Geschichte Teil 5

Der nächste Morgen

Ich wache auf und öffne die Augen. Wo bin ich? Dann drehe ich mich zur Seite. Was macht der denn hier? Verdammt er hat ja nur Unterwäsche an. Ich sehe an mir runter. Gott sei Dank bin ich angezogen. Aber wie bin ich hier hergekommen und warum liegt er neben mir? Ich stehe auf. Plötzlich fragt er mich was. Jetzt bin ich total verwirrt. War er eben auch schon wach? Was hatte er gefragt? Ich glaube, er wollte wissen wo ich hin wollte. Rausschleichen ist wohl nicht. Dann drehe ich mich um und sehe ihn an. Er sieht mich fragend an. Da ich nicht antworte, fragt er mich nochmal? „Wo willst Du hin?“ „Ganz ehrlich, das weiss ich selber nicht. Ich weiss auch nicht wie ich hier her gekommen bin und was Du hier machst.“ „Tja. Was ich hier mache, weiss ich ja. Warum Du hier bist, kann ich Dir auch nicht sagen. Als ich heute Morgen ins Bett gegangen, lagst Du schon da.“ „Warum weisst Du dass Du hier richtig bist?“ „Weil ich das Zimmer schon seit ein paar Tagen belege und du? Was ist deine Erklärung?“ Ich grüble und es dämmert. Gestern Abend bin ich mit Phil am Strand langgegangen. „Ich warte auf eine Erklärung.“ „Moment. Ich muss den Abend durch den Kopf gehen lassen. Man kann auch sagen Revue passieren lassen.“ „Warte nicht so lange sonst machen wir weiter wo wir heute Morgen aufgehört haben.“ Verdammt was habe ich heute gemacht. Also erst der Strandsparziergang mit Phil. Dann haben wir ein Haus gesehen, wo eine Party war. Uns sind dann Meja und Jan begegnet, die sagten dass die Anderen bei der Party sind. Wir sind hoch gegangen. Maja hat sich Phil geschnappt und ich habe etwas getrunken. Es war schrecklich. Nur Pärchen. Maja und Phil habe ich nicht mehr gesehen. Anscheinend muss ich einen über den Durst getrunken. Die Anderen wollten nicht gehen und ich wollte mich hinlegen. Dieses war das erste einzige Zimmer wo keiner war. Ich habe mich aufs Bett gelegt und hatte einen merkwürdigen Traum oder war es real? „Sag mal, haben wir uns geküsst?“ Phil nickt. „Wie weit sind wir gegangen?“ „Wahrheit und Lüge?“ „Ich würde sagen die Wahrheit wäre mir lieber.“ „Du kannst Dich nicht erinnern?“ „Nein.“ „Dann könnte ich Dir auch eine Lüge erzählen.“ „Theoretisch.“ „Also. Ich bin heute Morgen in mein Zimmer gegangen. Dann habe ich mich ausgezogen und mich aufs Bett gelegen. Ich bemerkte, dass jemand in meinen Bett lag. Da ich nicht wusste wer in meinen lag, fragte ich nach. Du sagtest nur zu mir, küss mich und finde es selber raus. Dann habe ich Dich geküsst und Du wolltest mich ausziehen. Dabei muss Du festgestellt, dass ich ausgezogen bist.“ „Was habe ich dann gemacht?“ „Ich sollte Dich auch ausziehen. Als ich Dich dann ausziehen wollte, konntest Du es nicht erwarten.“ „Stopp.“ Verdammt haben wir jetzt miteinander geschlafen? Ich muss verwirrt ausgesehen haben, weil Phil sagt, dass mit den Ausziehen war ein Wunschgedanke von ihm. „Was heisst das jetzt? Wunschgedanke von Dir.“ „Ich hätte gerne deine Unterwäsche gesehen. Du hast dann gesagt sowas hättest Du noch nie gemacht. In Dir steckt die Jungfrau. Ich fragte welche Jungfrau und was hättest Du noch nie gemacht.“ „Echt. Ich habe Dir gesagt, ich wäre Jungfrau.“ Phil gibt mir lachend eine Antwort. „Ja. ich hatte mich nur gewundert. Dann habe ich nachgefragt, wie Du das meinst. Du sagtest dann zu mir folgendes. Ich bin eine verzauberte Meerjungfrau, die Männer verzaubert und sie dann mitnimmt in ihr verzaubertes Schloss. Verzaubert hast Du mich ja schon. Wo ist jetzt das Schloss? Noch was. Auf eine Frage hast Du mir keine Antwort gegeben.“ „Auf welche Frage?“ „Ich fragte Dich, was Du noch nie gemacht hast. Gibt es eine Erklärung dafür?“ „Nein, nicht wirklich. Eigentlich wollte ich damit sagen, das ich noch nie ungefragt in einen anderen Bett aufgewacht bin. Und was ist dann passiert?“ „So. So. Du bist noch nie ungefragt in einen anderen Bett aufgewacht? Fragst Du immer?“ „Ja. Das mache ich. Jetzt erzähle was ist dann passiert?“ „Dann hast du neben mir gelegen und irgendwas gemurmelt.“ Zum Glück ist mir eine Antwort eingefallen, weil ich ihn verraten habe, dass ich noch Jungfrau bin. Plötzlich steht Phil vor mir. „Darf ich Dich küssen?“ Ich nicke und schaue ihn in die Augen. Meine Knie werden weich. Verdammt. Mir kommen jetzt einige Gedanken durch den Kopf. Gestern hat er Maja ins Bett genommen. Nein, da mache ich nicht mit. Ich stoße ihn weg und renne weg. Phil ruft hinter mir her. „Warte was ist los? Habe ich was falsch gemacht?“ Ich laufe an Charlotte und Johannes vorbei. “ Moin. Warum rennst Du so schnell?“ Ich bleibe stehen und drehe mich um. Dann sage sich zu Ihnen: „Heute ist nicht mein Tag.“ „Warum ist es nicht dein Tag? Hat Dir Phil wehgetan? „, fragt Charlotte mich. “ Wie kommst Du drauf, das mir Phil weh getan haben könnte? “ “ Du rennst wie eine Furie aus seinen Zimmer und er ruft Dir nach. Erzähle mal. „ “ Ich bin bei Phil aufgewacht und alles ist merkwürdig. Gestern hat er mit Maja rumgemacht und heute küsst er mich. Er soll sich entscheiden, was er will. Das ist mir zu viel.“ “ Mit Maja?“, fragt Johannes. “ Ja, ich habe es gesehen. “ “ Aber mit Maja ist nichts. Er hat gestern Abend ständig versucht vor ihr zu flüchten. Was hast Du genau gesehen? “ „So ein Quatsch. Sie sind gestern ein Herz und eine Seele gewesen. Mehr muss ich nicht sagen. “ “ Nein. Erst ist er mitgegangen um ihr klar zu machen, dass er kein Interesse hat. Aber Maja ist total fixiert auf Phil. Mehr nicht. Ich weiss nicht was Du gesehen hast. Da muss ich mir Phil mal vorknöpfen.“ , sagt Charlotte. “ Du brauchst Dir ihn nicht vorknöpfen. Es reicht was ich gesehen haben. Apropo Woher kennst Du ihn eigentlich. “ “ Tja. Ich kenne ihn schon eine Ewigkeit. Eigentlich ist er ein feiner Kerl. Aber wenn nicht ständig die ganzen Frauen wären. “ “ Siehste. So sehe ich das auch und deshalb mache ich einen Schnitt. Ich fahre jetzt zur Jugendherberge. Sagst Du den anderen Bescheid.“ Charlotte sieht mich verdutzt an. Aber das interessiert mich nicht. Ich gehe zur nächsten Bushaltestelle und fahre in die Jugendherberge.

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