Adventskalender – Tag 21

24 Tage

bis

zur Entscheidung

Tag 21

Nach den Gespräch mit Paulus bin ich losgefahren. Ihn hatte ich gesagt, dass ich nach meinen Eltern fahren wollte. Bin ich aber nicht, sondern erst wollte ich zu der Unfallstelle, wo sie mich gefunden hatten. Was mir nicht in den Kopf will, wo waren meine Papiere und wieso hatte ich in einen gestohlenen Auto den Unfall. Fragen über Fragen, die ich mir nicht beantworten konnte. Ich stand an der Stelle, wo ich den Crash mit den Baum hatte. Was sagten sie, ich kam aus der anderen Richtung. Verdammt, was wollte ich dort? Also fuhr ich weiter und kam auch eine breite Straße. Instinktiv bog ich in die eine Richtung ab und hielt beim Parkplatz an. Ich stieg aus und sah auf das Meer, was kein Meer war. Es war ein See, den sie so nannten. Von hier aus hatte ich einen genialen Blick darüber. Ich war lange schon nicht mehr hier. Normalerweise war ich öfters hier, wenn ich über etwas nachdenken wollte. War ich etwa an den Tag auch hier, als der Unfall geschah? Aber es erklärt immer noch nicht, warum ich in einen gestohlenen Auto ohne Papiere saß. Ich kann mich nicht erinnern und schließe meine Augen. Kleine Erinnerungsbilder schossen mir durch meine Gedanken. Dann öffne ich meine Lider wieder und sah wieder auf den See. Im Sommer funkelte der See, man sah Boote drauf. Es war als machte man Urlaub. Ich genoss immer diesen Anblick und er war nicht weg von meinen Zuhause. Wie die Boote über diesen See fuhren. Man darf dort nur segeln oder mit den Elektroboot drauf. Vielleicht sollte ich mal wieder auf die Badeinsel. Aber nicht im Winter. Es war schön, wenn man um den See fuhr. Teilweise fuhr man durchs Moor. Die Polizei identifizierte mich als Jochen Kloß, der ich nicht war. Jedenfalls soll er mir ähnlich sehen und deshalb kam wohl keiner drauf, dass ich Johannes bin. Ich selber konnte mich ja nicht erinnern, wer ich war und meinen richtigen Namen nennen. Kurz bevor alles so verrückt wurde, fasste man Jochen Kloß. Da stellten sie raus, dass ich nicht der war, für den sie mich hielten. Sie fanden keine Vermisstenanzeige, aber mein Vater sagte, dass sie eine gemacht hätten. Ein netter Polizist wäre bei Ihnen gewesen. Wie sich herausstellte, war der nicht echt? Langsam frage ich mich, in welchen Kriminalfilm ich mitspielte. Iva erzählte mir, als sie den Typ gefasst hatten, veränderte sich Jackolus immer mehr in jemand anders. Habe ich gespürt, dass ich nicht Jackolus war, sondern jemand anders? Meine Erinnerungen kamen wieder und sie musste mich aus ihrer Welt gehen lassen. Es kehrte nicht Jackolus zurück, sondern Jakob. Jackolus war die ganze Zeit in meinen Körper gefangen, was er ja immer noch ist. Als ich diese Gedankengänge immer wieder durch ging, klingelte mein Telefon. Die Nummer kannte ich nicht und eine Frieda meldete sich. Sie fragte mich, warum ich nach Ina und Jan suchen würde. Stimmt, ich hatte rausgefunden, dass sie vor fünf Jahren mit ihren Freund Peter verschwunden waren. Es passte irgendwie. Also verabredeten wir uns. Ich überlegte, wie lange ich brauchen würde von hier und rechnete noch. Grob geschätzt höchstens eine Stunde. Das sagte ich sie ihr. Da meinte Frieda, dann sollte ich jetzt kommen. Also fuhr ich zu ihr. Eine junge Frau öffnete mir und stellte sich als Tina Kaufmann  vor. Sie bat mich rein. Ihre Mutter Frieda saß am Tisch.

„Setzen sie sich junger Mann.“

„Ja, gerne. Ich bin Johannes. Sie meinten ja, wir können uns mit Vornamen nennen.“

Tina sieht von mir zu ihr und verschwindet.

„Sie ist meine Tochter. Es hat sie hat getroffen, als ihr Bruder Jan vor fünf Jahren plötzlich verschwand.“

„Okay, wann genau und wo ist er verschwunden?“

Dann erzählte mir Frieda, was passiert war. Ich wurde nachdenklich. Irgendwie klingt die Geschichte ähnlich. Er liebte Ina und als er ihr seine Liebe gesteht, verschwindet er. Sie liebte ihn auch und wollten zusammen sein. Dann rief sein Freund Peter an und war von ihn enttäuscht, weil er nichts erzählt hatten. Die beiden wollten sich treffen und seit dem Tage waren beide verschwunden.

„Wie verschwunden?“

„Peter, Ina und Jan sind seit fünf Jahren von Erdboden verschwunden. Keiner kann sagen, wo sie sind. Von Peter und Jan hatten sie die Autos gefunden. Sie waren leer. Keine Spur von ihnen.“

„War denn Ina dabei und wo hatten sie denn die Autos gefunden?“

Frieda erzählte mir, wo sie die Autos gefunden hatten. Ich erschrak. Genau an der Stelle, wo mich Jakob aus den gestohlenen Auto gezogen hat. Wo wollten sie hin und was ist passiert.

Jetzt kommt ihre Tochter rein.

„Sind sie Journalist oder warum forschen sie nach?“

„Nein, ich bin nicht von der Presse. Aber ihre Geschichte könnte mir weiterhelfen. Ein Freund ist auch vor einen Jahr verschwunden und tauchte vor einigen Tagen wieder auf. Ich versuche irgendwie Parabeln zu ziehen. Kennt einer von euch ein Buch, wo ein Jackolus mitspielt.“

„Ja, mein Bruder hat mich für verrückt erklärt. Kurze Zeit später war er plötzlich nicht mehr das. Ina war damals mit einen Gideon zusammen. Er hat mir auch das Buch gegeben. Ich sollte die Geschichte zu Ende schreiben. Gideon bestand darauf. Erst fand ich es witzig und wollte es nicht. Aber irgendwie hatte mich das gereizt. Folglich fing ich an und schrieb ein Paar Seiten. Es machte einfach Spaß.  Ich tat  gut und schrieb Ina und Peter ins Buch.“

„Wieso die beiden?“

„Es war eine Schreibtherapie, weil Peter mich nicht bemerkte. Peter stand auf Ina. Ich wollte Klarheit haben. Was fand er bloß an ihr? Mein Bruder war auch verrückt nach ihr.  Jedenfalls schwirrte mir der Roman Peter Pan im Kopf rum. Also musste es auch einen bösen Jack geben. Der auf das Verhältnis von den beiden wütend war und sein. Ich nannte ihn Jacko, Ina nannte ich Eva und Peter Pitt. Vor einen Jahr kam ein Samuel vorbei. Er wollte das Buch, weil sein Freund Jakob Prinz eine Vorlage brauchte.“

Ich sah sie irritiert an. Jetzt langsam begriff ich. Tina hatte sie in  das Buch hineingeschrieben. Jakob hatte die Namen verändert und so können sie nicht mehr raus. Tina und Frieda sahen mich an. Ein älterer Mann kam in den Raum und stellte sich als Frederik Kaufmann vor. Der Vater von Tina und Jan.

„Wer sind sie? Wieder ein Reporter?“

„Nein, bin ich nicht. Es hört sich jetzt verrückt an. Ich glaube, ihre Tochter hat Jan, Ina und Peter in einen Roman verewigt. Wollen sie das die drei wieder zurückkommen?“

„Sie sind verrückt.“

„Ich erkläre es ihnen.“

Dann erzähle ich ihnen was es damit auf sich hat. Herr Kaufmann erklärte mich für einen Spinner.

„Wissen sie was, ich gebe ihnen ein Buch. Lesen sie es bitte. Wenn sie immer noch der Meinung sind, dass ich ein Spinner bin, dann ist es halt so.“

Ich stand auf das Buch und gab es Tina.

„Sind sie sicher, dass sie im Buch sind?“

„Glauben sie mir, meine Granny sagt, es ist so. Ich bin im Körper von Jakob Prinz. Das Einzige was für mich wichtig ist, dass ich wieder in meinen Körper komme, weil ich jemand wahnsinnig liebe. Verstehen sie jetzt, warum es mir wichtig ist.“

Tina sieht auf das Buch und meint leise : „Es sieht wie das Buch aus. Wo ist Peter jetzt oder Jan?“

„Gehen sie zu mir nach Hause und reden sie mit Jackolus. Erinnern sie ihn an etwas, was sie beide verbindet.“

Ich schreibe die Adresse von meinen Eltern auf und gebe sie ihr. Tina nimmt sie und teile ihr noch mit: „Erschrecke nicht. Er ist in meinen Körper. Aber versuche alles, dass er auch Piet und Iva zu den Gespräch bittet. Tina sie würden uns helfen. Ich glaube, sie wissen nicht mehr wer sie sind. Und das am besten vor den dreiundzwanzigsten Dezember. Am vierundzwanzigsten ist der Tag, wo sich etwas ändern kann. Es hört sich irrsinnig an, aber es wäre ein Möglichkeit, die Welt wieder recht zu rücken.“

Sie nickte und sagt: „Ja, es ist wie ein Alptraum. Also wenn es war ist, dann will ich es versuchen. Haben sie auch eine Telefonnummer?“

„Ja, ich schreibe sie mit auf den Zettel. Und verlangen sie unbedingt mit Johannes zu sprechen.“

Dann gibt sie mir den Zettel zurück und notiere es noch darauf. Anschließend gebe ich ihn zurück. Danach bin ich gestern in mein Auto gestiegen und bin zu meinen Eltern gefahren. Ich habe ihnen den aktuellen Stand mitgeteilt. Ich bin im Anschluss nach Hause gefahren.

Diese Erkenntnis hat mich gestern aufgerüttelt. Es steckt so viel dahinter. Ich stehe in meiner Küche und trinke meinen Kaffee. Wie spät ist es überhaupt? Mein Blick wandert zu meiner Armbanduhr. Sechs Uhr morgens. Es klingelt an der Tür. Wer will so früh was von mir? Also beschließe ich die Tür zu öffnen. Sophie steht davor.

„Was machst du hier?“

„Ich wollte nach dir sehen. Warum bist du gestern ohne ein Wort abgehauen?“

„Wieso? Hast du den Zettel nicht gefunden?“

„Doch! Ich hätte aber selber entschieden, was ich wollte.“

„Okay, komm rein.“

Wir gehen in die Küche.

„Möchtest du einen Kaffee?“

„Ja, gerne.“

Ich mache einen Kaffee und wir unterhalten uns. Eine Stunde später taucht Paulus auf. Die beiden beschließen zur Arbeit zu fahren. Ich verabschiede mich von ihnen. Kurze Zeit später ruft mich mein Vater an und ich fahre hin.

„Moin.“

„Guten Morgen, komm bitte mit.“

Als ich den Raum betrete, stehen da Jackolus, Iva, Piet und Tina zusammen. Sie sehen zu mir.

„Hallo Johannes! Schön, dass du es einrichten konntest.“, teilt mir Jackolus mit und sagt noch: „Wieso hast du diese Frau mit hinein gezogen.“

Plötzlich geht Piet zu Tina rüber und küsst sie auf den Mund. Alle schauen auf die beiden und Piet verwandelt sich. Tina geht ein Schritt zurück und scheuert ihn eine. Jackolus schreit ihn plötzlich an: „Lass die Finger von ihr.“

Iva starrt Jackolus entsetzt an und flüstert: „Das ist deine Liebe, Jackolus.“

„Nein“, erwidert er.

„Sie ist meine Schwester. Verdammt wie heißt sie noch mal. Stimmt sie heißt Tinka.“

Jetzt sehe ich verwirrt an. Dann erklärt mir Jackolus Tinka setzt sich aus den Vor- und Nachnamen zusammen. Stimmt sie heißt Kaufmann mit Nachnamen.

„Ich dachte, Piet würde Iva lieben?“

„Hast du Sockenschuss?“, fragt Piet entsetzt.

„Ich kann mich erinnern, dass Iva mit Gideon ein Paar war. „

„Wohlgemerkt, waren….“, teilt jetzt Tina mit. „Aber wenn Peter nichts von Ina wollte, warum …. .“

„Du warst eifersüchtig und hast die falschen Schlüsse gezogen“, stelle ich fest.

Iva geht auf Jackolus zu und küsst ihn. Plötzlich verändert sich auch er für einen kurzen Moment. In diesen Moment taucht Herr Kaufmann auf und erstarrt. Als er sich langsam berappelt, sagt er zu mir: „Ich wollte Tina holen, weil ich sie für Verrückt hielt.“

Mein Vater erscheint auf der Bildfläche und sieht Herrn Kaufmann an.

„Fred, bist du das?“

„Johnny, du hier?“

Sie fallen sich in die Arme. Also, gibt es noch eine Verbindung. Dann erzählen uns die beiden, woher sie sich kennen. Mein Onkel Frederik, wurde Freder genannt und er Fred von Jupiter, damit man sie auseinander halten konnte. Sie kannten sich von der Schule. Jonathan bittet Frederik mit zu seiner Mutter zu kommen. Er drehte sich um und sah mir in die Augen. „Ich fand, Granny war verrückt, aber dass es mir selbst so verrücktes passiert, hätte ich nicht für nötig gehalten.“

Darauf verschwindet er mit meinen Vater.

Tina fängt an zu sprechen.

„Sehe ich das richtig, es gibt noch eine Verbindung zu unseren Familien?“

„Ich glaube schon“, erwidere ich.

Iva und Piet verabschieden sich. Jackolus, Tina und ich beratschlagen, was wir als nächstes tun. Ich werde nicht mehr zur Arbeit fahren. Eins ist klar. Es liegt in Tina und meiner Hand es zu ändern.

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