Viele schöne Farben

Geniesse die Farben der Natur.

Schöne Farben machen dich glücklich.

Gehe in die Natur raus und sehe dir die Natur genau an.

Jede Jahreszeit hat ihren Reiz.

Man muss nur die Schönheit der Natur erkennen.

Ich persönlich könnte mir nicht vorstellen in der Stadt zu wohnen. Da ist die Hektik vorprogrammiert. Auf den Land kann man ins Grüne gehen und die Seele baumeln lassen. Na klar geht es auch in der Stadt. Es gibt dort auch grüne Oasen.

Aber für mich ist das nicht.

Ich bin halt ein Dorfkind und bin stolz darauf.

Als Kind habe ich das Landleben kennengelernt. Man kannte fast das ganze Dorf. Heute ist es schon anders. Es sind viele Leute zu gezogen, die sich dann noch über die Landluft aufregen. Da frage ich mich, warum sie die Leute aufs Land gezogen. Es gibt sogar Leute, die sich über die Dorf Feste aufregen. Das schöne am Dorfleben ist doch die Tradtion.

Eine Freundin erzählte mir, das Stadtkinder auch an lila Kühe glauben. Ist das so? Zu viel Werbung, die Kindern was anderes erzählen.

Ich sollte mal die Werbung fragen, wo sie die lila Kühe her bekommen 🤣

Was meint ihr denn?

Wollen wir lila Kühe haben?

Ich nicht. Bei manchen essbaren Sachen frage ich mich nur, ist das essbar.

Wenn mir das zu krass mit der Farbe ist, esse ich es nicht.

Wie ist es bei Dir? Ist du alles oder schreck dich manche Farben auch ab?

Ich finde die Natur hat ihre eigenen Farben. Sie sind viel schöner als die Farben der Industrie.

Wunder passieren immer wieder -10-

Thomas

„Hast du ihr es gesagt?“

„Was meinst du Simon? Wen soll ich was sagen?“

„Ariane.“

„Nein. Ich habe ihr noch nichts erzählt. Es ist riskant. Warum habe ich mich darauf eingelassen?“

Simon sieht mich an.

„Du liebst Ariane. Das weißt du. Leugnen ist zwecklos. Warum hast du sie nicht eingeweiht?“

„Simon. Du hast recht. Es war schwer ihr was vorzuspielen. Meine Gefühle nicht zu zeigen.“

„Was willst du tun? Wenn Susanne das erfährt? Du hast ganz offen sie ein zweites Mal unter den Mistelzweig geküsst und das sagte alles.“

Ich stöhne. Er hat recht. Ich habe mich gehen lassen. Die Frau, die ich liebe, etwas vorzuspielen. Nur weil ich sie nicht in Gefahr zu bringen wollte? Nur Simon weiß, dass ich von Susanne erpresst werde. Ich habe immer noch nicht richtig herausgefunden, was das alles mit Tobias zu tun hat. Warum ist er auf der Firmenparty aufgetaucht? Ich muss das jetzt klären.

„Wo willst Du hin Bruder?“

„Hört sich verrückt an. Ich tue etwas ganz verrücktes?“

„Was?“

„Jemand etwas zu gestehen.“

„Tue es nicht.“

„Doch Simon. Ich habe zu lange geschwiegen.“

Schon bin ich weg. Ich klopfe an die Tür. Sie macht auf und sieht mich verdutzt an. Hinter mir schließe ich die Tür.

„Was machst du hier? Susanne wartet bestimmt auf dich.“

Ich gebe ihr keine Antwort und küsse sie einfach. Erst zaghaft. Sie erwidert den Kuss und ich nehme sie auf den Arm. Wir landen im Schlafzimmer. Ariane und ich ziehen uns die Kleidung aus und lieben uns.

Am nächsten Morgen wache ich auf. Ariane ist weg. Es liegt nur ein Zettel da.

Sorry, ich kann das nicht. Ich zerstöre keine Beziehung. Vorhin habe ich deinen Vater angerufen und ihn um Urlaub gebeten. Er hat mich gefragt, warum ich dringend Urlaub brauche. Ich sagte nur, dringende Angelegenheit. Vergiss mich und heirate Susanne. Frag mich nicht, warum ich das gestern mit dir gemacht habe. Ich schäme mich. So etwas habe ich noch nie gemacht. Übrigens der Verlobungsring ist super. Für mich wäre er zu protzig. Aber Susanne mag ihn bestimmt. Gruß Ariane.

P.S. Suche mich nicht.

Fuck. Vorher weiß sie von Verlobungsring. Er ist doch gar nicht für Susanne, sondern für Ariane. Ich sehe mir den Ring an. Stimmt. Das ist kein Ring für Ariane. Ich werde etwas Schöneres finden. Warum habe ich angenommen, dass sie soviel Diamanten am Ring mag? Wollte ich zeigen, dass ich alles kaufen kann? Wo ist sie?

Wunder passieren immer wieder -9-

Weihnachtsparty

Ariane

Susanne kommt auf mich zu. Ich sehe mich um. Kann ich irgendwohin flüchten. Shit. Nein.

„Du hast deine Chance vertan. Ich habe mir den Chef geangelt.“

„Ja ich weiß. Susanne ich bin nicht blind. Thomas ist wie ein Bruder für mich. Mehr nicht. Aber du weißt, das er viele Frauen hat.“

„Mensch Ariane. So schlimm ist es auch nicht. Seit mich datet, sieht er keine Andere mehr an.“

Thomas kommt auf uns zu. Er umarmt Susanne und küsst sie auf die Stirn.

„Tom küss mich richtig. Sie sollen alle sehen, das ich die Wahrheit sage.“

„PST. Susanne. Noch nicht. Ariane schweigt ja auch. Wir wollten es langsam angehen.“

„Thomas. Seit einen halben Jahr vertröstet du mich.“

„Susanne.“

„Klärt das unter euch. Mich geht es nicht an.“

Ich drehe mich um und gehe. Plötzlich hält mich jemand fest und zieht mich zu mich.

„Du entkommst mir nicht.“

Mein Blut gefriert. Mein Ex. Was macht er hier?

„Hey.“

„Hey meine Süsse.“

Er kommt mir näher. Plötzlich kommt Thomas und steht neben uns.

„Tobias. Ich verbiete dir, sie anzurühren.“

„Thomas. Du hast mir gar nicht zu verbieten.“

„Doch. Ich bin ihr Bruder. Verschwinde.“

Tobi verschwindet.

„Du bist doch nicht mein Bruder.“

„Bin ich das nicht? Was dann?“

„Keine Ahnung. Mein Chef.“

Thomas sieht nach oben und ich folge seinen Blick. Mistelzweig. Mist. Dann küsst mich Tom vor allen. Susanne kommt angerauscht.

„Schatz. Schmeiß die Schlampe raus.“

Ich räuspere mich und verschwinde. Aus meinen Augenwinkeln sehe ich, dass mir Tom mit den Blicken folgt.

Spät am Abend treffe ich Thomas wieder. Susanne war müde und ein Taxi hat sie nach Hause gefahren.

„Was meinst du, wollen wir auch nach Hause?“, fragt er mich.

„Ich fahre lieber alleine.“

„Nein. Wir haben den gleichen Weg.“

„Susanne?“

„Lassen wir das Thema.“

Anschließend stehen wir wieder unter den Mistelzweig. Wir küssen uns schon wieder. Simon tippt uns auf die Schulter.

„Nehmt euch ein Zimmer.“

Wir starren ihn an.

„Simon. Es sieht anders aus wie es ist.“; stammele ich.

„Wie sieht es denn aus?“

Ich weiß nicht was ich darauf antworten soll. Mein Schweigen nimmt er als Antwort. Wir drei beschließen nach Hause zu fahren.

Als wir bei Thomas und Simons Eltern ankommen, trennen sich unsere Wege. Jeder in sein eigenes Zimmer.

Wunder passieren wieder -8-

Ariane

Es klopft. Ich will meine Ruhe haben. Warum verrenne ich mich in solche Gedanken. Thomas ist nicht der Typ von der Party und auch nicht von Bahnhof. Simon ist nicht der Freund von Timo. Fuck. Alles Lüge. Hört das Klopfen nie auf. Ich gehe hin und mache die Tür auf.

„Du?“, frage ich.

„Ja. Mein Vater hat gesagt, du sollst heute Abend dabei sein.“

„Muss das sein.“

Thomas nickt. Ich ziehe schnell meinen Mantel an und folge ihn. Als wir drüben ankommen, sind Erik, Maria, Simon, Marlene, Julian und ein älteres Ehepaar vor mir. Moment. Das ältere Ehepaar kenne ich und schreite auf sie zu. Josh erkennt mich als erstes.

„Ariane. Was machst du hier?“

„Ich arbeite in Hamburg. Das sind meine Chefs.“

„Hallo Ariane.“, sagt Ellen zu mir.

„Ellen. Schön dich wieder zu sehen. Was machen meine Eltern?“

Ellen sieht mich an und räuspert sich.

„Deine Eltern geht es gut. Sorry, das wir uns bei euch nicht mehr gemeldet haben. Wir waren einige Jahre nur unterwegs. Irgendwie haben wir keine Zeit gefunden uns bei Euch zu melden. Josh bedauert es, das er zu seinen Freund Matti kein Kontakt hat. Wir würden sie gerne wieder sehen. Aber erst müssen wir das Problem Morton aus den Weg schaffen.“

„Morton? Fuck. Ist das der Typ, der meinen Eltern das Leben schwer gemacht hat?“

„Ja. Du weißt davon Ari? Deine Eltern wollten dich und Timo daraus halten.“

„Ellen. Das Problem war, das Morton mir gedroht hat. Deshalb haben meine Eltern auch den Namen von meiner Grossmutter angenommen haben.“

Erik sieht mich an und fragt dann: „Etwa Morton, der auf uns bedroht.“

Josh nickt.

„Dann sind deine Eltern Matthias und Lisa?“, will Erik wissen.

Ich nicke.

Maria schluckt und nimmt mich in die Arme.

„Willkommen in der Familie.“

Was geht denn hier ab. Thomas sieht mich verdutzt an.

„Mama. Kannst du mir mal erklären, was hier los ist? Heiraten etwas Tom und Ariane?, fragt Simon.

„Wieso? Nur weil ich gesagt habe, willkommen in der Familie? Nein, Tom und Ariane heiraten nicht. Nur sie ist wie eine Tochter für mich. Arianes Mutter wie eine Schwester für mich.“

Jetzt sehen Ellen und Josh uns an.

Maria bittet uns sich zu setzen. Dann fängt sie die Geschichte an zu erzählen. Es waren viele Mistverständnisse. Thomas sieht mich an. Seiner Mutter fällt es auf. Marlene schmunzelt. Als sie zu ende erzählt hat, flüstert Marlene etwas zu mir.

„Ich wusste, das ich dich kenne. Schade, das Thomas es nicht kapiert?“

„Was meinst Du?“, frage ich leise nach.

„Er hat nicht gesehen, wer vor ihn steht.“

„Ist doch egal.“

Danach unterhalten wir uns wie wir Morton eine Falle stellen.

Spät abends bringt mich Thomas in die Wohnung.

„Sorry Ariane. Schön, das du wie eine Tochter von meiner Mutter gesehen wirst.“

„Tochter ist übertrieben. Ich bin nur eine Freundin für eure Familie und es wird immer so bleiben.“

„Gute Nacht.“, erwidert Thomas und gibt mir einen Kuss auf die Stirn. Danach ist er verschwunden.

In den nächsten Monaten arbeiten wir wie Geschwister zusammen. Simon kommt ab und zu uns her. Dann bringt er auch meine Eltern und meinen Bruder mit. Aber es sind nur kurze Momentaufnahmen für mich. Thomas behandelt mich wie eine kleine Schwester. Also habe ich mich getäuscht.