Hat jemand Dich gefragt warum Du traurig bist und Du kannst es nicht erklären?

Ist irgendwie was wahres dran.

Jeder Mensch ist mal depremiert, aber keine sagt was. Alles ist super. Man zeigt nach Aussen keine Schwäche.

Manchmal fühlt man sich leer und ist total Scheisse drauf..man kann es nicht erklären?

Ist das schon eine

…….?

Fühlt man sich schlapp, antriebslos und allein gelassen.

Man will seine Ruhe haben.

Woran erkennt man eine Depression?

Etwa an diesen Symtone? Oder gibt es noch andere. Als meine Mutter starb, fühlte ich planlos, zog mich zurück. War traurig, aber keiner Verstand mich so wirklich. Irgendwann habe ich das Lied gehört, wenn Du lebst. Da habe ich in mich gehört? Ich lebte nicht, ich habe irgendwann angefangen zu funktionieren und wollte einfach meine Ruhe haben. Mir wurde bewusst, so geht es nicht weiter und versuchte wieder mehr am Leben teilzunehmen. Was ich geschafft habe. War es die Traurigkeit die mich zu schaffen machte? Ich kann es bis heute nicht erklären. Es gibt bei jeden Menschen solche Momente. Höchstwahrscheinlich wollte ich keinen zeigen wie traurig ich bin und das war falsch. Viele sagten zu mir, deine Fröhlichkeit ist nicht mehr da. Nach aussen habe ich immer was anderes ausgestrahlt wie ich mich fühlte.

Aber es stimmt, keiner glaubt Dir wie schlecht es Dir geht. Erst wenn sie selber in der Situation sind, wissen sie es. Aber sagen dann, du weisst nicht wie es mir geht.

Entsteht es auch durch Stress. Ist Burn out eine Form von einer Depression. Überbelastung und jeden Recht machen?

Also verurteile die Menschen nicht.

Hope bzw. Hoffnung

Das Lied hat etwas ganz besonderes.

Es gibt viele Menschen, die depressiv sind. Den Sinn des Leben nicht verstehen, aber die Hoffnung nicht aufgeben den Sinn des Lebens zu erkennen. Wie oft sagt man, das ist nicht mein Tag oder das Leben ist scheisse. Man denkt man fällt in ein Loch und man kommt nicht wieder raus. Wenn alles schief geht oder man denkt, so ein Leben will ich nicht. Wenn man aber darüber dann nachdenkt, erkennt man vielleicht den Sinn. Alles hat seinen Sinn, man muss ihn nur erkennen. Ich dachte eine zeitlang ob ich alles negative anziehe. Kann ich mich nicht eine andere Welt beamen. Es lief alles schief. Ich bin froh so eine tolle Familie habe, die mich in einer Krise unterstützen. Ich habe auch super Freunde, die mir zuhören und unterstützen wie meine Familie. Es werden Ratschläge gegeben und man fühlt sich nicht allein. Auch wenn man die Ratschläge nicht hört. Aber nur die Tatsache, das jemand da ist und zuhört, zählt.

Danke liebe Familie und Freunde, das ihr da seid für mich.

Ich bin auch für Euch da wenn ihr mich braucht.

Ich habe eine zeitlang mich über jemanden tierisch geärgert. Jeder sagte, die Person ist bald in Rente. So gut und schön der Spruch war. Ich musste trotzdem zwei Jahre mit der Person arbeiten. Dann habe ich den Blog angefangen. Ich wollte einfach meinen Ärger nieder schreiben. Das letzte halbe Jahr mit der Person war dann erträglicher. Zuletzt war sie auch ganz nett. Aber ich fand es doof, das sie über andere Leute gelästert hat. Jedenfalls habe ich den Blog angefangen und es hat mir gut getan. Wäre die Situation nicht so gewesen, hätte ich nie den Blog angefangen und eine Geschichte für meine Kinder angefangen. Meine Kinder sind mir sehr wichtig, genauso wie mein Mann und der Rest meiner Familie. Mein Mann unterstützt mich, damit ich mir Zeit nehme zum Fotografieren.

Ich tanze leise

Als ich gehört warum der Sänger das Lied geschrieben hat und was er verarbeiten wollte. Es ist schwer, wenn jemand diesen Schritt macht. Manche kämpfen alleine und andere senden einen Hilferuf. Aber was ist, wenn man den Hilferuf des jemanden ignoriert oder jemand der aufgehört hat zu kämpfen. Dann treffen sie eine Entscheidung, die man nicht verstehen kann oder will. Man fragt sich immer wieder, warum habe ich nichts gemerkt oder zu gehört. Wie konnte es passieren? Das Gerede der anderen Leute, die den Menschen nicht kannten ist gross. Man kann die Fragen nicht beantworten, weil man sich selber immer fragt. Warum, Wieso, Weshalb. Man kann den Menschen nicht mehr fragen. Jemand, der sagt ich will nicht mehr leben, den nimmt man vielleicht nicht mehr richtig ernst. Wenn der jemand dann es nicht mehr sagt, weil keiner den Hilferuf gehört hat oder nicht dran geglaubt hat, das er es tut. Dann ist es zu spät. Ich kannte Leute, die es getan haben, weil sie keine Hoffnung mehr hatten. Bei der einen Person hätte ich nicht geglaubt, das er es tut. Ein fröhlicher Mensch nach aussen. Man konnte mit ihn reden, aber später habe ich gehört, das ihn eine Sache total den Boden von den Füssen gerissen hat. Das hat er nur seinen besten Freund erzählt. Er kam nicht klar. Man hätte nie gedacht, das er so sensibel war. Eine andere Person hat viel durch gemacht und konnte das alles nicht mehr ertragen. Hat immer gesagt, sie will nicht mehr. Man hat ihr nicht geglaubt. Beim ersten Versuch wurde sie aufgehalten. Hat immer beteuert, sie wollte es nicht tun. Man glaubte ihr, das sie die Depression überwunden hat. Aber dann hat sie es getan, als der Partner weg war. Totaler Schock. Aber das wird immer im Kopf bleiben. Die Leute, die es getan haben, wissen nicht wie viel Traurigkeit sie hinterlassen haben. Man soll sie auch nicht verurteilen, denn man weiss nicht was sie für ein Problem hatten oder mit was sie in Gedanken gekämpft haben. Es ist schade, das die Menschen diesen Weg gewählt haben und die Traurigkeit ihren Feunden, Bekannten, Nachbarn und Familien hinterlassen haben. Vielleicht muss man selbst in so eine Situation kommen um sie besser zu verstehen.

Ich vermisse die Menschen, die nicht mehr da sind. Sie waren Teil meines Leben.

Man trifft sich immer wieder im Leben Erfundene Geschichte / Kapitel 4

Am nächsten Tag

Ich fahre vom Hof meines Onkels und übersehe drei Radfahrer. Schnell steige ich aus und renne zu dem Kind, das auf den Boden liegt. „Alles klar bei Dir?“, frage ich den Jungen. „Ja. Alles klar.“ Ich wende mich an den Vater. „Wenn irgendwas mit ihrem Sohn sein sollte, melden sie sich bitte bei mir.“ Der Mann räuspert sich. „Sorry. Ich bin nicht der Vater. Mein Sohn Tim ist mit Henrik befreundet. Tim wollte unbedingt seinen Freund nach Hause bringen. Die Beiden wissen, dass sie hier aufpassen müssen. Durch die hohe Hecke können die Autofahrer ja auch nicht richtig einsehen.“ Ich sehe mir die Hecke an. Stimmt. Onkel Theo könnte echt mal die Hecke schneiden. „Sie haben recht. Darf ich mich vorstellen. Henning Schuster.“ „Angenehm Jannik Becker.“ Der Junge versucht aufzustehen, klappt aber nicht so ganz. „Ich glaube, ich bringe ihn man nach Hause. Herr Becker wollen sie und ihr Sohn Tim mitfahren?“ „Das ist eine gute Idee.“ Dann klingelt sein Telefon und er geht ran. „Jannik Becker.“ Dann wendet er sich mit dem Telefon von uns ab. Kurze Zeit später legt er auf. „Meine Frau sagt, sie sind der Neffe von Herr Buschmeier.“ „Ja, das stimmt.“ „Sie sagt, Dir könnte man vertrauen.“ Seid wann sind wir beim Du frage ich mich. „Ihre Frau?“ „Ja Susanne. Früher hieß sie Ring mit Nachnamen.“ Jetzt klingelt es mir. Sanne war die Schwester von Joschi. „Wie geht es Sanne?“ „So wird sie schon lange nicht mehr genannt. Sie meint, Du solltest mal zum Essen zu uns kommen. Sorry, dass ich Dich duze. Aber wenn ich mich recht erinnere bist Du der Bruder von Christian.“ „Ja, mein Bruder heißt Christian. Woher kennst Du ihn denn?“ „Von meine Schwester Isabelle.“ „Isabelle?“ „Ja, die Beiden waren in einer Klasse. Susanne und Isabelle waren Freunde.“ Langsam kommen Erinnerungen hoch. Dann ist Jannick wohl Janni.“ „Janni haben wir Dich damals genannt.“ „Das weißt Du noch?“ „Ja.“ Wieder klingelt sein Telefon. „Ja, Sanne. Ich komme gleich. Wir bringen Henrik nur noch nach Hause.“ Dann kommt Stille und er wendet sich zu mir. „Kannst Du Henrik alleine nach Hause fahren. Meine Frau macht Stress, weil wir noch Besuch bekommen.“ „Ja. Kein Problem. Henrik meldet sich dann bei Euch, wenn er zuhause ist. Dann wisst ihr, dass ich Henrik nicht tue.“ Henrik nimmt seinen Helm ab. „Verblüffend.“ „Was?“ „Ach nichts. Sanne hatte damals eine Vermutung. Vielleicht liegt sie richtig.“ Jannick nimmt einen Zettel drauf und schreibt die Anschrift von Henrik auf.“ „Welche Vermutung.“ „Das ist totaler Blödsinn.“ Ich schüttele den Kopf. Nehme Henrik auf den Arm und setze ihn ins Auto. „Mist das geht nicht.“, sagt jetzt Jannick.“ „Was?“ „Warte. Bin gleich wieder da. Du Tim passt auf.“ Jannick geht schnell um die Ecke und kommt kurzer Hand mit einen Kindersitz um die Ecke. „Den brauchst Du. Ich habe gesehen, Du hast keine Kindersitz. Also hast Du keine Kinder. Den Sitz kannst Du bei Schneiders lassen. Wir holen ihn bei Gelegenheit ab. Wir haben genug davon.“ „Danke.“, sage ich und steige ins Auto. Jannick und Tim verschwinden aus dem Blickfeld. „So junger Mann. Dann starten wir durch.“ Kurze Zeit später kommen wir an einem Haus an. Ich nehme Henrik auf den Arm und trage ihn zur Tür. Dann klingele ich ein. Ein älterer Herr macht die Tür auf. „Meine Güte Henri. Was ist mit Dir passiert?“ „Ich habe versehentlich umgefahren.“ Der Mann sieht mich an. „Henning Schuster. Schön das sie wieder im Lande sind.“ „Kennen wir uns?“ „Ich arbeite ab und zu für deinen Vater. Komm rein.“ Ich folge ihn. „Wie heißen sie denn?“ „Wilhelm Schneider. Meine Frau wird gar nicht begeistert sein. Setz Dich. Aber vorher setzen wir den kleinen Mann auf dem Sofa ab.“ Ich nicke und wir setzen uns an den Tisch. „Darf ich Ihnen was anbieten?“ „Nein. Danke. Aber wenn was mit Henrik ist, rufen sie mich an.“ „Wo war denn der Unfall?“ „Bei meinen Onkel.“ „Echt blöde Ecke.“ Plötzlich kommt eine Frau rein und ich erstarre. Lillian aus dem Club.“ „Hallo.“ „Hallo.“, antworten wir drei. „Der junge Mann hat Henri angefahren.“ „Was?“ ruft sie und rennt zu Henrik. „Geht es Dir gut.“ „Ja. Mama. Mir geht es gut.“ „Ich glaube, auf den Schreck müssen wir was trinken. Lillian holst Du uns was.“ „Ja.“ Dann geht sie raus. „Hübsche Frau haben sie.“ Kein Wunder das sie sich was Jüngeres sucht. Herr Schneider sieht mich verdattert an. „Opa. Seit wann hast Du Mama geheiratet. Geht das überhaupt? Tochter und Vater. Dann will ich Mama auch heiraten.“, ruft Henrik dazwischen.“ „Lillian ist ihre Tochter und nicht ihre Frau?“ „Lillian ist unsere Tochter.“, sagt jemand im Hintergrund. Ich drehe mich um und eine ältere hübsche Frau steht da. „Alexandra Schneider.“, stellt sie sich vor. „Henning Schuster.“ „Oh sie sind wieder im Lande. Wie kommt das nicht ihr Vater ihr ist.“ Herr Schneider sagt dann: „Er hat Henri angefahren.“ „Henri. Geht es Dir gut?“ Sie geht zu ihn hin. „Oma es geht mir gut.“ Lillian kommt rein. „Kommt Richard heute?“, will Alexandra von ihrer Tochter wissen. „Ja. Er wollte nachkommen.“ „Ach nö Mama. Nicht Richie. Henning soll lieber dableiben.“ Lillian geht auf ihren Sohn zu. „Das entscheide immer noch ich.“ „Ich mag ihn.“ Dann dreht Lillian zu mir um. „So so. Sie sind der Sohn von altem Schuster.“ „Ja.“ „Sie bleiben hier und erzählen uns was in Amerika Trend ist. Richard muss unseren Besuch akzeptieren.“ Lillian nickt. „Ich mache mich frisch.“, sagt sie zu uns geht. Ihre Mutter geht in die Küche und kommt mit Snacks zu uns. „Eine Kleinigkeit. Bin heute viel unterwegs gewesen.“ „Warten wir auf Mama`“, fragt Henrik. Mittlerweise hat er sich zu uns gesellt. Kurze Zeit später kommt Lillian wieder zu uns. „Dann erzählen sie mir mal von Amerika.“ Ich fange an zu erzählen und dass ich einige neue Ideen mitgenommen habe. „Und die Liebe? Sie können mich ruhig Alexandra nennen.“ „Alexandra. Meine große Liebe habe ich leider verloren?“ „Was ist passiert?“, fragt sie mich jetzt. Jetzt muss ich alles auf eine Karte setzen. Vielleiht sagt Lillian sie ist Lilli. Momentmal. Kann es sein, dass Henri mein Sohn ist. „Bevor ich nach New York ging, habe ich auf einer Fete meine große Liebe gefunden. Leider konnte ich es ihr nicht sagen.“ „Wie schade. Haben sie sie wiedergefunden?“ „Das weiß ich nicht genau.“, sage ich und sehe Lillian an. Keine Reaktion von ihr. „Offensichtlich liebst Du sie noch.“, sagt jetzt Alexandra zu mir. „Wenn ich sie sehe, werde ich es wohl wissen.“, antworte ich ihr. „Mama kannst Du nicht Henning statt Richard heiraten.“ „Henrik. Das geht nicht.“ „Okay.“ Es klingelt. Lillian steht auf und geht zur Tür. Kurze Zeit später kommt sie mich Richard rein. „Richard. Das ist Henning Schuster.“ „Sie schon wieder.“ „Richard. Er ist der Gast von meinen Eltern.“ „Richard Bauer.“, sagt er zu mir und gibt mir die Hand. Er setzt sich neben mich. Die anderen in der Runde hören es nicht. „Lass die Finger von meiner Frau.“, flüstert er mir zu. Ich flüstere zurück. „Bist Du Dir da so sicher. Sie soll selbst entscheiden.“ „Ich warne Dich.“ „Schon gut. Ich halte Abstand.“, flüstere ich wütend. Wenn Lillian Lilli ist, dann ist Henrik vielleicht mein Sohn. Ich werde kämpfen. Aber das verrate ich ihn nicht. Plötzlich kommt Niklas rein. „Hallo Leute.“ Er erblickt mich. „Mensch Henning. Du hier.“ Ich nicke. Sein Vater erzählt ihn dann, wie ich hierhergekommen bin. „Ja, das nenne ich Timing.“ Alle starren ihn an. „Das Henning hier ist um das Schlimmste zu verhindern.“ „Wie meinst Du das denn?“, fragt Richard ihn. „Henning gehört doch eigentlich zu hause.“ Richard sieht ihn noch verdutzter an. Die Anderen auch außer Lillian. „Tja.“ Er sieht erst mich, dann Lillian an. „Sein Vater braucht doch Hilfe. Wie sagst Du immer Paps. Gut Ding will Weile haben. Oder so ein Quatsch. Lillian soll doch Herr Schuster Junior unterstützen. Das ist doch super, dass sie sich schon eher kennen.“ Sein Vater nickt. „So ich muss jetzt los.“, sage ich. Wir verabschieden uns. Niklas kommt mit an die Tür. „Du hast mit Lillian nicht nur geredet oder?“ „Was meinst Du?“ „Jonathan hat gesagt, Du hast sie im Club geküsst. Kennt ihr Euch doch schon länger. Bist Du der One-Night-Stand?“ „Nein. Ich war in den USA.“ Ich gehe raus und Niklas schließt die Tür hinter mir.

Man trifft sich immer wieder im Leben Erfundene Geschichte / Kapitel 3

Zehn Jahre später im Club

Ich gehe in den Club. Meine Güte hat sich das hier viel verändert. Vor fünf Jahren sah es hier nicht so aus. So lange war ich nicht mehr hier. Vor neun Jahren waren ich hier und habe Lilli gesucht. Leider habe ich sie damals nicht gefunden. Ob ich sie je mal wiedersehe, frage ich mich. Ob da ist Sam. Ich gehe zu ihn. „Hallo Samuel. Hallo Jonathan.“ „Hallo Henning.“ Ein Typ dreht sich um und begrüßt mich. „Na Henning. Wie war es in den USA?“ Ich sehe den jungen Mann an. „Ich bin Niklas. Du kennst mich unter Nick.“ „Ja. Stimmt. Ich habe in den USA viele Leute kennengelernt. Ich dachte, Du wärst einer von meinen Kunden.“ „Nein. Bin ich nicht.“ „Ja. Gott sei Dank. Ich habe das Kapitel USA abgehakt. Zum Glück hat mein Vater gemeint, ich sollte wieder heimkehren.“ „Was war los in den USA?“, fragt Jonathan. „Ganz ehrlich. Die Frauen stressen kann schön dort drüben. Eine wollte mich verklagen, weil ich angeblich die Ehe versprochen hätte?“ „Hast Du?“ „Sam. Nein. Sorry. Du willst ja Samuel genannt werden. Die hätte ich nicht mal mit der Kneifzange angefasst.“ Niklas sieht mich an. „Sie dachte ich wäre ein guter Fang. Zum Glück haben ihre Intrigen nichts gebracht.“ „Ist sie so hässlich?“ „Nein. Niklas. Sie ist hübsch. Aber der Charakter ist zum Kotzen.“ „Er trauert noch immer seiner ersten Liebe hinterher.“, spottet Jonathan. Sam habe ich nichts von Lilli erzählt. Aber Jonathan. Ich habe ihn in den USA getroffen. Er erzählte mir vor fünf Jahren, dass er wieder in die alte Heimat geht. Seine Eltern sind momentan in Spanien. Das hat mich auch vor fünf Jahren bewogen nach Hause zu fliegen. Lilli habe ich nicht gefunden. Samuel sieht mich an. „Wer ist sie?“ „Jemand den er mal auf einer Party getroffen hat.“, erwidert Jonathan. „Was gelaufen?“, fragt Niklas. „Ich muss Euch gar nichts sagen. Jonathan. Was ich vor fünf Jahren erzählt habe, ist vorbei. Ich habe keinen Bock über alte Kamellen zu reden.“ „Ist ja schon gut. Regt Dich ab.“, sagt mein Freund Samuel zu mir. Wir setzen uns um einen Tisch und sehe zur Bar. Hübsche Mädels hier. Dann bleibt mein Blick auf zwei Mädels. Lilli? Ich will gerade aufstehen und da kommt ein Typ und umarmt Lilli. In den Moment fragt mich Jonathan was und ich drehe mich zu ihn. „Süß die Beiden.“ „Wer?“ „Die an der Bar.“ Ich drehe mich um. Lilli ist weg. „Lillian und Josephine.“ Okay. Das ist nicht Lilli. „Ich dachte nur, ich kenne sie. Aber das ist wohl ein Irrtum gewesen.“ Jonathan grinst. Dann kommt ein Mädchen auf ihn zu und zieht ihn auf die Tanzfläche. Niklas ist vom Tisch aufgestanden und ist zu einer Gruppe rüber. Sam und ich bleiben alleine am Tisch. „Henning?“ „Was ist Sam?“ „Warst Du in Lilli verliebt?“ Ich bin total irritiert. „Sag schon.“ „Nein. Ich konnte mich gut mit ihr unterhalten.“ „Welche Unterhaltung meinst Du? Küssen oder Reden?“ „Reden. Was denn sonst.“ Samuel wirkt nachdenklich. „Was ist los Sam? Sie hat mir angedeutet, dass sie jemand anders liebt. Warum fragst Du eigentlich.“ „Nur so. Weil ich und Niklas nicht verstehen?“ „Was versteht ihr nicht.“ „Lilli hat gesagt, sie hätte ein One-Night-Stand gehabt.“ „Das erzählt sie Euch.“ „Normalerweise nicht. Aber den One-Night-Stand hat man ihr angesehen. Ich dachte, Du wärst es gewesen.“ Jetzt drehe ich mich zu ihn. „Was meinst Du?“ „Enna und ich haben Euch damals in der Hütte angetroffen. Es haben ganz schön die Funken zwischen Euch gesprungen.“ „Wenn schon.“ „Sie ist kurze Zeit später schwanger gewesen. Jedenfalls hat sie behauptet, Du hättest nichts damit zu tun.“ „Sie war schwanger?“, frage ich ihn jetzt. „Ja. Niklas war richtig sauer. Wenn er den Kerl erwischt, dann kann er was zu hören bekommen.“ „Was hat Niklas damit zu tun?“ „Sie ist seine kleine Schwester.“ „Hast Du was damit zu tun?“ „I wo. Meine Cousinen sind tabu für mich. Auch wenn sie heiß aussehen.“ „Momentmal Lilli ist deine Cousine?“ „Ja.“ „Wo ist sie?“ „Warum willst Du es wissen? Letztes Jahr war sie im Hamburg. Niklas meint, sie würde demnächst wieder im Lande sein.“ „Dann grüßt sie lieb von mir.“ Mist ich hätte echt Sam fragen sollen, wo Lilli ist. Ist sie etwa schwanger von mir gewesen. Verdammt. Ich stehe auf. „Sam sei mir nicht böse. Der Flug war lang.“ „Kein Problem. Da ist jemand den ich kenne. Bis die Tage Alter.“ „Ja bis bald. Wir sehen uns jetzt öfters. Grüß mir die Anderen von mir.“ „Mach ich.“ Dann mache ich mich auf den Weg und stoße vorne mit jemand zusammen. Ich sehe hoch und sehe ihr in die Augen. „Lilli?“ „Ich heiße nicht Lilli. Mein Name ist Lillian Sophie.“ „Sorry. Du siehst jemand nur sehr ähnlich.“ „Das sagen viele. Blöde Anmache.“ Ich berühre sie und bekomme einen Stromschlag. Genauso wie bei Lilli. Dann nehme ich sie in den Arm und küsse sie. Ein Typ kommt auf uns zu. „Momentmal. So geht das nicht.“ Das ist der Typ von der Bar. „Was meinen sie?“ „Sie können doch nicht einfach meine Freundin küssen.“ „Sorry. Ich habe sie mit meiner ersten großen Liebe verwechselt.“ Jonathan kommt auf uns zu. „Hallo Lillian. Wo ist Josephine?“ „Hallo Jonathan.“, sagt der Typ zu ihn. „Hallo Richie.“ „Ich heiße Richard.“ „Schon gut Alter. Komm runter.“ „Könnt ihr aufhören zu streiten?“, schaltet sich Lillian ein. „Ist gut meine Süße.“, sagt Richard und zieht Lillian mit. Sie dreht sich nochmal zu mir und Jonathan um. Dann ist die Beiden verschwunden. „Da hast Du wohl jemand auf den Fuß getreten?“ Ich sehe zu Jonathan. „Wie meinst Du das?“ „Meinst Du Richie lässt sich die Frau ausspannen?“ „Ist das ihr Freund?“ „Glaube. Genau wissen tue ich es aber nicht. Da musst Du unseren Sammy fragen.“ Ich muss lachen. Jonathan hat immer zu Samuel Sammy gesagt. „Ich gehe jetzt.“ „Lillian ist deine große Liebe.“ „Quatsch.“ Dann gehe ich und Jonathan ruft was hinterher. „Ich glaube, es ist kein Quatsch.“ Wenn ich mir recht überlege, könnte Jonathan recht haben. Als ich am Auto ankam, steige ich ein und fahre nach Hause. Wenn Lillian Lilli wäre, was macht sie dann im Club. Ich denke, sie hat ein Kind. Hat Sam nicht gesagt, sie ist in Hamburg. Lillian ist nicht Lilli. Eindeutig. Oder doch? Sie sieht anderes aus aber die Augen. Verdammt. Was ist das? Zuhause beschließe ich ins Bett zu gehen. So ein Mist. Ich sehe überall nur Lilli.

Man trifft sich immer wieder im Leben Erfundene Geschichte / Kapitel 2

Zwei Wochen später

Samuel holt mich ab. Ich stehe an der Tür. Worauf habe ich bloß drauf eingelassen. Sam hat mich immer wieder dran erinnert. Ich sollte mein Versprechen halten. Warum tut man das eigentlich. Sams Vater Klaus fährt sein Auto auf unseren Hof. Ich gehe hin und begrüße alle. Es ist nicht nur Sam im Auto. Auch Enna und Joschi. Das absolute Traumpaar finde ich. Ich setze mich zu Enna und Joschi in den Wagen und schon fahren wir los. Als wir ankommen, steigen wir aus und gehen ins Hexenhaus. Warum immer die letzte Fete im Hexenhaus stattfindet, das weiß keiner genau. Es ist halt Tradition. Genau wie sich die ganzen Schulen absprechen, wie die Reihenfolge ist. Wer zuerst die Fete ausrichtet und wer die letzte Fete für das Schuljahr ausrichten darf. Es darf immer nur der Abschlussjahrgang ausrichten. Meine Güte, ganz schön viele Jugendliche die unter achtzehn sind. Joschi und Enna haben sich unters Volk gemischt. Plötzlich kommen uns zwei Leute auf und zu. „Hallo Sam. Hallo Henni. Ist doch richtig Henni?“ Ich nicke. Wer ist das nur? „Henni. Das sind Nick und Lilli.“ „Hallo.“, sage ich und sehe in Lillis Augen. Verdammt sie kommen mir bekannt vor. „Sam. Komme mal.“, sagt Lilli. Dann verschwinden die Beiden. Nick sieht hinterher. „Hast Du keine Angst, dass Sam deine Freundin verführt?“ „Mein Cousin macht das bestimmt nicht. Er wird mit Lilli nichts anfangen. Das wäre fatal. Mal was anderes. Wollen wir ein Bier trinken?“ „Ja klar. Warum ist das fatal?“ „Weil ich das nicht zulassen werde. Und zweitens, glaube ich, ist sie verknallt.“ „In Dich?“ „Nein. Sie liebt mich.“ „In wen ist sie verknallt.“ „Keine Ahnung. Ein Typ von einer Party.“ „Bist Du nicht eifersüchtig.“ „Ich? Wieso? Ich bin mit ihr verwandt.“ Ich nicke. Okay. Weiter frage ich nicht, sonst kommt er noch auf Gedanken, dass ich mich für Lilli interessiere. Kurze Zeit später stehen wir an der Bar. Ein Mädel kommt an. „Hallo Süßer. Alles gut bei Dir?“ „Ja Ellen. Darf ich Dir einen Freund von Sam vorstellen?“ „Hey. Ich bin Ellen.“ „Ich heiße Henni.“ „Nick. Kannst Du mal mitkommen?“ „Warum Ellen?“ „Basti braucht deine Hilfe. Sonst hätte ich Dich auch nicht angesprochen. Du hast mir ja zu verstehen gegeben.“ „Ellen schon gut. Ich komme gleich zu Euch.“ Dann geht Ellen weg. „Hast Du was mit ihr?“ „Mit Ellen?“, fragt er mich. „Ja.“ „Nein. Gott bewahre. Sie ist mit meiner Schwester in einer Klasse. Li hat ihr nur geholfen.“ „Li.“ „Ja, Sie heißt eigentlich Lillian. Ich nenne sie immer nur Li.“ „Okay.“ Dann geht Nick. Na toll. Jetzt bin ich hier und keiner ist da. Ich sehe auf die Tanzfläche und da tanzt Lilli.“ Sie sieht mich und kommt auf mich zu. „Na mein Prinz. Hast Du Lust mit mir zu tanzen.“ „Cinderella?“ „Ja. Ich habe Dich gleich erkannt. Du nicht?“ „Ganz ehrlich. Du warst super verkleidet. So hätte ich Dich nicht wiedererkannt. Wo ist eigentlich Sam?“ „Sam ist mit Enna weg.“ „Wie weg?“ „Sie wollten einen kleinen Sparziergang machen. Kommst Du mittanzen?“ „Lilli. Ich komme mittanzen. Deine Augen kamen mir bekannt vor. Die habe ich nicht vergessen.“ Lilli grinst und zieht mich auf die Tanzfläche. Wir tanzen, trinken was und unterhalten uns immer wieder mal mit Nick und Bille. Bille ist ein nettes Mädchen. Irgendwann wird es im Saal weniger. Sam ist noch nicht wiederaufgetaucht. Nick ist auch verschwunden. „Komm. Henni. Lass uns sparzieren gehen.“ „Wir und die Anderen?“ „Die werden bestimmt später wiederauftauchen. Ich muss mal hier raus.“ Dann gehen wir aus dem Hexenhaus und machen einen Sparziergang. Wie unterhalten uns über alles Mögliche. Irgendwann nehme ich ihre Hand. Sie sieht mich an und nickt. Dann stehen wir vor einer Hütte. „Was ist das für eine Hütte?“ „Die Hütte steht hier für Wanderer.“ Erst jetzt bemerke ich, dass wir ein Stück in den Wald gelaufen sind. Mir ist gar nicht bewusst gewesen, dass wir schon morgens haben. Vor einer halben Stunde ging die Sonne aus und wir sind immer weitergelaufen. „Hast Du Durst?“ „Ja.“ „Komm Henni. Getränke sind der Hütte und wir können uns weiterunterhalten.“ „Hast Du keine Angst vor mir?“ „Nein. Du wirst bestimmt nichts tun, was ich nicht will.“ „Bist Du sicher.“ „Ich vertraue Dir.“ Dann gehen wir zur Hütte. Sie holt den Schlüssel aus einem Kasten und schließt auf. „Darf ich bitten.“ Ich nicke. Wir gehen rein. „Wow. Gemütlich.“ „Finde ich auch. Setz Dich. Eigentlich wollte ich mit Freunden heute hier übernachten. Aber keiner eben mehr da. Darum habe ich gesagt, wir sollten einen Sparziergang machen. Ich dachte sie sind hier.“ „Sind sie nicht.“ „Ja.“ „Wollen wir zurück?“ „Nein. Wir trinken erstmal was.“ Sie gibt mir eine Flasche Sekt. Abwechselnd trinken wir aus der Flasche. Wir lachen. Sie kitzelt mich aus. „Na warte. Das kann ich auch.“ Ich stelle die Sektflasche auf die Erde und fange an sie zu kitzeln. „Gnade.“ „Keine Gnade. Was würdest Du mir geben, das ich aufhöre.“ „Was willst Du denn?“ „Einen Kuss.“ „Okay. Dann holt ihn Dir.“ Ich beuge mich zu ihr runter und küsse sie. Erst zärtlich und dann immer verlangender. Sie steigt darauf ein. Irgendwann können wir nicht mehr anders und ziehen uns aus. Als wir nackt gegenüberstehen, frage ich sie: „Willst Du das wirklich Cinderella?“ „Ja. Mein Prinz.“ Dann lieben wir uns auf dem Bärenfell und schlafen erschöpft ein. Irgendwann klopft es. „Verdammt Henni. Wach auf.“ „Lilli. Was ist los?“ „Die Anderen stehen vor der Tür. Wir hatten vorhin abgeschlossen.“ Shit. Stimmt. Bevor wir uns auszogen, haben wir die Tür abgeschlossen. Die Vorhänge waren schon zugezogen. Wir ziehen uns schnell an. Lilli sagt, ich sollte mich aufs Sofa legen. Die Anderen müssten nicht wissen was wir getan haben. Sie geht verschlafen zur Tür und macht auf. Samuel steht mit einer Frau vor der Tür. „Moin. Sag mal, weißt Du wo mein Freund ist.“ „Ja, er ist auf dem Sofa eingeschlafen. Kommt rein. Enna. Willst Du einen Kaffee und wo wart ihr?“ Enna grinst. „Alles klar.“, sagt jetzt Lilli. „Ich möchte auch einen Kaffee.“, sagt Sam. „Du auch Henni?“ „Ja, gerne.“ Ich habe so getan als ob ich geschlafen hätte und erst durch Sam geweckt wurde. Lilli war das total wichtig. „Was habt ihr gemacht?“ „Wir haben gequatscht.“, sage ich. Lilli nickt. Sam setzt sich neben mich. Lilli und Enna unterhalten sich bis die Kaffees fertig ist. Lilli und Enna bringen uns den Kaffee. Wir vier verabreden uns für übermorgen. Weil Lilli und Enna keine Zeit haben. Mir ist recht. Aber zu der Verabredung ist es nicht mehr gekommen, weil ich eher nach New York muss. Mein Vater hat es mir an den Tag gesagt als ich nach Hause kam. Leider kann ich Lilli nicht sagen, dass ich sie liebe. Ich glaube, dass ich sie liebe. Genau weiß ich das nicht. Kann man das nach zweimal überhaupt sagen. Es ist nur ein Gefühl. So ein Gefühl hatte ich vorher noch nie bei jemanden. Als ob Lilli das Gegenstück von mir ist. Wir verstehen uns super. Auch ohne Worte. Warum will sie nicht, das es andere wissen? Sie hat gesagt Sam darf es auf keinen Fall wissen. Liebt sie Sam und hat mich nur benutzt? Ich überlege. Eigentlich glaube ich das nicht. Die Gefühle waren echt. Wenn ich jetzt Sam vom Flughafen anrufe und nach ihr frage. Mist das geht nicht. Sam kann ich nicht nach Lilli fragen, sonst hakt er nach was passiert ist. Ich musste es Lilli versprechen. Verdammt. Warum darf er es nicht wissen? Jetzt ist es Lillis und mein Geheimnis. Fragen werde ich sie, wenn ich wieder da bin. Ich bin jetzt ein Jahr weg. Nächstes Jahr werde ich sie finden. Bestimmt. Dann frage ich sie warum Sam es nicht wissen darf. So ein Shit. Das ich weg muss. Mein Flug wird aufgerufen. Meine Eltern umarmen mich und ich steige in den Flieger.

Man trifft sich immer wieder im Leben Erfundene Geschichte / Kapitel 1

Vor zehn Jahren

„Mensch Henni. Komm mit.“ „Ach Sam. Ich habe überhaupt kein Bock. Unsere Abifete schön und gut. Aber von der Schule hört man nichts Gutes.“ Henning sieht Samuel an und denkt über die Situation nach. Ich kann Sam doch nicht sagen, dass ich auf unsere Fete ein tolles Mädel getroffen habe. Meine Cinderella. Sam würde es nicht verstehen. Für ihn sind alle Mädels toll. Man legt sich doch auf keine fest. Sam und ich sind jetzt bei achtzehn und haben früh unser Abi gemacht. Die meisten machen es mit neunzehn. Aber wir beide haben es abgerockt. Vielleicht sollte ich zu Sam Samuel sagen. Das hasst er wie die Pest. „Henning. Sag was.“ Verdammt. Er nennt mich Henning. Dann wird es ernst. „Was Samuel?“ „Wenn Du es nicht für Dich tust, dann tue es für mich. Ich habe keine Lust alleine dort hinzugehen.“ Alleine? Wie meint er das denn. Selma, Joschi und Elmar kommen auch mit. Er ist nicht alleine. „Du bist nicht alleine Sam. Unsere anderen Freunde kommen doch auch.“ „Ja. Aber ohne Dich ist es echt blöd. Du bist doch mein bester Freund.“ „Jetzt sag. Willst Du ein paar neue Mädels treffen.“ Samuel sieht mich an. „Nein. Nur eins.“ „Und wen?“ „Enna.“ „Wer ist Enna?“ „Enna ist die Freundin von meiner Cousine. Sie ist total nett. Durch meine Cousine habe ich einige Leute von der Schule kennengelernt. Die sind nicht so schlimm. Überzeuge Dich. Oder willst Du deiner Cinderella nachtrauern?“ Recht hat er. Cinderella hat mir ihren Namen nicht verraten. So schnell wie sie aufgetaucht ist, ist sie verschwunden. Blöd das wir einen Maskenball als Thema für unsere Abifete hatten. Ohne Verkleidung kam man nicht rein. Ich kann mich nur an Cinderellas wunderschöne Augen erinnern und an den Kuss. Cinderella werde ich höchstwahrscheinlich nicht wiedersehen. Sam habe ich nur erzählt, dass ich meine Traumfrau getroffen habe. Wer sie ist, habe ich leider nicht rausbekommen. „Du meinst, das würde mich auf andere Gedanken bringen.“ „Glaube schon Henni.“ „Sam. Dein Wort in Gottes Namen.“ „Du schon wieder. Einstein hatte bessere Sprüche drauf.“ „Ja, Einstein. Wo ist er überhaupt?“ „Jonathan ist in Italien. Warum haben wir unseren Freund eigentlich Einstein genannt?“ „Höchstwahrscheinlich, weil Jonathan auf alles eine Antwort wusste.“ Ich lachte. Sam hat Recht. Wenn ich mich an den ersten Schultag erinnere, hat Jonathan immer einen Spruch parat gehabt. Er hat sogar die Lehrer auf die Palme gebracht. Das ging die ganzen Jahre so. Jonathan unser Genie. „Denkst Du gerade an unseren ersten Schultag? Wo Einstein Herrn Huber eine gepfefferte Antwort gegeben hat.“ „Auch. Es ist komisch. An solche Sachen erinnert man sich gern zurück. Schade, dass Jonathans Eltern nach München gezogen sind. Das letzte Schuljahr ohne ihn war nicht der Bringer.“ „Henni. Du hast recht. Er hätte es garantiert zu einer der besten Jahre gemacht.“ „Warum ist in Italien?“ „Sprachreise.“ „Ende der Schulzeit.“ „Ja, er hat gesagt, er geht dort zur Schule für drei Monate. Prüfungen hat er vorher abgelegt und ist gleich danach gefahren. Tja. Internat hat auch Vorteile.“ „Ich hatte damals gedacht, er hätte einen Scherz gemacht. Seine Eltern ziehen nach München und er geht ins Internat.“ „Ganz ehrlich. Willst Du nach München? Hier in Norden ist doch wesentlich schöner. Wir haben Berge, Seen, Flüsse und das Meer.“ „Berge ist übertrieben. Kleine Erhebungen, aber als Berg kann man es wirklich nicht nennen. Flüsse und Seen haben sie auch in Bayern. Oder hast Du in der Schule nicht aufgepasst Sam.“ Samuel lachte. „Du hast Recht Henni. Ich denke, das Sprachinternat war die beste Lösung. Überleg mal. Jonathans Eltern reisen viel. In dem Internat haben sie noch einige andere Sprachen angeboten, die wir nicht haben. Einstein ist total sprachbegabt.“ „Da hast Du recht. Okay Sam. Wann geht es los?“ „Du kommst jetzt mit?“ „Ja, ich denke schon. Ich kann mir die Schule mal ansehen. Wehe. Die sind blöd. Dann schuldest Du mir was.“ „Ist klar. Wann geht es nach New York Henning?“ „Kurz nach dem Abschluss. Paps hat gesagt, eine Woche nach der Zeugnisübergabe.“ „Okay. Also. Eine Woche nach der Abifete. Dieses Jahr macht die Schule den Abschluss mit Feten. Ein Tag vorher gibt es Zeugnisse und am nächsten Tag lassen wir die Sau raus. Zum Glück sind wir diesmal nicht die letzten“ „Das waren wir letztes Jahr. Du kennst doch die Regel Sam. Man muss sich immer wieder neu anstellen.“ „Wie wahr. Also die Fete ist in zwei Wochen. Das heißt, ich hole Dich ab. Bevor Du es Dir wieder anders überlegst. Muss nur meiner Eltern überzeugen, dass sie uns hinbringen. Ich werde Ihnen sagen, wir fahren mit Taxi zurück.“ „Kläre das und wir fahren mit Taxi zurück.“ „Abgemacht.“ „Abgemacht Sam. Ich habe noch viel zu tun, bevor ich abfahre.“ „Bis morgen in der Schule. Du weißt nächste Woche ist Motto Woche.“ „Ich weiß.“ Dann drehe ich mich um und gehe. Sam wollte sich mit seinem Cousin treffen. Ich habe ihn erst einmal gesehen. Er ist ganz nett.

Wetter

Alle reden übers Wetter. Ich habe das Gefühl, das Wetter fährt Achterbahn. Einmal warm, am nächsten Tag kalt und dann wieder warm. Am Donnerstag soll es laut meiner Wetter App warm bleiben. Mal sehen ob sie recht hat. Wurde auch mal Zeit.

Geht die Kreativität verloren, wenn die Kinder zu viel am TV oder an der Spielekonsole sitzen?

Meine Kinder haben mir heute ein Video gedreht, was sie heute im Garten gemacht haben. Sie haben die Blumen und das Gemüse gegossen. Sie haben jeden Schritt erklärt. Ich finde es ganz toll, wenn sie so was machen. Ich muss immer daran denken, wie meine Freundin aus Berlin was witziges erzählt hat. Das Kind von ihren Arbeitskollegen glaubte, das die Milch von lila Kühen kommt. Das ist die Werbung. Zum Glück haben wir unseren Kindern erzählt, wenn die Lila Kuh im Fernseh kam, lila Kühe sind eine Erfindung der Werbung oder habt ihr schon lila Kühe bei uns gesehen. Meine Kinder schütteln den Kopf und meinten, so was gibt es nicht. Vielleicht hätte man den Kind das mal erklären sollen. Wer weiss wie viel Kinder an lila Kühe glauben. Meine Kinder haben nie dran geglaubt. Jedenfalls hatten wir auch wenig Zeit gehabt, TV zu schauen. Unsere Kinder sind Draussen – Kinder. Wenn das Wetter gut ist, dann ist es Zeit raus zugehen. Aber leider sehen das einige Eltern anders. Bei uns in der Gegend sind viele an der PS3 oder PS4. Sie gehen selten raus und wenn ein Pool im Garten steht, sind sie lieber drin. Seid mal ehrlich. Müssen Kinder in dieser Zeit Stubenhocker sein? Ist es nicht besser, die Zeit draussen zu verbringen? Ich und viele andere in meinen Alter kennen es ja. Wenn schönes Wetter war, traf man sich draussen. Von einen Elternteil wird man belächelt, wenn man sagt, es ist schönes Wetter und es wird draussen gespielt. Ich weiss nicht wie es in der Stadt ist. Aber auf den Dorf war es so und ich denke, es wäre gut wenn alle so denken würdet. Wie ist bei Euch ? Habt ihr auch schon im Umfeld bemerkt, das viele mehr in der Digitalen Welt zu hause sind. Manche Eltern leben es vor. Die Kinder haben Langeweile. Ich finde die Kreativität geht verloren. Ich lese auch lieber ein Buch als einen Film anzusehen. Da lasse ich meine Phantasie spielen. Jedenfalls entdecke ich wieder schöne Dinge im Garten und in der Natur, die ich mit den Fotoapparat fest halten kann.