Teil 40

Phils Telefonat

Mitten in der Nacht ruft Simon mich an. Ich bin noch wach, weil ich die ganze Zeit darüber nachdenke, ob ich zu Juliane fahre. „Simon. Du rufst aber spät an.“ „Ja, Phil. Ich war eben noch mit einem Kumpel in einer Bar. Weisst Du wer mir über den Weg gelaufen ist?“ „Nein. Wer?“ „Da wollte jemand seinen Liebeskummer ertränken. Genau wie Du das momentan machst.“ „Ach Quatsch.“ „Na gut. Betrinken tust Du Dich ja nicht. Aber Du ziehst Dich zurück.“ „Ja. Ich kann einfach nicht glauben, was ich gesehen habe. Mein Gefühl sagt mir, das hier irgendwas faul ist.“ „Da könntest Du Recht haben.“ „Wie meinst Du das? Wen hast Du denn jetzt getroffen?“ „Jen und Juliane.“ „Okay. Hat Jen Liebeskummer wegen Matti?“ „Nein. Juliane wegen Dir.“ „Wegen mir? Das glaubst Du doch selbst nicht.“ „Wolltest Du sie heiraten?“ „Ja. Das weisst Du doch.“ „Tja. Frederik hat sie geküsst und Juliane hat ihn in die Wüste geschickt. Eigentlich wollte sie mit Dir reden. Du warst weg und Frederik hat sie dann nach Hause gebracht. Frederik meinte, er dürfte sich dafür ein Kuss abholen. Jedenfalls war sie so betrunken, das sie nicht schnell reagiert hat und war verwirrt. Besonders weil sie Frederik von Vorderrhein gesagt hat, das da nichts läuft. Das hat Jen auch gesagt. Jedenfalls hat sie ihn zurückgestoßen. Sie hat gesehen, dass dein Auto weggefahren ist. Juliane wollte es Dir erklären, aber Du bist so stur. Schaltet einfach dein Handy aus. Sie hat nie die Möglichkeit Dir das zu erklären. Dass sie so verhalten reagiert, das ist die Schuld von meinen Vater.“ „Wie soll ich das verstehen?“ Simon erzählt mir, was er von Jen und Juliane gehört hat. Ich schüttle den Kopf. Mein Onkel hat wirklich den Gerüchten geglaubt. „Was soll ich tun?“ „Fahr hin und kläre das.“ „Meinst Du sie redet noch mit mir?“ „Verdammt sie liebt Dich. Nur wegen meinen Dad reagiert sie so. Mach ihr klar, dass es nicht so ist. Fahre ein paar Tage mit ihr weg. Erkläre es ihr. Du liebst sie und sie lieb Dich. Was willst Du mehr? Ihr seid wie die zwei Königskinder. Setz einen Punkt. Du bist dran. Ich habe nie geglaubt, dass sie so drauf ist.“ „Ich ja auch nicht.“ „Warum hast Du so reagiert?“ „Ich dachte, sie wollte mir nur zeigen, dass wir keine Beziehung haben können. Nur Freunde zu sein. Das konnte ich einfach nicht. Aber was ich jetzt alles weiss, ändert vieles. Ich rede erst mit deinen Vater und mache dann Nägel mit Köpfen.“ „Macht das. Wir sehen uns.“ „Ja. bis bald.“ Dann lege ich auf. Am nächsten Morgen gehe ich gleich zu meinen Onkel und kläre es. Onkel Alfred ist nicht begeistert. Dann handeln wir einen Deal aus. Er beinhaltet auch, das ich mit Juliane alles einrenke und wenn nötig ein paar Tage mit ihr wegfahre. Ich soll mir Zeit nehmen und sehen wohin der Weg führt. In Endeffekt weiss ich ja, wo unser Weg hingeht. Ich hoffe Juliane geht mit mir den Weg gemeinsam. Sie soll erst mal im Unternehmen bleiben bevor ich sie nach Hamburg hole. Das war auch eine Voraussetzung. Auch das ich mit meinen Vater darüber gebe. Ich soll auch Simon noch unterstützen. Er findet es gut, dass ich Simon zum Zweitwerk geschickt habe. Zum Glück weiss er nicht den wirklichen Grund. Bis alles geklärt habe, ist es schon nachts. Mein Vater und ich haben ein langes Gespräch geführt. Soll ich jetzt zu Juliane fahren oder auf morgen früh fahren. Nein. Ich fahre jetzt und steige in mein Auto. Wir müssen das jetzt regeln und nicht nach hinten ziehen. Die ganze Fahrt überlege ich mir, ob sie mich reinlässt. Verdammt schon wieder Stau. So komme ich gar nicht an. Gegen fünf Uhr morgens bin ich dann vor ihrer Haustür. Soll ich klingeln oder soll ich noch zwei Stunden warten. Quatsch. Ich schiebe es nur raus. Eigentlich weiss ich was ich will und klingele.

Teil 39

Was ist das denn?

Jen und ich sind Essen. Vor zwei Wochen war Phil da und seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört. Frederik bin ich aus dem Weg gegangen. „Sag mal Juliane. Frederik hat Dich echt geküsst und Du meinst Phil hat es gesehen.“ „Ja. Glaube schon. Ich erreiche ihn nicht.“ „Das heisst heute Nacht machen wir einen drauf.“ Ich nicke. Nachdem Essen gehen wir in verschiedene Bars. Jeden Tag hat Jenna mich gefragt, was mit mir ist. Erst heute habe ich es ihr erzählt. Daraufhin hat sie gesagt. Wir machen eine Kneipentour. Morgen haben wir uns beide frei genommen. Jedenfalls besuchen wir einige Bars und trinken vieles durch einander. Dann sehe ich jemand. „Warte mal.“ Dann stehe ich auf und gehe auf ihn zu. „Hallo Simon.“ Simon dreht sich um. „Hallo Juli. Heute ohne Freund?“ „Ich habe keinen Freund. Meine letzte Beziehung wollte mich heiraten, dann hatte ich ihn zu einem Bowlingabend mitgenommen. Jedenfalls ist da einiges schief gelaufen. Wir wollten reden, aber er geht nicht ans Telefon.“ Frederik kommt um die Ecke. „Ach machst Du Dich schon an den Nächsten ran. Ich denke, der andere Typ war deine große Liebe.“ Simon sieht Frederik an. „Wen meinst Du?“ „Dieser Chaot Phil. Wegen ihn hat sie mich zum Affen gemacht.“ Er sieht erst Frederik und dann mich an. „Können wir reden Juliane?“ „Ja. Simon. Frederik zieh Leine.“ „Ja. Mache ich. Mit Dir möchte ich nicht gesehen werden. Du gehst ja mit jeden ins Bett.“ Dann verschwindet er. „Du willst von dem Typen nichts. Warum hast Du ihn denn geküsst?“ „Nicht ich sondern er hat mich geküsst. Dann habe ich ihn zurückgestoßen. Jedenfalls werde ich das Gefühl nicht los, das Phil nur ein Teil mitbekommen hat. Als ich ihn weggestoßen habe, meinte ich Phil gesehen zu haben.“ „Bist Du da sicher?“ „Hey Leute. Ich bin Jen.“ „Hallo Jen. Ich bin Simon. Schön Dich kennen zu lernen.“ „Ja. Simon. Jetzt sagt. Was machst Du hier?“ „Nach den Rechten sehen. Phil wollte es nicht. Also hat mich Alfred los geschickt.“ Jen sieht Simon an. „Du bist der Sohn vom Chef?“ „Jip.“ „Mist. Sag keinen, dass wir Julianes Liebeskummer ertränken. Frederik hat eine Meise.“ „Juliane und er waren nie zusammen?“ „Nein. Juliane konnte ihn von Anfang an nicht ausstehen, weil er ihr ständig an die Wäsche wollte. Sie hatte die Nase von Männern voll. Dann tauchte Phil auf und Frederik tat so als ob sie ein Liebespaar wären. Meine Güte haben die Beide sich gezofft. Juliane hat nicht alles mitbekommen. Sie verstand bloß nicht, warum Phil plötzlich weg war. Es wäre doch ihr bester Freund und sie hätte sich ihn verliebt. Aber sie dürfen nicht zusammen sein, weil sie was versprochen hat.“ Simon fragt nach. Jen erzählt alles, was ich ihr erzählt habe. Dann sieht er mich an und fragt: „Warum hast Du es Phil nicht gesagt?“ „Wollte ich. Aber er war nicht mehr da.“ Den ganzen Abend unterhalten wir. Jen und ich trinken einen Cocktail nach den Anderen. Simon bringt mich und Jen zu mir nach Hause. Mehr weiss ich auch nicht mehr. Am nächsten Morgen wache ich auf. Jen liegt auf der Couch und ich in Bett. Boah. Ist mir übel und übergebe mich erstmal in der Toilette. Jen steht in der Tür. „Verträgst wohl nicht viel.“ „Eigentlich schon. Der letzte Drink war schlecht.“ Jenna lacht. „Ich gehe jetzt. Wenn Du was brauchst melde Dich.“ „Ja, mache ich.“ Dann geht Jen. Nachmittags beruhigt sich mein Magen und lege mich ins Bett.

Teil 38

Neue Umgebung

Ich werde von meinen Kollegen nett empfangen. Sie zeigen mir meinen Arbeitsplatz. Mein Kollegin Jen zeigt mir alles. „Wir können uns duzen. Aber nur wenn Du es möchtest.“ „Ja. Ich heiße Juliane.“ „Ich heiße Jenna. Alle nennen mich nur Jen.“ „Kommst Du von ihr? Der Name ist so ungewöhnlich?“ „Ja. Meine Mutter ist Amerikanerin und mein Vater ist Deutscher. Die ersten Jahre haben wir in Amerika gelebt. Dann hat mein Vater in Deutschland einen Job bekommen und wir sind hier hergezogen. Mein Bruder John studiert hier BWL. Und Du?“ „Ich komme gebürtig aus Schaumburg. Damals sind meine Freundin und ich nach Hannover gezogen. Wir sind in der gleichen Firma angefangen. Wenn es mir in Hannover zu viel wird, fahre ich in die Einliegerwohnung, die im Haus meiner Eltern liegt.“ „Auch in Hannover?“ „Nein. Wir wohnen im Landkreis Schaumburg. Ich bin halt ein Dorfkind.“ Jen schmunzelt. „Das sagt unser Kollege Matti auch.“ „Wieso auch.“ „Ja, er kommt aus einen kleinen Kaff nähe Hamburg. Frag mich nicht wie es heisst.“ Es klopft an die Tür. „Moin.“ „Moin. Matti. Darf ich Dir vorstellen. Das ist Juliane. Unsere neue Kollegin.“ „Hallo schöne Frau.“ Jen wirft ihn giftige Blicke zu. „Schon gut Jenna. Heute Abend Treff?“ „Ja, Juliane kommt auch mit.“ „Wohin?“, frage ich. „Wir und ein paar Freunde gehen Bowlen.“ „Okay.“ Vielleicht komme auf andere Gedanken und denke nicht so viel über Phil nach. Ihn zu sagen, dass meine Gefühle sich ihn gegenüber verändert haben, war schwer für mich. Ich liebe ihn doch. Aber sein Onkel hat mir wörtlich die Pistole auf die Brust gesetzt. „Worüber denkst Du nach?“, fragt mich Jen. Ich habe gar nicht bemerkt, das Matti weg gegangen ist. „Ich habe nur über jemand nachgedacht, der mir mal was bedeutet hat.“ „Erzähl.“ „Nicht jetzt. Vielleicht ein anderes Mal.“ „Wir haben noch Zeit. Erstmal bist zu für vier Wochen hier. Wenn wir Glück haben, behalten wir Dich noch vier Wochen länger.“ „Moment. Das war nicht abgesprochen.“ „Juliane. Wir brauchen momentan jeden Mann. Wir wissen nicht, wie lange Herr Hauser ausfällt. Erstmal für vier Wochen hat man uns gesagt. Deine Kollegin hat es verschuldet.“ „Was verschuldet?“ „Das Herr Hauser krank wurde.“ „Wie soll ich das verstehen?“ „Susanne… Ich komme nicht auf den Nachnamen. Sie hat viele Sachen, die Herr Hauser vorbereitet hat, ihren Kunden präsentiert. Es hat ihn fertig gemacht.“ „Oh. Mann. Susanne. Sie zerstört alles.“ Danach arbeiten wir bis siebzehn Uhr und bringen dann meinen Sachen in die Wohnung. Anschließend fahren wir zum Bowling Center. Matti und einige Freunde von ihnen sind da. Sie stellten sich als Stella, Stefan, Mirja, Marius und Frederik vor. Es wird ein lustiger Abend. Ich bemerke auch, das Matti und Jen sich verliebt ansehen. Verdammt. Ein Liebespaar. Jen kommt auf mich zu. „Ihr seid ein Liebespaar?“ „Pst. Das darf sonst keiner wissen.“ „Warum hast Du mich mitgenommen, wenn es keiner wissen darf.“ „Weil ich gehört habe, das Du was mit den Chef gehabt hast.“ „Wer sagt das?“ „Jörn und ich haben telefoniert. Wir wussten ja nicht, wen sie uns aus der Zentrale schicken. Dabei ist es ihn rausgerutscht.“ „Ja. Das stimmt. Es sollte auch keiner wissen. Aber es ist vorbei. Ich will ihn einfach nicht mehr sehen.“ „Chefs sind anstrengend.“ Ich nicke. Spätabends gehen wir nach Hause. Jen hat mir noch versprochen, das kleine Geheimnis für sich zu behalten.

Zwei Wochen Später

Ich bin jetzt zwei Wochen in der Firma. Plötzlich klingelt mein Telefon. Mein Chef bittet mich in sein Büro zu kommen. Mist. Habe ich was falsch gemacht. Er hat sich so ernst angehört. Ich klopfe rein und höre ein „Herein.“ Dann gehe ich in Zimmer. Herr Förster geht und sehe dann Phil. „Ich rufe sie, wenn ich sie brauche. Aber das ist eine verzwickte Sache. Nur Frau Früh kann ihr helfen.“ Herr Förster nickt und geht. „Was willst Du hier Phil?“ „Die Wahrheit?“ „Was meinst Du? Welche Wahrheit?“ „Liebst Du mich noch?“ Ich schlucke. Lügen und Wahrheit sagen. Dann senke ich meine Augen und sage sehr bestimmt. „Nein ich liebe Dich nicht mehr.“ „Lüge. Sag es mir in die Augen.“ Phil steht direkt vor mir und ich sehe ihn in die Augen. „Sag es nochmal.“ Verdammt ich kann ihn nicht anlügen. „Ich…“ „Was Juliane?“ „Verdammt Phil. Ich liebe Dich. Aber wir dürfen es nicht. Du bist mein Chef.“ „Nicht mehr.“ „Wie nicht mehr.“ „Du unterstehst jetzt Simon. Ich unterstütze ihn nur.“ „Nein. Dein Onkel habe ich versprochen, das ich die Finger von Dir lasse.“ „Hast Du das? Mein Onkel kennt jetzt die ganze Geschichte.“ „Nein. Phil. Für mich steht fest. Ich muss über Dich hinweg kommen.“ Dann tritt er näher und küsst mich. Ich stoße ihn weg. „Juliane. Ich liebe Dich und lasse Dich nicht wieder gehen.“ „Phil lass uns Freunde sein. Heute ist Bowlingabend mit Jen und Matti.“ Phil nickt. „Dann reden wir.“ Ich nicke.

Bowling

Jen und ich holen Phil ab. Wir fahren gemeinsam zur Bowlingbahn. Matti kommt auf uns zu und umarmt uns. Phil sieht er skeptisch an. Frederik rückt mir wieder auf die Pelle. Wie oft habe ich gesagt, dass er mich in Ruhe lassen soll. Jedenfalls wird der Abend total chaotisch. Zu guter Letzt haut Philipp wütend ab. Frederik grinst über das ganze Gesicht. Jen sieht mich mitleidig an und Matti versteht gar nichts mehr. Er will mich unbedingt mit Frederik verkuppeln. Spätabends bringt mich Frederik heim. Matti und Jen wollten noch eine Kneipentour machen. Vor dem Haus küsst er mich. Aus meinen Augenwinkeln heraus sehe ich, dass Phil es sieht. Er braust ab. Ich stoße Frederik weg. „Erst schöne Augen machen und dann einen anderen Typ anschmachten.“ „Frederik. Ich will nichts von Dir. Ich liebe den anderen Typ schon sehr lange.“ Frederik steigt ins Auto und fährt schnell los. Ich versuche Phil telefonisch zu erreichen. Aber er nimmt nicht ab. So ein verdammter Mist.

Teil 37

Das reinste Gefühlchaos

Ich bin wieder in Hannover. Juliane ist noch nicht wieder in der Firma. Mir haben sie erzählt, dass sie Montag wieder kommt. Die ganze Woche lief wie das reinste Gefühlchaos auf Dauerstrom. Es gab Gerüchte und keiner wusste, wer das erzählt hatte. Juliane hätte was mit Markus. Einer sagte mit Jörn. Manchmal müssen sie sich auch wohl über mich unterhalten haben. Immer wenn ich auf die Gruppe dazu kam, waren sie plötzlich stumm. Ich weiss ja selber nicht, was das mit Juliane ist. Hat sie wirklich was mit Jörn oder Markus? Vielleicht auch mit unseren Finanzbuchhalter. Hat sie uns alle an der Nase rumgeführt. Ich kann es nicht glauben. Das ganze Wochenende habe ich mir Gedanken gemacht. Jetzt ist es Montagmorgen und bin auf den Weg in mein Büro. Dabei laufe ich Jörn in die Arme. „Guten Morgen Jörn.“ „Morgen Chef.“ Jörn geht weiter. „Jörn.“ Er dreht sich um. „Ja.“ „Kommst Du mal mit in mein Büro?“ „Wieso? Du glaubst doch auch den Gerüchten?“ Glaube ich an die Gerüchte in der Firma? Und glaube ich auch daran. Klar setze ich mich mit den Gedanken auseinander. Irgendwie habe ich das Gefühl irgendwas stimmt nicht.“ „Jetzt komm.“ Jörn folgt mir und ich schliesse nach ihm die Tür. „Also was ist los Jörn. Welchen Gerüchten soll ich glauben?“ „Phil. Das ist nicht so einfach.“ „Fange einfach mal an.“ „Also. Es geht ein Gerücht um, das Juliane nur wegen einen Grund mit Dir geschlafen hätte.“ „Welchen?“ „Das sie den Job von Susanne erhalten hat und ich nur den Job bekommen habe, weil ich was mit ihr angefangen habe. Juliane hätte mir das Geheimnis verraten und ich setze sie unter Druck.“ Ich sehe Jörn an und schüttle den Kopf. „So ein Quatsch. Ihr beide seid wirklich gut. Für den Job war ihr eh vorgesehen, wenn sie Susanne was nachweisen konnten. Ich habe doch vorgeschlagen, das ihr den Job gemeinsam machen sollte. Aber das war alles bevor wir in Hamburg auf den Seminar waren.“ Jörn sieht mich an. „Ist das dein Ernst?“ „Ja. Ich wollte Euch beiden die Möglichkeit geben. Meinen Onkel habe ich gesagt, dann würden solche Fehler wie bei Susanne viel eher auffallen.“ „Aber warum sagt dein Onkel, dass ich die Abteilung leiten soll und Juliane in das Zweitunternehmen schicken will. Er glaubt den Gerüchten.“ Jetzt starre ich ihn an. „Wie bitte. Das kläre ich jetzt mit Alfred. Du gehst in euer Büro. Ich komme gleich.“ Jörn geht in sein Büro und ich nach meinen Onkel. Im Sekretariat kommt mir Juliane entgegen und läuft an mir vorbei. „Juliane.“ Sie dreht sich um und sagt: „Hallo.“ Dann geht Juliane weiter. „Warte.“ Dann dreht sich Juli zu mir um. „Was willst Du von mir?“, erwidert sie sauer. „Mit Dir reden.“ „Worüber?“ „Über….“ „Über was?“ Die Sekretärin von meinen Onkel wird hellhörig. „Es ist alles Quatsch. Du hast den Job bekommen, weil Du und Jörn gut seid. Nicht über so einen anderen Mist.“ Onkel Alfred kommt zu uns. „Hallo Phil. Bitte komm in mein Büro. Frau Früh wir haben alles besprochen.“ Juliane nickt und geht. „Warte.“ Sie dreht sich nicht mehr um. „Was ist hier los?“, will ich von meinen Onkel wissen. „Komm rein.“ Ich folge ihn und er schließt die Tür hinter mir zu. „Stimmt das?“ „Was?“ „Das Du und Frau Früh ein Verhältnis habt.“ Ich sehe meinen Onkel abergläubisch an. Verhältnis kann man wirklich nicht zu sagen. Eher eine Beziehung mit Fortsetzung. Nach kurzer Überlegung antworte ich ihn. „Verhältnis. Nein. Nur eine Beziehung. Verdammt ich will sie heiraten.“ Alfred sieht mich an. „Ich dachte, das wäre ein Scherz als Simon das zu mir sagte. Das geht nicht.“ „Warum nicht?“ „Weil ich sowas in der Firma nicht dulde. Frau Früh wird für die nächsten Wochen in unseren Zweitwerk arbeiten.“ „Wieso?“ „Die Gerüchteküche brodelt mir hier zu viel. Sie sagen alle, das sie Dich verarscht hat und mit Jörn was angefangen hat.“ „Das ist nicht wahr.“ „Weisst Du es? Sie war ein Woche weg.“ „Ja, bei ihren Großeltern.“ Mein Onkel starrt mich an. „Glaubst Du ihr das?“ „Wieso soll ich ihr das glauben, wenn ich es weiss. Ich war da. Ihre Eltern habe ich auch besucht. Deine Tochter ist mit ihren Bruder liiert. Ganz ehrlich. Du kennst die Familie schon lange. Aber Dich interessiert es ja nicht. Juliane und ich gehören zusammen. Schon sehr lange. Ich kenne sie schon seit sie ein Kind ist. Frage deine Mutter.“ „Wie?“ „Onkel Alfred frag sie einfach.“ Dann renne ich zu Tür und öffne sie. Anschließend knalle ich die Tür hinter mir zu. Onkel Alfred Sekretärin Marianne sieht erschrocken hoch. „Alles klar bei Ihnen?“ „Ja.“, sagte ich wütend. Dann gehe ich ins Jörns Büro. Juliane packt ihre Sachen. „Jörn. Lässt Du mich kurz mit ihr alleine?“ Jörn nickt und geht. „Was willst Du Phil? Es ist alles gesagt.“ „Nein, ist es nicht. Ich habe Dich nicht verarscht. Du bist es, die ich heiraten möchte. Nicht die Oberzicke aus Hamburg.“ Juliane dreht sich zu mir um. „Es ist zu spät Phil.“ „Wozu?“ „Ich kann es nicht.“ „Was kannst Du nicht?“ „Wir haben keine Zukunft. Dein Onkel hat mich vor die Wahl gestellt. Ganz ehrlich. Ich brauche diesen Job um Karriere zu starten und nicht das Püppchen an deiner Seite. Dein Onkel hat Recht und gegen das Gerücht mit Jörn müssen wir auch was tun. Ich bin erst mal weg. Du wirst sehen. In vier Wochen sieht alles aus.“ „Nein, das wird es nicht. Meine Gefühle werden sich nicht ändern.“ „Meine Gefühle haben sich schon geändert.“ „Du lügst.“ „Nein.“ Jörn kommt rein. „Soll ich Dich zum Zug bringen.“ „Nein, Jörn. Ole holt mich ab.“ Dann zischt sie ab. Jörn und ich stehen im Raum. „Sag mal, warum ist das bei Euch so verkorkst?“ „Keine Ahnung Jörn.“ „Danke übrigens.“ „Wofür?“ „Das Du im Sekretariat gesagt hast, ich und Juliane hätten den Job bekommen, weil wir gut sind. Das es schon eher feststand.“ „Marianne hat geplaudert.“ „Ja, Du kennst doch Marianne. Sie erzählt schnell weiter.“ „Dann hat es ja funktioniert. Aber leider nicht bei Juliane.“ „Phil. In vier Wochen werden eure Gefühle sich nicht ändern.“ „Sie liebt mich doch nicht. Hat sie doch gesagt.“ Jörn sieht mich an. „Hat sie das gesagt. Ganz ehrlich. Juliane liebt Dich. Deshalb macht sie das alles mit. Dein Onkel hat sie unter Druck gesetzt.“ „Was meinst Du damit?“ „Du hast nicht mal bemerkt, wie sie Dich ansieht. Das sieht ein Blinder. Sie will bloß nicht die Freundin von Chef sein. Juliane will zeigen, dass sie es kann. Sonst hätte sie die Stelle im Zweitwerk nicht angenommen Sie hat sogar deinen Onkel versichert, dass sie nichts mit Kollegen anfängt und sich von Dir fernhält. Es fällt ihr schwer. Ich glaube, sie hofft, das in vier Wochen Du sie vergisst.“ „Bist Du sicher?“ „Ja, das hat sie vorhin gesagt. Sie will Dir nicht im Weg stehen.“ Mist. Ich versuche Juliane noch zu erreichen. Leider schaffe ich es nicht. Meine Gefühle fahren Achterbahn. Soll ich es Jörn glauben?

Wünsch Ihr Euch auch durch die Zeit zu reisen?

In manchen Momente wünschte ich durch die Zeit zu reisen, um geliebten Menschen zusagen, wie stolz ich auf meine Kinder bin. Leider kann ich meinen Eltern nicht mehr sagen, denn ich müsste dann in die Zeit zurück reisen. Meine Eltern sind nicht mehr da. Ich wünschte sie wären noch da. Habt ihr auch jemanden den ihr vermisst und nichts mehr sagen könnt? Würdet ihr auch gerne zurück reisen und denjenigen nochmal zu sehen und ihn umarmen. Leider geht es noch nicht, aber vielleicht können wir es irgendwann mal.

Sing mein Song – Der Kommentar

Normalerweise wird es später gecovert. Aber diesmal heisst es nicht gecovert sondern getauscht. Ich habe am Dienstag mir die Show angesehen. Die Leute haben ihren eigenen Stil mitrein gebracht und das finde ich gut. Wie man sieht hatten sie auch viel Spass. Wenn Patrick Kelly gefragt, wie Wincent Weiss auf die Ideen kam, fand ich die Antworten gut. Als er erzählt hat, was hinter den Titel „Ich tanze leise zu Musik“ steckt, war die Antwort gut. Ich kenne auch zwei Menschen näher, die sich selbst umgebracht haben. Ich war fassungslos als ich es gehört habe. Beim ersten Mal erzählte ein Freund mir, warum sein bester Kumpel Zweifel am Leben hatte. Er hatte eine Tochter und durfte sie nicht sehen. Seine Tochter war sein ein und alles. Die Ex hat alles gemacht, das er sie nicht sehen durfte. Ich dachte nur, wie grausam können Menschen sein. Was er noch für Probleme hatte, weiss ich nicht. Aber er muss einen Grund gehabt haben um diesen Schritt zu gehen. Einige Jahre später hatte sich jemand anders umgebracht. Der Mensch hat sehr viel im Leben durch gemacht. Das Schlimme ist daran, das die anderen Menschen sich ihre eigene Meinung über diesen Menschen machen und meistens sie anders ist als wie der Mensch wirklich war. Die Meinung der anderen ist nicht korrekt. Es ist nicht die Wahrheit, weil sie nicht wissen, wie der Mensch wirklich war. Gerücht und Lüge liegen nah bei einander. Wie heisst es in einen Lied. Lass die Leute reden, sie wissen nicht….. . Die Wahrheit und der wirkliche Grund wird man nie erfahren, weil wir nicht mehr fragen können. Also sollten wir den Menschen so in Erinnerung behalten und den Gerüchten nicht glauben. Der Mensch kann sich nicht mehr wehre. Bei den zweiten Menschen wurde ich öfters gefragt, warum der Mensch es getan hat. Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte. Heute weiss ich es. Man soll den Menschen nicht verurteilen. Wer weiss was schief gelaufen ist. Nur der Mensch, der es getan hat, weisst den wirklichen Grund. Ich denke, wenn man den Schritt macht, dann wird es einen Grund haben, viele Zweifel und man sieht keinen Ausweg von den Problem. Vielleicht hat er auch das Gefühl, das ihn keiner versteht. Aber man wird es nie wirklich erfahren, was der wahre Grund war. Man sollte es ruhen lassen. Die Angehörigen und Freunde müssen damit fertig werden und nicht noch mit den Vermutungen der anderen Leute auseinander zu setzen. Die Gerüchteküche brodelt. Das finde ich so schlimm daran. Immer die Rätsel warum und weshalb. Aber was komisch ist, das ich immer wieder höre das sich jemand umbringt. Man kennt die Leute und versteht es nicht. Ich denke mir, sie werden einen Grund haben. Verurteilen kann man so was nicht, weil man nicht weiss, ob man in der Situation genauso gehandelt hätte. Nur für Freunde und Angehörige ist es schwer, das der Jemand diesen Weg gewählt hat. Sie werden sich ein lebenlang fragen warum. Besonders wenn sie noch sehr jung sind. Manch einer zerbricht daran, weil er es nicht versteht. Also verurteile sie nicht. Versuche immer zu zuhören, wenn jemand verzweifelt ist oder depressiv. Vielleicht kann ein guter Zuhörer manches verhindern. In der heutigen Zeit sind wir viel mit uns selbst beschäftigt, das man manchmal so was nicht sieht. Also macht Euch keinen Vorwurf dann. Höchstwahrscheinlich hätte ihr es eh nicht verhindern können. Einige sagen, ich kann das nicht. Ich will das alles nicht mehr. Mein Leben ist scheisse. Das ist ein Hilferuf. Manch einer hört es nicht. Erst wenn er es nicht mehr sagt und immer sagt, alles gut. Ab dann sollte man hellhörig werden. Aber es gibt Menschen, die alles in sich hinein fressen und man merkt nicht was der Andere für Probleme hat. Es wird immer unergründlich sein, wenn man nicht fragen kann. Wenn ich so was höre, tun mir die Menschen leid, die den Menschen nahe standen und jetzt sich mit Fragen quälen.

Das Lied Pläne hat auch einen Grund. Das kenne ich auch. Ich war vier Jahre mit jemand zusammen und dann kam das aus. Ich habe es die letzten zwei Jahre gespürt, aber nicht wahr wollen. Manchmal frage ich mich, ob ich es eher beenden hätte sollen. Aber dann sage ich nur, nein. Es war eine Erfahrung für mich. Unsere Ziele waren irgendwann nicht mehr die gleichen. Kurze später hatte er eine Andere. Ich verstand die Welt nicht mehr. Fühlte mich verarscht. Besonders weil mir Freunde erzählt habe, wie er zuletzt über mich dachte. Er hat die Probleme nicht mit mir besprochen sondern mit meinen Freunden. Und das er schon ein viertel Jahr vorher mit anderen Mädels gechattet hat. Ich hatte eine Mail durch Zufall in meinen Postfach und ich fragte ihn. Er sagte, das geht mich nichts an. Und immer wieder sagte er, ich bekomme eh keinen Anderen und müsste es aktzeptieren. Ich wollte immer alles perfekt haben. Das Vertrauen war nicht mehr da. Mein Selbstvertrauen war auch nicht mehr da Aber irgendwann konnte ich nicht mehr und bin gegangen. Ein guter Freund von mir sagte immer, Du gehst kaputt. Es zerstört Dich. Eines Abends hatten wir gestritten und er ist zur Party gegangen, wo er mich erst nicht mitnehmen wollte. Dann sagte er, wenn ich das Geschenk fertig mache, dann könnte ich mit. Da habe ich einen Fehler gemacht und habe es falsch gebügelt. Da stritten wir uns. Er ist zur Party gegangen und ich habe mit einen guten Freund telefoniert. Er hat mir einen Rat gegeben. Geh und wenn er Dich zurück holt, dann empfindet er noch was für Dich. Wenn nicht, dann war es die Richtige Entscheidung. Ich ging und es war die beste Entscheidung.Hätte ich das nicht gemacht, hätte ich meinen wirklichen Seelenverwandten nie gefunden. Er gab mir das vertrauen wieder, das nicht alle so sind. Mein Ex hat mir immer wieder gezeigt, das ich ihn nicht Vertrauen kann. Ich habe Essen gekocht und habe auf ihn gewartet und wenn ich gegessen habe, kam er früh und fragte warum ich nicht gewartet habe. Immer wenn ich gewartet habe (was sehr oft war), war er noch bei seinen Freund. Für mich wäre nur wichtig gewesen, wenn er nur kurz angerufen hätte, das es später wird. Das habe ich ihn immer gesagt und er tat es nicht. Also rief ich ihn an ob er kommt oder nicht. Er sagte, ich sollte ihn nicht anrufen. Es würde nerven. Ich wollte doch nur wissen, ob er zum Essen kommt oder in ich meinen Abend anders planen kann. Ist das zu viel verlangt gewesen. Mein Selbstbewusstsein ging dann ihren eigenen Weg. Dann traf ich meinen Mann. Ich erzählte ihn das ganze Drama und er hat mir geholfen, mein Vertauen und Selbstbewusstsein wieder zufinden. Es ist schön jemand zu haben, der einen schätzt und nicht als Fussabtreter benutzt. Wir denken gleich. Freunde finden es lustig, wenn wir gleichzeitig das Gleiche sagen. Ich bin froh diesen Schritt damals gegangen bin, sonst hätte ich diesen wunderbaren Menschen nie kennengelernt.

Man braucht Momente

Manchmal brauchen wir im Leben, einen Moment der Stille, um wieder das Wesentliche zu hören, einen Moment mit geschlossenen Augen, um wieder klar sehen zu können, einen Moment in sich zu gehen und auf das Herz zu hören, damit man das Leben wieder spürt und einen Moment des Rückzugs, um wieder stark zu fühlen.

Den Spruch habe ich gelesen und dachte mir nur, ein sehr schöner Spruch. In der heutigen Zeit geht es einfach verloren. Man nimmt sich nicht die Zeit um die Seele baumeln zu lassen. Man ist immer in Bewegung. Manchmal bewundere ich die Zeit von damals. Da war es noch nicht so hektisch. Durch den Fortschritt ist alles schneller geworden. Es muss immer schneller gehen. Ich kann mich noch an den Tante Emma Laden erinnern. Da wurde an der Kasse Neuigkeiten ausgetauscht. Und heute ist es wie an Fliessband. Früher hatten sie nicht viel, waren, glaube ich, glücklicher.

Aber jetzt mal ehrlich. Braucht ein Kind bereits im Kindergarten oder Grundschule ein Handy.

Ich glaube nicht. Die Kinder lernen nicht mal richtig spielen, weil sie immer am Handy sind.

Unsere Kinder bekommen erst ab der weiterführenden Schule ein Handy. Weil sonst die Kinder aus gegrenzt werden. Aber wer will das schon. Kinder müssen lernen damit richtig umzugehen und nicht irgendein Mist aufs Handy zu laden, was für Kinder nicht gut ist. Unser ältestes Kind hat ein Handy. Er weiss auch, das er nicht alles runterladen soll. Wir sprechen darüber. Sie arbeiten auch mit Tablets seit der 5. Klasse. Sie lernen den richtigen Umgang damit.

Und das finde ich richtig.

Alles passiert aus einen bestimmten Grund

Alles passiert aus einem Grund. Menschen ändern sich, damit Du lernt loszulassen. Dinge gehen schief, damit Du sie schätzen weisst, wenn es gut läuft. Du glaubst einer Lüge, damit Du lernst, nur Dir zu vertrauen. Und manchmal bricht etwas gutes auseinander, damit etwas schöneres zusammen kommen kann.

Wie war der Spruch ist.

Durch Erfahrungen werden wir zu dem was wir sind. Wer hat es noch nicht erlebt. Jemand lügt einen an und man erfährt die Wahrheit und denkt man hätte auf sein Gefühl gehört. Oder es ging etwas schief und man lernt erst dann wieder die Dinge zu schätzen, die wichtig sind. In der heutigen Zeit kein Einzelfall. In der Hektik der Zeit gehen manche Sachen verloren, die wir durch einen Zufall wieder finden.

Es braucht manchmal nur einen Wahnschuss oder eine Geste, die uns wach rüttelt.

Man soll jeden Moment geniessen als wäre es der Schönste. Man weiss nie, ob es noch einen besseren Moment geben wird. Durch Fehler gewinnen wir die Erkenntnis wie man es besser machen kann. Die Erfahrung lernt uns auf unser Gefühl zu hören. Also nimmt Euch Zeit in dieser hektischen Zeit. Die Zeit wird nicht langsamer sondern schneller. Als Kind hatte ich immer gedacht, die Zeit geht nie um. Jetzt vergeht das Jahr so schnell. Mein Kindern ergeht es auch so. Sie fragen, wann habe ich wieder Ferien. Wenn ich sage, vier Wochen noch. Dann sagen sie solange noch. Ich empfinde die vier Wochen kürzer. Meine Eltern haben immer gesagt, komm Du in unser Alter und Du wirst merken wie die Zeit rast. Wie Recht sie hatten.