Wunder passieren wieder -8-

Ariane

Es klopft. Ich will meine Ruhe haben. Warum verrenne ich mich in solche Gedanken. Thomas ist nicht der Typ von der Party und auch nicht von Bahnhof. Simon ist nicht der Freund von Timo. Fuck. Alles Lüge. Hört das Klopfen nie auf. Ich gehe hin und mache die Tür auf.

„Du?“, frage ich.

„Ja. Mein Vater hat gesagt, du sollst heute Abend dabei sein.“

„Muss das sein.“

Thomas nickt. Ich ziehe schnell meinen Mantel an und folge ihn. Als wir drüben ankommen, sind Erik, Maria, Simon, Marlene, Julian und ein älteres Ehepaar vor mir. Moment. Das ältere Ehepaar kenne ich und schreite auf sie zu. Josh erkennt mich als erstes.

„Ariane. Was machst du hier?“

„Ich arbeite in Hamburg. Das sind meine Chefs.“

„Hallo Ariane.“, sagt Ellen zu mir.

„Ellen. Schön dich wieder zu sehen. Was machen meine Eltern?“

Ellen sieht mich an und räuspert sich.

„Deine Eltern geht es gut. Sorry, das wir uns bei euch nicht mehr gemeldet haben. Wir waren einige Jahre nur unterwegs. Irgendwie haben wir keine Zeit gefunden uns bei Euch zu melden. Josh bedauert es, das er zu seinen Freund Matti kein Kontakt hat. Wir würden sie gerne wieder sehen. Aber erst müssen wir das Problem Morton aus den Weg schaffen.“

„Morton? Fuck. Ist das der Typ, der meinen Eltern das Leben schwer gemacht hat?“

„Ja. Du weißt davon Ari? Deine Eltern wollten dich und Timo daraus halten.“

„Ellen. Das Problem war, das Morton mir gedroht hat. Deshalb haben meine Eltern auch den Namen von meiner Grossmutter angenommen haben.“

Erik sieht mich an und fragt dann: „Etwa Morton, der auf uns bedroht.“

Josh nickt.

„Dann sind deine Eltern Matthias und Lisa?“, will Erik wissen.

Ich nicke.

Maria schluckt und nimmt mich in die Arme.

„Willkommen in der Familie.“

Was geht denn hier ab. Thomas sieht mich verdutzt an.

„Mama. Kannst du mir mal erklären, was hier los ist? Heiraten etwas Tom und Ariane?, fragt Simon.

„Wieso? Nur weil ich gesagt habe, willkommen in der Familie? Nein, Tom und Ariane heiraten nicht. Nur sie ist wie eine Tochter für mich. Arianes Mutter wie eine Schwester für mich.“

Jetzt sehen Ellen und Josh uns an.

Maria bittet uns sich zu setzen. Dann fängt sie die Geschichte an zu erzählen. Es waren viele Mistverständnisse. Thomas sieht mich an. Seiner Mutter fällt es auf. Marlene schmunzelt. Als sie zu ende erzählt hat, flüstert Marlene etwas zu mir.

„Ich wusste, das ich dich kenne. Schade, das Thomas es nicht kapiert?“

„Was meinst Du?“, frage ich leise nach.

„Er hat nicht gesehen, wer vor ihn steht.“

„Ist doch egal.“

Danach unterhalten wir uns wie wir Morton eine Falle stellen.

Spät abends bringt mich Thomas in die Wohnung.

„Sorry Ariane. Schön, das du wie eine Tochter von meiner Mutter gesehen wirst.“

„Tochter ist übertrieben. Ich bin nur eine Freundin für eure Familie und es wird immer so bleiben.“

„Gute Nacht.“, erwidert Thomas und gibt mir einen Kuss auf die Stirn. Danach ist er verschwunden.

In den nächsten Monaten arbeiten wir wie Geschwister zusammen. Simon kommt ab und zu uns her. Dann bringt er auch meine Eltern und meinen Bruder mit. Aber es sind nur kurze Momentaufnahmen für mich. Thomas behandelt mich wie eine kleine Schwester. Also habe ich mich getäuscht.

Kategorien Mal etwas anders

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