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Es wird immer davon berichtet, aber es wird nicht gehandelt. Eltern stehen ratlos der Sache gegenüber.
Mittlerweile habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass ein Kind von mir gemobbt wird. Es werden quasi die Opfer als Täter abgestempelt.
Wir haben in einem Jahr sehr viel durchgemacht und haben uns Hilfe geholt. Zwischenzeitlich haben wir viel mehr erfahren, wie uns lieb ist. Mein Kind ist kein Einzelfall in der Schule. Früher hatte ich das gar nicht mitbekommen, weil es mich nicht betraf. Jetzt betrifft es mich und meine Familie. Das Mobben bestimmt mehr oder weniger den Tag.
Die Lehrer glauben meinem Kind nicht, sondern den Täter. Ich frage mich, in welcher kranken Welt leben wir eigentlich? Wo die Opfer zu Täter abgestempelt werden.
Vor zwei Tagen hat der eine Typ mein Kind solange geärgert, bis es ausgeflippt ist. Mein Kind beschimpfte den Täter. Da der Täter raffiniert vorgeht, haben die Lehrer nur mein Kind gehört. Ende von Lied, wir mussten unser Kind abholen. Wegen den Beschimpfungen. Später stellte sich heraus, dass mein Kind bestimmte Wörter nicht gesagt hat. Eine Entschuldigung kam nicht. Der Täter provoziert solange bis mein Kind an die Decke geht. Mein Kind hat vieles ignoriert, aber den Tag konnte es nicht mehr. Gestern hat der Täter einen gewaltigen Fehler gemacht. Er hat gegenüber meinem Kind eine Morddrohung ausgesprochen.
Der Typ hat das schon öfters gemacht, aber nie war jemand da, der es bestätigen konnte. Also war mein Kind unglaubwürdig laut den Lehrern. Wahrnehmungsstörung sagten sie. Das haben wir zwischenzeitlich wieder legt.
Die Kinderseele ist zerstört, wenn Lehrer mehr den Tätern als den Opfer glauben.
Jedenfalls gestern hat ein Klassenkamerad die Aussage von meinem Kind bestätigt. Es ist mutig gewesen, die Aussage zu bekräftigen. Der Täter wollte es verharmlosen. Er hat es nicht gesagt. Jedenfalls wurde dieser Junge gestern von der Schule verwiesen. Was jetzt kommt, wissen wir nicht.
Es belastet mich sehr. Auch der Stress auf der Arbeit hat mich stark belastet. In den Sommerferien sagte mein Körper einfach Stopp. Ich konnte nicht mehr und man hat festgestellt, ich habe Burnout. Stress auf der Arbeit ist ja okay, aber wenn dann noch anderer Stress dazu kommt, der einen sehr belastet, dann geht es nicht mehr. Hört sich für manche vielleicht an, was die schon hat. Ich habe sogar an meinen freien Tag mal ein paar Stunden ohne Bezahlung für die Firma gearbeitet, wenn ich unter Druck gesetzt wurde. Da ich Homeoffice und in der Firma war, hatte ich einen Zugang zum Netz. Es heißt immer, wir sollen es nicht. Irgendwie fühlte ich mich dazu verpflichtet. Meine Überstunden konnte ich auch nicht weggenehmen. Wenn ich mal einen Tag oder nur eine Stunde wegnahm, dann bekam ich es zu spüren. Die Arbeit wurde mehr. Ich habe meine Überstunden wieder draufbekommen. Es ist wie ein Wettlauf mit der Zeit. Ich denke, es war auch ein Grund, warum mein Körper Stopp gerufen hat. Ich habe gearbeitet und habe versucht alles zu schaffen, aber es funktionierte nicht. Mehr als arbeiten kann ich nicht. Wenn ich auf der Arbeit war schaffte ich weniger als im Homeoffice. Ich hatte Ruhe, aber in der Firma kam ich irgendwie nie vorwärts. Ich weiß auch, dass es ein Fehler war, dass ich mal außerplanmäßig gearbeitet habe. Es war mein Gewissen, der mir dazu riet. Ich weiß, es war falsch und werde es nie wieder tun. Ich arbeite nur noch die Stunden, die ich muss. Dafür muss ich erst wieder gesund werden, um alles ignorieren zu können. Mir ein Ei drauf pellen, wenn ich unter Druck gesetzt werde. Höchstwahrscheinlich sehen das meine Vorgesetzten anderes, wie einer zu mir sagte, sie hätten mich nicht unter Druck gesetzt. Das ist egal. Ich werde meinen Weg gehen. Wenn es mir wieder gut geht.
Vielleicht bist du ein Mensch, der nicht so sensibel bist. Ich bin ein sensibler Mensch, der so etwas sehr mitnimmt. Seinem Kind nicht helfen zu können, ist für mich sehr schlimm. Keiner glaubt einen. Es wird abgetan, als ob es eine Lappalie ist. Das Kind hat nur die Unterstützung von den Eltern. Kind bekommt Panikattacken, Angstzustände usw. Mich lässt das nicht kalt, wenn mein Kind leidet. Im Endeffekt leide ich mit meinem Kind. Mache mir Vorwürfe, weil ich meinem Kind nicht helfen kann. Jeder sagt, schalte es weg. Für mich ist es sehr schwierig. Ich soll nicht alles an mich ranlassen. Würde ich auch gerne, dann würde ich auch wieder zu arbeiten gehen.
Die Morddrohungen hat der Typ schon mehrmals ausgesprochen. In der Zeit hatte ich eine Schulung und mein Kind musste alleine aus dem Haus. Mein Kind hat Angst gehabt. Ich mache mir Vorwürfe, warum war ich nicht für mein Kind da. Jetzt bin ich ein nervliches Wrack. Ich hole mir Hilfe und versuche eine Kur zu bekommen, um wieder abschalten zu können.
Seit Mai konnte ich tagelang nicht schlafen. Wenn ich geschlafen hatte, wachte ich mit Beklemmungsgefühl auf und hatte Panik einzuschlafen. Ich dachte, ich bekomme einen Herzinfarkt. Irgendwann im Juni fing es an, dass ich gar nicht mehr schlafen konnte. Mitte Juli merkte ich beim Autofahren, dass ich mich anstrengend musste, auf die Straße zu konzentrieren. Dann kam der Urlaub und mein Knie hatte mal wieder eine Instabilität im Knie. Jeden Morgen Kopfschmerzen, die kaum verschwanden. Ich hatte im Urlaub einige Symptome, die ich nicht einordnen konnte. Das musste ich überprüfen. Mein Körper hat Stopp gerufen, er hat Signale gesendet, damit mir bewusstwird, dass ich so nicht weitermachen kann.
Jedenfalls macht mir das in der Schule zu denken, wenn einige Lehrer zu einem Opfer sagen: „Überleg mal, warum du gemobbt wirst.“ Morddrohungen von Kindern gegen andere Kinder ausgesprochen wird. Die Opfer die Schule wechseln müssen, nur weil der Täter mehr glaubwürdiger ist. Seine Freunde hinter ihn stehen. Ich frage mich, wird diese Schule auch irgendwann in der Zeitung stehen? Das schlimme an der ganzen Sache ist, dass die Schule sich gewaltfreie Schule nennen.
Zum Glück habe ich ein Lehrer, der mir zu Rat und Tat zu Seite steht. Er mir sagt, dass es nicht normal ist.
Was ist mit der Welt los? Sind wir mittlerweile eine Gesellschaft ohne Respekt worden? Macht das Internet das Übrige? Ich weiß, das Mobbing in der Schule, die ganze Familie belastet. Wir müssen es stoppen. Witzig finde ich, dass man Psychologie studiert ohne Aussicht auf Bezahlung. Meine Freundin erzählte mir, dass ihr so Psychologie studiert, aber die kassenärztliche Zulassung nicht viele bekommen. Nur wenn jemand ausfällt. So wie ich es sehe, brauchen wir viel mehr, die den Beruf ausüben. Durch Long Covid wird es immer mehr. Bei Kinderpsychlogen wartet man fast zwei Jahre. Ich denke, hier muss die Regierung dazu. Es wird nicht weniger, sondern mehr. Warum mischt sie sich da nicht ein. Mobbing wird immer schlimmer. Der Respekt fehlt. Wir brauchen die Hilfe, aber die die kassenärztliche Zulassung wird es gestoppt. Hier musst eindeutig die Regierung handeln. Wenn sie nicht handeln, dann geht der Schuss nach hinten los. Es müsste in den Schulen ein fester Psychologe sein, der für die Kinder jederzeit ansprechbar ist. Hilfe vor Ort. Entspannung in der Schule zu haben. Lehrer entlasten. Oder die Lehrer müssten ein Pschologiestudium zusätzlich absolvieren. Wo sie genau auf Mobbing geschult werden. Der Lehrer, der mir hilft, es wird nur kurz angerissen. Oder statt einer zweiten normalen Lehrkraft in der Schule, eine Lehrerin, die zusätzlich mehrere Semester Psychologie studiert hat. Noch besser ein Psychologe mit in die Klasse. Nicht nur einer in jeder Schule, sondern pro Klasse. Vielleicht bekommen wir das dann hin. Es wird immer ein Wunschdenken sein und ich glaube nicht, dass es machbar ist.
Wenn ihr auch jemand kennt, wo ein Kind gemobbt wurde, schreibt es in den Kommentaren. Wurde das Opfer auch als Täter behandelt? Schreibt einfach.
















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