Man trifft sich immer wieder im Leben Erfundene Geschichte / Kapitel 4

Am nächsten Tag

Ich fahre vom Hof meines Onkels und übersehe drei Radfahrer. Schnell steige ich aus und renne zu dem Kind, das auf den Boden liegt. „Alles klar bei Dir?“, frage ich den Jungen. „Ja. Alles klar.“ Ich wende mich an den Vater. „Wenn irgendwas mit ihrem Sohn sein sollte, melden sie sich bitte bei mir.“ Der Mann räuspert sich. „Sorry. Ich bin nicht der Vater. Mein Sohn Tim ist mit Henrik befreundet. Tim wollte unbedingt seinen Freund nach Hause bringen. Die Beiden wissen, dass sie hier aufpassen müssen. Durch die hohe Hecke können die Autofahrer ja auch nicht richtig einsehen.“ Ich sehe mir die Hecke an. Stimmt. Onkel Theo könnte echt mal die Hecke schneiden. „Sie haben recht. Darf ich mich vorstellen. Henning Schuster.“ „Angenehm Jannik Becker.“ Der Junge versucht aufzustehen, klappt aber nicht so ganz. „Ich glaube, ich bringe ihn man nach Hause. Herr Becker wollen sie und ihr Sohn Tim mitfahren?“ „Das ist eine gute Idee.“ Dann klingelt sein Telefon und er geht ran. „Jannik Becker.“ Dann wendet er sich mit dem Telefon von uns ab. Kurze Zeit später legt er auf. „Meine Frau sagt, sie sind der Neffe von Herr Buschmeier.“ „Ja, das stimmt.“ „Sie sagt, Dir könnte man vertrauen.“ Seid wann sind wir beim Du frage ich mich. „Ihre Frau?“ „Ja Susanne. Früher hieß sie Ring mit Nachnamen.“ Jetzt klingelt es mir. Sanne war die Schwester von Joschi. „Wie geht es Sanne?“ „So wird sie schon lange nicht mehr genannt. Sie meint, Du solltest mal zum Essen zu uns kommen. Sorry, dass ich Dich duze. Aber wenn ich mich recht erinnere bist Du der Bruder von Christian.“ „Ja, mein Bruder heißt Christian. Woher kennst Du ihn denn?“ „Von meine Schwester Isabelle.“ „Isabelle?“ „Ja, die Beiden waren in einer Klasse. Susanne und Isabelle waren Freunde.“ Langsam kommen Erinnerungen hoch. Dann ist Jannick wohl Janni.“ „Janni haben wir Dich damals genannt.“ „Das weißt Du noch?“ „Ja.“ Wieder klingelt sein Telefon. „Ja, Sanne. Ich komme gleich. Wir bringen Henrik nur noch nach Hause.“ Dann kommt Stille und er wendet sich zu mir. „Kannst Du Henrik alleine nach Hause fahren. Meine Frau macht Stress, weil wir noch Besuch bekommen.“ „Ja. Kein Problem. Henrik meldet sich dann bei Euch, wenn er zuhause ist. Dann wisst ihr, dass ich Henrik nicht tue.“ Henrik nimmt seinen Helm ab. „Verblüffend.“ „Was?“ „Ach nichts. Sanne hatte damals eine Vermutung. Vielleicht liegt sie richtig.“ Jannick nimmt einen Zettel drauf und schreibt die Anschrift von Henrik auf.“ „Welche Vermutung.“ „Das ist totaler Blödsinn.“ Ich schüttele den Kopf. Nehme Henrik auf den Arm und setze ihn ins Auto. „Mist das geht nicht.“, sagt jetzt Jannick.“ „Was?“ „Warte. Bin gleich wieder da. Du Tim passt auf.“ Jannick geht schnell um die Ecke und kommt kurzer Hand mit einen Kindersitz um die Ecke. „Den brauchst Du. Ich habe gesehen, Du hast keine Kindersitz. Also hast Du keine Kinder. Den Sitz kannst Du bei Schneiders lassen. Wir holen ihn bei Gelegenheit ab. Wir haben genug davon.“ „Danke.“, sage ich und steige ins Auto. Jannick und Tim verschwinden aus dem Blickfeld. „So junger Mann. Dann starten wir durch.“ Kurze Zeit später kommen wir an einem Haus an. Ich nehme Henrik auf den Arm und trage ihn zur Tür. Dann klingele ich ein. Ein älterer Herr macht die Tür auf. „Meine Güte Henri. Was ist mit Dir passiert?“ „Ich habe versehentlich umgefahren.“ Der Mann sieht mich an. „Henning Schuster. Schön das sie wieder im Lande sind.“ „Kennen wir uns?“ „Ich arbeite ab und zu für deinen Vater. Komm rein.“ Ich folge ihn. „Wie heißen sie denn?“ „Wilhelm Schneider. Meine Frau wird gar nicht begeistert sein. Setz Dich. Aber vorher setzen wir den kleinen Mann auf dem Sofa ab.“ Ich nicke und wir setzen uns an den Tisch. „Darf ich Ihnen was anbieten?“ „Nein. Danke. Aber wenn was mit Henrik ist, rufen sie mich an.“ „Wo war denn der Unfall?“ „Bei meinen Onkel.“ „Echt blöde Ecke.“ Plötzlich kommt eine Frau rein und ich erstarre. Lillian aus dem Club.“ „Hallo.“ „Hallo.“, antworten wir drei. „Der junge Mann hat Henri angefahren.“ „Was?“ ruft sie und rennt zu Henrik. „Geht es Dir gut.“ „Ja. Mama. Mir geht es gut.“ „Ich glaube, auf den Schreck müssen wir was trinken. Lillian holst Du uns was.“ „Ja.“ Dann geht sie raus. „Hübsche Frau haben sie.“ Kein Wunder das sie sich was Jüngeres sucht. Herr Schneider sieht mich verdattert an. „Opa. Seit wann hast Du Mama geheiratet. Geht das überhaupt? Tochter und Vater. Dann will ich Mama auch heiraten.“, ruft Henrik dazwischen.“ „Lillian ist ihre Tochter und nicht ihre Frau?“ „Lillian ist unsere Tochter.“, sagt jemand im Hintergrund. Ich drehe mich um und eine ältere hübsche Frau steht da. „Alexandra Schneider.“, stellt sie sich vor. „Henning Schuster.“ „Oh sie sind wieder im Lande. Wie kommt das nicht ihr Vater ihr ist.“ Herr Schneider sagt dann: „Er hat Henri angefahren.“ „Henri. Geht es Dir gut?“ Sie geht zu ihn hin. „Oma es geht mir gut.“ Lillian kommt rein. „Kommt Richard heute?“, will Alexandra von ihrer Tochter wissen. „Ja. Er wollte nachkommen.“ „Ach nö Mama. Nicht Richie. Henning soll lieber dableiben.“ Lillian geht auf ihren Sohn zu. „Das entscheide immer noch ich.“ „Ich mag ihn.“ Dann dreht Lillian zu mir um. „So so. Sie sind der Sohn von altem Schuster.“ „Ja.“ „Sie bleiben hier und erzählen uns was in Amerika Trend ist. Richard muss unseren Besuch akzeptieren.“ Lillian nickt. „Ich mache mich frisch.“, sagt sie zu uns geht. Ihre Mutter geht in die Küche und kommt mit Snacks zu uns. „Eine Kleinigkeit. Bin heute viel unterwegs gewesen.“ „Warten wir auf Mama`“, fragt Henrik. Mittlerweise hat er sich zu uns gesellt. Kurze Zeit später kommt Lillian wieder zu uns. „Dann erzählen sie mir mal von Amerika.“ Ich fange an zu erzählen und dass ich einige neue Ideen mitgenommen habe. „Und die Liebe? Sie können mich ruhig Alexandra nennen.“ „Alexandra. Meine große Liebe habe ich leider verloren?“ „Was ist passiert?“, fragt sie mich jetzt. Jetzt muss ich alles auf eine Karte setzen. Vielleiht sagt Lillian sie ist Lilli. Momentmal. Kann es sein, dass Henri mein Sohn ist. „Bevor ich nach New York ging, habe ich auf einer Fete meine große Liebe gefunden. Leider konnte ich es ihr nicht sagen.“ „Wie schade. Haben sie sie wiedergefunden?“ „Das weiß ich nicht genau.“, sage ich und sehe Lillian an. Keine Reaktion von ihr. „Offensichtlich liebst Du sie noch.“, sagt jetzt Alexandra zu mir. „Wenn ich sie sehe, werde ich es wohl wissen.“, antworte ich ihr. „Mama kannst Du nicht Henning statt Richard heiraten.“ „Henrik. Das geht nicht.“ „Okay.“ Es klingelt. Lillian steht auf und geht zur Tür. Kurze Zeit später kommt sie mich Richard rein. „Richard. Das ist Henning Schuster.“ „Sie schon wieder.“ „Richard. Er ist der Gast von meinen Eltern.“ „Richard Bauer.“, sagt er zu mir und gibt mir die Hand. Er setzt sich neben mich. Die anderen in der Runde hören es nicht. „Lass die Finger von meiner Frau.“, flüstert er mir zu. Ich flüstere zurück. „Bist Du Dir da so sicher. Sie soll selbst entscheiden.“ „Ich warne Dich.“ „Schon gut. Ich halte Abstand.“, flüstere ich wütend. Wenn Lillian Lilli ist, dann ist Henrik vielleicht mein Sohn. Ich werde kämpfen. Aber das verrate ich ihn nicht. Plötzlich kommt Niklas rein. „Hallo Leute.“ Er erblickt mich. „Mensch Henning. Du hier.“ Ich nicke. Sein Vater erzählt ihn dann, wie ich hierhergekommen bin. „Ja, das nenne ich Timing.“ Alle starren ihn an. „Das Henning hier ist um das Schlimmste zu verhindern.“ „Wie meinst Du das denn?“, fragt Richard ihn. „Henning gehört doch eigentlich zu hause.“ Richard sieht ihn noch verdutzter an. Die Anderen auch außer Lillian. „Tja.“ Er sieht erst mich, dann Lillian an. „Sein Vater braucht doch Hilfe. Wie sagst Du immer Paps. Gut Ding will Weile haben. Oder so ein Quatsch. Lillian soll doch Herr Schuster Junior unterstützen. Das ist doch super, dass sie sich schon eher kennen.“ Sein Vater nickt. „So ich muss jetzt los.“, sage ich. Wir verabschieden uns. Niklas kommt mit an die Tür. „Du hast mit Lillian nicht nur geredet oder?“ „Was meinst Du?“ „Jonathan hat gesagt, Du hast sie im Club geküsst. Kennt ihr Euch doch schon länger. Bist Du der One-Night-Stand?“ „Nein. Ich war in den USA.“ Ich gehe raus und Niklas schließt die Tür hinter mir.

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