Wetter

Alle reden übers Wetter. Ich habe das Gefühl, das Wetter fährt Achterbahn. Einmal warm, am nächsten Tag kalt und dann wieder warm. Am Donnerstag soll es laut meiner Wetter App warm bleiben. Mal sehen ob sie recht hat. Wurde auch mal Zeit.

Geht die Kreativität verloren, wenn die Kinder zu viel am TV oder an der Spielekonsole sitzen?

Meine Kinder haben mir heute ein Video gedreht, was sie heute im Garten gemacht haben. Sie haben die Blumen und das Gemüse gegossen. Sie haben jeden Schritt erklärt. Ich finde es ganz toll, wenn sie so was machen. Ich muss immer daran denken, wie meine Freundin aus Berlin was witziges erzählt hat. Das Kind von ihren Arbeitskollegen glaubte, das die Milch von lila Kühen kommt. Das ist die Werbung. Zum Glück haben wir unseren Kindern erzählt, wenn die Lila Kuh im Fernseh kam, lila Kühe sind eine Erfindung der Werbung oder habt ihr schon lila Kühe bei uns gesehen. Meine Kinder schütteln den Kopf und meinten, so was gibt es nicht. Vielleicht hätte man den Kind das mal erklären sollen. Wer weiss wie viel Kinder an lila Kühe glauben. Meine Kinder haben nie dran geglaubt. Jedenfalls hatten wir auch wenig Zeit gehabt, TV zu schauen. Unsere Kinder sind Draussen – Kinder. Wenn das Wetter gut ist, dann ist es Zeit raus zugehen. Aber leider sehen das einige Eltern anders. Bei uns in der Gegend sind viele an der PS3 oder PS4. Sie gehen selten raus und wenn ein Pool im Garten steht, sind sie lieber drin. Seid mal ehrlich. Müssen Kinder in dieser Zeit Stubenhocker sein? Ist es nicht besser, die Zeit draussen zu verbringen? Ich und viele andere in meinen Alter kennen es ja. Wenn schönes Wetter war, traf man sich draussen. Von einen Elternteil wird man belächelt, wenn man sagt, es ist schönes Wetter und es wird draussen gespielt. Ich weiss nicht wie es in der Stadt ist. Aber auf den Dorf war es so und ich denke, es wäre gut wenn alle so denken würdet. Wie ist bei Euch ? Habt ihr auch schon im Umfeld bemerkt, das viele mehr in der Digitalen Welt zu hause sind. Manche Eltern leben es vor. Die Kinder haben Langeweile. Ich finde die Kreativität geht verloren. Ich lese auch lieber ein Buch als einen Film anzusehen. Da lasse ich meine Phantasie spielen. Jedenfalls entdecke ich wieder schöne Dinge im Garten und in der Natur, die ich mit den Fotoapparat fest halten kann.

Habt ihr das auch schon einmal gehabt? Alles geht schief.

Die letzten beiden Tagen waren das reinste Chaos. Erst habe ich gestern Stress auf der Arbeit gehabt, dann will ich nachmittags ein Buch auf der Terrasse legen und ein Vogel scheisst auf meinen Arm. Mein Mann sagte, das bringt Glück und ich wäre die Angeschissene. Glück hat es mir nicht gebracht. Der Stress auf der Arbeit ging heute weiter. Meine Kolleginnen meinen, ich soll es mir nicht zu Herzen nehmen. Aber ich nehme es mir zu Herzen. Letzte Woche wollte ich mein Sohn von der Schule abholen, statt rechts abzubiegen bin ich geradeaus gefahren. Mein Mann sagt immer, das ich gestresst bin. Aber warum sagt ein Kollege heute zu mir, das ich ab und zu abwesend bin und nicht zu höre. Bin ich unbewusst im Stress? Mein Vater hatte Demenz. Vielleicht denke ich auch viel zu viel darüber nach, ob ich das auch bekommen kann. Das Stress mich wenn ich drüber nachdenke, wenn ich wieder irgendwas tue, was komisch bin. Seit vor 3 Jahren meine Mutter von uns gegangen ist, habe ich mich total verändert. Dann bin ich ein neues Büro gekommen mit komischen Kollegen. Keiner wollte mit der einen Kollegin in ein Büro. Aber ich musste. Danach habe ich mich verändert, ging nicht gerne hin, wenn die Kollegen da waren. Ich habe mich total unwohl gefühlt. Dann habe ich Marotten entwickelt. Irgendwie hatte ich dann manchmal das Gefühl ich bin nicht ich. Ich funktioniere nur noch. Erst als ich das Lied gehört habe, wenn Du lebst. Das Lied hat mich aufgerüttelt. Vielleicht will ich einfach alles perfekt machen und deshalb mache ich Fehler. Aber wer keine Fehler macht ist auch kein Mensch. Aber ich mache mir trotzdem Gedanken, das irgendwas nicht stimmt. Sind zuviele Sachen. Leider finden sie es nicht. Mein Hand oder mein Arm schläft plötzlich ohne Vorwarnung ein. Ich tippe was und ich spüre mein Hand nicht richtig. Es kribbelt. Ich kann nichts dagegen tun. Seit meine Kollegen weg sind, sind diese Symtome weniger geworden. Der Schwindel im Kopf ist weniger geworden. Mein Fuss schläft auch nicht mehr ständig ein. Irgendwie muss ich einen Weg finden, das es mir besser wird. Was es ist weiss ich nicht. Gefunden haben sie nichts. Die Traurigkeit ist immer Gegenwärtig. Ich bin mir sicher ich werde einen Weg finden, das es mir wieder gut geht. Trotz das sie nichts gefunden haben. Ich gebe die Hoffnung nicht auf.

Teil 48

Der nächste Tag

Ich wache auf und Juliane ist nicht da. Verdammt. Wo ist sie? Ich sehe auf die Uhr und es ist halb acht. Dann gehe ich ins Bad und mache mich frisch. Kurze Zeit später gehe ich nach unten in den Frühstücksraum und sehe Juliane mit Frederik reden. Er hat ihr schon genug Kummer gebracht und ich gehe zu Ihnen hin. „Frederik. Reicht es nicht, das Du Juliane die Hölle heiß gemacht hat?“ Juliane nimmt meine Hand. „Nein. Ich habe Frederik angerufen. Schatz. Es war nur ein Mistverständnis. Ich will Frederik nicht anzeigen. Aber erst jetzt weiss ich genau, was ich an Dir habe. Du hast genauso wie ich gedacht, dass wir auf den Video sind. Waren wir nicht. Setz Dich.“ Dann setze ich mich zu Ihnen. Eine Frau kommt auf uns zu und setzt sich. Ich und Frederik starren sie an. „Wer sind sie?“ „Die den ganzen Schamassel versucht hat?“ „Lana?“, fragt Frederik. „Ja. Sorry Juliane. So würde ich heute auch aussehen. Wäre der Unfall nicht gewesen.“ „Was ist passiert?“ „Ich war mit einen Mark zusammen. Auf der Party habe ich Valentin gesehen. Da sind mir die Sicherungen durch gebrannt. Ich wusste nicht wo Frederik ist. Er ist aus Berlin weggezogen. Mit Frederik konnte ich über so vieles Reden. Valentin war damals ganz schön oberflächlich. Frederik hat mich immer wieder aufgefangen. Erst als ich mit Mark zusammen war, ist mir bewusst geworden. Ich habe Valentin geliebt, aber wir waren nicht für einander bestimmt. Da hatte ich eine Nacht was mit Frederik und mir war klar. Wenn ich einen Menschen wirklich liebe, dann gehe ich nicht mit jemand anders ins Bett. Bloß Frederik ist nicht mehr da gewesen. Ich war noch ein paar Monate in Berlin bevor ich nach Hannover ging. Es gibt ein Geheimnis, das keiner kennt. In Hannover wusste ich, ich muss es Frederik anvertrauen. Durch Zufall habe ich erfahren, wo er ist. Als ich dann Valentin gesehen habe, wusste ich Mark darf es auch nie erfahren?“ „Was? Warum bist Du nicht zu mir gekommen?“ „Ich sah anders aus und dann musste ich mich noch um jemand kümmern?“ „Um wen musstet Du Dich kümmern?“ „Um mein Geheimnis.“ „Welches Geheimnis?“, will ich wissen. „Frederik. Du warst damals weg. Ich konnte Dir nicht sagen, dass wir Eltern werden. Sorry. Erst in Hannover wurde mir was bewusst. Mit Valentin lief schon lange nichts mehr. Die meisten Videos haben wir gestellt, weil Valentin meinte, das wäre toll. Du hast mir zu gehört. Ich war nicht zu betrunken. Den Abend habe ich gemerkt, dass Du ein wunderbarer Junge. Am nächsten Tag warst Du weg und meine Eltern schicken mich nach meiner Tante nach München als sie wussten, was mit mir los war. Als ich zurückkam, hatte ich einen fürchterlichen Streit. Mein Kind war bei meiner Tante. Du warst nicht da. Meine Eltern dachten Valentin wäre der Vater und das wollten sie nicht. Darum sollte es keiner erfahren?“ Frederik nahm sie in die Arme. „Du siehst anders aus, aber ich erkenne Dich trotzdem. Es stimmt. Wir haben ein Kind?“ „Ja, es lebt jetzt bei mir. Nach meiner Ausbildung habe ich es zu mir geholt. Ich wohne jetzt Cuxhaven. Weit weg von meiner Familie.“ „Darf ich mein Kind kennenlernen.“ „Ja.“, haucht sie ihn ins Ohr. Ich höre es aber. „Warum sollte Valentin nicht der Vater sein?“ „Meine Eltern haben herausgefunden, dass Valentin der Sohn von meinen Onkel ist. Alle haben gedacht, sein Vater wäre sein Vater. Das stimmte nicht. Als meine Eltern das durch Zufall rausbekommen haben, wussten meine Eltern nicht wie sie damit umgehen sollten. Dann war ich noch schwanger. Wenn Valentin der Vater wäre, sogar von meinen eigenen Cousin.“ „Wer ist denn jetzt der Vater?“, frage ich. „Frederik.“ „Bist Du Dir da sicher?“, fragt Juliane jetzt. „Hundertprozentig. In den Zeitraum habe ich nur einmal mit Frederik geschlafen. Valentin war damals für zwei Monate in Frankreich. Und die anderen Videos sind Fake. Valentin und ich haben uns einen Spaß damals rausgemacht. Kevin, Lotta, Samuel und Leila haben den Spaß einfach mitgemacht. Sie waren genauso oberflächlich wie mal war. Erst als Valentin in Frankreich war, haben sie mich nicht mehr beachtet. Nur Frederik war für mich da.“ Valentin und Ilona kommen rein. Ilona geht gleich auf Lana zu. Valentin hält Abstand. Dann winkt Ilona ihn zu und er kommt auf uns zu. „Erkennst Du Lana?“ „Du hast Dich verändert Lana?“ „Du auch Valentin.“ „Weisst Du was gut ist?“ „Was?“ „Das wir nicht geheiratet haben und Kinder haben?“ Ilona sieht die Beiden an. „Ilona. Ein Geheimnis habe ich. Meine Eltern haben mir damals was gebeichtet?“ „Was?“ „Bevor wir heiraten, muss Du wissen, Lana ist meine Cousine. Ich bin aus allen Wolken gefallen. Soll ich Dir noch was sagen?“ Was? “ „Das haben sie mir erst gebeichtet als Lana nach Hannover ging.“ „So spät?“, fragt Lana. Valentin nickt. „Bleiben wir in Kontakt. Wie ich sehe, hast Du Freddie wieder gefunden?“ „Ja, habe ich. Wir gehen jetzt. Familienzusammenführung.“ „Wie Familienzusammenführung.“ „Das erzähle ich Dir ein anderes Mal.“, sagt Lana und grinst. „Frederik?“ „Ja. Valentin.“ „Pass auf meine Cousine auf.“ „Mache ich.“ Dann sind Frederik und Lana verschwunden. Juliane sieht mich an. „Was ist Juli?“ „So ähnlich seid ihr gar nicht. Bloß auf dem Video sieht man Euch nur von der Seite. Da seht ihr wirklich ähnlich aus.“ „Das stimmt Juliane.“, erwidert Ilona. „Ich möchte wissen, wer das Video ins Netz gestellt hat.“ Plötzlich steht Mark hinter uns. „Das kann ich Euch sagen.“ „Wer?“, fragen wir Mark. „Frederik, Valentin, Ilona, ich und Lana waren es nicht. Sondern Jochen.“ „Jochen?“, fragt Ilona. „Ja, er will nicht, dass ihr beiden heiratet?“ „Wie kommt er ans Video?“ „Das weiss nicht. Jedenfalls hat er ganz schön für Aufregung gesorgt.“ „Wer ist Jochen?“, frage ich. „Mein EX.“, sagt Ilona. Weiter erwidert sie noch. „Der hat eine Meise. Er will immer noch, das ich zurück komme.“ „Willst Du das denn oder heiratest Du mich aus Liebe.“ „Das zweite.“, gibt sie als Antwort und küsst Valentin. Dann gehen die Drei weg. Juliane und ich bleiben alleine zurück. „Ganz schön Aufregung, oder.“ „Ja, Phil. Wir haben damals das Video angesehen. Frederik hat gesagt, wir wären während des Videos eingeschlafen. Geküsst haben wir uns schon.“ Dann beuge ich zu ihr. „Ich liebe Dich.“, sage ich ihr und küsse sie dann. „Was machen wir jetzt Phil?“ „Ich bringe Dich hier weg.“ Simon kommt. „Ja, es ist besser. Meinen Vater habe ich informiert. Er erwartet Dich am Montag in der Firma. Bis dahin hat er Euch beiden freigestellt. Sind nur vier Tage. Aber immer hin. Merle wird deinen Job hier zu Ende machen. Sie hat das gleiche gelernt wie Du Juliane. Ihr beide würdet Euch ergänzen. Jen weiss Bescheid. Euch Beiden noch schöne Tage. Komm los mit Euch.“ Ich stehe auf und ziehe Juliane zu mir hoch. „Dann los.“ Schon sind wir weg.

TEIL 47

Dieses verdammte Video bringt nur Verwirrung

Als ich auf dem Bett sitze, schaue ich mir das Video immer wieder an. Das Video kommt mir bekannt vor. Es war damals wie ein Traum. Momentmal was habe ich da auf den Arm. Ich zoome meinen Arm ran. Ein Tattoo. So was würde ich nie auf meinen Abend platzieren. Dann sehe ich meinen Arm an. Hatte ich damals in betrunkenen Kopf ein Tattoo drauf gemacht. Es klopft und ich denke es ist Simon. „Herein Simon. Die Tür ist offen.“ Als sich die Tür öffnet, erblicke ich nicht Simon sondern Frederik. „Was willst Du hier?“ „Oh. Du hast das Video auch. Ich habe es in groß mitgebracht. Lana wir schauen es uns noch mal genau an. Auch die anderen Videos?“ Was für Videos? Frederik stellt sein Laptop hin und hängt ein Plakat auf. Ach Quatsch kein Plakat. Eine Wand wo man von Laptop die Sachen grösser sieht. Verdammt wie es noch mal. Ich habe mich mit dem technischen Zeug noch nie wirklich befasst. Dann nimmt Frederik sein Laptop mit und fängt mit dem ersten Video an. „Das ist noch harmlos. Lana. Schau hin. Später ich will das gleiche Programm von Dir.“ Ich bin immer noch sprachlos. Was meint er damit, das gleiche Programm. Wir sehen ein Video nach den Anderen an. Einmal mit mir und einmal mit Phil. Immer im Wechsel. Verdammt wer sind die anderen beiden Jungs auf dem Video. Phil erkenne ich, aber wer sind die anderen. Dann kommen wir zu dem Video, was ich auch auf meinen Laptop habe. „So meine Liebe, das ist die Krönung gewesen. Du und Valentin.“ Wer ist Valentin. „Damals in Hannover ward ihr so besoffen. Ich habe Euch das Video im Hotelzimmer vorgespielt und ihr solltet mir zeigen, wie man so in Fahrt kommt.“ Momentmal Hannover, Hotelzimmer. Verdammt. Es war kein Traum. Wir sind das nicht, sondern jemand anders. Er verwechselt uns. Ich habe mich nie Lana genannt auch Phil nie Valentin. Frederik spricht weiter und unterbricht meine Gedanken. „Lana. Ich verstehe ja, dass Euch das peinlich ist. Aber als ich Dich gesehen habe, sind mir die Videos eingefallen, die mir Valentin gezeigt hat. In Hannover seid ihr beide nicht drauf eingestiegen.“ „Du verwechselt mich.“ „Das glaube ich nicht. Das hast Du in Hannover auch gesagt.“ Frederik rückt näher und küsst mich. Dann versucht er mich auszuziehen. Ich wehre mich. Plötzlich steht Phil hinter ihn und schlägt ihn was auf den Kopf. Frederik sackt zusammen. „Phil wo kommst Du denn her?“ „Wolltest Dich wohl mit ihn vergnügen?“, sagt er wütend zu mir. „Genauso wie mit den anderen Kerlen?“ Simon kommt rein. „Welche anderen Kerle?“ „Die in den anderen Videos. Andere Frage Phil, wer sind die Frauen? Warum nennst Du Dich Valentin?“ Phil starrt mich an als ich ihm diese Fragen stelle. „Welche anderen Frauen?“ „Siehe die Videos von dem Laptop an.“ Phil setzt sich neben mir und sieht die Videos an. Frederik wacht wieder auf. Gott sei Dank, er lebt. Sonst wäre Phil noch in den Knast gewandert. Simon spurtet auf uns zu und hält Frederik fest. „Wer ist das auf den Videos?“, fragt Simon Frederik. „Das sind Lana und Valentin.“ „Woher kennst Du sie?“ „Sie sind mit mir in die Schule gegangen. Aber warum fragst Du die Beiden nicht selber?“ „Ich frage Dich. Wann warst Du mit Ihnen in einer Klasse und wo?“ „Wir waren in der zehnten Klasse zusammen. Ich war neu in Berlin. Lana und Valentin war die Superstars der Schule.“ Ich sehe erst Phil, dann Simon und zu guter Letzt Frederik an. „Du Frederik. Ich war noch nie in Leben in Berlin auf einer Schule.“ Phil sieht mich an und dann Frederik. „Ich auch nicht.“ „Wer seid ihr?“ Plötzlich steht jemand in der Tür. „Mark. Bruderherz.“, sagt Simon. Phil und ich sehen zu ihm hin. Frederik sagt. „Hallo Mark.“ „Hallo Freddie. Was ist hier los?“ „Mark. Der Typ meinte, meine Verlobte würde Lana sein.“ Mark kommt auf mich zu. „Wo ist deine Armbemalung? Tätowierungen bekommt doch nicht so weg Lana. Was hast Du gemacht?“ „Blöde Frage. Kennen wir uns?“ „Lana. Wir waren mal zusammen?“ „Ich bin nicht Lana. Tätowieren würde ich mich nie. Aber wenn der Lana gefällt. Dann soll sie es machen.“ Mark wendet sich zu Phil hin. „Wieso Verlobte?“ „Mark. Eine lange Geschichte.“ Ja, wieso verlobt. Einen richtigen Heiratsantrag habe ich von Philipp nicht bekommen. „Wie heisst Du?“, wendet er sich an mich. „Ich heiße Juliane.“ Mark lacht. „Lana hatte Recht. Damals in Hannover sagte sie, da ist jemand auf der Party, das könnte sie sein. Ich habe es damals als Blödsinn abgetan. Phil hatte ich kurz gesehen. Simon ist mit einer heissen Braut abgezogen. Lana hatte sich kurz vorher von ihren Freund Valentin getrennt bevor sie zum Studieren nach Hannover ging.“ „Kennst Du Valentin?“ „Nein. Ich habe ihn nie kennengelernt. Lana meinte, sie hätte ihn auf der Party gesehen. Sie hat nicht verstanden, warum er da war. Valentin wüsste doch gar nicht wo sie wohnt.“ „Momentmal. Verstehe ich das richtig?“, fragt jetzt Frederik, der wieder normal wurde. „Was verstehst Du richtig?“ „Die Beiden haben einen Doppelgänger und die Doppelgänger waren mal zusammen?“ „Keine Ahnung.“ „Was machst Du hier eigentlich Mark?“, will Simon wissen. „Dich und deine Perle besuchen. Papa hat gesagt, das Du mit Merle hier bist.“ Kurze Zeit später kommt Merle rein. „Seht mal, wen ich getroffen habe. Phil war auf den Flur. Er sagt immer, er ist nicht Phil. Aber er sieht wie Philli aus.“ Dann stockt sie und starrt Phil an und dann den Typ, er hinter ihr steht. „Lana?“, fragt der Typ. „Ich bin nicht Lana. Genauso wie Du nicht Phil bist, oder? Du bist Valentin.“ Der Typ nickt. „Was wird hier eigentlich gespielt?“ Dann fange ich an zu erzählen und alle hören zu. Valentin sieht Frederik an und sagt: „Du hast mich und Lana benutzt. Ich habe nie verstanden, warum sie auf mich sauer war. Woher hast Du unsere Videos? Frederik sagt schon.“ „Ich habe sie mir damals heimlich von Dir runtergeladen.“ Valentin sieht wütend aus. Eine junge Frau kommt rein. „Valentin. Hier bist Du ja.“ Dann starrt sie erst auf Valentin und dann auf Phil. „Ihr sehr ja fast gleich aus? Hast Du einen Zwillingsbruder? Warum sagst Du nicht, dass es Dich mehrmals gibt. Jetzt verstehe ich auch, warum Du vorhin nicht reagiert hast.“ Ich sehe Ilona an. „Und wer bist Du?“ „Ich bin Valentins Verlobte. Mein Gott Lana.“ Dann stockt sie. „Du bist nicht Lana?“ „Woran merkst Du das?“, fragt Valentin. „Weil Lana jetzt total anders aussieht.“ Wir starren sie alle an. „Sie hatte einen Unfall und musste neu erfunden werden. Die Lana gibt es nicht mehr. Mark. Hast Du noch zu Lana Kontakt?“ „Nein Ilona. Wir haben uns damals gestritten. Sie wollte zurück und jemand was sagen.“ „Wen?“, will Valentin wissen. „Das weiss ich nicht. Ich weiss nur, dass sie Dich geliebt hat. Aber sie hat auch gesagt, ihr könnt nicht zusammen sein.“ „Warum nicht?“, fragt Valentin Mark. „Ich weiss nicht genau. Sie sagte, Du willst keine Kinder. Sie will Kinder. Jemand anders liegt ihr am Herzen. Das wäre ich aber auch nicht. Wir haben uns getrennt. Sie wollte in die Heimat. Aber da ist sie nicht angekommen, weil sie einen Unfall hatte. Ich hatte gedacht, sie hätte nicht überlebt, weil sie sich nicht gemeldet hat.“ „Doch hat sie.“, erwidert Ilona. „Sie wollte damals mit Freddie reden. Er soll die Videos nicht veröffentlichen.“ „Habe ich auch nicht gemacht.“, sagt jetzt Frederik. „Wer dann?“ „Keine Ahnung. Woher hast Du die Videos?“ „Ich habe sie mir damals von Valentins PC runtergeladen. Dann habe ich sie total vergessen bis ich ein Video im Netz gefunden habe. Dann ist Juliane aufgetaucht und alles ist wieder hoch gekommen.“ „Warum habt ihr Euch eigentlich gestritten?“, fragt Frederik Valentin. „Wegen Dir. Sie hatte sich in Dich verliebt. Ich wollte es nicht wahr haben. Darum ist nach Hannover gegangen. Ich habe sie dann mit Mark gesehen und wusste, ich habe verloren.“ „Sie wollte zu mir?“ „Ja.“ „Ich muss mich bei Euch beiden entschuldigen.“, sagt Frederik. „Ich wollte nur, das Lana einfach zu mir sagt, sie würde das Gleiche fühlen wie ich für sie.“ „Schon gut. Vielleicht sollten wir heute ein Break machen. Ich bin müde.“, sage ich. Alle nicken und gehen. Phil bleibt an der Tür stehen. „Soll ich auch gehen?“ „Nein, Du darfst bleiben.“ Dann schließt Philipp die Tür und die anderen sind verschwunden. Phil setzt sich aufs Bett. „Ist es Dir wirklich recht?“ „Ja. Ich brauche jemand, der hier ist.“ Er nickt und lehnt sich zurück. Ich lege mich in seinen Armen und schlafe ein.

Kinder an die Macht

Kennt jemand noch das Lied, wo drin vorkommt, Kinder an die Macht. Sie wissen nicht was sie tun. Diese Textzeile habe ich mir gemerkt. Kinder sehen vieles anders. Manch Erwachsener vergisst es und durch ihre Kinder sehen sie es auch anders. Sehe die Welt durch Kinderaugen, dann siehst Du was wirklich zählt.

Aber ganz ehrlich. Muss der Handelskrieg zwischen USA und China sein. Wenn man in Dezember noch glaubt, das es keine Auswirkungen auf die Digitale Welt hat, irrt sich. Wie viel wird in China produktziert was amerikanische und europäische Welt mit in einen Gerät verbaut. Was krass ist, Ü Eier sind in den USA verboten. Aber Waffen sind erlaubt. Die Logik verstehe ich nicht. Versteht ihr das? Aber wieder zu Digitalwelt. Viele haben ein Smartphone, Tablet oder Laptop von einer chinesichen Firma. Funktioniert dann irgendwann gar nichts mehr. Wir Europäer müssen unser eigenes Netz aufbauen. Wir machen uns von denen abhängig. Warum haben wir sowas noch nicht? Wir müssen in Europa zusammen wachsen und für solche Sachen gemeinsam eine Lösung finden. Wenn man ein Gerät aus China wie Honor oder Huawei hat, nicht gleich ein neues Handy zukaufen, nur weil die Amerikaner meinen Zölle drauf zulegen. Wir sind die Dummen. Es muss eine Lösung für uns Europäer geben, das man nicht gleich wechseln müssen. Das nervt total. Erst wenn es einen betrifft wird man hellhörig. Meistens zu spät. Aber unsere Kinder wollen das nicht. Sie wissen es richtig doof. Also Kinder an die Macht, sie sehen es mit anderen Augen. Was meint ihr?

Ist es wirklich nötig Handelskriege zu führen. Was sagen eure Kinder?

Kriege gibt es schon genug. Warum kann man nicht friedlich zusammen leben?

In den einen Lied singt jemand. Der Krieg schickt dir eine Einladung, aber Du gehst nicht hin. Oder so ähnlich.

Ganz ehrlich. Ich gehe auch nicht hin. Frieden in der Welt ist wesentlich schöner. Wir müssen eh schon was für unseren Planeten tun sonst müssen wir uns bald einen neuen Planeten..

Ich hoffe, ich und meine Kinder werden es nicht mehr erleben. Aber was ist mit unsere Nachfahren? Was ist wenn Europa für Klimaschutz ist und andere Länder nicht. Was macht es für einen Sinn.

Meine Kinder wollen eine friedliche uns saubere Welt haben.

Was wollt Ihr?

Europawahl

Habt ihr Euch schon mal Gedanken gemacht, ob wir schon zu ein Europa zugewachsen sind? Ich bin Deutsche, aber auch Europäerin. Es gibt immer Leute, die wollen nicht alles aktzeptieren, was die EU vorschlägt. Es muss einen Mittelweg geben, um alle zu einen Europa zusammen zu wachsen lassen. Erst wenn wir alle zusammen wachsen sind wird stark und können gemeinsam alle Probleme lösen. Die EU hat ja schon einiges geschafft. Manchmal vermisse ich trotzdem die D-Mark, weil ich das Gefühl habe durch den Euro ist alles teurer. Meine Kinder kennen nur den Euro. Durch Euro ist vieles leichter geworden. Aber nicht alle machen mit den Euro mit. Ich wäre auch gerne gefragt worden, welche Währung wir haben möchten wie in anderen Ländern. Uns hat man nicht gefragt. Ich verstehe auch, das Leute alle EU Massnahmen nicht so toll sind. Aber wie soll wir ein Europa werden, wenn wir alles ablehnen. Wie stellt ihr Euch die EU vor? Wie seht ihr die EU in zehn Jahren? Was erwartet ihr? Und ganz ehrlich. Der Brexit dauert viel zu lange. Man kann doch nicht alles haben ohne was dafür zu tun oder zu geben. Das wird ein ständiges Thema wohl bleiben. Was meint ihr? Wir sind Europäer und müssen zusammen halten. Was können wir tun, um Europa besser zu machen? Das alle gleich sind? Bis jetzt habe ich keine Lösung.

TEIL 46

Das Gespräch und die Verwirrung

Als ich in Hamburg ankomme, unterhalte ich mit meinen Vater. Erst rufe ich Ariane ein. Sie kommt und ich stelle ihr meinen Vater vor. Ariane ist total begeistert bis ich sage, ich würde meine Verlobte anrufen. Ich habe meinen Vater in den Plan eingeweiht und den Namen meiner wahren Verlobten genannt. Ariane sitzt ganz brav da. Dann rufe ich Maja an. Sie kommt und erstarrt. Maja und Ariane gehen aufeinander los bis mein Vater Stopp ruft. Wir sehen ihn an. „Liebe Ariane. Liebe Maja. Ihr seid beide nicht mit meinen Sohn verlobt. Sonst hätte er sich anders verhalten. Zweitens passt die Beschreibung, die ich von meiner Mutter habe, auch nicht.“ „Welche Beschreibung?“, fragen sie gleichzeitig. „Tja. Wie soll ich es sagen? Nett, Zuvorkommend, Hilfsbereit und mein Sohn würde sie den ganzen Tag anhimmeln. Sie würde in der Firma von Alfred arbeiten.“ „Wer ist Alfred?“, wollen beide wissen. „Alfred ist ein guter Freund. Ich habe gefragt, ob bei ihm eine Ariane oder Maja arbeitet. Er verneinte es.“ Ich sehe meinen Vater an. Das hat er gemacht? „Meine Mutter hat auch gesagt, dass ich ihre Eltern kenne.“ Maja und Ariane zischen streitend ab. „Du bist Schuld. Ich war erste.“ „Du warst nie erste.“ „Woher willst Du das wissen?“ „Weil es ein Video gibt.“ Dann ziehen sie ab. Was für ein Video? Mein Vater spricht mich an. „Also Du liebst wirklich die Tochter von Wilhelm?“ „Ja. Woher weisst Du?“ „Also ich Dich nicht erreicht habe, habe ich bei meiner Mutter angerufen. Sie hat mir erzählt, das Du eine wunderbare Freundin hast und dein Versprechen einhalten willst.“ Ich bin perplex. „So habe ich auch gedacht.“ „Wie?“ „Ich habe es nicht verstanden. Dann erzählte es mir deine Grossmutter. Du hast Sie damals schon vergöttert. Wilhelm und ich haben unsere Späße daraus gemacht. Wir haben uns immer einmal im Jahr ohne Kinder getroffen. Ab und zu ist Dir Wilhelm auch über den Weg gelaufen. Du hast ihn aber nie nach Julchen gefragt.“ „Ja, ich weiss. Ich war erstaunt als ich Wilhelm gesehen habe. Damals konnte ich ihn nicht einordnen.“ „Ich freue mich für Dich.“ „Danke Paps. Und jetzt?“ „Ich habe Juliane nur auf Fotos gesehen. Eine Zeit sah sie aus wie ein Junge. Aber das letzte Bild was ich sah, da hatte sie lange Jahre.“ „Ja, das stimmt.“ Ich zeige ein Foto von mir und Juliane. „Nett sie aus. Ich hoffe, sie immer noch so nett wie damals.“ Ich lache. „Frech ist sie?“ „Wenn ihr heiratet, dann möchte ich so schnell wie möglich hübsche Enkelkinder.“ „Wie bitte?“ „Damit ich beschäftigt bin und Du hier den Laden mit Mia schmeißen kannst.“ „Das hat ja wohl noch Zeit.“ Mein Vater lacht. „Ja, lass Dir nicht zu lange Zeit.“ „Ein paar Jahre solltest Du da noch drauf warten.“ Dann klingelt mein Handy. Ich gehe ran. „Hallo Simon. Alles klar?“ „Nichts ist klar. Ich schicke Dir gleich ein Video. Sag mir, wer hat das gefilmt?“ „Was für ein Video?“ „Dein erstes Mal.“ „So ein Blödsinn.“ „Sehe es dir an. Und ich bin da nicht auf den Video. Das hat mit die Frau aus den Video bestätigt.“ „Ja, schicke es auf meine Mail. Ich sehe es mir an, wenn ich in meinen Büro bin.“ Dann lege ich auf. „Was siehst Du Dir an?“ „Ein Video, was wohl sehr pikant ist.“ Das Handy von meinen Vater klingelt. „Wir reden später.“ Ich nicke und gehe in mein Büro. Was für ein Video? Als ich in Büro ankomme, setze ich mich an meinen PC und fahre ihn hoch. Dann öffne ich das Mail Fach. Verdammt viele Mails. Die oberste ist von Simon. Ich öffne sie und ein Video ist im Anhang. Das sehe ich mir gleich an. Was macht Simon mit der Frau? Momentmal. Er sagt, er ist es nicht. Wer sonst? Wer ist das Mädchen? Das Mädchen kommt mir bekannt vor. Ich rufe Simon an. „Sag mal, warum schickst Du mir das Video? Du bist drauf. „Nein. Du und Juliane.“ „Wie ich und Juliane?“ „Hast Du mir nicht von dem Traum erzählt?“ „Ja.“ „Der Traum war Realität. Aber wir versuchen es rauszubekommen, wer es ins Netz gestellt hat.“ Dann legt er auf. Juliane ist das. Hat Simon mit ihr geschlafen und gefilmt. Wollte er mir eins auswischen? Es verwirrt mich. Ich versuche Juliane zu erreichen. Sie geht nicht dran. Dann versuche ich Simon zu erreichen. Er geht auch nicht dran. Verdammt. Haben die Beiden was mit einander?

Das Video

Zwei Tage später erhalte ich eine Mail von Ole. Wieso von Ole? Ich öffne sie. Wieder ein Video mit der Bemerkung. Euer erstes Mal und es sollte nur Euch beiden gehören. Ich öffne das Video. Da sind Juliane und ich drauf. Verdammt. Das ist das gleiche Video wie von Simon. Aber diesmal bin ich drauf. Ich schreibe Ole zurück. Woher das Video hat? Dann schreibt er mir eine Erklärung. Das ist unfassbar. Aber wer das Video ins Netz gestellt hat und woher es kommt, weiss keiner. Also, war es auf Sylt nicht das erste Mal für uns. Wir haben es nur verdrängt. Als ich morgens aufwachte, war sie nicht mehr da. Ich dachte, es wäre ein schöner Traum gewesen. Aber ich einen Beweis dafür, dass es nicht so ist. Ole hat Recht. Das Video sollte wirklich nur uns gehören. Ich leite alles in die Wege, damit das Video aus dem Netz kommt. Hoffentlich haben es nicht allzu viele gesehen. Ich muss nach Juliane und rufe meinen Vater an. „Paps.“ „Ja. Ich muss nach Juliane.“ „Ist was passiert?“ „Jein. Das erkläre ich Dir später.“ „Okay. Bringe sie mit.“ „Mache ich.“ Schnell fahre ich zur Wohnung und packe einige Sachen ein. Ich ziehe das jetzt durch.