damals die Frauen meist rote Röcke trugen. Sie gibt es auch in andere Farben. Damals auch schon. Jede Farbe hatte eine Bedeutung. Die roten Röcke gehörten zur  Arbeits-kleidung. Hat Enna erzählt.“ „Ich weiss ungefähr wo meine Grosseltern wohnen. Wir waren als Familie schon lange nicht mehr da. Meine Eltern schon.

 

 

 

Erfundene Geschichte Teil 2

Wie gesagt, wollte immer schon mal meine eigene erfundene Geschichten veröfflichen. Meine Nichte hat mich auf wordpress aufmerksam gemacht. Ihre Freundin schreibt Kurzgeschichten. Meine Fantasygeschichte für meine Kinder mit fliegenden Einhörnen, Zauberen, Phantasietieren usw. muss ich noch Ideen sammeln. Jetzt geht erstmal der Zweite Teil meiner erfundenen Geschichte in den Blog.

Fortsetzung

Helene

Thomas geht mit Juliane weg. Ich bleibe mit Jan zurück. „Jan! Das ist alles verückt.“ „Stimmt. Ich muss Dir was sagen.“ „Was?“ „Damals war ich in Dich total verschossen.“ „Wann?“ „Vor zehn Jahren. Ich wollte Dich küssen und habe es gemacht  Erinnerst Du Dich?“ „Ja. Ich hatte das als Spass gesehen. Du etwa nicht?“ „Nein Helene.“ „Warst Du deshalb so sauer auf mich?“ „Ja.“ „Sorry. Ich dachte wir wären Freunde. Also stimmte es nicht, das Du jemand eifersüchtig machen wolltest?“ „Nein.“ „Du wusstest aber, das ich damals noch nichts aus Jungs machte.“ „Hatte gedacht, Du sagst das nur so, weil Du mich eifersüchtig machen wolltest.“ „Nein. Du warst und bist mein bester Freund. Warum hast Du mich vorhin geküsst?“ „Ich wollte es wissen.“ „Was?“ „Überprüfen was es damals war.“ „Und?“ Dann küsst mich Jan. „Jan. Was soll das?“ „Stimmt. Ich habe Dich damals nicht geliebt und habe es mir einreden lassen. Genau wie damals fühle ich es. Ich weiss jetzt, das es nie Liebe war zwischen uns.“ „Was meinst Du?“ „Durch Juliane habe ich die wirkliche Liebe kennengelernt. Ich fühle mich ohne sie wie ein halber Mensch. Wenn sie nicht bei mir ist, vermisse ich sie schon. Andere Frauen sind mir egal. Früher habe ich alle mit Dir verglichen. Ich habe den Kumpel gesucht, der nicht bei mir ist. Tom war ein guter Ersatz, aber nicht Du.“ „Du liebst sie?“ „Ja. Ich glaube Tom fühlt das Gleiche für Dich  wie ich für Juli.“ „Bist Du da sicher?“ „Ja. Er hat noch nie jemand so angesehen wie Dich. Besonders wie er eifersüchtig reagiert hat als ich von den Kuss erzählt habe. Juliane war genauso sauer. Da wurde mir klar. Sie liebt mich wirkich. Freunde?“ „Freunde! Wie meintest Du vorhin mit einreden lassen?“ „Jana hat damals Thomas kennen gelernt. Sie meinte, Du würdest mich lieben. Irgendwann habe ich es geglaubt und mir eingeredet Dich zu lieben.“ „Typisch Jana. Und jetzt?“ „Keine Ahnung. Einen von Beiden wirst Du verletzen.“ „Ich weiss. Das blöde ist, das ich mich zu Tom hingezogen fühle und Jana nicht als Freundin verlieren will. Also ich weiss nicht was das mit Tom ist, aber Jana ist mir wichtig. Sag Tom, Du hast meine Nummer nicht. Ich werde vorest nicht nach Hamburg kommen. Tom wird mich vergessen und alles ist gut.“ „Sicher?“ „Sicher.“ So ganz sicher war ich mir nicht. Wenn er das Gleiche gefühlt hat wie ich, dann eher nicht. So ein Gefühl hatte ich noch nie. Auch nicht bei Fabian Verdammt was ist mit mir los. „Lene an Erde.“ „Ja. Wir müssen mal rein. Woran hast Du gedacht?“ „An Fabian.“ „Ich denke, Du hast Schluss gemacht. Denkst du das war eine falsche Entscheidung?“ Was sage ich jetzt? Ich lüge ihn jetzt an. Vielleicht ist dann die Geschichte mit Tom auf Eis gelegt. „Ja “ „Was ist das mit Tom?“ „Ein Ausrutscher.“ Wir gehen rein. Jana, Sara und Melanie warten schon auf uns. „Na, kommt ihr auch schon? Das Taxi wartet.“, sagt Jana grimmig. „Darf ich mit meiner Freundin nicht mehr reden?“, erwidert Jan. „Das ich nicht lache. Du und die da.“ Sie zeigt auf mich. „Ich weiss alles.“ „Was weisst Du? Du weisst gar nichts Jana. Und lass Jan oder sonst wen aus den Spiel.“ Dann fange ich an zu laufen. Weg von hier. Ich drehe mich nicht um. Jana und Jan rufen noch. „Warte.“ Mir egal. Ich höre sie streiten. Irgendwann höre ich keine Stimmen mehr und bleibe stehen. Wo bin ich. Unheimlich. Ich rufe Jan an. Auf keinen Fall Jana. Jan geht verschlafen ans Telefon. „Ja. Wer stört?“ „Ich.“ „Wo bist Du?“ „Keine Ahnung.“ Im Hintergrund höre ich die Stimme von Juliane. Ich höre wie Jan aufsteht und zu ihr sagt: „Ein Freund.“ Dann Stille. Kurze Zeit später.“Helene.“ „Ja.“ „Wo bist Du?“ „Keine Ahnung. Ich will nicht stören.“ „Jetzt sag wo Du bist. Strassennamen.“ Ich sage den Strassennamen, den ich erkennen kann. „Du bist weit gelaufen. Ich hole Dich ab. Bis ein Taxi da ist, dauert es ewig. Momentan ist viel los im Hamburg. Warte da.“ Eine halbe Stunde später kommt Jan. Ich steige ein. „Warum hast Du nicht jemand anders angerufen?“ „Wen denn? Wir sind mit den Zug hier. Am Montag müssen wir wieder nach Hause.“ „Thomas vielleicht.“ „Der würde mich für verrückt halten und seine Nummer habe ich auch nicht.““Nicht?“ „Nein es soll auch so bleiben. Was hast Du Juliane erzählt?“ „Das ich Dich abhole.“ „Das findet sie gut.“ „Nein, aber sie weiss, wie lange ich brauche durch Hamburg zu fahren, um Dich ins Hotel zu bringen. Jana macht sich Vorwürfe. Sie hat sich beruhigt. Und Dich in der Gegend zu lassen, das hätte sie nicht übers Herz gebracht. “ „Was ist mit der Gegend?“ „Momentan nicht so sicher für Frauen. Darum bin ich schnell hier her bevor was passiert.“ „Okay.“ Wir schweigen bis wir im Hotel ankommen. „Gute Nacht Jan.“ „Eher morgen. Schlaf gut.“ Dann gehe ich ins Hotel und laufe Marie Louise, die Tochter vom Chef, über den Weg. „Guten Morgen Helene. Hat Dich mein Vater auch nach Hamburg geschickt? Du hast doch morgen Überstunden weggenomnen. Hat er es nicht genehmigt?“ Ich schaue sie verdattert an. „Guten Morgen Marie. Nein ich bin mit Freunden hier. Ich habe morgen frei.“ „Kannst Du mir einen Gefallen tun. Du bist fitter in den Bereich. Kannst Du Vaters Freund helfen.“ „Wo drin?“ „Im Steuerrecht. Sein Buchhalter hat Mist gebaut.“ „Okay. Ist das der Kunde aus Hamburg?“ Sie nickt und ich weiss das es wichtig ist. „Ich sage meinen Vater Bescheid. Lass uns frühstücken.“ „Frühstück klingt gut.“ Wir gehen zum Frühstücksraum. Es ist ja schon sieben. War ich wirklich vier Stunden in Hamburg allein unterwegs. Ich reagiere nie so heftig. Wir frühstücken und Jana kommt. Sie nimmt mich in den Arm. „Moin. Zu Glück ist Dir nichts passiert. Tut mir leid.“ „Schon gut. Ich will jetzt schlafen.“ „Das geht nicht.“ Marie mischt sich ein. „Sie muss für mich morgen was erledigen.“ „Wie jetzt? Hat sie nicht frei?“ „Doch es wurde gekänzelt. Das mit euren Hotelzimmer mache ich.“ Mehr höre ich nicht mehr. Mitten in der nacht wache ich auf. Drehe mich um und sehe das Jana schläft. Wie lange habe ich geschlafen. Ich schaue auf die Uhr. Solange war es nicht. Zehn Stunden. Ich muss gestehen, ich bin auch erst gegen eins eingepennt. Mir gingen so viele Gedanken durch den Kopf. Ich schaue auf den Brief nehmen der Lampe. Ich nehme ihn und gehe ins Bad. Dann lese ich ihn. Er ist von Marie. Morgen um sieben treffe ich mit ihr. Am nächsten Morgen stehe ich auf. Einen Wecker brauche ich nicht. Ich konnte nicht schlafen und habe jede halbe Stunde auf die Uhr geschaut. Meinen Wecker stelle ich aus um Jana nicht zu wecken. Dann gehe ich duschen. Als ich im Zimmer bin und mich anziehe, spricht Jana mich an. „Moin Lene. Können wir reden?“ „Guten Morgen. Nicht jetzt. Muss was erledigen später.  Schlaf weiter.“ „Helene.“ „Jana. Ich habe keine Zeit.“ Dann verschwinde ich so schnell wie möglich. Es ist noch früh. Bloss raus hier. Gegen sieben gibt mir Marie noch Informationen. Dann fahre ich mit den Taxi in die Firma. Ich sitze im Büro mit Herrn Hansen. Wir müssen noch auf seinen Sohn warten. Als ich die Stimme höre bin ich aufgewühlt. Das kann nicht wahr sein. Ich wollte ihn aus den Weg gehen.

Thomas

„Moin Vater. Ich lasse mich nicht verkuppeln.“ „Moin Thomas. Ich verkuppele Dich nicht. Darf ich vorstellen. Das ist..“ Ich unterbreche meinen Vater. „Helene. Was machst Du denn hier?“ „Wie ihr kennt Euch.“ „Ja.“, sagen wir gleichzeitig. „Woher?“ „Strandparty.“ , erwidere ich. Was macht sie hier. Marie sollte kommen. Jetzt muss ich sie ertragen. Jan wird nicht begeistert sein. Lene ist für mich tabu. Juli sagte mir, sie hängt an ihren Ex. Meine Schwester tritt ein. „Moin.“ Sie blickt auf Helene und fängt sich gleich. „Hallo Helene. Jan hat nichts gesagt, das Du für Marie ein springst.“ „Er weiss es nicht. Warum auch. Jan ist nur ein guter Kumpel. Mehr nicht.“ „So ihr kennt Euch alle? Woher kennen sie Jan?“ „Von seinen Vater. Sein Vater ist mit meinen Vater befreundet gewesen. Die Beiden haben sich lange nicht mehr gesehen.“ Herr Hansen grübelt. „Sind sie die Tochter von Friedrich Meier?“ „Woher kennen sie meinen Vater?“ „Wir haben mal zusammen gearbeitet. Dann bin ich mit der Familie weggegangen aus den Land der roten Röcke wie dein Vater immer sagte. Ist er noch in Berlin?“ „Nein. Er arbeitet in Hannover.“ „Hat die Firma ihn dahin geschickt?“ „Nein. Er hat damals gekündigt wie ein Freund von ihn. Er ist mit seiner Familie in seine alte Heimat gegangen. Mein Vater zieht mich immer auf. Ich hätte Liebeskummer gehabt. Leute ich war drei oder vier.“ Herr Hansen grinst. „Genauso wie sein Sohn.“ „Wer ist das?“,frage ich. Mein Vater antwortet nur. „Ich kenne die Familie worüber Frau Meier redet. Zufälle gibt es, die gibt es einfach nicht. Alles fügt sich zusammen.“ „Was heisst das Paps?“, fragt Juliane. „Das werden wir dann alle sehen. Ich muss telefonieren. Bitte zeige Frau Meier ein Büro wo sie arbeiten kann, Thomas.“ Dann gehen wir und ich höre etwas merkwürdiges als ich die Tür hinter mir schliesse. „Silvia. Du wirst nicht erraten, wer hier ist. Das Schicksal will es so.“  Warum sagt er das zu Tante Silvia. Ich gehe mit Helene ins Büro.“ „Hier kannst Du arbeiten.“ Dann gehe ich.  „Ich wusste nicht.“ „Was wusstest Du nicht?“ „Das Du Thomas Hansen bist. Ich hätte nie Marie den Gefallen tun sollen.“ „Hast du aber.“ Ich gehe wütend raus. Kurze Zeit später bereue ich es und gehe zurück. Dann bleibe ich vor der Tür stehen, weil ich Julianes Stimme höre. „Rede mit ihn. Ich weiss, das er Dich liebt und du ihn.“ „Geht nicht, ich habe es versprochen.“ „Willst Du die Lüge mit Fabian so stehen lassen.“ „Woher weisst Du von Fabian?“ „Von Jan. Er kauft Dir das nicht ab. Rede mit ihn. Er liebt Dich. So hat er noch nie so reagiert.“ Plötzlich tickt mich jemand an und ich drehe mich um. „Claas.“ „Na hörst Du deine eigene Schand.“ „Nein. Nur das Jan und Helene sich lieben. Übernimmst Du. Ich muss raus.“ Weg bin ich. Claas ruft noch: „Warte. Es wird sich alles aufklären.“ Ich setze mich  ins Auto und fahre los. Irgendwie bin ich in Sankt Peter Ording angekommen. Dann setze ich mich an den Strand. Eine junge Frau kommt auf mich zu. Wir unterhalten uns. Sie ist nett. Wie hat sie sich vorgestellt. Jennifer. „Kommst Du heute abend?“ „Ich liebe Strandpartys“ „Dann bis acht Uhr hier.“ „Ja.“ Vielleicht gehen mir die Bilder aus Kopf mit den Beiden. Jan und Helene. Gegen acht bin ich am Strand. „Tue es nicht.“ „Was?“, frage ich und drehe mich um. Jan und Juliane stehen Hand in Hand da. „Spielst Du immer mit Frauen Jan? Du erzählst meiner Schwester, das Du jemand anders liebst. Dann tauchst Du Hand in Hand mit ihr hier auf. Juliane Du tust mir leid.“ „Bruderherz.“ „Lass es Schatz. Wenn es Helene nicht erklärt.“ „Jan, Du muss es deinen Freund mit deiner besten Freundin erklären. Ich lass Euch allein.“ Juliane geht. „Woher wusstest ihr das ich hier bin?“ „Du hast das Firmenhandy mit. Das kann man orten.“ Daran habe ich nicht gedacht. Alle Handy von meiner Famile kann man orten. „Liebst du sie Jan?“ „Ja.“ „Wann wolltest Du mir das sagen.“ „Das weiss Du doch.“ „Was sagt Helene dazu?“ „Wieso Helene? Ich denke wir reden von Juli.“ „Juliane sagte, Helene soll Dir es sagen.“ Jan fängt an zu lachen. „Jetzt verstehe ich den Zusammenhang was Claas meinte. Juliane und Helene haben über Dich geredet. Ich habe Juliane erzählt, das sie ihren Ex Freund vorschiebt. Sie weiss nicht was es mit Dir ist. Wenn sie sich für Dich entscheidet, dann verliert sie ihre beste Freundin. Sie will Euch beide nicht verletzen. Wenn sie nichts für Dich empfinden würde, dann würde sie nicht so handeln. Sie will nicht zwischen Dir und Jana stehen. Wie sagte mein Vater vorhin, Zufälle gibt es. Das Schicksal will es so. Du bekommst immer.. Ach lieber nicht. Löse einfach dein Versprechen ein, was du vor Jahren gegeben hast. Ich weiss jetzt, warum sie so reagiert hat.“ „Wer?“ „Finde es raus.“ „Du sprichst in Rätseln.“ Jan gibt mir ein Foto? „Wer ist da drauf?“ „Du, Claas,ich und die Mädels die wir kennen. Meine Mutter hat mir das Foto gegeben. Ein Mädel habe ich gleich erkannt. Sie sitzt neben Dir.“ „Also, das ist Juliane, Martina, Lee und Ena.“ Jan lacht. „Du nanntest sie echt Lee und Ena?“ „Die hiessen so. Du nanntest sie doch auch so. Wo ist das?“ „Steinhuder Meer. Später nicht mehr. Lee und Ena habe ich später mal wieder getroffen. Ich weiss jetzt wie die Namen richtig ausgesprochen werden. Du hast wie heute auch Liebeskummer wegen Lee. Und Lee auch. Ich hoffe Enna verzeiht mir, das ich sie Ena gerufen habe.“ „Momentmal wenn das Enna ist, dann ist das Helene?“ „Jip. Helene weiss davon nichts. Class hat den Bericht von Helene reingebracht. Silvia und deine Mutter haben sich amüsiert. Silvia zeigte das Foto. Sie meinte, ihr Brüder wusstet schon früh auf welchen Frauentyp ihr steht. Claas hatte sie vorher mit Lee angesprochen, weil  er  es vermutet hat.“  „Claas und Enna?“ „Jip. Und als Class deinen Vater noch gesagt, das er Dich mit Ennas Cousine gesehen hat, dachte er das wäre ein Scherz. Wegen Helene haben wir uns damals auch gestritten. Juli meinte damals wohl zu mir, wenn Lee nicht will nimm Ju zum spielen. Lee will mit To spielen. Deine Schwester konnte die Namen nicht aussprechen. Darum hiess Helene Lee. Du hast schon damals gesagt, die oder keine.“ „Warum habe ich sie nie wieder gesehen?“ „Das Bild entstand am letzten Abend bevor ihr nach Hamburg gegangen seid. Deine Tante brauchte Hilfe in der Firma. Die drei Freunde haben sich danach nie zusammen wieder gesehen. Dein Vater hatte viel zu tun. Helenes Eltern waren an vielen Orten unterwegs durch die Firma. Sie hatten kein Kontakt mehr. Helene habe ich bei ihren Grosseltern wieder gesehen. Wir haben festgestellt das wir uns kennen. Lenes Oma erzählte, das wir schon mal zusammen gefeiert haben. Sie zeigte Fotos. Ihr seid damals schon in Hamburg gewesen. Jana hat nichts mitbekommen davon. Das war unser Geheimnis.“ „Wo ist Helene?“ „Abgereist.“ „Ruf sie an.“ „Schon versucht. Sie hat ihr Handy aus.“ Jetzt verstehe ich alles. Falsch zusammen gereimt. Ich muss mit ihr reden.

Helene

Ich habe die Sachen erledigt. Claas kommt rein. Er schaut mich. „Liebst Du Tom?“ „Wir hatten noch kein Date.“ „Bist du sicher?“ „Ja.“ „Das Date in der Box zählt nicht?“ „Das ist doch kein Date.“ „Wie lange brauchst Du noch? Enna und ich wollen essen gehen. Hast Du Lust?“ Die Vorstellung Tom über weg zu laufen, behagt mir nicht. Ich habe bereits mir meinen Chef telefoniert. Habe erzählt meine Grosseltern sind im Urlaub und es wäre was passiert. Sie brauchen Hilfe auf unbestimmte Zeit.  Eigentlich wollte ich kündigen. Mein Chef weiss, das meine Grosseltern mir  wichtig sind und schlug unbezahlten Urlaub vor. Er möchte mich gerne behalten. „Nein. Ich habe was zu tun. Der Bericht ist fertig. Mein Chef kann die Fragen beantworten falls welche auftauchen. Bin momentan nicht erreichbar.“ „Wo bist Du denn Lee?“ „Weg. Wer ist Lee?“ „Du.“ „Quatsch.“ „Dann habe ich mich geirrt. Willst Du mit zu meinen Vater.“ „Nein, ich fahre ins Hotel.“ „Okay.“  Claas geht raus und Juliane kommt rein. „Lene.“  „Sag nicht, Tom will mich sprechen.“ „Nein. Ich und Jan wollen zum Strand. Kommst Du mit?“ „Nein, ich packe meine Sachen und fahre weg.“ „Nach Hause?“ „Nein. Weit, weit weg.“ „Wegen Thomas?“ „Auch.“ „Jetzt mal ehrlich. Du liebst Tom.“ „Kann man schon von Liebe reden? Nein. Ich habe nur ein Gefühl, das ich bis gestern nicht kannte.“ „Du denkst an ihn, willst ihn berühren, küssen, mit ihn zusammen sein usw. “ „Ja, woher weisst Du das?“ „Das Spüren nur Verliebte. Ein Gefühl eins zu sein. Du bist eindeutig verliebt.“ „Wenn Du meinst.“ Dann packe ich meine Sachen. „Komm mit.“ „Nein Juliane.“ Dann verschwinde ich. Lee gibt es nicht mehr. Ich hole meine Sache aus den Hotel und fahre zum Bahnhof. Super ich erreiche den Zug nach Hause. Zuhause  angekommen, packe ich Sachen und steige ins Taxi. Er bringt mich zum Zug. Im Zug falle ich in einen merkwürdgen Traum. „To geh nicht.“ „Lee wir sehen uns. Ich werde Dich finden.“ Dann wache ich auf. War ich fünf oder erst vier oder drei.  Warum träume  ich von  To. Ich schaue auf mein Handy.  Zu früh um anzurufen. Jan hat oft angerufen. Liebe ich Jan doch und nicht Tom? Ich rufe Jan an. Es geht jemand dran. „Ich sagte doch, ich werde Dich finden Lee.“ “ Jan lass den Scheiss.“ „Ich bin nicht Jan.“ „To?“ „Nicht mehr. Sag Tom zu mir.“ „Lass den Scheiss.“ „Erst wenn Du mir zuhörst.“  “ Nein.“ Dann lege ich auf und mache mein Handy aus. Dann schlafe ich ein. Der Schaffner weckt mich und dann geht alles sehr schnell. Umsteigen. Nach einer Stunde bin ich da. Ins Taxi und hoch zu meiner Familie. Meine Eltern und Grosseltern sind erstaunt. Fragen tun sie nicht. Eine Woche lang lasse ich mein Handy aus. Meine Eltern wundern sich. Vorhin habe ich mein Handy zum Laden dran gehängt. Ich sitze auf der Bank vor dem Haus. Mein Vater kommt aus den Haus zu mir. „Dein Handy.“ Er gibt es mir und setzt sich neben mich. „Ach Paps. Das ist nicht wichtig.“ „Du hasst eine Woche das Handy aus. Was ist los? Liebeskummer?“  „Wenn ich das wüsste.“ Ich mache das Handy an und zig mal klingelt es. „Du wurdest wohl vermisst. “ „Scheint so.“ „Was ist los?“ „Ich bin mit Jana und ein paar Mädels nach Hamburg gefahren. Jan hatte uns Karten besorgt.“ „Geht es um Jan?“ „Auch. Jedenfalls hat ein Typ mein Weltbild zerstört. Jana findet ihn toll. Er ist Jans Freund.“ „Warum hat der Typ dein Weltbild zerstört?“ „Ich dachte sowas gibt es nicht. Ich denke jede Minute an ihn und frage mich was er  macht. Aber ich muss mir den Typen aus den Kopf schlagen. Bloss ich schaffe es nicht.“ „Du bist verliebt.“ „Etwa auf den ersten Blick. Gibt es das denn?“ „Ja. Warum muss Du ihn aus den Kopf schlagen?“ „Wegen Jana.“ „Liebt er Jana?“ „Glaube nicht.“ „Glauben ist nicht Wissen. Wann probt ihr wieder?“ „Mist habe ich vergessen. „Nächste Woche.“ „Dann solltest es auch mit den Typ klären. Wie heisst er denn?“  „Thomas Hansen.“ „Komm Thomas aus Hamburg und hat 2 Geschwister?“ „Wieso fragst Du?“ „Ein Freund ist nach Hamburg gegangen. Der hat drei Kinder. Claas, Thomas und Juliane. Juliane gab Euch Spitznamen. Sie konnte sie nicht aussprechen ausser Claas und Jan. Sie hiess Ju, Du Lee, Enna En und Thomas To. Du und Thomas waren  ein Team. “ Das Telefon klingelt und ich geh ran. Elisa ist dran. Sie erzählt, das Probleme gibt. Der Proberaum ist überschwemmt. „Ich komme Elisa.“ “ Was ist los?“ Mama ruft. „Später Paps.“

 

 

Erfundene Geschichte

  • Ich wollte immer schon mal eine Geschichte schreiben und ins Netz stellen. Just for fun.  Diese Geschichte ist frei erfunden. Ich lese wieder. Eine zeitlang hatte ich keine Zeit und keine Mürbe. Langsam nehme ich mir Zeit dafür. Entspannung pur. Mira Morton, Gisela Pauly und andere Autoren schreiben ganz schöne Romane. Sind immer ganz witzig geschrieben und leicht zu lesen. Viel Spass mit der Geschichte. Auflösung kommt noch. Ich finde es imner schade, wenn es kein richtiges Ende hat. 😀

Liebe findet immer einen Weg

Thomas

Ich bin gerade mit meinen Kumpel Jan auf einer Strandparty im Hamburg. Mein Freund sagt zu mir: „Tom holst Du mal Getränke?“ Ich schaue ihn an und nicke. Meine Schwester Juliane ist seit kurzen mit meinen Freund zusammen. Ob ich das gut heissen soll, das weiss ich nicht. Ich gehe los und stelle mich an die Bar. Das Bestellen dauert heute sehr lange. Als ich die Getränke endich habe, drehe ich mich um und stosse mit jemand zusammen. Erst will ich fluchen, aber dann sehe ich ihr in die Augen. Schon ist der Ärger verschwunden. Das Mädchen stammelt was von Entschuldigung und verschwindet. Durch diesen Zusammenstoss bin ich total perplex. Ich will ihr nach, aber meine Schwester steht vor mir. „Na grosser Bruder. Hast Du es eilig?“ „Juli. Nein. Darf ich jetzt weiter. Jan wartet auf die Getränke.“ „Nenn mich nicht immer Juli. Ich heisse Juliane. Ich komme mit zu Jan.“ Eigentlich ist der Plan, das Jan und ich heute allein was unternehmen. Jetzt ist es wohl geschrichen. Ich gehe zu Jan und Juliane trottet hinter mir her. Jan sieht erst zu mir und dann zu meiner Schwester. „Hey Süsse. Wolltest Du dich nicht mit Neele treffen?“ Juliane geht auf ihn zu und küsst ihn. „Ja. Das ist mein Plan. Neele hat einen Typen von früher getroffen. Sie fingen an sich über damals zu unterhalten. Da war mir langweilig und habe meinen Bruder gesehen. Wo er ist, bist Du auch nicht weit Liebling.“ Jan nickt und küsst Juliane dann wieder. Das kann ja heiter werden. Ich stelle die Getränke ab. Das Rumgeknutsche muss ich echt nicht haben. Dann gehe ich und stehe dann vor einer Box. Nadine steht davor. „Hallo Tom. Heute ohne Jan unterwegs?“ „Nein Naddi.“ Ich weiss, das Nadine den Spitznamen hasst.“ Sie schaut mich grimmig an.“Du kannst es gut machen.“ „Wie?“ „Du gehst mit mir in die Box.“ „Nadine was ist das für eine Box?“ „Eine Rumknutscht Box.“ „Du meinst wir sollen rumknutschen? Dann denken alle wieder wir sind zusammen.“ „Wie soll man in Dunkeln was erkennen.“ Ich schaue sie an und frage mich, ob sie mich veralbern will. Dann kommt jemand auf uns zu. „Wollt ihr da rein?“ „Ich nicht. Aber Naddi.“ „Junge Frau. Sie müssen auf die andere Seite. Hier ist nur der Eingang der Jungs.“ „Wie jetzt? Darf man mit seinen Freund nicht zusammen rein?“ , fragt Nadine ihn jetzt. „Mädel das ist eine Single Knutschbox. Da findet man erst seinen Freund oder auch nicht. Wenn ihr zusammen gehört, kommt ihr nachher zusammen raus oder mit jemand anders.“ „Wir sind Single. Mensch Tom, dann können wir es doch ausprobieren.“ „Nadine. Das ist doch totaler Blödsinn. Geh Du mal rein.“ Nadine geht zum anderen Eingang. „Die Tussi nervt wohl.“ „Kann man sagen.“ „Soll ich Dir was sagen?“ „Was?“, will ich wissen. „Wenn Ihr für einander bestimmt seid, dann küsst ihr Euch. Wenn nicht, kommst du mit jemand anderes heraus. Meistens kommen sie anders raus als wie sie es erhoffen.“ Ich denke nach. Vielleicht ist das Mädel von vorhin auch drin. Ich entschliesse mich da rein zu gehen. „Wieviel Leute sind drin?“ „13?“ „Wieso dreizehn?“ „Um die Spannung zu erhöhen. Gehen zwei raus, gehen Zwei wieder rein. Geht einer raus, geht einer rein. Immer das es ungerade ist. Kommt auch drauf an, mal sind es sieben Mädels und sechs Jungen in der Box. Nach einger Zeit wechseln wir, dann sind mehr Jungs in der Box. Gehst du jetzt rein?“ Ich nicke und stelle mich an. Es dauert eine Weile bis ich dran  komme. Es werden andere Jungs vor gelassen. „Noch was. Die Tussi ist schon drin. Es sind momentan mehr Mädels drin. Ich habe dich extra lange warten lassen.“ „Wieso?“ „Wenn Du und der Typ hinter Dir rein geht, sind es mehr Jungs  Also. Du wirst ihr nicht sofort begegnen. Heute wechseln die Mädels schneller. Bei den Jungs stehen sie mehr an. Darum müssen wir das jetzt mal ändern. Besser für Dich.“ Dann gehe ich rein und stosse mit jemand zusammen. Dann fragt mich jemand flüsternd: „Mann oder Frau?“  Hört sich nach einer Frauenstimme an und ich antworte. „Mann .“ „Wir müssen doch jetzt nicht küssen, oder?“ „Nein. Ist es aber nicht der Sinn der Box oder stehst du auf Mädels?“ „Oh Gott nein. Aber meine Freundin meinte, ich müsste rein. Ich muss solange drin bleiben bis ich jemand geküsst habe. Vielleicht würde ich auch meinen Traummann finden.“ „Schon geküsst?“ „Nein.“ „Dann willst Du länger hier drin verweilen?“ „Nein nicht umbedingt. Ich muss nur jemamd finden der mir hilft.“ „Jemand soll Dir helfen?“ „Ja“ „Traummann gefunden?“ „Nein. Aber schon über den Weg gelaufen. Könntest Du mir helfen und mir einen Gefallen tun? Danach kannst Du weiter suchen?“ „Suchen tue ich nicht. Habe mich übereden lassen.Welchen Gefallen soll ich Dir machen?“ Überreden ist übertrieben. Eher auf ein inneres Gefühl, das sagte mir, ich soll reingehen. Vielleicht ist die hübsche Fremde drin. Erstmal rette ich diese Frau.  Freunde meinen es immer gut, aber das Gegenteil kann eintreffen. Dann können sie Dir eine Kante ans Bein labern. Das muss nicht sein. „Könntest Du mit mir rausgehen? Vielleicht auch Händchenhaltend?“ „Wieso?“ Das passt mir gut. „Dann nervt mich meine Freundin nicht. Ich gebe Dir auch einen aus.“ Ich überlege. Mein Problem wäre ja auch gelöst. Nadine wäre ich los. „Na klar.“ Wir gehen händchenhaltend raus. Dann sehe ich wer mit mir rausgegangen ist. Die schöne Fremde von vorhin. Ich grinse. Jeder muss denken. Ich habe sie geküsst.

 

Helene

Wir gegen raus und dann sehe ich, wer mir einen Gefallen getan hat. Stammeln darf ich jetzt bloss nicht. Dann sage ich zu ihn: „Hallo ich bin Helene. Freunde vom mir sagen auch Lene. Wie heisst Du?“ „Ich heisse Thomas. Freunde sagen auch Tom oder Tomny zu mir.“ „Angenehm dich kennen zulernen. Danke, das Du mich gerettet hast. “ „Immer wieder gern.“ Thomas grinst mich an. „Warum grinst Du so?“ „Nur so. In Endeffekt hast Du mich auch gerettet. Danke dafür.“ „Ich gebe Dir einen aus und Du erklärst es mir.“ „Ja mache ich.“ Dann gehen wir zu Bar. „Was willst Du trinken?“ „Keine Ahnung. Schlag vor.“ Dann bestelle ich einfach. Man soll ja immer damit anfangen wo mit man aufgehört hat.“ „Bitte zwei Sekt.“ Thomas schaut mich merkwürdig an. Ich glaube, ich erkläre es ihn mal. Erst fragen ob Sekt okay ist. „Magst du keinen Sekt?“ „Doch. Aber warum Sekt?“ „Wir müssen doch anstossen, das wir uns gegenseitig geholfen haben.“ Ich lache und erzähle weiter. „Das ist Quatsch. Ich habe heute mit Sekt angefangen und trinke nicht quer beet durch den Alkoholdschungel.“ „Vernünftig. Das andere hätte ich Dir auch abgekauft.“ Thomas nimmt die Gläser. „Wohin jetzt Lene?“ „Wo wir uns unterhalten können. Du muss mir was erklären.“ „Stimmt. Komm. Draussen können wir uns super unterhalten. Hier drin ist es zu laut. Folge mir.“ Ich folge Thomas auf die Terasse. Alle grüssen ihn. Er kennt ja viele. Na gut, ich komme nicht von hier. Er stellt mich allen vor als eine Bekannte, was es auch ist. Dann setzen wir uns auf sie Treppe. „Du kennst ja viele.“ „Ja. Ich wohne ja in Hamburg. Du ja nicht, nehme ich an.“  „Nein.“ „Wo kommst Du her?“ Soll ich es ihn sagen. Nein. Lieber den scherzhaften Namen unseren Landkreises. „Aus den Land der roten Röcke.“ „Wo liegt das denn?“ „Geheimnis. Du wolltest mir was erklären.“ „Ja. Meine Ex kommt nicht von mir los und meinte, wir würden uns in der Box treffen und küssen.“ „Das willst Du nicht.“ „Nein.“ Thomas starrt in die eine Richtung und verzieht sein Gesicht. Ich drehe mich um und sehe, das ein Mädel auf uns zukommt. Verdammt. Ich handle spontan und küsse Thomas. Erst ist er irritiert und erwidert dann den Kuss. Aus den Augenwinkeln sehe ich, das sie wütend weg geht. Dann löse ich mich von ihn. Tom schaut mich an. „Was war das denn?“, fragt er mich erstaunt. „Ich wollte Dich retten.“ „Vor wen?“ „Ein Mädel kam auf uns zu und du sahst nicht gerade begeistert aus. Und sie sah auch nicht begesistert aus als sie uns sah. Ich nahm an, es war Nadine. Oder ist es deine Freundin?“ „Nein. Es ist nicht meine Freundin. Und Du hattest recht , es war Nadine. Woher wusstest Du das?“ „Aus den Gefühl heraus.“ „Machst Du das immer?“ „Was?“ „Jemanden aus Gefühl retten?“ „Nein.“ „Da schauen wir mal, ob Dich jemand aus dieser Situation rettet.“ „Was hast Du… “ Weiter komne ich nicht. Tom kitzelt mich aus. „Lass das?“ „Warum Lene? Das macht doch Spass.“ Ich muss lachen und bekomme kein Wort raus. Er hört auf und fragt mich. „Was bekomme ich, wenn ich aufhöre?“ „Nichts “ Dann fängt er mich wieder an zu kitzeln. „Schon gut.“ Thomas hört auf zu kitzeln. „Und was schlägst du vor?“ Wir schauen uns in die Augen und kommen uns immer näher. Dann küssen wir uns. Wie lange wir uns küssen, weiss ich nicht. Plötzlich steht Melanie hinter mir. „Helene wir müssen.“ Ich löse mich von ihn und frage sie: „Wer sagt das?“ Thomas steht auf.  „Klärt das.“ Er zwinkert mir zu und geht. „Was soll das Mel?“ „Jana sagt, der Typ geht mit jeder ins Bett.“ „Woher weiss sie das denn?“ „Er ist mit ihren Cousin befreundet. Durch ihren Cousin sind wir auf der Party.“ Daher weht der Wind. Sie versucht mich mit Jan zu verkuppeln und erfindet was. Plötzlich kommt Thomas mit einen Typen an. „Na alles geklärt. Das ist Oliver.“ Melanie nimmt Thomas in Beschlag und er würdigt mir keinen Blick. Die Beiden gehen. „Hallo ich bin Oli und Du?“ „Ich bin“ „Du bist Melanie.“ “ Nein. Ich bin Helene.“ „Shit. Da läuft was schief.“ Ich schaue ihn fragend an. „Ich soll Melanie beschäftigen. Weil er mit Dir in Ruhe reden kann. Jana ist vernarrt in ihn. Als ich mit ihr sprach, zählte er wohl eins uns eins zusammen. Sie sagte zu mir. Melanie würde Dich suchen. Dann mit ihn mitgegangen, weil Tom zu mir sagte, das eine Melanie ein Gespräch gestört hat. Melanie muss beschäfigt werden. Aber warum geht er jetzt mit ihr weg.“ „Keine Ahnung. Sag Du es mir. Er geht ja mit jeder ins Bett.“Oliver fängt an zu lachen. „Tom. Nee. Wer erzählt Dir denn so ein Mist?“ „Habe ich eben durch Zufall mit bekommen.“ Ich konnte nicht sagen, das Jana es Melanie erzählt hat. Passt irgendwie alles zusammen. Thomas und Melanie kamen wieder und hatten Sekt in der Hand. Tom gibt Oliver ein Glas Sekt und Melanie mir. Oliver fängt ein Gespräch mit uns an. Das Thema sind schnelle Autos. Melanie steigt  sofort ein. Sie will ja gerne was mit Autos machen. Ich bin verwirrt. Thomas zeigt auf die Uhr. Dann hebt er die Hand mit fünf Fingern und dann zeigt in eine Richtung. Ich nicke. „Leute ich muss los.“, verabschiedet er sich. Ich schaue ihn verwirrt an und zwinkert mir zu. Langsam verstehe ich seine Zeichensprache. Ich soll ihn in fünf Minuten in die Richtung folgen. Doch er geht in eine andere Richtung. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Was hat das zu bedeuten? Dann höre ich den Beiden zu. Ein langweilges Thema. Zu Jana will ich nicht und wo die anderen Mädels sind, weiss ich auch nicht. Thomas ist weg. Plötzlich spricht mich Oli an. „Tut mir leid. Juli will Dich sprechen in Strandkorb. Habe ich vergessen Dir zu sagen.“ „Wer ist Juli?“ „Juli will Dich über jemand aufklären. Sie sitzt da hinten im Strandkorb. Ist die Freundin von Tom.“ „Ich denke er hat keine?“ „Die Tatsache vergisst er gerne. Ich würde hingehen.“ „Warum?“ „Bist Du nicht neugierig?“ „Nein. Kein Bedarf.“ Dann gehe ich rein. Jan läuft mir über den Weg. „Hallo schöne Frau.“ „Jan lass den Quatsch. Wir verstehen uns doch gut. Mehr ist nicht.“ „Ist das so?“ Er kommt näher und gibt mir einen Kuss auf den Mund. „Was soll das? Wenn wir nicht befreundet wären, dann hätte ich Dir eine gescheuert.“ „Ach Süsse komm mit. Sei kein Spielverderber.“ Ich folge ihn zum Strandkorb. Da sitzt Thomas mit einer Frau. „Meinst Du die? Das ist die Einzige auf die , die Beschreibung passt. Sorry Juliane und Thomas. Ich musste sie einfach küssen.“ „Jan. Du sagst mir Du liebst mich und küsst eine Andere. Ich hätte mich nicht auf Dich einlassen dürfen.“ „Du bist ein toller Freund. Helene du küsst meinen Freund? Ich suche mir immer die falschen Frauen aus.“ Juliane und Thomas stehen auf und gehen. Jan grinst. „Stop.“, rufe ich. Alle drehen sich zu mir um. „Lass deine Erklärungen.“, sagt das Mädchen zu mir. „Verarscht ihr mich? Ich komme mir wie in einer schlechten Kömodie vor. Erst fahre ich mit ein paar Mädels  nach Hamburg zur Party. Jana hat über ihren Cousins Karten bekommen. Wir kommen an und die Mädels schwärmen aus. Jana unterhält sich mir einen Typen. Das Gespräch war langweilig und ich schaue mich um. An der Bar laufe ich mit einen süssen Typen zusammen.“ Ich schaue bewusst in Toms Richtung. „Anschliessend treffe ich auf meine Freundin Sara. Ich erzähle ihr, das ich mit einen süssen Typ zusammen gelaufen bin. Sie überedet mich in die Box zu gehen. Da treffe ich auf Tom und überrede ihn mir einen Gefallen zu tun“ „Hast du in der Box geküsst?, fragt das Mädchen mich. „Nein nicht in der Box. Erst hat er mir einen Gefallen getan. Dann sind wir ins Gespräch gekommen. Als ich sein Gesicht gesehen habe, als ein Mädchen auf uns zu kam, habe ich ihn spontan geküsst.“ Das Mädchen lacht. „Ich bin Juliane. Sie nennen mich Juli. Was ist dann passiert?“ „Wir haben rumgealbert. Jedenfalls ist dann Mel aufgetaucht. Dann ist Tom weg. Kommt mit Oliver und geht mit Mel weg. Dann wurde es merkwürdig.  Sie kamen wieder und Tom verabschiedet sich. Kurze später sagt Oli, das Toms Freundin Juli mit mir reden will. Ich will doch nicht mit Toms Freundin reden. Dann läuft mir Jan übern Weg und küsst mich.“ Alle lachen. „Warum lacht ihr?“

Thomas

Ich glaube, ich muss ihr was erklären. Jan hat nie ein Mädchen spontan geküsst. Warum Helene? Wenn Oliver denkt, die Frau will was von mir und ich nicht, dann sagt er das mit Juli. Aber warum küsst Jan sie. Ich höre auf zu lachen. „Also wenn Oliver weisst, die Frau will was von mir und ich nicht, dann sagt er das mit Juli. Was viele nicht wissen, sie ist meine Schwester. Aber warum er das bei Dir getan hat, weiss ich nicht.“ „Tom ich muss Dir was gestehen?“ „Was?, fragen ich und meine Schwester gleichzeitig. „Also Oliver hat gesehen, das Dich jemand geküsst hat als Nadine zu Dir wollte. Ich wollte sehen, wer Dich küsst. Ihr habt rum gealbert. Dann habe ich Helene erkannt. Jana will mich mit ihr verkuppeln. Ich habe mich gefreut, wie gut ihr Euch verstanden habt und sagte zu Oliver, er soll den Spruch mit Juli lassen. Ich erzählte ihn noch, das Mel sich für Autos intressiert.“ Meine Schwester schaut ihn an. Er spricht weiter. „Helene tut nie was spontan. Wir verstehen uns gut und amüsieren uns über die Verkupplungsversuche. Helene.“ Jan dreht sich zu Helene. „Tom ist der Schwarm von Jana. Darum habe ich Dich spontan geküsst. Meine Cousine hat uns beobachtet. Sei mir nicht böse. Ich weiss, wenn sie erfährt, das du ihren Schwarm küsst.“ Helene unterbricht ihn. „Dann habe ich die Hölle auf Erden.“ „Genau. Deshalb habe ich es gemacht. Ich bekomme lieber Ärger mit Juli und die Vorstellung an die Versöhnung nach dem Streit , ist das schönste. Aber Jana verzeiht Dir das nie.“ Meine Schwester geht auf ihn zu und küsst ihn. „Mehr ist nicht zwischen Euch?“ „Nein Juli. Helene und ich kennen uns schon lange. Bevor Jana sie kannte. Das haben wir ihr nie verraten. Deshalb sind wir so gute Freunde. Lassen wir die Beiden alleine und ich erzähle Dir was aus meiner Kindheit.“ Mein Freund nimmt Juli an die Hand. Beim Weggehen dreht er sich nochmal um. „Lass Euch nicht von Jana erwischen.“ Dann gehen sie weg und Juli sagt noch zu ihn:“Darf ich dich nicht mehr küssen?“ Die Antwort höre ich nicht mehr, weil ich Helene ansehe und alles rum herum löst sich auf. „Tom an Erde“ „Ja Helene.“ „Der Strandkorb ist frei. Lass uns setzen.“ Wir setzen uns. „Woher kennst Du Jan?“ „Sein Vater und mein Vater waren Kollegen. Sie wurden Freunde und haben sich aus den Augen verloren. Jans Vater wurde nach Hamburg geordert und mein Vater nach Berlin. Meine Eltern fühlten sich in der Grossstadt nicht wohl. Meine kleine Schwester und ich waren eine zeitlang bei meinen Grosseltern. Wo ich heute auch ab und zu bin. Da habe ich Jana kennen gelernt. Jedenfalls war Jan mal bei Jana. Sie war eifersüchtig, das wir uns gleich gut verstanden. Wir haben ihr nie gesagt, das wir uns kennen. Das war unser Geheinmis. Irgendwann schwärmte sie für einen Freund von ihren Cousin. Da meinte Jana, sie müsste uns verkuppeln. Ich wusste nicht, das Du es warst.“ „Woher auch? Ich möchte Dich gerne küssen.“ „Nee. Wenn Jana uns sieht.“ „Ich habe eine Idee?“  „Welche?“ „Komm mit. Wir gehen in die Blackbox.“ „Blackbox? Meinst du wir finden uns da wieder?“ „Was denkst du?“ „Versuch ist es wert.“ Wir gehen zu Box .“Die Dame auf die andere Seite.“ Helene grinst. „Ich weiss.“ Dann geht sie. Es dauert Stunden bis ich rein komme. Kommt mir so vor. Es war nur Minuten laut Uhr. Ich komme rein und überlege, wie sie tickt. Dann läuft mir jemand in die Arme. Ich weiss, das es Helene ist. Dann küsse ich den jemand und sage dann: „Lene bist Du es.“ „Ja. Tom.“ „Hast du schon jemand geküsst ?“ „Ausser Dir und Jan nicht. Du?“ „Nein. Ist Jan auch hier?“ „Nein, aber ich dachte Du meinst es allgemein. Jan ist nicht mein Typ.“ „Ehrlich jetzt?“ Im Hintergrund hören wir jemand sagen. „Hier wird geredet. Reden könnt ihr draussen.“ Dann küsst Helene mich. Irgendwann tippt mich jemand an. Ich löse mich von ihr und drehe mich um. „Ihr seid zu lange drin. Küssen könnt ihr draussen.“ Gleichzeitig sagen wir: „Nein, das können wir nicht.“ „Warum nicht?“ Helene antwortet. „Wegen zwei Mädels, die was von ihn wollen. Die Eine ist sogar eine gute Freundin von mir.“ „Ich verstehe. Folgt mir.“ Der Typ gibt mir eine Schnur in die Hand. Wir werden mit der Schnur mitgerissen. Die Stimme kommt mir bekannt vor. Das kann nicht sein. Claas ist doch in den USA . Es wird eine Tür geöffnet. Ich schaue mich um. Wir stehen auf den Parkplatz und Claas steht neben mir. Ich habe mich nicht geirrt. „Sag mal Claas. Was machst Du hier?“ „Das Gleiche könnte ich Dich fragen Bruderherz. Das Du so viele Frauen an der Hand hast, ist mir neu. Ich bin der Draufgänger. Nicht Du. Habe ich da was nicht mitbekommen. Ich war nur ein halbes Jahr weg. Was ist mit Nadine?“ „Nadine ist Geschichte. Die hat mich ständig kontrolliert. Das hat mich genervt. Ich wollte mit ihr reden und habe sie mit einen anderen Typ erwischt. Sie hat gesagt, das es ein Ausrutscher war. Aber das Gerücht hatte sich bewahrheitet. Jedenfalls habe ich mich getrennt. Nadine hat heute versucht mich die Box zu locken. Ich war drin aber nicht wegen Nadine. Die Cousine von Jan will auch was von mir. Diese junge Dame hat mich gerettet.“ „Darum küsst Du sie so lange? Hey ich bin Claas und der Bruder von Thomas? Wer bist Du?“ Claas streckte ihr die Hand aus und mustere sie. Helene scheint ihn zu Gefallen. „Ich heisse Helene. Freundin von Jana. Bevor Fragen von Dir kommen. Ich will Jana nicht den Typ ausspannen. Tom ist mir das erste Mal an der Bar über den Weg gelaufen. Dann in der Box. Meine Freundin hat mich überredet. Da traf ich Tom. Wir haben uns da nicht geküsst. Sind nur zusammen rausgekommen. Wir haben uns unterhalten und sind uns näher gekommen. Das wir uns jetzt in der Box geküsst haben, war das wir dort ungestört küssen können. Jana wollte mich mit Jan zusammen bringen. Aber ich stehe nicht auf blond. Das ist die Kurzfassung.“ „Das ist eine klare Ansage. Ich bin schon vergeben. Tom! Nadine war nichts  für Dich. Diese Frau hat klasse.“  Plötzlich erscheint Enna. „Ach hier bist Du Schatz.“  „Das ist der Grund warum ich zurück bin. Enna habe ich den USA kennengelernt. Ich liebe sie. Helene Du siehst ihr ähnlich.“ Beide Mädels lachen. „Enna ist meine Cousine.“ , sagt Helene. „Zufälle gibt es. Komm Enna.“ Die Beiden gehen und wir setzen uns. „Enna ist echt deine Cousine?“ „Ja, ich habe sie lange nicht gesehen. Sie hatte Stress mit ihren Eltern.“  „Warum hast du das mit blond gesagt?“ „Das ist eine Tatsache. Und dein Bruder musterte mich. Ich dachte, er will was von mir. Dein Bruder ist blond.“ „Du hast es gemerkt?“ „Du auch?“ Ich nicke und küsse sie. Mir ist das noch nie passiert. Was  ist das? Sie zieht mich magisch an. Dann stehen Jan und Juli  vor uns. „Tom. du muss mit Juli verschwinden?“ „Wieso?“ „Bruder. Jana denkt wir sind zusammen verschwunden und Jan mit ihr. Hat Oli erzählt.“ „Okay. Sehen wir uns noch Helene?“ „Ich versuche es Tom.“ Ich gebe ihr noch einen Kuss und verschwinde mit meiner Schwester in die Dunkelheit.