KARFREITAG

Ich erinnere mich an eine Zeit, wo ich fast jeden Tag unterwegs war. Schon eine Weile her. Als ich achtzehn war hatte kaum jemand aus meinen Freundeskreis ein Handy. Nur sehr wenige, aber man brauchte da kaum ein Handy. Man verabredete sich per Telefon oder wenn man sich traf. Heute unvorstellbar. Besonders jetzt in der Krise ist das wichtig. Ich frage mich, wie hätten wir wohl damals die Zeit verbracht. Als ich jung war, war es unverstellbar einen Tag zuhause zu bleiben. Ich wollte etwas erleben und Freunde treffen. Für mich wäre damals die Krise der Horror gewesen. Ich verstehe die jungen Leuten. Aber sie haben fast alle ein Smartphone und können darüber kommunizieren. Wir Kinder aus den siebziger konnten es nicht. Früher gab es auch viele Diskotheken. Heute sehr wenige. Wenn es heute soviel wie damals geben würde, dass wäre für diese Krise fatal gewesen. Die meisten jungen Leute, gerade achtzehn, gehen sorglos um. Egal welche Generation. Wisst ihr noch, wenn man Gründonnerstag in der Disko war, ging um 0.00 Uhr die Musik aus. Karfreitag war Ruhetag und Ostersamstag ging es mit Osterfeuer los und ging weiter mit Disko. Ich glaube, das hat sich kaum verändert. Nur das die meisten Leute Smartphone haben.

Euch einen schönen Karfreitag.

Mal etwas anders wie sonst.

Welche Regeln gelten denn jetzt

Ein Gesetz am Freitag hat für Empörung gesorgt. Was viele nicht verstanden haben. Die Baumärkte und Gartencenter dürfen am Samstag öffnen. Und in Garten darf der Nachbar nicht in den Garten zum Nachbarn, auch wenn er den Mindestabstand ein hält. Es durften nur Leute, die im eigenen Hausstand mit lebten.

Die eine Regel widerspricht sich mit der anderen Regel. Keiner wusste mehr genau was man durfte. Durfte man mit den eigenen Boot mit der Familie auf den Kanal fahren. Oder darf in einen Privatwald Holz machen? Darf überhaupt noch Sparziergehn. Wie soll man einen Brief in den Briefkasten stecken, wenn man das Grundstück des Nachbarn nicht betreten darf? Was macht der Postbote? Schmeisst man die Briefe wie die Zeitung vor die Tür? Dann muss der Postbote aber gut zielen? Es gab viele Fragen wegen den Gesetz von Freitag. Man soll älteren Menschen helfen, aber wie soll helfen, wenn man das Grundstück betreten. Für einige älteren Menschen kaufen wir ein. Das haben wir schon vor der Krise gemacht. Viele dieser Menschen kennen mich noch als Kind. Aber jetzt stellen wir die Sachen vor die Tür und klingeln, damit sie wissen, das ihr Einkauf vor der Tür stehen. Sie hatten vorher gesagt, was sie wollten. Die Leute schmeissen den Zettel mit Geld in den Briefkasten. Nachdem Gesetz wäre es strafbar. Polizei fuhr am Samstag auch rum.

Samstag wurde eingeräumt, das nachgebessert werden muss. Das Gesetz würde wieder geändert werden. Ja. Einen Tag so und den einen Tag so. Vielleicht sollte man nachdenken, bevor man ein Gesetz beschliesst.

Als Samstag das Gesetz wieder gekippt wurde und ich in den Status gestellt habe, bekam ich folgende Nachrichten.

Wenn man das wieder zurück nimmt, dann bringt alles nicht. Oder sich darüber äussert, es würden sich eh nicht alle daran halten. Und sich tierisch aufregt, das dritte mit im Garten sind. Das von einer Nachbarin, die ständig einen beobachtet. Da Baumärkte eine zeitlang für Privatleute geschlossen hatten und eine Reparatur im Garten hatte, fragte man den Nachbarn oder Verwandschaft, ob man sich aushelfen kann. Dann muss man mal das Grundstück betreten. Die Ironie daran, der Nachbar hat morgens das Nachbargrunndstück betreten uns klönte in grossen Abstand mit der Nachbarin. Meckern und gegen die Regeln verstossen. Solche Leute mag ich total….

Das war ein Scherz. Ich finde, die sollten mal darüber ernsthaft nachdenken, bevor sie sich aufregen.

Jedenfalls verstehe ich die Problematik nicht.

Aber das Gesetz von Freitag widerspricht sich total.

Wir werden Ostern sehr bescheiden gehen, nicht wie sonst. Von einen zum anderen gehen. Wenn schönes Wetter ist, wenn schönes Wetter ist, werden wir draussen sein. Keine Party. Aber wenn ein Familienmitglied vorbei kommt, darf er gern rein kommen. Wir haben genügend Platz. Wenn, würden eh nur vier aus meiner Familie kommen, die eine Strasse weiter wohnen. Denn seit unsere Eltern verstorben sind, halten wir noch mehr zusammen. Aber ob sie überhaupt kommen, ist eine grosse Frage. Eigentlich wären wir Ostern gar nicht da gewesen, weil wir eigentlich auf einer Insel gewesen wären. Ostern ist dieses Jahr etwas besonderes für mich. Wenn wir irgendwann wieder reisen können, muss ich meine Kamera reparieren lassen. Sie ist mir gestern kaputt gegangen. Also muss ich wieder verstärkt mit den Handy fotografieren. Was ich eh schon eine Weile mache. Und die Bilder werden trotzdem super. Aber die Kamera machte die Farben perfekt.