Die Liebe und das Glück finden immer einen Weg

Erfundene Geschichte.

Carolina

Ich sitze im Büro und hänge über meine Skizzen. Verdammt was wollte der Kunde noch mal. Seit vorletztem Wochenende kann ich mich nicht mehr konzentrieren. Warum hat Benedikt, das nur gemacht? Er hat ja beteuert, dass er unschuldig ist. Und als ich davon nichts hören wollte, sagte er zu mir, dass ich es noch bereuen würde. Was soll das heißen. Er küsst eine andere und er schwört auf Rache. Gut das ich in der Firma von seinen Vater angefangen bin. Benedikt nenne ich eigentlich nur Ben. Nur wenn ich sauer bin, habe ich ihn Benedikt genannt. Irgendwann hat er mitbekommen, dass meine Freunde Lina zu mir sagten. Seit dem war ich nur Lina. Warum alle den Namen so abkürzen verstehe ich nicht. Caro oder Carolina finde ich wesentlich schöner. Meine Kollegin und Freundin Henrieke kommt rein und reißt mich aus den Gedanken. „Moin Carolina.“ „Guten Morgen Henrieke. Wir sind nicht an der Küste. Du musst Dich wohl wieder dran gewöhnen in Hannover zu sein. Wie war dein Urlaub?“ „Super. Meine Oma hat mich ganz schön verwöhnt. Trotz dass meine Oma sehr viele Gäste hatte. Sie hat sich echt viel Zeit für mich genommen.“ „Wo wohnte deine Oma noch mal?“ „In Rantum. Ich richtig schön da. Komm doch nächstes Mal einfach mit. Das heißt, wenn Ben Dich lässt.“ Ich seufze. „Mensch Lina was ist los?“ „Rieke. Nichts.“ „Doch. Ich merke es doch.“ Seit Rieke vor zwei Jahren aus der Hamburger Filiale zu uns kam, sind wir befreundet. Sie merkt immer gleich, das was ist. Ben und ich sind damals kurz nach dem sie bei uns anfing zusammengekommen. „Ben hat eine Andere geküsst.“ „Ich dachte ihr wolltet zusammen ziehen.“ Sollte ich ihr alles erzählen. Das Telefon klingelt. Meine Kollegin Isabelle kommt rein. „Wir treffen uns nach Feierabend.“ Ich nicke und nahm ab. Ben ist dran. Meine Kollegin sieht genervt aus. „Was willst Du?“ „Mit Dir reden.“ „Ich aber nicht mit Dir. Momentan habe ich keinen Kopf dafür.“ Dann lege ich auf. Isabelle schaut mich böse an. Sie hasst es, wenn ich von Ben angerufen werde. Aber das wird nicht mehr passieren. In der Mittagspause schicke ich Ben eine Nachricht über Whats App. >>Rufe mich bitte nicht mehr in der Firma an. << Es piept. Eine Nachricht von Benedikt. >>Wieso? Wir müssen reden. << Ich schreibe zurück. >>Meine Kollegin nervt es, wenn Privatgespräche geführt werden. << >>Lina. Das war das erste Mal, dass ich Dich während der Arbeitszeit angerufen habe. << Das ist richtig. Ben hat mich vorher nie angerufen. Stimmt nicht einmal hat er mich schon angerufen. Sonst haben wir haben immer in der Pause telefoniert. Aber meine Kollegin Sabrina musste deswegen zum Chef. Nur weil sie ein paar Mal wegen ihren Kind angerufen wurde. Ich weiss nur, dass Isabelle dahinter gesteckt hat. Das ist doch Mobbing. Isabelle telefoniert öfters privat. Sie darf es und wir nicht. Ob das Gerücht wahr ist. Angeblich soll Isabelle eine Affäre mit Lukas unseren Juniorchef haben. Zusammen gesehen habe ich die Beiden nie. Unser Seniorchef sieht es nicht gerne, wenn es ein Pärchen auf der Arbeit gibt. Er meint, es würde nicht gut sein. Darunter würde die Arbeit drunter leiden. Unser Juniorchef sieht es wohl anders. Nicht mein Bier. Mein Handy piept. Ben schon wieder. Ich lese die Nachricht. >> Wann hast Du Zeit zum Reden? << Langsam nervt es. Wie oft will er das noch fragen. Erst will er sich rächen und dann versucht er mit mir zu reden. >> Keine Zeit. <<, antworte ich ihn und mache mein Handy aus. Danach treffe ich Henrieke und verabrede mich für den Abend. Die Stunden bis zum Feierabend vergehen langsam. Ich schaue auf die Uhr. Super es ist Feierabend. Ich stehe auf und begegne Lukas. „Gut, das ich Dich hier treffe.“, sagt unser Juniorchef zu mir. Super das auch noch. „Was gibt es denn?“ „Ein Kunde hat angerufen wegen eines Entwurfs. Könntest Du mal rüber schauen?“ „Lukas heute noch oder können wir das morgen machen? Ich habe noch was vor. Wenn es unbedingt jetzt sein muss, dann kann ich es verschieden. Muss nur Henrieke Bescheid sagen.“ Lukas denkt nach. „Können wir auch morgen machen. Es sei Du triffst Dich mit der Konkurrenz.“ Er weiss ja, dass ich mit jemand aus der Konkurrenz zusammen bin. Eher ich war es. Aber das weiss er ja nicht und ich muss es ihn auch nicht auf die Nase binden. Trotzdem muss ich mir was ausdenken. „Nee Benedikt hat viel zu tun. Er ist viel unterwegs. Du weißt ganz genau, dass ich nichts verrate.“ Lukas war zwei Jahre über mir und Ben. Damals hat Lukas mir sehr geholfen. Dann war ich mit Ben viel unterwegs und schon ist er von der Bildfläche verschwunden. Lukas ist nett aber sehr arrogant. Überhaupt nicht mein Typ. „Ich weiss, das warst Du schon immer. Das mit Ben habe ich ja auch von deinen Bruder Tobias erfahren.“ Was soll das denn heißen? Was hat Tobias erzählt. „ Woher kennst Du eigentlich Tobias. Wie es scheint, kennst Du ja meinen Bruder ja ganz gut.“ „Eigentlich nur von Feier. Wir haben uns super unterhalten. Irgendwann erzählte er mir, dass Du seine kleine Schwester bist. Und ob ich Dir helfen könnte. Wie geht es Tobias überhaupt?“ „Ganz gut. Wobei denn helfen.“ „Weißt Du gar nicht mehr, dass ich Dich angesprochen habe. Ich habe Dich gefragt, ob Du Hilfe brauchst. Du bist mir ja sehr oft über den Weg gelaufen. Aber keine Notiz genommen. Läufst Du blind durch Leben Carolina Emilia? Jedenfalls hast Du dann zugestimmt, das ich Dir helfe Carolina Louisa.“ „Woher weißt Du meinen zweiten Namen?“ „Dein Bruder hat es mal erwähnt und in deiner Personalakte steht es auch.“ Shit. Daran habe ich ja gar nicht mehr gedacht. Er ist der Juniorchef. „Stimmt. Du hast Recht. Daran habe ich gar nicht mehr dran gedacht.“ „Darf ich Dich mal was fragen?“ „Ja. Frage ruhig.“ „Es ist persönlich.“ „Kein Problem. Siehe mich jetzt nicht als Chef sondern als alter Kumpel. Dafür kennen wir uns schon sehr lange.“ „Bist Du oder Warst Du mit Isabelle zusammen.“ „Warum fragst Du? Bewirbst Du Dich um die Stelle?“ „Nein. Das Gerücht geht momentan in der Firma rum. Ich will nicht, dass Du es von jemand anders erfährst. Damals in der Uni hat man ja auch einiges gehört.“ „Und was?“ „Wenn Du jemand in Bett hattest, dann hast Du sie fallen lassen.“ „Nicht wahr.“ „Doch so haben sie es erzählt.“ „Dein Freund Benedikt war auch kein Engel in der Sache. Aber Du bist mit ihn zusammen.“, sagt er brummend zu mir. „Stimmt. Ich habe es erst erfahren als wir schon zusammen waren. Ich wollte Schluss machen, aber Ben hat mich seinen Eltern vorgestellt. Seine Schwester Marlene sagte dann zu mir, dass ich das erste Mädel wäre, das ihr Bruder seinen Eltern vorstellt. Sonst hat er es nie gemacht. Jedenfalls habe ich ihn eine Chance gegeben.“ „Hättest Du mir auch eine Chance gegeben, wenn Du es später erfahren hättest?“ „Keine Ahnung. Darüber habe ich nie Gedanken gemacht. Du warst nett, aber mehr nicht. Ich glaube nicht, sonst wäre ich nicht mit Ben zusammen gekommen. Wir kannten uns doch schon zwei Jahre Lukas, bevor ich Ben kennen lernte.“ Verdammt. Warum fragt er mich das denn jetzt. „Also Lukas warst Du mit ihr zusammen? Ja oder nein?“ „Nein. Nicht wirklich. Ich wollte nur jemand eifersüchtig machen. Es hat nur nicht geklappt. Hat sich Ben wirklich geändert?“ „Das kann ich nicht sagen. Ich muss es noch rausbekommen. So, Henrieke wartet auf mich. Bis morgen.“ „Bis morgen.“ Dann gehe ich und denke über das merkwürdige Gespräch nach. Henrieke kommt mir entgegen. „Wo bleibst Du nur so lange?“ „Wurde von Mr. Luke aufgehalten.“ Henrieke muss herzlich lachen. „Warum sagst Du zu Lukas immer Mr. Luke? Das wollte ich Dich immer schon mal fragen.“ „Im Studium sagten es alle zu ihm. Wenn man es genau nimmt, sagte man Mr. Luke Skywalker.“ „Luke Skywalker? Warum eigentlich? Gehört das nicht zu einem Film?“ „Ja, Du hast Recht. Gehört zu einem Film. Ich denke, Lukas wollte hoch hinaus. Etwas anderes machen. Wenn ich bedenke, dass man vor ein paar Jahren noch gesagt hat, dass es Blödsinn ist. Aber mittlerweile schlagen immer mehr Baufirmen und Architekten diesen Weg ein. Lukas und sein Vater haben es vorgemacht. Vielleicht hat er auch den Namen, weil er versucht hat, jedes Mädel aus der Universität ins Bett zu bekommen.“ Henrieke nickt. „Warst Du auch sein Betthäschen?“, fragt sie lachend. Ich glaube, ich erzähle ihr nicht, was er mir eben noch zu mir gesagt. Besonders die Frage darf ich ihr nicht erzählen. Sonst kommt sie auf dumme Gedanken. „Nein Rieke. Aber weißt Du was merkwürdig ist, das ich über einen Entwurf mal rüber schauen soll. Lukas hat mich noch nie in ein anderes Projekt um Rat gefragt.“ „Vielleicht hat er bemerkt wie gut Du bist.“ „Das ich nicht lache. Lukas? Nein, das würde er nie zulassen oder zugeben.“ „Jetzt erzähl mal. Was ist eigentlich passiert? Warum küsst Ben eine andere?“ „Höchstwahrscheinlich bin ich zu langweilig. Ach was weiss ich denn Rieke. Ben hatte zu mir gesagt, dass er den Abend keine Zeit hat. Angeblich hatte er ein wichtiges Kundengespräch. Meine Freundin Sophia hat mich und Bens Schwester Marlene zum Essen eingeladen. Wir sitzen im Restaurant und ich muss zur Toilette. Erst sehe ich Bens Freund Jonas. Ich dachte mir nichts dabei. Doch plötzlich sehe ich dann Ben wie er jemand anders küsst. Ich starre ihn an. Er bemerkt es und ich renne raus. Ben folgt mir. Er holt mich ein und sagt, es ist anders wie ich denke. Ich wollte es nicht hören und sage zu Ben, dass es aus ist. Irgendwann hat er gemerkt, dass ich ihn ignoriere. Dann sagt er glatt zu mir, ich würde es noch bereuen.“ „Was heißt das jetzt?“ „Keine Ahnung. Oh sieh mal ein Platz ist noch frei.“ Wir gehen zu dem Platz in unseren Lieblings Café und setzen uns. Dann bestellen wir uns heiße Schokolade mit Sahne trotz dass es sehr heiß ist. „Und dann Carolina?“ wollte Rieke von mir wissen. „Ich bin zurückgegangen und habe es ihn kurz erklärt, warum es aus ist. Ben hat mich nicht versucht auf zu halten. Dann bin ich nach Hause gefahren. Auf den Weg zum Auto habe ich Jonas getroffen und er teilte mir was mit. Ben soll sogar Vater sein. Jedenfalls hätte die junge Frau gesagt, dass er der Vater ihres Kindes ist. Die junge Dame kannte er nicht. Jonas hatte sie dann gefragt, wie alt das Kind wäre. Ich glaube, Paula hieß das Mädel. Nennen wir sie so mal. Ich weiss es nicht mehr genau. Sie antwortete jedenfalls, das Kind wäre knapp ein Jahr. Jedenfalls rechnete ich dann nach. Dabei stellte ich fest, dass wir da schon über ein halbes Jahr zusammen waren als er mit ihr geschlafen hat.“ „Hat er Dich denn jetzt betrogen?“ „Glaube schon. Ich frage mich aber schon die ganze Zeit, wann er dazu Zeit hatte. Wir waren zu der Zeit fast jede Minute zusammen.“ „Wer weiss, vielleicht ist das nur eine Lüge von ihr. Vielleiht hat jemand es auf Euch abgesehen.“ „Wer weiss das schon. Ich will darüber nicht mehr nachdenken.“ „Lina. Finde es raus. Sonst hast Du ihn wohl möglich ohne Grund abgeschossen.“ „Nein. Mein Bedarf ist gedeckt. Benedikt hatte sowieso in letzter Zeit so viele Geheimnisse vor mir. Es passt alles zusammen Rieke.“ Anschließend haben wir beide noch einen schönen Abend.

Eine Woche lang denke ich darüber nach, was Henrieke gesagt hat. Ich stelle mir immer wieder die gleichen Fragen. Hat sie Recht? War es doch nur ein Fake. Wer tut so was? Verrenne ich mich irgendwie? Aber warum hat er Geheimnisse vor mir gehabt? Benedikt versucht mich auch schon eine Woche zu erreichen. Ich ignoriere ihn erst, aber ich gebe mir dann einen Ruck und verabrede mich mit ihm. Nun sitze ich hier im Restaurant und warte auf ihn. Plötzlich taucht Bens Freund Jonas auf und setzt sich an den Tisch neben mich. „Hallo Lina.“ „Hallo Jonas. Was machst Du hier? Ich warte auf Ben.“ „Ben kommt nicht. Ich sollte Dir das ausrichten. Er hat sich das anders überlegt. Für ihn hat sich die Sache mit Euch erledigt.“ „Warum sagt er mir das nicht selber?“ „Keine Ahnung.“ Jonas schaut mir in die Augen und küsst mich. Was wird das denn jetzt. In welchen Film bin ich jetzt gelandet. Ich erstarre und mir wird bewusst, da läuft was schief. Ich stoße ihn weg. „Was soll das Jonas?“ „Ben meint, du liebst mich und er will uns eine Chance geben. Benedikt kommt deswegen nicht. Ich liebe Dich schon, seit ich Dich das erste Mal gesehen habe. Bevor Du überhaupt Ben kennen gelernt hast. Ben hat mir Dich weg geschnappt. Er wusste was ich für Dich immer gefühlt habe.“ „Jonas. Du bist nett. Ehrlich. Ich habe nie was für Dich empfunden. Nur Freundschaft. Wenn Du ganz ehrlich zu Dir bist, dann wirst Du mir das jetzt bestätigen. Wir passen gar nicht zusammen. Es fühlt sich mit Dir falsch an. Ich liebe Dich nicht. Ich liebe Ben.“ „Auch wenn er Dich betrogen hat. Ich würde es nie machen.“ „Woher weiss ich, dass diese Paula nicht lügt. Du kanntest Paula ja auch nicht.“ „Meinst Du ich zähle seine Weibergeschichten mit. Da habe ich was Besseres zu tun.“ „Was heißt das jetzt? Hat er neben mir mehrere Geschichten an laufen gehabt?“ „Ich weiss es nicht. Aber Paula sagt ja.“ Ich will mir das nicht länger anhören. Immer diese Paula. Ben hat bestimmt Antworten. Hoffe ich jedenfalls. Dann stehe ich auf und will gehen. Jonas hält mich fest und zieht mich an sich ran. In selben Moment küsst er mich. Ich stoße ihn weg und springe auf. Bloß weg hier. Dann laufe ich so schnell wie ich kann aus den Restaurant raus. Draußen sehe ich, dass ein Auto vom Parkplatz rasant wegfährt. Ist das nicht Bens Auto? Was wird hier gespielt. Das ganze Wochenende versuche ich Ben oder Marlene zu erreichen. Keiner von Beiden geht ran. Was ist das für ein Spiel. Wollte Ben frei sein für eine neue Liebe. Hat er deshalb in letzter Zeit immer Geheimnisse vor mir gehabt. In den letzten Monat hat Ben mich ständig versetzt. Verdammt. In welchen anderen Universum bin hier gelandet. Es läuft gerade alles schief. Ich war doch glücklich mit Ben. Oder trügt der Schein? Es ist Montagmorgen. Lukas will mich sprechen. Isabelle strahlt übers ganze Gesicht. Was hat das nur alles zu bedeuten. Ich gehe zu dem Büro von Lukas und klopfe an. „Herein.“ Dann öffne ich Dir Tür. Lukas hebt den Kopf. „Oh Carolina schon da? Erstmal Guten Morgen. Setze Dich doch schon mal.“ „Morgen.“, antworte ich ihn und setze mich. „Kleinen Moment. Ich bin gleich für Dich da.“ Lukas telefoniert und antwortet kurz und knapp. Ich bekomme nur Teile des Gespräches mit. Hat er Ärger mit seinem neuen Projekt. Lukas hört auf zu telefonieren und wendet sich dann zu mir. „Mir und meinen Vater ist da was zu hören gekommen. Mein Vater meint, ich müsste mit Dir reden. Carolina so geht das nicht. Du kannst nicht mit der Konkurrenz telefonieren und Geheimnisse ausplaudern.“ „Mache ich nicht. Wer behauptet das denn?“ „Isabelle hat sowas gesagt.“ Langsam denke ich wirklich, dass ich in einen falschen Film gelandet bin. Was wollen die alle von mir. Bin ich doch in ein anderes Universum gelandet. Isabelle ist wirklich eine böse Schlange. Was hat sie sich nur für eine Geschichte ausgedacht. Irgendwann will keiner mehr mit ihr im Büro sitzen. Dann sage ich plötzlich zu Lukas ohne groß nach zu denken. „Ich bin mit Benedikt seit einer Woche nicht mehr zusammen.“ „Das ist ja noch schlimmer. Wenn mein Vater mit bekommt, das Du Dich mit der Konkurrenz verabredest. Nicht auszudenken, was mein Vater denkt. Höchstwahrscheinlich wirf er Dir vor, dass Du Firmengeheimnisse aus plauderst.“ „Lukas. Du weiss, dass ich es nicht tue.“ „Ja ich weiss es, aber nicht mein Vater. Ich habe meinen Vater gesagt für Dich lege ich die Hand ins Feuer. Isabelle war heute Morgen im Büro meines Vaters. Er rief mich zu sich. Dann hat Isabelle uns diese Geschichte erzählt. Mein Vater glaubt ja wirklich alles was sie sagt. Sorry, mein Vater hat gesagt, ich soll Dich abmahnen.“ Was soll das denn jetzt. Ich muss nachfragen. „Wieso das denn? Ich habe doch gar nichts gemacht. Benedikt ist ja nicht mal bei der Verabredung gewesen. Er hat durch Jonas ausrichten lassen, dass Ben es komplett mit mir beendet. Ich, Idiotin, wollte Benedikt eine Chance geben und ihn erklären lassen. Nur weil Isabelle irgendwas behauptet, willst Du mich abmahnen. Habt ihr Beweise?“ „Nein Beweise haben wir nicht. Aber mein Vater sagt Isabelle ist eine loyale Mitarbeiterin und sagt immer die Wahrheit. Wie loyal bist Du Carolina denn? Beweis es. Eine Möglichkeit gibt es jedenfalls. Es sei denn Du machst mit?“ „Was?“, fragte ich irritiert. Lukas kommt auf mich zu. Bleibt vor mir stehen, schaut mir in die Augen und küsst mich. Isabelle kommt ohne anzuklopfen rein. Ich stoße ihn in den Moment weg. „Das erzähle ich deinem Vater Lukas. Der wird nicht begeistert sein. Wenn Du mit der Informantin deines Konkurrenten ins Bett gehst.“, sagt Isabelle zu uns und rennt raus. „Lukas was soll das? Dein Vater wird Dir den Kopf abreißen. Was für eine Aktion sollte das sein. Willst Du Dir was beweisen?“ „Caro! Ich liebe Dich schon seit dem ersten Tag an. Ich habe erst gedacht, es wäre nur ein Auftrag von Tobi. Aber als wir uns dann persönlich kennengelernt haben, habe ich mich in Dich verliebt. Ich habe nur in deine Augen geschaut und mir war klar, Du bist die Richtige für mich. Dann bist Du Benedikt begegnet und ihr seid zusammen gekommen. Ich habe mich dann von Dir zurückgezogen. Und jetzt steht Ben nicht mehr im Weg. Mein Weg zu deinem Herz ist frei für mich. Der Plan mit Paula hat gut funktioniert.“ Langsam begreife ich. Paula hat Benedikt im Auftrag geküsst. Mit Geld kann man wohl alles kaufen. Gefühle kann man nicht einfach an- und abstellen. Ich lasse es mir nicht anmerken und tue so als ob ich es nicht gehört habe. „Lukas. Ich mag Dich aber nur als Freund. Momentan steht eh alles auf den Kopf. Erst die Sache mit Ben, dann küsst mich Jonas und dann Du. Sorry das ist zu viel für mich. Für eine neue Beziehung bin ich eh nicht bereit. Ich muss erst mit etwas abschießen bevor ich was Neues beginne. Ob ich mit Dir mehr als eine Freundschaft eingehe, steht in den Sternen. Zu diesem Zeitpunkt ist es der reine Wahnsinn. Ich gehe.“ „Was heißt das Caro?“ „Ich verlasse die Firma. Papiere kannst Du zuschicken.“ „Und was ist mit uns. Kannst Du dir das mit mir nicht vorstellen.“ „Ich weiss es nicht und muss mich neu ordnen. Wie gesagt, es steht in den Sternen. Denk doch mal drüber nach. Ich war damals schon nicht in Dich verliebt.“ Als ich die Tür aufmache, renne ich den Seniorchef in die Arme. Dann sagte ich nochmal. „Bitte mache meine Papiere fertig und schicke sie mir zu.“ Ich höre nur Lukas Vater. Er sollte erklären was hier los ist. Die Antwort von Lukas höre ich nicht mehr. Dann gehe ich zum Bahnhof und nehme den nächsten Zug nach Hause. Im Zug treffe ich Marlene. Erst will sie nicht mit mir reden, aber ich sage ihr, das ich unbedingt was erklären muss. Dann hört sie meine Geschichte zu. Marlene starrt mich an und fragt mich dann: „Du bist echt nicht mit Jonas zusammen?“ „Nein, ich liebe Ben. Mir ist klar geworden, dass ich in die Falle getappt bin. Warum Jonas das gemacht hat, keine Ahnung.“ „Jonas liebt Dich. Er wollte nicht wahr haben, dass mein Bruder sich ändern kann. Ben hat sich durch Dich verändert. Jonas konnte es nicht verdauen, das Du mit Ben zusammen warst. Ben hat Dich auch geliebt.“ „Wieso hat?“ „Ben ist bei einen Auslandsprojekt. Er hat sich freiwillig gemeldet. Wenn er mit Dir zusammen war, hat er es immer abgelehnt. Shit. Er ist weg, weil er Dich liebt.“ „Weißt Du wo er ist. Kann ich ihn erreichen?“ „Schlecht. Langsam wird mir was klar. Benedikt konnte nicht verstehen, warum Du Dich in Jonas verliebt hast. Du hast Dich verändert, meinte er zu mir.“ „Ich hatte Stress auf der Arbeit. Ben hatte auch im letzten Monat Geheimnisse vor mir. Er wollte mir nie sagen wohin er geht. Da gar mir der Gedanke, dass er jemand anders kennengelernt hat. Aber wenn er bei mir war, habe ich den Gedanken an die Seite geschoben. Der Gedanke war immer in meinen Kopf. Dann kam die Situation mit Paula.“ „Das heißt, Du dachtest Ben betrügt Dich weil er Geheimnisse vor Dir hat.“ „Ja.“ „Stimmt. Ben war nicht ehrlich zu Dir. Er wollte nicht mir Dir zusammen ziehen.“ Ich unterbreche Marlene.“ „Was heißt das denn jetzt. Hatte er doch eine Andere?“ „Nein. Ben wollte mit Dir zusammen leben als Ehepaar und nicht nur als Liebespaar. An den Abend wollte er Dir einen Heiratsantrag machen und ein Jahr auf Weltreise mit Dir gehen. Er wollte Zeit mit Dir alleine verbringen. Mein Vater hat sogar zugestimmt. Er war begeistert davon, dass sein Sohn sich zu diesem Schritt mit Dir wagt. Mit Dir eine Familie zu gründen. Darum hat er das eine Jahr Auszeit seinen Sohn genehmigt. Darum hat er zu Dir gesagt, Du wirst es bereuen.“ „Ben wollte mich heiraten. Ist das dein Ernst? Du übertreibst.“ „Nein. Er wollte Dich um Dich kämpfen. Aber dann hat er Dich mit Jonas gesehen. Ihr habt Euch geküsst. Ich kam dann auch nicht mehr ran. Er verbot mit Dir zu reden.“ „Deshalb bist Du nicht ans Telefon rangegangen.“ „Ja. Ich wollte mit Dir reden. Irgendwas war total faul an der Sache. Hast Du das nicht auch gedacht.“ „Doch Marlene. Ich dachte schon in wäre im falschen Film oder sogar in einen anderen Universum geschleudert worden.“ Marlene lacht. „Das hat Ben auch gesagt. Genauso. Er denkt er wäre in einen falschen Film gelandet und jeder spielt ihn eine Komödie vor. Oder er wäre es in ein andres Universum geschleudert worden. Ihr seid Euch so ähnlich. Was machst Du jetzt nach den Du deinem Job geschmissen hast?“ „Keine Ahnung.“ Der Zug hält und wir steigen aus. Ich und Marlene beschließen Kontakt zu halten. Am Abend ruft mich Henrieke an. Ich erzähle Ihr alles und sie hat einen Vorschlag. Der ist echt gut. Wir schmieden einen Plan und den setze ich eine Woche später um als alles geklärt ist.

Benedikt

Marlene hat gestern angerufen. Jetzt macht alles einen Sinn. Ich lasse die letzten Wochen durch meinen Kopf gehen. Erst küsst mich eine Fremde und das sieht Lina. Sie will meine Erklärung nicht. Dann sehe ich sie mit Jonas. Die Beiden küssen sich vor meinen Gesicht. Mein Freund sagte vor drei Wochen sie lieben sich. Mein erster Gedanke war, warum ich nichts davon bemerkt hatte. Lina und Jonas würden sich lieben. Ich fühlte mich betrogen und wollte nur weg. Dass ich mich so in Linas Gefühlen getäuscht hatte, konnte ich mir nicht vorstellen. Ich hatte mich auch nicht getäuscht. Meine Gefühle haben sich nicht getäuscht. Man kann doch Gefühle nicht wie auf Knopfdruck ändern. Oder doch? Ich bin genauso auf die Situation herein gefallen wie Carolina. Warum war Carolina so merkwürdig in der letzten Zeit? Verstehen tue ich das nicht. Marlene sagte, Lina hatte Stress. War es nur der Stress? Eigentlich war unser Plan zusammen zu ziehen. Endlich hatte ich sie überzeugt. Meinen Plan habe ich dann weiter gesponnen. Ich wollte nicht nur mit ihr zusammen wohnen sondern als Frau an meiner Seite mit ihr zusammen leben. Die Geheimnisse ihr gegenüber sind nicht der Hit gewesen. Das weiss ich jetzt. So wie ich mich rar gemacht habe in den letzten Wochen vor unserer Trennung. Höchstwahrscheinlich hätte ich das gleiche gedacht, wenn sie das gemacht hätte. Wir müssen das klären. Carolina ist meine große Liebe. Dass ich nach Amerika gehe, war einfach zu voreilig. Ich schicke Lina eine Nachricht. >> Hallo Lina. Können wir reden? Ich bin nächste Woche für ein paar Tage in Deutschland. Bist Du zuhause? Ben << Ich warte auf eine Nachricht. Eine Woche lang schaue ich auf mein Handy. Aber es kommt nichts. Ich packe meine Koffer und fahre zum Flughafen. Vielleicht hat ja Lina eine Idee wie man das Konzept besser umsetzt. Gerade als ich an Lina denke, kommt eine Nachricht von ihr. >>Sorry Ben, das ich mich jetzt erst melde. Ich habe in meinen neuen Job viel um die Ohren. Können wir uns in drei Tagen in Hamburg treffen? Eher schaffe ich es nicht. Lina. << Was macht Lina jetzt wohl. Marlene hat schon gesagt, dass sie nicht mehr bei der Konkurrenz arbeitet. Ich überlege und schreibe ihr zurück. >>Geht klar. << Dass ich sie vermisse sage ich ihr lieber nicht. Wenn schon persönlich. Drei Tage später sitze ich im Restaurant in Hamburg, das Lina vorgeschlagen hat und warte auf sie. Carolina kommt mit Lukas rein. Lina sieht mich und verabschiedet sich bei ihn mit einen Wangenkuss. Dann kommt sie auf mich zu. „Moin Ben.“ „Moin Lina. Bist Du jetzt mit Lukas zusammen? Das ging aber schnell mit Euch. Das hätte ich jetzt nicht erwartet.“ Sie schaut mich verdattert an. „Wie kommst Du auf das schmale Brett?“ „Weil du Lukas auf die Wange geküsst hast.“ „Geht Dich eigentlich nichts an. Aber ich muss Dich enttäuschen, wir sind nicht zusammen. Lukas und ich sind damals schon Freunde gewesen. Dass er sich in mich verliebt, kann ich nichts dafür. Ich liebe ihn nicht und das haben wir eben geklärt als er meine Papiere gebracht hat. Wir haben beschlossen Freunde zu bleiben. Er weiss auch nicht wo ich wohne.“ „Setz Dich bitte.“ Carolina setzt sich mir gegenüber. „Was gibt es?“ „Lass uns erst mal was essen. Dann reden wir.“ Carolina nickt und wir bestellen was? Als das Essen kommt, steht sie plötzlich auf und rennt zur Toilette. Ich renne ihr nach und warte vor der Toilette. Lina kommt raus und sieht blass aus. „Geht es Dir nicht gut?“ „Es geht mir gut Ben. Habe wohl was Falsches gegessen.“ Dann klappt sie zusammen und ich kann sie im letzten Moment auffangen. „Lina Du hast was.“ „Das wird der Stress der letzten Wochen sein.“ „Bist Du Dir da sicher?“ „Ja. Benedikt Burg.“ Sie muss was haben. Aber was? Sie hat doch immer genug Stress gehabt. Oder ist unsere Trennung daran schuld. Schläft sie nicht mehr? Lieber nicht fragen, wenn sie so förmlich wird. „Wollen wir was essen?“ „Ich glaube, ich esse nichts. Aber Du kannst.“ Wir gehen an den Tisch und setzen uns. Ich schaue sie an. „Was ist los Ben?“ „Ich mache mir Sorgen um Dich.“ „Ben es ist bestimmt nichts Schlimmes. Ich lasse mich morgen untersuchen. Beruhigt?“ „Ja. Kannst du mir bei einen Problem helfen?“ Ich hole mein Konzept raus und zeige es ihr. Ich sehe in ihr Gesicht. Sie sieht enttäuscht aus. Eigentlich ist mein Plan, dass wir zusammen neu anfangen. Das Konzept sollte eigentlich eine Brücke sein, um sie ins Boot zu holen und wir uns langsam wieder nähern. Lina erklärt mir was sie anders machen würde. Sie hat echt tolle Ideen. „Carolina Neumann. Könntest Du dir vorstellen mit mir für dieses Projekt nach Amerika zu gehen und mit mir dort neu anzufangen?“ Lina schaut mich an und schüttelt den Kopf. „Du weißt, dass ich Flugangst habe. Ich kann auch nicht hier weg. Mein Job.“ „Der Job, der so stressig ist. Wie es scheint tut der Job Dir nicht gut.“ „Nicht nur das. Ich muss in ein paar Monaten für jemanden da sein. Ich habe es versprochen.“ „Es gibt jemand anders in deinen Leben. Liebst du ihn.“ „Ja. Aber es muss sich noch entwickeln. Das wird dann einfach zu viel für mich. Glaube mir, du willst das nicht. Ich werde Dich immer lieben.“ Dann steht sie auf. „Carolina.“ „Ja.“ Sie dreht sich zu mir um. „Liebst Du mich wirklich?“ „Ja, aber ich will deine Zukunft nicht verbauen.“ Dann verschwindet sie. Was soll das nur heißen? Kurze Zeit treffe ich Lukas. „Sag mal, weißt Du was mit Lina ist.“ „So wie sich benimmt Ben, ist sie schwanger. Ihre Gefühlsausbrüche sind enorm. Aber fragt mich nicht von wem. Das ist Quatsch Ben. Wenn müsstest Du der Vater sein. Das kann ja nicht sein. Ihr seid ja nicht mehr zusammen. Sie würde nie zulassen schwanger zu werden von einem x beliebigen Kerl. Das würde sie nie zulassen. Carolin hat immer gesagt, nur von ihrer großen Liebe will sie Kinder.“ „Danke Lukas für den Tipp.“ Ich renne ihr hinterher und sehe sie nicht mehr. Das wäre eine Erklärung für ihre komischen Gemütszustände in den letzten Wochen. In den nächsten Wochen erreiche ich sie nicht. Ich versuche es immer wieder Auch Marlene erreicht sie nicht. Irgendwann bin ich so unter Stress, dass ich darüber nicht mehr nachdenke. Es liegt viel Arbeit vor mir. Immer diese ganzen Änderungswünsche.

Drei Jahre später

Benedikt

Was mache ich hier eigentlich. Seit drei Wochen bin ich jetzt wieder zuhause. Und was machen meine Eltern. Sie haben Laura und ihre Familie eingeladen mit nach Sylt zu kommen. Es war Mamas Idee nach Sylt zu fahren. Richtig begeistert war sie nicht, als mein Vater Lauras Familie gefragt hat ob sie mitkommen. Es kam mir so vor. Ich habe drei Jahre mit Laura zusammen gearbeitet. Als sich nach einen halben Jahr herausstellte, dass Lauras Vater und mein Vater Geschäftsfreunde waren, versuchten sie mich und Laura zu verkuppeln. Ich weiss ja, dass sie mehr will als ich. Aber immer wenn sie mich an der Hand berührt, denke ich an jemand anders. Irgendwann hatten wir beide ein Gespräch im Restaurant als wir auf einen Kunden warten mussten. Da erzählte sie mir einiges Privates. Auch dass sie mit Lukas einige Zeit zusammen war. Weshalb die Beiden sich getrennt haben, hat sie nicht gesagt. Damals dachte ich nur, ausgerechnet Carolinas ehemaliger Chef. Seit einen Jahr arbeiten Lukas und ich beruflich an einen Projekt zusammen. Zum Glück. Sonst hätte ich mit Laura zusammen arbeiten müssen. Ich weiß nicht, warum die Beiden sich getrennt haben. Jedenfalls giften die Beiden sich ständig an, wenn sie sich über den Weg laufen. Lukas hat nichts erzählt. Laura hat nur schlechte Sachen über ihn erzählt. Ich habe Lukas in der Zeit gut kennengelernt und irgendwas passte nicht zusammen. Wir haben uns angefreundet. Er hat alle Mädels ab gewimmelt, die was von ihm wollten. Früher hat er alles mitgenommen, genauso wie ich, bevor ich Carolina kennen lernte. Lukas sagte mir in Vertrauen, das er seine Traumfrau getroffen hätte. Er würde einen Teufel tun um sie zu verletzen. Besonders weil ein Freund von ihn, ihr Bruder ist. Er glaubt, der Bruder würde ihn den Hals umdrehen. Er schwärmt förmlich von der Frau. Ich wollte wissen, wer sie war. Die Beiden wollten es erstmal geheim halten. Bei Gelegenheit würde ich es erfahren. Dann sind wir auf Carolina gekommen. Ob ich noch Kontakt hätte. Ich verneinte. Er erzählte mir, dass sie ab und zu telefonieren. Dann fragte ich, ob Lukas wüsste wie es Carolina gehen würde. Er antwortete mir dann nur, den Umständen entsprechend gut. Ich fragte, welche Umstände. Lukas winkte ab und sagte lachend, es wäre nur so einen Spruch. Dann schoss mir ein Gedanke durch den Kopf und ich fragte Lukas, ob Carolina seine Traumfrau ist. Er lachte und schüttelte den Kopf. Sie hätte ihr Herz an einen anderen verschenkt. Danach haben wir nie wieder über Lina gesprochen. Aber ich habe viel an sie gedacht. Die Avancen, die Laura mir macht, prallen nett und höflich ab. Jetzt sitzt sie mit ihren Eltern und meinen Eltern am Tisch. Das gefällt mir gar nicht. Besonders weil sie zu unseren Eltern sagt, das unsere gemeinsame Zukunft super wird. Was soll der scheiss? Carolina wo bist Du nur. Rette mich. Halt. Warum denke ich jetzt gerade an sie. Ich schaue in die Runde und sehe in das Gesicht meiner Mutter Clarissa. Sie strahlt mich an. Dann springe ich auf. „Ich muss noch arbeiten.“ „Nimm Laura mit. Spann sie in dein Projekt ein. Wenn ihr bald zusammen wohnt, dann lässt sich das eh nicht vermeiden.“, sagt mein Vater. Wie zusammen wohnen? Habe ich was verpasst? Ich will mit Laura nicht zusammen wohnen. In welchen falschen Film bin ich jetzt denn. „Nein Paps.“ Dann ich schaue grimmig in Lauras Richtung und rede weiter. „Ich arbeite mit Lukas an dem Projekt zusammen. Lukas akzeptiert meine Vorschläge nicht, wenn er weiss, dass sie von Laura kommen. Laura weißt das und ich will nicht das Lukas sie verletzt. Er will Henrieke fragen, ob sie Lust und Zeit hat. Wir wollen gleich noch telefonieren und Laura stört nur dabei.“ Lauras Vater Hermann sieht erst mich und dann die Anderen an. „Ich will ja nichts Schlechtes über Leute sagen. Aber bei Lukas muss ich es tun. Lukas ist echt ein Mistkerl. Kurz vor der Hochzeit lässt er Laura sitzen, weil er sich in jemand anders verliebt hat. Bist Du sicher, dass du mit ihn zusammen arbeiten willst? Er ist aus der Firma von seinen Vater ausgestiegen. Seit dem ist er nie wieder zuhause gewesen.“ Was ist bloß passiert? „Ja, ich will mit ihm zusammen arbeiten. Das kann jeden passieren. Plötzlich fest zustellen, dass man jemand anders liebt. Besser vor der Hochzeit als nach der Hochzeit. Und wenn es jetzt dann für mich heißt, dass mein Vater mich aus der Firma schmeißt. Dann ist es ebenso. Meine Ex-Verlobte Carolina hat bei ihm viel gelernt. Wir hätten sie gut in der Firma gebrauchen können.“ Ich musste jetzt Ex-Verlobte sagen. Nicht Ex-Freundin. Ich glaube wir waren wesentlich weiter als nur ein Liebespaar. Wir waren schon fast wie ein eingespieltes Ehepaar. „Denke nicht mehr an sie. Carolina hat Dich mit Jonas und Lukas betrogen.“, erwidert mein Vater darauf. „Hat sie nicht. Genauso wie Benedikt sie nicht mit mir betrogen hat. Übrigens ich bin Paula.“ Ich drehe mich und sehe in die Augen der Fremden. Es dämmert mir. Sie hat mich damals geküsst. „Wer bist du?“, frage ich. „Das ist Lukas Schwester. Soll ich dir noch was sagen Benni. Lukas hat sie angestiftet. So fein ist Lukas nicht. Du vertraust Lukas?“, antwortet Laura. Das meinte Lukas bezüglich des Kusses zwischen mir und der Fremden. Es wäre Eifersucht im Spiel gewesen. Darum hat er gesagt, es tut ihn leid. Seine Schwester hätte mich nicht küssen dürfen. Lukas hat sie damals geliebt. „Super wenn wir schon bei der Wahrheit sind. Benedikt hasst den Namen Benni. Soll ich Ben die Wahrheit über Dich erzählen?“, fragt Paula sie. „Schönen Abend noch.“ Ohne eine Antwort ab zu warten, renne ich raus. Aber wohin. Ich muss hier weg um einen klaren Gedanken zu fassen. Erstmal zum Strand. Am Strand angelangt, frage ich mich wo hin jetzt. Sansibar. Guter Einfall. Ich gehe am Strand lang. Irgendwann bleibe ich stehen und sehe aufs Meer. Warum hat Lukas davon nichts erzählt? Nur das seine Schwester mich geküsst hat und er sehen wollte, wie Carolina reagiert. War Carolina oder er eifersüchtig? Ist die Geschichte mit Carolina auch eine Lüge? Ich höre lautes Lachen und drehe mich um. Dann sehe ich meine Schwester mit Lukas. Sie kommen nicht auf mich zu sondern gehen auf eine junge Frau mit Kind zu. Die Frau kommt mir bekannt vor. Marlene nimmt das Kind hoch und wirbelt es rum als ob es ihr eigenes wäre. Habe ich was verpasst? Warum küsst Lukas Marlene. In Gedanken versunken merke ich nicht, dass sich jemand neben mich gestellt hat. „Schönes Bild oder Benedikt.“ Ich erschrecke mich. „Mama was machst Du hier?“ „Ich kenne Dich. Als Du dann noch gesagt hast, dass Du mit Lukas telefonieren wolltest, wusste ich dass Du lügst. Dann hast Du Carolina verteidigt. Als Paula auf einmal da stand, wusste ich es eskaliert. Und wenn wir damals auf Sylt waren und Du Ruhe haben wolltest, gingst Du an den Strand um nach zudenken. Als Marlene eben anrief, bin ich auch gegangen. Ich habe mir eine Ausrede einfallen lassen. Nun bin ich auf den Weg zu Marlene und Lukas. Die Diskussion im Restaurant war mir zu anstrengend.“ „Hat Marlene ein Kind?“ „Nein. Komm mit. Lukas und Marlene müssen Dir es erklären. Henrieke ist mit Max auch da.“ „Heißt das Kind Max?“ „Ja. Ganz Süß wie sein Vater. Findest Du nicht auch?“ Ich war irritiert. „Warum wusstest Du dass ich lüge?“ „Weil Du nicht wusste, das Lukas hier ist. Meine Idee war es mit Sylt. Dass dein Vater noch Familie Wegener eingeladen hat, finde ich nicht so toll. Ich gehe jetzt. Die Geheimnisse müssen aufhören.“ „Geh ruhig Mama.“ Clarissa geht und ich sehe ihr nach. Ich beobachte die Gruppe. Warum findet sie die Idee von Paps nicht so toll und welche Geheimnisse meint sie? Dann winkt mir Marlene zu und zeigt mir an, dass ich kommen soll. Okay was kann ich schon verlieren. Ich gehe hin. „Hallo Bruderherz.“ „Hallo Marlene.“ Dann drehe ich mich zu Lukas um. „Hallo Lukas. Was machst Du hier?“ „Meine Traumfrau heiraten.“ Ich drehe mich um. „Rieke heiratest du Lukas? Ist das euer Kind?“ Henrieke fängt an zu lachen und schüttelt den Kopf. „Du weißt gar nichts, oder Ben?“, fragt Henrieke. „Schatz. Du muss meinen Bruder aufklären.“, erwidert Marlene. „Du und Lukas wollt heiraten?“ Meine Schwester nickt. Jonas kommt auf uns zu. „Hallo.“ „Hallo Jonas.“, sagen alle. Ich schaue alle verdattert an. In welchen Film bin ich jetzt. Jonas küsst Henrieke. „So Jonas. Ich glaube Du und Lukas habt euren Freund was zu erklären.“, sagt Henrieke. „Ich gehe mit Max, Marlene und Clarissa ins Hotel. Und ihr klärt das jetzt. Verstanden?“ Die Mädels gehen mit meiner Mutter in Schlepptau los in die andere Richtung. Ich schaue Jonas und Lukas an. „Was ist los?“, frage ich die Beiden. „Henrike und Marlene haben Recht. Es wird Zeit klare Verhältnisse zu schaffen.“ Dann gingen wir zu Sansibar.

Das Gespräch

Wir sitzen in der Sansibar. „Ben. Ich weiss gar nicht wie ich anfangen soll.“ „Ach Lukas. Soll ich anfangen Ben es zu erklären?“ „Nein. ich muss anfangen.“ „Also was ist los? Habt Ihr was versprochen?“, frage ich. „Nein. Nicht direkt. Ich wollte eigentlich Dich und Carolina aus einander bringen. Meine Schwester Paula fand die Idee sowieso Scheisse. Aber als meine Schwester Dich gesehen hat, hat sie mitgespielt. Jedenfalls sagte mir Paula später, dass Du nie auf die Masche reingefallen wärst. Sie dachte erst, dass der Plan funktioniert hätte. Dann hast Du sie so runtergemacht. Paula sagte dann, Du liebst Carolina wirklich. Jedenfalls hatte ich die Hoffnung schon begraben bis Carolina in meinen Büro war. Sie sagte, dass ihr nicht mehr zusammen seid. Ich ging zu ihr und küsste sie. Dann hat sie mir ordentlich eine Predigt gehalten und ist gegangen. Sie hat Dich geliebt. Carolina hat mir das sogar mit Jonas erzählt. Sie hat einfach nicht verstanden, warum wir sie alle lieben. Später habe ich mit Carolina telefoniert, weil in den Papieren ein Fehler drin war. Wo sie war wusste ich nicht. Henrieke hat mir auch nichts verraten. Deine Schwester wusste nicht wo sie war. Carolina meldete sich dann bei mir und wir trafen uns in Hamburg. Wo wir uns auch begegnet sind. So, jetzt muss Jonas den ersten Teil seiner Geschichte erzählen.“ Ich sehe zu Jonas rüber. „Wie soll ich anfangen. Ich war sauer, weil Du mir meine Liebe vor der Nase weggenommen hast. Dann kam die Szene mit Paula und ich wusste, dass ich jetzt die Chance hatte Carolina zu bekommen. Du hast mir erzählt, dass Du dich mit Paula treffen wolltest. Carolina habe ich erzählt, das Du nichts mehr von ihr willst. Erst sah mich deine Schwester als ich Carolina küsste. Beim zweiten Mal sah ich Dich. Mein Plan ging auf. Jedenfalls war Carolina total durch den Wind. Ich habe ihr später die Geschichte erzählt als ich sie im Café, durch Zufall, wieder getroffen hatte. Du warst da schon das erste Mal in Amerika. Carolina hat mir gesagt, dass sie Dich noch liebt. Du wärst weg. Jedenfalls als Du mit ihr reden wolltest, hat sie mich angerufen und um Rat gefragt. Ich sagte, sie soll mit Dir reden. Später erzählte mir Carolina, sie konnte Dir nicht die Wahrheit sagen. Du hast gesehen, dass er ihr schlecht ging. Du hast Dir Sorgen gemacht. Aber sie wollte nicht, das Du wegen ihr alles hinschmeißt.“ „Ja, was ist denn jetzt mit Carolina?“ „Tja, das muss sie Dir wohl selber sagen. Jedenfalls wäre sie nicht nach Sylt gegangen und hätte Henrieke auch nicht nach ein paar Monaten in der Firma meines Vaters den Job geschmissen, dann wüsste ich nicht mal, dass sie hier ist. Henriekes Tante und Onkel haben ein Hotel in Rantum. Urgemütlich.“ „Wie bist Du mit meiner Schwester zusammen gekommen?“ „Sie ist mit Jonas in das Hotel gefahren, weil Jonas mit Henrieke Kontakt hatte. Keiner von Beiden wusste, das Carolina sich in dem Hotel befindet. Jedenfalls wollte Rieke, das sie sich durch Zufall treffen. Carolina hätte nie dem Plan zugestimmt. Dann kam der Tag X. Als Marlene Carolina sah, war ihr klar, warum sie damals im Hamburg gegenüber Dir so reagiert hatte. Jedenfalls haben ich und deiner Schwester uns super unterhalten. Langsam verstand ich auch was Carolina an Dir fand. Wir hatten ja beide nichts von der Bettkante geschubst. Erst als Du Carolina kennengelernt hast, wurdest Du ruhiger. Marlene hat mir das auch gesagt. Ich hatte echt gedacht, Du spielst mit Carolina. Es war nicht der Fall. Ich wollte sie vor Dir schützen. Seit ich sie kennengelernt habe, wusste ich nur, ich muss mein Leben ändern.“ „Ja, das habe ich auch gedacht. Erst als es aus Wochen zwei Jahre wurde, wusste ich, ich könnte Euch nie auseinander bringen.“ „Jonas. Du hast Carolina geliebt?“ „Ja, verdammt. Du warst mein bester Freund. Sorry. Henrieke hat mir ganz offen die Meinung gegeigt und so habe ich mich in sie verliebt. Ich habe festgestellt, dass wir viele gemeinsame Interessen haben.“ „Jedenfalls verbindet Dich und Carolina wesentlich mehr als wir damals dachten. Du hast seit dem keine Frau mehr gehabt. Ich habe es nur von deiner Mutter gehört, das Laura Wegener sich an Dich ran schmeißt. Deine Mutter heißt das nicht gut, weil Du eine andere Mission hast.“ „Welche Mission?“ „Mein Trauzeuge sein zum Beispiel.“ „Du und Marlene wollt wirklich heiraten?“ „Ja. Ich liebe deine Schwester schon lange. Kurz vorher hatte ich eine Liaison mit Laura Wegener. Sie hat mir Avancen gemacht und ich bin drauf eingegangen bis ich heraus bekam was sie vorhatte. Deine Mutter weißt es. Jedenfalls kennt deine Mutter mich ganz gut. Jedenfalls als mein Vater mitbekommen hat, das ich Laura nicht heiraten werde, wurde er sauer. Wir hatten einen Streit. Dann bin ich gegangen. Henrieke sagte mir, das ihre Tante ein Hotel auf Sylt hatte. Ich sollte mich erholen. Dann habe ich erst Carolina getroffen und dann deine Schwester. Kurze Zeit später tauchte dann Henrieke auf. Mein Vater soll getobt haben. Jedenfalls schrieb ich ihn, dass ich aus seiner Firma aussteige. Deswegen konnte ich auch Projekte machen, die ich vorher nicht machen konnte. Als ich sah, das Dich Laura umgarnte.“ „Was meinst Du?“ „Sie hat Dir geschmeichelt wo sie nur konnte und Du hast sie gewaltig abblitzen lassen. Solange ich mit Dir arbeite, kann sie nicht um Dich rum schwänzeln. Deine Schwester hat gesagt, ich soll auf Dich aufpassen.“ „Was ist denn jetzt mit Laura überhaupt? Sie geht mir ganz schön auf den Zeiger.“ „Ich habe rausgefunden, dass Lauras Eltern pleite sind und Laura soll sich einen reichen Mann angeln.“ „Verstehe. Deshalb hast Du dich um die gleichen Projekte wie ich beworben. Deine Traumfrau ist meine Schwester. Ich dachte Carolina.“ Lukas lacht. „Genau. Marlene passt wesentlich besser zu mir als Carolina.“ „Was meintest Du damit, sie hätte ihr Herz schon an jemand anders vergeben.“ „Wollen wir so sagen, eher an zwei Männer mit Herz.“ „Was soll das jetzt heißen?“ „Finde es raus Ben.“ „Hast Du deinen Vater das gesagt mit Laura.“ „Nein, er wollte es nicht hören.“ „Was hast Du meiner Mutter erzählt?“ „Das ich Marlene liebe und heiraten werden. Dann will ich ganz viele Kinder mit ihr, dass …“ Lukas stockte. „Was meinst Du mit dem?“ „Schon gut. Jedenfalls weiss deine Mutter, was mit Laura los ist. Dein Vater hat nur gehört, dass ich und mein Vater zerstritten sind. Er weiss nicht, dass wir in eine Woche heiraten. Deshalb wollte sie Dich und dein Vater hier her lotsen. Dass sie gleich Familie Wegener mit im Gepäck hatte, schmeckte mir und Marlene auch nicht. Deshalb hat Marlene deine Mutter angerufen und ist bei dem Essen nicht erschienen.“ „Momentmal wolltet ihr auch dabei sein.“ „Ja, aber deine Mutter sagte nur Familie Wegener kommt mit.“ „Meine Mutter passt es auch nicht. Jedenfalls müssen wir sie loswerden. Die Familie wird Euch eure Hochzeit nicht verderben. Deshalb ist auch Paula da?“ „Ja. Das nächste Problem.“ „Was meinst Du?“ „Sie hat sich was in Kopf gesetzt. Aber das bekommt sie nie in einer Woche hin.“ „Was meinst Du?“ „Ich verrate schon viel zu viel.“ „Leute jetzt erzählt schon.“ Beide schüttelten den Kopf. „Kommst Du noch mit ins Hotel Ben? Die haben bestimmt noch ein Zimmer frei. Deinen Vater solltest Du heute bestimmt nicht über den Weg laufen. Gegeben falls passt Du auf Max auf.“ „Können die Eltern nicht aufpassen.“ „Sein Mutter muss arbeiten und sein Vater ist ein Volltrottel.“ „Echt ein Vollpfosten.“ „Ja, er versteht immer nur Bahnhof.“ Dann stehen wir auf und schlenderten ins Hotel. Wir erzählen uns Anekdoten.

Im Hotel war es schon sehr ruhig. Ich schaue auf die Uhr. Fast null Uhr. Wir gehen zur Rezeption und klingeln. Die Beiden lehnen sich an die Rezeption und ich schaue währenddessen im Raum umher. „Na, eure Schlüssel vergessen?“ Die Stimme kenne ich und drehe mich um. Carolina steht vor mir. „Nein. Der junge Mann braucht ein Notquartier.“ Carolina schaut mich an. „Ben. Du brauchst ein Notquartier. Was ist passiert? Rausgeschmissen von deinen Vater?“ Was sage ich nur. „Sein Vater ist wütend auf ihn. Ist Clarissa noch da?“ „Ja, sie ist …“ Sie stockte. „Wo ist meine Mutter?“ „Mit einen jungen Mann zusammen und erklärt ihn gerade das Himmelszelt.“ „Bei Max?“ „So zusagen. Sie hat es angeboten, weil seine Mutter arbeiten muss.“ „Wir gehen jetzt. Ben Du kommst bestimmt alleine klar. Jonas muss sowieso in den Privatbereich und ich gehe zu Marlene.“ „Ja, ich komme klar.“ Dann gehen die Beiden. „Ben. Wir haben leider kein Zimmer mehr.“ „Schade.“ Ich wende mich ab und gehe zum Ausgang. „Stopp.“ „Was ist Carolina?“ „Du kannst gerne hier hinten in den Zimmer mit schlafen. Ich muss sowieso ständig aufspringen. Heute ist ein Fest in Westerland.“ Sie zeigte mir die kleine Liege im Zimmer. „Und Du?“ „Ich setze mich auf den Sessel. Dann bin ich schneller an der Rezeption. Normalerweise mache ich kein Nachdienst. Aber Simon ist beim Fest und macht da Werbung für das Hotel. Henrieke ist auch dort. Also trifft Jonas sie gar nicht an.“ „Darf ich Dich mal was fragen.“ „Ja.“ „Hast Du mittlerweile zwei Männer in dein Herz geschlossen.“ Ich sehe wie Carolinas Gehirn nachdenkt. „Wie kommst Du darauf?“ „Weil Lukas das gesagt hat.“ „Ich weiss nicht so genau.“ Dann schauen wir uns in die Augen. Ich habe das Bedürfnis sie zu küssen. Sie merkt es und dreht sich weg. „Leg Dich hin.“ „Können wir uns noch mal treffen? Morgen vielleicht. Wir müssen reden. Warum bist Du mit mir nicht in die USA gegangen? Ich hätte Dich mitgenommen. Du warst damals alles für mich. Ich wollte Dich in den USA überzeugen. Und wenn Dich das nicht überzeugt hätte, dann hätte ich Dich geheiratet und hätten viele Kinder bekommen.“ „So ein Quatsch. Wir konnten es nicht mehr kitten. Mein Herz gehörte schon jemand anders. Auf Sylt habe ich meine Liebe gefunden.“ „Okay.“ Ich lege mich hin und schlafe ein. Mitten in der Nacht höre ich zwei Stimmen. „Warum sagst Du Ben nicht, das Du ihn liebst und warum es nicht mehr zu kitten war. Na klar ist das was zum Kitten.“ „Du willst doch nur mit Simon zusammen sein. Weißt das Simon?“ „Nein. Ich muss erst Dich aus den Weg schaffen.“ „Paula.“ „Ja.“ „Er liebt Dich nicht.“ „Liebt er Dich?“ „Keine Ahnung. Wir wohnen zusammen und er ist mir eine gute Stütze in der Pflege eines Mannes.“ „Kann das Ben nicht übernehmen. Er hat den Unfall mit verursacht. Lieber Ben in Unklaren lassen. Es tut mir echt leid, dass ich ihn geküsst habe. Es war eine Scheissaktion. Deshalb willst Du nicht, das ich mit Simon zusammen komme.“ „Paula. Es nicht nur das. Simon sagt mir immer, wie sehr er mich mag. Er schaut mich genauso wie Ben an. Aber ich liebe Simon nicht. Er weiss es. Vielleicht heirate ich ihn doch. Dann hört jedenfalls das Gerede auf.“ „Tu es nicht.“ „Ist doch mein Bier nicht deins.“ Dann wird es still und ich schlafe wieder ein. In meinen Traum kommt Carolina in mein Zimmer. Sie küsst mich und sagt ich werde Dich immer lieben. Aber wir müssen Abschied nehmen von der Vergangenheit. Es wird nie wie früher sein.“ Ich will im Traum nach ihr greifen. „Ben. Es ist vorbei.“ Dann verschwindet sie. Am nächsten Morgen bin ich wie gerädert. Wo bin ich. Ein junger Mann kommt rein. „Moin. Du muss der Gast sein, den Lu hier einquartiert hat. Ich heiße Simon.“ Shit. Der Typ aus Carolinas Wohnung. „Moin Simon.“ „Wir berechnen nichts dafür. Ist doch Ehrensache. Du hast mir die wundervollste Frau vorbei geschickt. Sie ist mein Engel.“ „Von wen redest Du?“ „Von Lu?“ „Wer ist Lu?“ „Carolina Luisa. Ich nenne sie nur Lu.“ „Wohnt Ihr zusammen?“ „Ja, wir haben sogar ein Kind.“ „Ist Max euer Kind.“ „So zu sagen.“ Mist. Sie hat ein Kind mit Simon. Jonas kommt um die Ecke. Simon geht raus. „Moin. Ben.“ „Moin. Jonas. Wusste Du das Carolina ein Kind hat.“ „Jip.“ „Simon ist der Vater?“ Jonas schaut mich erstaunt an. „Sag wer?“ „Simon.“ „Soso. Da hat er eine Tatsache wohl ganz verdrängt.“ „Was heißt das?“ Jonas weicht mir aus. „Steh auf. Marlene und Lukas warten schon auf uns. Henrieke muss arbeiten.“ Wir gehen an den Tisch. Meine Mutter hält Max im Arm und gibt ihn mir. „Gewöhn Dich schon mal dran.“ „Wie Marlene bekommt ein Kind?“ Marlene sieht mich an. „Woher weißt Du das denn schon wieder?“ „Wenn Mama sagt, gewöhne Dich schon mal dran.“ Plötzlich steht mein Vater wütend hinter uns. „Wie? Marlene ist von den Typ schwanger.“ „Ja, auch. Aber dieses Kind hier solltest Du Dir genauer mal anschauen.“ Mein Vater nimmt das Kind und schaut sich es genau an. Dann kommt Carolina an und geht auf meinen Vater zu. „Darf ich mein Kind Max haben. Ihr seid echt tolle Freunde. Es sollte nie einer erfahren?“ Carolina rennt raus. „Gratuliere Sohn. Jetzt verstehe ich warum Du Laura nicht heiraten willst. Du hast schon eine Familie.“ „Ich habe keine Familie. Das ist Simons Sohn.“ „Wie jetzt. Marlene sagt auch was. Hat Carolina uns angelogen?“ „Lukas. Das glaube ich nicht. Aber ich denke mein Bruder ist auf einen gewaltigen Holzpfad.“ Mein Vater sieht mir komisch an. „Jetzt mal ehrlich. Als meine Frau gestern angerufen hat und mir die Situation mit Lauras Eltern erklärt hat, dachte ich es wäre ein Scherz. Dann habe ich Internet nachgeprüft. Du hast Recht Clarissa. Wenn ich jetzt Ben so ansehe, weiss er von seinen Glück nicht. Einen Teil für die Familie hat er schon in die Wege geleitet. Aber macht man das nicht erst nach der Hochzeit? Oder ist er schon verheiratet?“ „Paps. Was meinst Du?“ „Hast Du schon mal Max angeschaut. Er ist dein Ebenbild als Du so alt warst wie er.“ „Max ist mein Sohn?“ „Glaube schon mein Sohn.“ „Sie hat sich in einen Mann auf Sylt verliebt.“ „Ja Bruderherz. Sie wollte nur sagen, dass sich jemand in ihr Herz geschlichen hat ohne dass sie es ahnte. Als Carolina auf Sylt war, war sie im dritten Monat schwanger. Jetzt sag mir nur nicht, sie hat Dich betrogen. Du hast selber gesagt, sie hat Gemütsschwankungen. Im Hamburg wollte sie Dir nur sagen, dass sie schwanger ist. Aber als Du mit deinen Plänen anfingst, wusste sie, das sie Dich nicht dran hindern kann fort zugehen.“ „Verdammt. Ich habe es damals nicht verstanden. Lukas hat auch so eine Vermutung in Hamburg geäußert. Dann habe ich versucht sie zu erreichen. Irgendwann war ich so in Stress, das ich gar nicht mehr dran gedacht habe. Ich bin echt ein Volltrottel. Noch besser gesagt ein Vollpfosten.“ „Na, siehst Du es endlich ein Ben. Wirst Du jetzt mein Trauzeuge oder nicht?“ „Schauen wir mal. Ich habe erst eine Mission zu erfüllen.

Carolina

Ich sitze hier im Wohnzimmer und denke nach. Max spielt heute zum Glück mal in seinen Zimmer. Warum hatte Bens Vater Hans Max auf den Arm. Was läuft hier falsch. Eigentlich heißt Max ja Maximilian. Marlene meinte damals, das wäre fatal. Ihr Opa heißt Maximilian. Ich habe ihn so getaucht aber seit Anfang an Max genommen. Warum habe ich bloß den Namen genommen. Simon kommt nach Hause. „Hallo süße Schnecke. Wo ist Max?“ „Im Zimmer. Nenn mich nicht immer Schnecke.“ Simon grinst. „Eine Frage. Ist Ben der Vater von Max?“ Ich nicke. „Liebst Du ihn noch?“ „Nein, glaube nicht. Aber wenn Du auf die Frage hinaus willst, ob ich Dich liebe. Da muss ich auch Nein sagen. Du weißt. Wir sind nur gute Freunde.“ „Ja, ich weiss. Ich liebe Dich ja und deshalb bedränge ich Dich nicht.“ „Simon. Spielst Du solange mein festen Freund bis Ben wieder weg ist?“ „Wieso. Glaubst Du etwa, dass Du dich in wieder verliebst?“ „Das nicht. Wenn Ben rausbekommt, das er der Vater ist. Kaum auszumalen.“ „Was meinst Du?“ „Er wird bestimmt Max wegnehmen.“ „Kein Problem.“ Es klingelt an der Tür. Simon geht zur Tür und öffnet sie. Ich lausche. „Nein. Lu ist nicht da. Sie wollte zum Strand hat. Carolina hat es mir per SMS geschickt. Dann schließt er die Tür. „Wer war es?“ „Benedikt.“ „Danke.“, sage ich ihn und gebe Simon einen Kuss auf die Wange. „Wenn Du das immer machst, helfe ich Dir gerne.“ Ich buffe Simon an. Max kommt rein. „Papa.“ Simon geht auf ihn zu. „Du nennst mich Papa?“ Max schüttelt den Kopf und geht zum Fenster. Simon folgt ihn und schaut raus. „Benedikt steht draußen.“ „Der geht gleich. Ich lege mich einen Moment hin.“ Dann gehe ich in mein Zimmer. Wir müssen uns echt was überlegen. Maximilian braucht sein eigenes Zimmer. Dann schlafe ich ein. Mitten in der Nacht wache ich auf. Max liegt in meinem Zimmer und in der Wohnung ist es sehr ruhig. Simon ist arbeiten. Ich stehe auf und gehe ins Wohnzimmer. Plötzlich klingelt es an der Tür. Henrieke ist draußen. „Hallo Süße. Wo warst Du den ganzen Tag?“, fragt mich Rieke. „Ich habe geschlafen.“ „Warum gehst Du Ben aus dem Weg?“ „Es ist besser so. Simon und ich sind zusammen.“ Ich muss das jetzt glaubhaft rüberbringen. Sonst glaubt sie mir das nicht. „Du und Simon?“ „Ja.“ Es klingelt an der Tür. Ich gehe hin. Tobias und meine sechs Jahre ältere Schwester steht vor der Tür. „Hallo Tobias. Hallo Emilia“ „Hallo Süße.“ , sagt Tobi zu mir. „Nach kleine Schwester? Schon einen Ehestreit?“ „Was soll das denn heißen. Ich bin nicht verheiratet.“ „Tobi was erzählst Du mir von unserer Schwester?“ „Es ist aber so.“ „Das ist Quatsch.“ Mir kommt eine Situation in den Sinn als wir für zwei Wochen in Amerika waren. Ein Kunde von Ben hat ihn mit Begleitung eingeladen nach Las Vegas zu kommen. „Lina. Ich muss jetzt gehen. Jonas wird mir den Kopf abreißen, wenn ich nicht pünktlich komme.“ „Rieke. Du willst gehen?“ „Ja, Du hast ja Besuch. Aber das mit Simon und der Heirat muss Du mir erklären.“ „Welche Heirat?“ Henrieke geht. „Tobi. Mit wen bin ich verheiratet?“ „Mit Ben. Ich habe damals die Papiere aus Las Vegas gefunden als Du in die andere Wohnung gezogen bist. Jedenfalls habe ich gedacht, Ihr habt es vergessen und habe sie an das Amt geschickt.“ „Was hast Du getan?“ „Die Heiratspapiere aus Las Vegas zum Amt geschickt.“ „Ohne mich zu fragen?“ „Ja. Ich habe gedacht, ihr würdet dann schon Post bekommen und uns das beichten.“ „Mensch, das war doch nur Scherz.“ „Hast Du Post bekommen?“ „Nein.“ „Dann dürftest Du auch nicht verheiratet sein. Bloß als Marlene beim Standesamt auf Sylt angefragt hat, fragt er gleich, ob sie auch schon verheiratet seid.“ „Wie kam er darauf?“ „Weil sie Ben als Trauzeuge angegeben hat. Der Standesbeamte erzählte, dass Benedikt wegen eines Heiratstermins angefragt hat. Als er dann geprüft hat, stellte er fest dass Ben verheiratet ist. Entweder er hat jemand anders geheiratet oder die Papiere sind anerkannt worden. Jedenfalls hat dann Marlene nachgeforscht. Sie will nicht, das Du Simon heiratest um ihn zu helfen.“ „Ich will Simon nicht heiraten.“ „Warum fragt Simon aber beim Standesamt nach wegen einen Standesamt Termin.“ „Keine Ahnung. Wann hat er das denn gemacht?“ „Vor einer Woche.“ „Hallo Ihr Beiden. Ich bin auch nicht da. Tobias wer ist denn jetzt mein Halbbruder.“ „Ja, Bruderherz. Das wüsste ich auch gerne. Mama hat nie was verraten.“ „Ben ist dein Schwager und Bruder. Wenn das mit der Heirat stimmt.“ „Sorry Ihr Beiden. Ich muss eine Runde sparzieren gehen.“, sagt Emilia und geht. „Mit wem ist Ben denn verheiratet.“ „Das ist es ja mit einer Carolina Luisa.“ Es klingelt wieder an der Tür. „Schwester ich gehe an die Tür. Es ist bestimmt Emilia.“ Tobias steht auf. Ich gehe in die Küche und koche eine heiße Schokolade für uns drei. Dann höre ich eine Stimme, die mir sehr bekannt vorkommt. „Wir müssen reden Carolina.“ Ich drehe mich um und Benedikt steht im Türrahmen. „Über was?“ „Vielleicht über uns.“ Er kommt näher. „Darf ich auch eine Tasse heiße Schokolade. Dein Bruder ist weg.“ „Ja. Geh schon mal ins Wohnzimmer.“ Ben wird so lange keine Ruhe geben bis er eine Antwort gibt. Benedikt geht ins Wohnzimmer und ich folge ihn. „Hey Du kleiner Mann.“, höre ich Ben sagen. „Bist Du noch nicht im Bett.“ „Papa.“ „Ich bin nicht dein Papa.“ Leugnen konnte er schon immer. Benedikt nimmt Max auf den Schoss. „Ist Simon dein Papa?“ Maximilian schüttelt den Kopf und zeigt auf Ben. „Also Carolina Luisa Neumann. Was hat das zu bedeuten.“ „Das ist ein Wunschgedanke von Max. Er denkt sich öfters so was aus.“ Dann nehme ich Max und bringe ihn ins Bett. Als ich wieder ins Wohnzimmer komme, blicke ich ihn in die Augen. „Marlene sagt, wir sind verheiratet. Weißt Du da was davon?“ „Ben.“ „Ja.“ Tobias hat die Papiere aus Las Vegas an das Amt geschickt. Hast Du Post bekommen.“ „Doch. Aber ich die Post vom Standesamt in den Papierkorb geschmissen. Es war doch nur Spaß in Las Vegas. Solange wir es nicht einreichen und wir es bestätigen, sind wir nicht verheiratet.“ „Aber wenn der Fall jetzt doch eingetreten ist.“ „Dann brauche ich Dich ja nicht mehr heiraten.“ „Ben. Ich meine es ernst. Lass uns die Scheidung einreichen.“ „Wenn ich aber die Scheidung nicht möchte?“ „Tja. Da Du nicht hier wohnst, müsste es eine Leichtigkeit sein die Scheidung einzureichen.“ „Momentmal. Was ist mit Max. Offiziell wäre ich ja dann sein Vater.“ Shit daran habe ich gar nicht gedacht. „Woher willst Du wissen, dass Simon nicht der Vater ist.“ „Er kann ja der Erzeuger sein, aber vor dem Recht bin ich der Vater.“ Er kommt meinen Gesicht nahe. Ich will ihn küssen, aber Ben zieht sich zurück. Verdammt was soll das. „Ich muss. Dann reiche ich morgen die Scheidung ein, damit Du Simon heiraten kannst.“ Benedikt steht auf und lässt mich alleine. Ich setze mich aufs Sofa und lasse mir Las Vegas durch den Kopf gehen. Wer war damals auf die verrückte Idee gekommen. Ben oder ich? Ich glaube, wir beide. Es sollte doch nur Spaß ein. Simon kommt. „Na, was ist los Baby.“ „Nichts.“ „Na nichts sieht es mir nicht aus. Ich habe heute eine tolle Frau kennen gelernt. Du willst mich ja nicht. Die Frau hat Verständnis dafür, dass ich einer Freundin helfe. Danach wollen wir uns noch mal treffen. Jetzt verstehe ich Dich auch, warum Du nichts von mir willst. So ein Gefühl wie ich es bei Ihr habe, habe ich noch nie gehabt.“ „Von wem redest Du? Etwa von Paula.“ „Nein von einen lieben Gast von uns.“ „Simon. Warst Du beim Standesamt?“ „Ja?“ „Warum?“ „Ich wollte Dich heiraten aber seit heute nicht mehr.“ „Was ist passiert? Hast Du Dich verliebt.“ „Ja. Ich hätte Dich auch nicht heiraten können?“ „Wieso nicht?“ „Du bist verheiratet. Warum sagst Du mir das denn nicht. Der Skandal ist perfekt. Ich liebe eine verheiratete Frau. Lässt Du Dich jetzt scheiden für mich?“ „Für Dich nicht. Aber für mich. Ich wusste nicht, dass ich verheiratet bin. Jetzt will ich meine Freiheit haben. Trotz dass ich das Eheleben nicht praktiziert habe.“ Es klingelt. „Heute geht es wie auf einen Bahnhof zu.“ Simon steht auf und Emilia kommt rein. „Darf ich vorstellen. Meine Mitbewohnerin.“ Emilia unterbringt ihn. „Simon, ich kenne sie schon.“ „Von wen?“ „Sie ist meine Schwester.“ „Warum hast Du einen anderen Nachnamen?“ „Weil ich den Mädchennamen meiner Mutter habe. Es hat sich sogar rausgestellt, dass ich mit Ben und Caro etwas gemeinsam habe. Sie sind meine beiden Geschwister.“ „Wie jetzt Lu. Du hast deinen Bruder geheiratet.“ „Nein. Bens Vater und meine Mutter hatten wohl eine Affäre. Daraus ist Emilia entstanden. Jedenfalls wusste ich bis eben nicht, dass Hans der Vater von Emilia ist. Ist Emilia dein Schwarm?“ Emilia schaut mich verdutzt an? „Ja.“ „Dann Euch viel Spaß. Ich gehe ins Bett.“ Langsam wird es alles sehr merkwürdig. Ich bin verheiratet. Simon mag meine Schwester. Ben und ich haben die gleiche Halbschwester. Was kommt jetzt noch. Als ich Max Bett sehe, schläft er tief und fest. Woher weiss er, dass Ben sein Vater ist. Weißt er auch das Clarissa und Hans seine Großeltern sind?

Benedikt

Wie ich bin mit Carolina verheiratet. Ich gehe zu Marlene und sie bestätigt es mir. Sie zeigt mir sogar die Heiratsurkunde. „Marlene. Das war damals ein Scherz.“ „Ja, Tobias hat gedacht, sie ist nicht echt. Aus purer Neugier hat er sie zum Amt geschickt. Mir haben sie beim Standesamt gesagt, das ihr habt Post bekommen. Aber keiner von Euch beiden hat reagiert. Die Post kam ständig zurück. Irgendein Kollege hat dann Euch als verheiratet erklärt. Er hatte sogar unter der Einverständniserklärung eine Unterschrift von Euch beiden gehabt, dass es korrekt ist. Hast Du irgendwas unterschrieben und hast nicht drauf geschaut was es ist.“ „Nur als ich mal beim Standesamt gewesen bin und gefragt habe, ob auf Sylt heiraten kann. Da haben sie mir ein Schreiben vorgelegt, das ich und Carolina unterschreiben sollten. Ich weiss noch, das wir es unterschrieben haben.“ „Wann war das?“ „Kurz nachdem wir aus den USA gewesen sein. Wir haben gar nicht draufgeschaut und unterschrieben. Ich hatte gedacht, dass es wegen des Visums wäre. Das habe ich Carolina auch gesagt.“ „Dann habt ihr wohl was anderes unterschrieben.“ Ich setze mich hin. „Und jetzt?“ „Du bist verheiratet. Also mach Dir keine Gedanken.“ „Sie will die Scheidung.“ „So, dann muss Du das gemeinsame Sorgerecht anfordern. Wenn sie fragen, ob Du Kontakt hattest, sagst Du einfach die Wahrheit. Du hast es nicht gewusst. Mal sehen, ob sie sich darauf einlässt.“ „Warum sagt Max eigentlich zu mir Papa.“ „Weil ich Fotos von Dir und unseren Eltern gezeigt habe. Da habe ich immer gesagt, das Du sein Papa bist und unsere Eltern seine Großeltern. Liebst Du Carolina?“ „Ja, sehr sogar. Die Jahre ohne sie waren schrecklich. Ich habe immer an sie gedacht.“ „Du liebst sie wirklich Bruderherz.“ „Ja.“ „Dann nehmen wir es jetzt in Angriff.“ „Und wie?“ „Ich denke mir was aus. Vielleicht solltest Du Dich langsam annähern.“ Ich nicke.

Am nächsten Morgen

Wir sitzen alle in einen extra Raum, wo wir frühstücken. Max, Tobias, Paula, Carolina und eine fremde junge Frau namens Emilia. Meine Eltern sind auch extra gekommen. Mein Vater stockt als er die junge Frau sieht. Auch meine Mutter. „Sie sieht aus wie deine Schwester Hans.“ Mein Vater geht auf sie zu. „Wie heißt Du?“ „Emilia Fischer.“ Hans schluckt. Meine Mutter kommt auf ihn zu. „Emilia können wir draußen reden.“ Die junge Frau nickt. Marlene und Lukas sehen irritiert aus. Tobias und Carolina sehen sich an. Ich gehe zu den Beiden hin. „Wer ist die Frau?“ „Unsere Schwester Ben.“, sagt jetzt Carolina zu mir. „Wie unsere Schwester? Bist Du auch meine Schwester? Habe ich etwa meine Schwester geheiratet?“, schreie ich sie wütend an. „Nein. Ich bin nicht deine Schwester. Nur Emilia. Ich weiss nur, dass meine Mutter eine Liaison mit einem jungen Mann hatte. Meine Mutter Sabine und dein Vater waren beide nicht verheiratet. Tobias kann Dir mehr erklären. Mehr weiss ich auch nicht. „Den Opa Ben fand es nicht gut, dass Sabine und Hans sich trafen. Sie haben sich heimlich getroffen und sich geliebt. Jedenfalls ist meine Mutter schwanger geworden und meine Großeltern haben sie nach Amerika geschickt. In der Zeit hat sie unseren Vater Klaus kennengelernt. Unser Vater hat das Kind von jemand als sein Kind angenommen. Als die Beiden wieder nach Deutschland fuhren, waren sie beide verheiratet. Dein Vater Hans hat getobt und die Beiden haben dann ein Abkommen getroffen. Emilia kam vor der Hochzeit von meinen Eltern zu Welt. Darum heißt sie Fischer. Mein Vater hat sie als sein Kind anerkannt.“ „Warum habe ich unsere Schwester nie kennengelernt Carolina.“ „Weil sei bei meinen Großeltern aufgewachsen ist. Meine Eltern hatten viel zu tun. Als sie Emilia zu sich holen wollten, wollte sie da nicht weg. Jedenfalls habe ich sie jetzt schon fast sechs Jahre nicht mehr gesehen. Ich wollte Dir immer von ihr erzählen. Wir waren aber immer zu beschäftigt.“ „Können wir uns heute Abend treffen Carolina?“ „Warum?“ „Wir müssen reden.“ Carolina nickt. Meine Eltern und Emilia sind nicht mehr zum Frühstück gekommen. Sie haben uns eine Nachricht zukommen lassen. Heute Abend im Restaurant. Ich plane auch was für den Abend. Ob Carolina mich begleitet? Gegen Abend sind wir in einen Restaurant Nähe des Strandes. Sabine und Klaus sind auch da. Wir sitzen alle an unseren zugewiesenen Platz. Max ist bei Henrieke. Das hat jedenfalls hat das Tobi zu mir gesagt. „Liebe Gäste! Wir haben beschlossen Euch die Geschichte von mir und Sabine zu erzählen.“ Dann fängt mein Vater an die Geschichte zu erzählen und nickt zu Sabine. Am Schluss sagt mein Vater noch, dass damals sehr viel schief gelaufen ist. Jedenfalls hat er in Clarissa seine zweite Liebe gefunden so wie Sabine in Klaus ihre zweite Liebe gefunden hat. Es war schade, dass er nie Emilia wirklich kennenlernen konnte. Dann steht Sabine auf und sagt, dass er es jetzt nachholen könnte. Klaus hätte damit kein Problem und Emilia auch nicht. Meine Schwester hat gesagt, dass sie zwei Väter hätte. Dann kam noch unsere Hochzeit auf den Tisch. Es wäre total unverantwortlich, dass wir sowas auch Jux und Dollerei getan hätten. Ich stehe auf. „Ich damals schon Carolina so geliebt. Wir wollten nur wissen, wie sich das anfühlt verheiratet zu.“ Carolina steht auf. „Stimmt. Es hat sich irgendwie richtig angefühlt. Jetzt denke ich mir, es ist falsch?“ „Was ist mit Max? Soll er nie erfahren, das Ben sein leiblicher und echter Vater ist?“, fragt Sabine. „Mama. Ben und ich müssen darüber noch unterhalten wann der richtige Zeitpunkt ist. Wir werden nicht so lange warten wie Du.“ Carolina rennt raus und ich hinterher. Wie das jetzt wohl aussieht. „Carolina Luisa warte.“ Lina bleibt stehen. „Was ist Benedikt? Willst Du mich auch verurteilen.“ „Nein. Ich will reden. Gehen wir zum Strand?“ Carolina nickt. Es ist schon spät. Meine Überraschung wird perfekt. Als wir den Strand näheren sehen wir ein Meer von Lichtern. Carolina bleibt stehen. „Wir stören hier. Es ist so romantisch.“ „Nein wir stören nicht. Das ist für Dich.“ Carolina blickt zum gedeckten Tisch?“ „Für mich?“ „Ja, ich will Dir ein Friedensangebot machen.“ Wir gehen durch das Lichtermeer zum Tisch. Dann setzen wir. Ein Ober kommt und bringt uns das Essen. „Schau rein. Ich hoffe, es immer noch dein Lieblingsessen.“ Sie hebt den Deckel und nickt. Dann nehme ich meinen Deckel hoch. Schweigend essen wir und schauen uns immer wieder in die Augen. „Das ist so romantisch. Wenn wir nicht verheiratet wären, könnte man glatt meinen Du willst mir einen Heiratsantrag machen. Aber wir wollen ja beide die Scheidung.“ Ich verschlucke mich an meinen Essen und huste. Dann stehe ich auf und falle Carolina auf die Knie. „Was machst Du Ben?“ „Nach was sieht es aus. Den Antrag nachholen, den ich eigentlich vor der Hochzeit machen wollte.“ „Du spinnst Benedikt Burg.“ „Ich weiss jetzt nicht wie ich Dich ansprechen soll. Carolina Luisa Neumann oder Carolina Luisa Burg. Machen wir nicht ganz so förmlich. Carolina Luisa, willst Du mich heiraten.“ Carolina starrt mich an und rennt weg. „Carolina. Warte.“ Sie bleibt stehen. „Du willst mir ernsthaft sagen, Du willst mich heiraten? Ben spinnst Du?“ Ich komme immer näher ihren Gesicht. Dann küsse ich sie erst zaghaft und dann fordernder. Carolina öffnet ihre Mund und küsst mich innig zurück. Irgendwann liegen wir auf den Sandboden und lieben uns. Als wir erschöpft neben uns liegen, frage ich jetzt sie. „Ist das jetzt ein Ja?“ „Nein. Ist es nicht. Das war ein Abschied. Sie zieht sich an und rennt weg. Was habe ich jetzt schon wieder falsch gemacht. Ich schaue auf das Meer.

Carolina

Ich renne weg. Warum habe ich Ben eben geliebt. Was ist los mit mir. Als er mich geküsst hat, war alles wieder da. Eine Sehnsucht die ich schon lange vermisst habe. Shit. Ich muss die Scheidung einreichen sonst werde ich ihn nicht los. Soll ich zurückgehen. So ein Mist, ich will ihn. Für meine Sehnsucht kenne ich jetzt ein neues Wort. Ben. Plötzlich steht Simon hinter mir. Total zu gedröhnt. „Simon. Wo kommst Du denn her?“ „Von einer Party. Du hattest eben so viel Spaß am Strand. Machst Du das auch mit mir?“ „Was meinst Du?“ Ohne eine Antwort zu bekommen, küsst er mich und fängt mich an auszuziehen. „Simon lass das.“ „Wieso? Du gehst doch mit jeden ins Bett?“ „Wer sagt das?“ „Ein Typ von der Party.“ Dann schmeiß er mich auf den Boden. „Simon das ist strafbar.“ „Ja, ich weiss. Aber wenn jemand das am Strand tut, liebt er Dich. Das tue ich jetzt.“ Was dann passiert, kann ich nicht richtig beschreiben. „Finger von meiner Frau.“ Ben zieht Simon von mir weg. „Bist Du überhaupt mit der verheiratet?“ „Ja. Und sie wird es auch bleiben.“ „Warum machst Du ihr einen verdammten Heiratsantrag?“ „Weil ich den vor unserer Hochzeit nicht gemacht habe. Ich dachte es wäre ein Scherz. Also lass deine Finger von ihr.“ Dann will Simon zuschlagen und kippt um. Danach bleibt er liegen. „Ben warum bist Du mir nachrannt?“ „Ich will nicht, dass es ein Abschied für uns wird. Und als Simon an die rumgefummelt hat, ist mir die Sicherung durch gebrannt. Sag mal, kannst Du Dich noch an das Schreiben erinnern was wir kurz nach Las Vegas unterschrieben haben. „Ja. das mit den Visum.“ „Genau das. Wir haben damals bestätigt, das die Ehe korrekt ist.“ „Shit.“ „Gar nicht shit. Jedenfalls ist unser Sohn ehelicht geboren. Dann hättest Du oder ich nie jemand anders heiraten können. Weil wir uns scheiden lassen hätten müssen.“ „Das heißt jetzt für mich?“ „Ich frage Dich nochmal, willst Du meine Frau bleiben?“ Ich sehe Ben in die Augen. „Bist Du Dir da sicher.“ „Glaube schon.“ „Glauben ist nicht wissen.“ „Mensch ich weiss es. Heute Abend gehst Du besser nicht in die Wohnung. Wer weiss was Simon mit Dir anstellt. Bei mir bist Du sicher.“ Dann raffe ich mich hoch und wir beide gehen ins Hotel. Ab und zu drehe ich mich um, aber Simon bleibt liegen. „Sag mal, was meinte Simon eigentlich damit, dass Du es mit jedem treibst.“ „Das weiss ich auch nicht. Irgendjemand muss ein Gerücht streuen. Nach Dir war ich mit keinen mehr zusammen.“ Ben nimmt mich in den Arm. Dann gehen wir weiter. Am nächsten Tag treffe ich Simon. „Tut mir leid Engel. Habe ich Dir was getan?“ „Nein. Schon gut.“ „Ich hatte mich gestern auf der Party mit Drogen zu gedröhnt. Dann hat jemand mich Schlapschwanz genannt, weil ich es nicht schaffe Dich in Bett zu kriegen. Du würdest niemanden von der Bettkante stoßen.“ „Sag wer?“ „Laura Wegener.“ Die schon wieder. Ben und ich haben letzte Nacht noch lange geredet. „Blödsinn.“ „Habe ich Dich auch nicht eingeschätzt. Ben liebt Dich wirklich?“ „Warum?“ „Er hat mir dann am Strand geschlafen. Ben hat riskiert, dass ihr erwischt werdet. Dein Freund wollte Dich. Das habe ich schon gesehen als er vor Dir auf die Knie gefallen ist. Ben ist Dir hinterhergerannt. Ich habe nichts gesehen, aber die Geräusche waren nicht zu überhören. Darum habe ich das zu Dir gesagt, dass Du Spaß hattest. Ben hat sogar gefragt, ob es ein Ja ist. Dann bist Du weggerannt und ich hinterher. Ich wollte auch Spaß haben. Tut mir echt leid. Nie wieder so ein Zeug. Kannst Du mir verzeihen?“ „Ja, ich verzeihe Dir. Macht das nie wieder.“ „Nein. Das verspreche ich Dir.“ Dann verschwindet er. Simon hat Recht. Ben liebt mich und ich liebe ihn. Aber reicht das für eine Beziehung? Wir haben heute Nacht viel geredet. Mir ist dabei klar geworden, dass wir nie wirklich abschließen konnten. Irgendwann musste ich unter der Dusche. Benedikt nahm so viel Rücksicht, das er nach mir duschte. Wir haben uns dann ins Bett gekuschelt. Das Reden hat uns müde gemacht. Heute Morgen hat er mich geküsst und ich küsste ihn zurück. Dann setzte ich mich hin und küsste ihn am Hals. Ben küsst mich auch wieder überall zurück. Dann lieben wir uns. Ich komme aus dieser Nummer wohl nicht mehr raus. Je öfters wir uns berühren, umso mehr will eins mit ihm werden. Sind unsere Gefühle wieder da oder ist das nur eine Täuschung. Max habe ich heute bei Marlene abgegeben. Ich will wissen was das mit Ben ist.

Drei Tage später

Ben, Tobias, ich, Paula und das Brautpaar sind im Leuchtturm. Marlene und Lukas wollen heiraten. Ich schaue Ben an und schicke ihn einen Luft Kuss. Er schickt mir einen zurück. Dann sehe ich Paula und Tobias an. Irgendwie benehmen sie sich total nervös. Haben wir was verpasst. Ich bin fast drei Tage mit Ben untergetaucht. Wir wollen es gemeinsam versuchen. Wir wohnen erstmal bei Simon und Emilia. Meine Schwester hat sich entschieden Simon eine Chance zu geben als sie von dem Vorfall Wind bekommen hat. Jedenfalls habe ich ihr die Situation erklärt. Ben und ich heiraten jetzt noch mal offiziell vor einen deutschen Standesbeamten. Tobias und Marlene sind unsere Trauzeugen. Quasi eine Doppelhochzeit. Na, gut. Wir sind schon verheiratet. Es gab so viele Missverständnisse. Ben und ich haben es geregelt. Marlene und Lukas sind verheiratet. Jetzt kommen wir dran. Als ich gefragt werde, ob ich Benedikt Patrick Burg heiraten möchte, stürmt Laura rein. „Er darf sie nicht heiraten. Wir sind schon verheiratet.“ Ich schaue Ben an. „Schatz. Ich habe außer Dir keinen geheiratet. Ehrlich.“ Der Standesbeamte fragt jetzt Laura ganz ernst: „Haben sie eine Heiratsurkunde?“ Laura legt ein Blatt Papier vor. „Sorry, das Papier ist ungültig.“ „Nein. Ist es nicht.“ „Herr Burg war zu dem Zeitpunkt schon mit Frau Neumann verheiratet. Darum ist sie ungültig.“ Ben und ich schauen auf das Papier.“ „Stimmt. Herr Claussen hat Recht. Da waren wir beide schon verheiratet.“, sagt Benedikt ganz ruhig. Laura schreit wütend. „Das kann nicht sein.“ „Doch Laura.“, sagt Lukas. „Ben war nicht verheiratet.“ „Irrtum meine Liebe. Übrigens Ben und Caro wollen nur ihr Ehegelübde heute nochmal abgeben. Noch was. Du ruinierst mir gerade meine Hochzeit mit Marlene.“ Laura stampft wütend raus. „Ja, ich will.“ „Was wollen sie Frau Neumann?“ „Sie haben mir eine Frage gestellt und die habe ich beantwortet.“ „Okay. Ich erkläre sie nochmals zu Mann und Frau. Sie dürfen ihre Frau jetzt küssen.“ „Nicht Braut?“, fragt Tobias. „Du Eumel. Deine Schwester und mein Bruder sind schon verheiratet.“ Wir lachen. Dann geht anschließend zu Feier. Auf der Feier frage ich meinen Mann. „Sag mal, hast Du damals in Amerika nochmal geheiratet?“ Ben schüttelt den Kopf. Lukas kommt auf uns zu. „Die Heiratsurkunde muss einen Fälschung sein. Sie hat John Baker zu dem Zeitpunkt geheiratet. Vielleicht hat er deinen Namen benutzt Ben.“ „John Baker aus unseren Team?“ „Ja, es wurde gemunkelt. Du hast kaum was mitbekommen, weil Du gegen die Avancen von Laura kämpfen musstest. Jedenfalls hat John die Scheidung eingereicht. Aber er hat die Scheidung nicht durch bekommen, weil er nicht geschieden werden konnte. Ich nehme an, Laura hat deinen Namen eingesetzt und John war besoffen genug um es nicht mit zu bekommen.“ Laura kommt auf mich zu. „Das wirst Du mir büßen.“ Ben stellt sich vor mich. „Soll ich die Polizei rufen. Du hast meine Frau bedroht. Laura schwirrt ab. „Darf ich Euch beide Mal was fragen. Wie sieht es mit der Familienplanung aus. Soll Max alleine bleiben?“ Ben zwinkert mir zu und sagt: „Schon in Planung Alter. Du bist spät dran.“ Wir lachen alle. Mein Mann hat Recht. Die Planung läuft. Wir haben ohne Kondom am Strand geschlafen und die anderen Male auch. Seit ich mit Ben nicht mehr zusammen war, habe ich die Pille nicht mehr genommen. Es kann gut möglich sein, das was passiert ist. Wir beiden lassen es drauf ankommen. Hätte sich das Blatt doch nicht so gewendet und ich wäre schwanger. Dann hätten unsere Kinder ohne ihren Vater aufwachsen müssen. Ich schaue Ben an. Nicht ganz. Er hätte sich nie aus der Verantwortung gestohlen.

Sechs Monate später

Lukas hat angerufen. Ihr Kind ist da. Ich freue mich total. Lukas ist in das Unternehmen von meinen Schwiegereltern eingestiegen. Mit seinen Eltern kommt er besser klar. Paula hat den Platz von Lukas in der Firma ihres Vaters übernommen. Tobias hat zwischen den allen vermittelt. Er ist echt ein guter Rechtsanwalt geworden. Tobi liebt seine Paula. Ich hatte doch recht, dass eine Spannung zwischen Ihnen war. Ben und ich haben sie vor sechs Monaten auf der Hochzeit in Besenraum erwischt. Mein Mann und ich hatten die gleiche Idee. Simons Eltern Peter und Jana haben uns gefragt, ob ich das Hotel für eine Zeitlang managen will. Die Beiden wissen nicht, ob Simon und Emilia das Hotel übernehmen. Peter hat Demenz und Jana weißt nicht wie lange sich der momentane Zustand anhält. Momentan ist Peter guter Dinge. Aber wie lange ist hier die Frage. Die Demenz ist noch in einem frühen Stadium. Simons Eltern wollen eine Weltreise machen solange sie noch können. Das war immer ihr Plan. Jetzt kommt Ihnen die Demenz zuvor. Zehn Jahre wollten sie das Hotel noch führen. Ben und ich überlegen, das Hotel von den Beiden zu übernehmen falls Simon oder Henrieke es nicht weiterführen. Henrieke ist mit Jonas nach München gegangen, weil er ein luraktives Jobangebot bekommen hat. Ben arbeitet von Sylt aus. In unserer Wohnung haben wir ein Büro mit Blick aufs Meer für Ben eingerichtet. Max ist total aus den Häuschen. Papa ist immer da und er bekommt eine Schwester. Unsere Nacht ist nicht ohne Folgen geblieben. Ich freue mich so, dass mein Mann sich so rührend um seinen Sohn kümmert. Wenn ich an die Zeit zurück denke, hätte ich nie gedacht, dass sich alles zum Guten wendet. Jedenfalls hat Laura ihre Lehre bekommen. Sie hat uns noch mehrmals angegriffen. Irgendwann hat die Polizei nachgeforscht und sie festgesetzt. Zum Glück. Ben kommt rein. „Na, Ihr beiden Süßen.“ „Na Ben. Alles klar.“ „Solange Du bei mir bist, ist alles gut. Ich liebe Dich und werde Dich immer lieben.

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